[578] Sollte hier nicht Madame Richard das Vorbild gewesen sein?
[579] Unzweifelhaft eine Erinnerung an den schrecklichen Tod
+l’Escuyer’s+ in der Franziskanerkirche zu Avignon. (1790.)
[580] Die Sodomie mit Ziegen muss ein uraltes spezifisch italienisches
Laster sein. Die italienischen Soldaten, welche 1562 unter dem
Herzog von +Nemours+ Lyon belagerten, führten eine Unzahl Ziegen mit
sich „couvertes de caparaçons de velours verts, avec de gros galons
d’or“, zum Zwecke der Sodomie. (P. Bayle „Dictionnaire hist. et
crit.“ éd. +Des Maizeau+, Amsterdam. 1740. Bd. I. Art. „Bathyllus“).
Nach +d’Artagnan+ waren es +zweitausend+ Ziegen! („Mémoires de Mr.
d’Artagnan“, Cologne 1701. Bd. I, S. 466.)
[581] Es gab wirklich einen Papst, der seine Ueberzeugung als Atheist
offen ausgesprochen hat. Das war +Alexander+ VI. Vergl. C. J. +Weber+
„Das Papsttum und die Päpste“ Stuttgart 1834 Bd. III, S. 157.
[582] Hier klingen offenbar Eindrücke aus +Gorani’s+ 1794 erschienenen
Memoiren nach.
[583] Vergl. Anmerkung auf Seite 383.
[584] Dies Kapitel ist sichtlich dem Dialog III („Anatomie“) der
„Aloysia Sigaea“ nachgebildet. Vergl. „Les dialogues de Luisa Sigea
etc.“ Paris 1881. Bd. I, S. 47-71.
[585] +Marciat+ a. a. O. S. 218.
[586] F. +Drujon+ in „Le Livre“ herausgegeb. von O. +Uzanne+ Sept. 1883
(Bibliogr. moderne) S. 589.
[587] Der Recensent in der „Zeitschrift für Bücherfreunde“ (Mai/Juni
1900 S. 123) bemerkt hierzu: „+Dühren+ hält ‚Aline
et Valcour‘ für ziemlich zahm. +Im Vergleich zu der ‚Nouvelle
Justine‘ und der ‚Philosophie‘+ ist der +Roman es auch+; aber in
den Geschmacksrichtungen der Hauptpersonen und in einzelnen Scenen
(z. B. Band III bei dem Verhör der Leonore durch den, den köstlich
bezeichnenden Namen Dom Crispe Brutaldi Barbaribos de Torturentia
führenden Grossinquisitor) atmet er ganz Sadischen Geist aus.“
[588] „La France littéraire“ Paris 1827. Bd. 8, S. 303.
[589] „L’auteur des crimes de l’amour à Villeterque folliculaire“ in:
Les crimes de l’amour etc. Brüssel 1881. S. 137-153.
[590] +Fritz Friedmann+ „Verbrechen und Krankheit im Roman und auf der
Bühne“ Berlin 1889, S. 8.
[591] J. +Janin+ a. a. O. S. 358.
[592] A. +Eulenburg+ „Der Marquis de Sade“ a. a. O. S. 513.
[593] Man trifft also auch bei +Sade+ -- wenn auch seltener -- die
sprichwörtliche Ignoranz der Franzosen in der Geschichte und Geographie.
[594] J. +Renouvier+ „Histoire de l’art pendant la révolution“ Paris.
1863. S. 269.
[595] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 209-210.
[596] A. +Eulenburg+ a. a. O. S. 504.
[597] A. +Eulenburg+ a. a. O. S. 499.
[598] Interessant ist der hier hervortretende Zusammenhang zwischen
Materialismus und Pessimismus, der bei +Sade+ mehr als einmal zu finden
ist.
[599] A. +Eulenburg+ a. a. O. S. 509-510.
[600] „Briefe von Alexander von Humboldt an Varnhagen von Ense“. 3.
Auflage. Leipzig 1860. S. 190.
[601] A. +Moll+ sagt („Untersuchungen über die Libido sexualis“.
