~Tödtlicher Säbelhieb auf den Kopf.~
aus dieser Reihe betraf eine 28jährige _puella publica_, die drei
Wochen vor ihrem Tode von Soldaten durch einen Säbelhieb am Kopfe
verletzt, und in der Charité behandelt worden war. Bei der Section fand
sich die 1-3/4 Zoll lange, einen Zoll klaffende Wunde mit scharfen,
trocknen Rändern über der Protuberanz des rechten Scheitelbeins, und
dieses war an-, aber nicht durchgehauen. Die äussere Knochenlamelle
um die Wunde war im Umfange eines Zolles necrotisch abgestorben. Die
innere Lamelle an dieser Stelle war dagegen ganz unverletzt. Die
Schädelknochen waren ungewöhnlich dick. Gehirn und die blutführenden
Meningen sehr blutreich. Die _basis cranii_, das kleine Gehirn, _Pons
V._, _Medulla oblongata_ waren, offenbar von Exsudaten, opalisirend.
Eigentliche Eiterung fand sich nicht. _Sinus_ blutleer. Die Leber
cirrhotisch, die Milz gross und mürbe, der _Uterus (puellae publicae)_
hatte die Grösse wie bei einer Mehrgebärenden, beide Eierstöcke waren
knorpelhart, und am rechten ein beginnender _Hydrops_ sichtbar.
Aus der später vorgelegten Krankheits-Geschichte ging hervor, dass
_denata_ zwar im Augenblicke der erhaltenen Verletzung umgesunken und
besinnungslos gewesen war, dass sie aber am andern Tage bei ihrer
Aufnahme in das Krankenhaus vollkommen besinnlich, und in einem so
günstigen Zustande war, und bis sechs Tage vor ihrem Tode verblieb,
dass das Kranken-Journal aus dieser ganzen Zeit nur den einfachen
Verband der Wunde zu registriren hatte. Erst sechs Tage vor dem Tode
stellten sich plötzlich die berüchtigten Symptome: heftiger Druck im
Kopfe, Schüttelfrost, Brechreiz, Erweiterung und Trägheit der Pupille
u. s. w. ein, und von da ab verlief die Krankheit unter den bekannten
Erscheinungen.