Sciurus Sc. rosenbergi Jent. simillimus, sed rufescentior.
Hab. In insulis Tagulanda et Ruang (ins. Sangi).
Nom. ind. tingahi.
Ein jüngeres Exemplar von Tagulanda ist schwärzlich auf dem Rücken. Ein
Exemplar von Gross Sangi (B 500) fällt zwar auch durch seine röthliche
Nüance auf, aber erreicht nicht die Intensität des Rostroth von
tingahi, auch kann, wenn man die Exemplare nach den Fundorten zusammen
und nebeneinander legt, gar kein Zweifel darüber obwalten, dass die von
Tagulanda und Ruang bedeutend röther sind. Wir haben es daher hier mit
einer insularen Abänderung zu thun. Wenn diese Form nicht insular
isolirt wäre, sondern z. B. auf dem Festlande von Celebes vorkäme, auf
eine nicht durch Gebirge oder sonst isolirte geographische Provinz
beschränkt, so könnte sie als Subspecies aufgefasst werden, wie
leucomus und tonkeanus, die ich nur wegen unserer Unkenntniss der
Begrenzungzonen als Species hingestellt habe, da die betreffenden zwei
verwandten Formen möglicherweise mehr oder weniger in einander
übergehen, was bei insularer Isolirung nicht möglich ist. Siao liegt
von Tagulanda c. 25 km entfernt. Die 1871 und 1893 auf Siao und Gross
Sangi gesammelten Exemplare differiren in der Färbung nicht im
Mindesten von einander. Insulare Abänderungen, wie Sc. tingahi eine
bietet, werden vielleicht später mithelfen, den Gründen solcher
leichten Differenzirungen nachzugehen, was wir heute noch nicht
vermögen.
Diese insularen Formen führen uns zu einer Anderen, vom nicht fernen
Palawan, einer Insel, die politisch zu den Philippinen gehört.