Bd. I, 202): „Ich habe den Eindruck, dass die Reizstärke, die die
Jungfrauschaft bezw. Keuschheit des Weibes auf den Mann ausübt, auch
bei uns abnimmt. Zum grossen Teile sind es heute mehr soziale Gründe
oder die Eitelkeit, die den Mann hindern, ein defloriertes Mädchen zu
heiraten. Die eigentlich abstossende Wirkung der Defloration durch
einen anderen Mann ist nicht immer in genügender Stärke vorhanden.“
[602] Am bekanntesten wurden die „schrecklichen Folgen“ der sexuellen
Abstinenz durch die erotischen Träume und Wahnideen des Pfarrers von
Cours bei Réole in Guyenne, die +Buffon+ in seiner „Histoire naturelle“
geschildert hat und die man am ausführlichsten im „Espion Anglais“, Bd.
I, London 1784, S. 409 bis 456 dargestellt findet.
[603] Merkwürdiger Weise hat man auch vom Standpunkt der Moral aus die
Ehe ein Verbrechen genannt. So z. B. +Statius+ in den berühmten Versen
der „Thebais“ Lib. II, 232-234:
Tacite subit ille supremus
Virginitatis amor, primaeque modestia culpae
Confundit vultus. Tunc ora rigantur honestis
Imbribus.
[604] Aehnlich +Tertullian+ „De anima“ Cap. 30: Fames bella et
voragines civitatum pro remedio deputanda.
[605] Einen sehr merkwürdigen Versuch, die Kindererzeugung unmittelbar
zu beschränken, hat +Weinhold+ empfohlen. Es soll nämlich jeder
Jüngling im 14. Jahre infibuliert werden. Die Vorhaut wird vorgezogen,
sanft zwischen zwei durchlöcherte Metallplatten eingeklemmt, mit einer
hohlen Nadel durchstochen, sodass ein 4 bis 5 Zoll langer Bleidraht
eingeführt werden kann. Dessen Enden werden hernach zusammengelötet
und die Lötstelle gestempelt. Die Infibulation dauert so lange, bis
der Betroffene genug besitzt, um zu heiraten oder uneheliche Kinder zu
ernähren. Gegen eigenmächtiges Oeffnen harte Strafe und wiederholte
Visitation. +Weinhold+ versichert, die Operation, die selbst bei Juden
möglich sei (?), ohne den geringsten Nachteil für die Gesundheit bei
Onanisten u. s. w. vollzogen zu haben. Vergl. +Karl August Weinhold+
„Von der Uebervölkerung in Mitteleuropa“ Leipzig 1827; „Ueber das
menschliche Elend, welches durch Missbrauch der Zeugung herbeigeführt
wird“ 1828 u. a. m.
[606] W. +Roscher+ „System der Volkswirtschaft“ 20. Auflage Stuttgart
1892. S. 734.
[607] H. +Eisenhart+ „Geschichte der Nationalökonomik“ 2. Auflage. Jena
1891. S. 80.
[608] +Marciat+ a. a. O. S. 224 -- Wie sehr das Bevölkerungsproblem die
Menschen des 18. Jahrhunderts beschäftigte, beweisen auch die bekannten
Anfangsworte des im Jahre 1766 erschienenen „Vicar of Wakefield“ von
+Oliver Goldsmith+: „Meine Meinung war stets, ein wackerer Mann, der
sich verheiratet und eine hübsche Nachkommenschaft auferzieht, leiste
der Gesellschaft grössere Dienste, als einer, der ledig bleibt und blos
von der Bevölkerung plaudert“.
[609] Hier spricht +Sade+ also von dem Verbrechen als einem Verbrechen,
nachdem er es vorher für eine naturgemässe und nützliche Handlung
erklärt hat.
[610] „La curiosité littéraire et bibliographique“. Troisième Série.
Paris 1882. S. 139-142.
[611] W. +Roscher+ a. a. O. S. 192 ff.
[612] W. +Roscher+ a. a. O. S. 185.
[613] Der heilige +Hieronymus+ schildert als Augenzeuge, dass die
Atticoten in Britannien sich von Menschenfleisch nährten und den Busen
der Weiber und den +Hintern+ als besondere Leckerbissen genossen. (R.
+Andree+, „Die Anthropophagie“. Leipzig 1887. S. 14.)
[614] Bei den Menschenopfern der alten Mexikaner wurde zuerst das Herz
den lebenden Opfern aus der Brust herausgerissen. (R. +Andree+ a. a. O.
S. 74.)
[615] A. +Bettelheim+ „Beaumarchais“. Frankfurt a. M. 1886. S. 176 und
207.
[616] So bezeichnen wir den Kotfetischismus und die Leidenschaft, Kot
zu essen, nach dem griechischen Wort τό ὑποχώρημα = Kot.
