Hermann Hesse bringt immer Freude, bringt immer Gewinn. Diese
höchste Kunst in der stillsten Schlichtheit seines Wortgefüges,
diese innig beteiligte Herzlichkeit seiner Menschenschilderung,
diese ruhig abwartende Ironie der Darstellung menschlicher
Schwächen und Schwänke sind unvergleichlich. Wie Gottfried Keller
in seinen „Seldwylern“, so hat Hesse in seinen Gerbersauern seine
sicherste Meisterschaft erreicht, seine ganz persönliche Domäne
gefunden. Nur ungern verläßt man den Kreis derer, die sein Blick
aus dem Alltage gehoben, gewählt hat zu Kunstwerklein, deren
filigranfein gestichelte Prägung dem Kenner und beschaulichen
Genießer nachhaltige Freuden gewährt.
(Berliner Tageblatt)