Freundlichen Gruß Lebius."

Er war nämlich Herrn Max Dittrich ein Honorar

von 37 Mark 45 Pfennigen schuldig, welches er trotz

der Kleinheit dieses Betrages nicht bezahlen konnte. Es

wurde ihm daraufhin ein Spiegel gerichtlich abgepfändet.

Als er von Dittrich, anstatt der 10 000 Mark von mir,

eine Mahnung um diese 37 Mark 45 Pfennig bekam,

schrieb er ihm am 3. September:

"Geehrter Herr Dittrich!

Ich habe Herrn Dr. med. Klenke ersucht, Ihnen

40 Mk. zu meinen Lasten gutzuschreiben. Ihr Verhalten

mir gegenüber finde ich höchst sonderbar, um

nicht zu sagen beleidigend.

Achtungsvoll

R. Lebius."

Diesem Dr. Klenke fiel es aber auch nicht ein, die

Schulden des Herrn Lebius zu bezahlen, und so kam in

logischer Folgerichtigkeit am 7. September in Form einer

Postkarte folgende Drohung bei mir an:

"Werter Herr!

Ein gewisser Herr Lebius, Redakteur der "Sachsenstimme",

erzählte einem Herrn, daß er einen Artikel

gegen Sie schreibt. Ich habe es im Lokal gerade

gehört. Es warnt Sie ein Freund vor dem Manne.

Mein Leben und Streben · 第 12 / 13 题