[617] B. +Tarnowsky+ „Die krankhaften Erscheinungen des
Geschlechtssinnes“ Berlin 1886 S. 70.
[618] +Rabelais+ schildert in seiner „Gargantua“ ein „weltliches
Kloster“, in dem vor den Zimmern der Frauen Haaraufputzer und
Parfümeure stehen, „durch deren Hände die Männer gingen, wenn sie die
Frauen besuchen wollten“ und die zugleich alle Morgen die Zimmer mit
wohlriechenden Essenzen besprengten. (F. E. +Schneegans+, „Die Abtei
Thélème in Rabelais’ Gargantua“. Neue Heidelb. Jahrbücher. Heidelberg
1898. Bd. VIII, S. 143-159). Vielleicht ist der Name des Paters Thélème
im ersten Band der „Juliette“ diesem Kloster entlehnt.
[619] Vgl. auch den „Ergänzungsband“: +Hagen, Dr. Alb.+ „Die sexuelle
Osphresiologie. Die Beziehungen des Geruchssinnes und der Gerüche
zur menschlichen Geschlechtsthätigkeit“, der dieses Thema ergiebig
behandelt. Charlottb. 1901. Verlag von H. Barsdorf. -- 2. Aufl. Berlin
1906.
[620] P. +Garnier+ „Onanisme“ 6. Auflage. Paris 1888 S. 76-77.
[621] +Parent-Duchatelet+ a. a. O. Bd. I, S. 63.
[622] G. +Behrend+. Artikel „Prostitution“ in +Eulenburg’s+
„Real-Encyclopädie der gesamten Heilkunde“. 3. Aufl. Berlin und Wien
1898. Bd. XIX, S. 437
[623] A. +Lacassagne+ „Vacher l’éventreur et les crimes sadiques“. S.
239.
[624] R. v. +Krafft-Ebing+ „Neue Forschungen auf dem Gebiete der
Psychopathia sexualis.“ 2. Auflage. Stuttgart 1891. S. 1 und 45.
[625] R. v. +Krafft-Ebing+ a. a. O. S. 48.
[626] v. +Schrenck-Notzing+ „Litteraturzusammenstellung über die
Psychologie und Psychopathologie der Vita sexualis“. (3. Forts.)
Zeitschrift für Hypnotismus. Bd. 9, Heft 2. Leipzig 1899. S. 111-112.
[627] A. +Lacassagne+ a. a. O. S. 239.
[628] A. +Eulenburg+ „Sexuale Neuropathie“ Leipzig 1895 S. 112. Das
Wort „Lagnänomanie“ leitet +Eulenburg+ von λαγνός (wollüstig) αἰνός
(wild), und μανία ab; „Machlänomanie“ von μάχλος (wollüstig vom
+weiblichen+ Geschlecht) αἰνος und μανία.
[629] A. +Moll+ „Untersuchungen über die ‚Libido sexualis‘“ Berlin 1898
S. 557.
[630] A. +Eulenburg+ „Neuropathia sexualis“ S. 115.
[631] A. +Eulenburg+ „Der Marquis de Sade“ a. a. O. S. 513-514.
[632] +Marciat+ a. a. O. S. 216. Neuerdings hat auch +Cabanès+ die
Frage der Geisteskrankheit des Marquis +de Sade+ berührt und sie
verneint. Nach ihm litt derselbe mehr an „Satyro-graphomanie“ als an
wirklicher Erotomanie. +Cabanès+ a. a. O. S. 260.
[633] E. +Kraepelin+ „Psychiatrie“ 6. Auflage. Leipzig 1899. Bd. II, S.
557-560.
[634] v. +Schrenck-Notzing+ a. a. O. S. 111.
[635] +Tarnowsky+ erklärt den Marquis +de Sade+ für einen „geborenen
Paederasten“ (?), der am Schlusse seines Lebens in „Altersblödsinn“
verfiel. Seine Werke enthalten nur „Ratschläge eines Geisteskranken“.
(„Die krankhaften Erscheinungen des Geschlechtssinnes“ Berlin 1886, S.
70-71). Ein kühnes Urteil!
[636] F. +Drujon+ „Catalogue des ouvrages, écrits et dessins
poursuivis, supprimes ou condamnés“ Paris 1879 S. 13, S. 111, S. 216.
[637] „Catalogue des écrits, gravures et dessins condamnés depuis 1814
jusqu’au 1er janvier 1850“ Paris 1850 S. 109.
[638] L. +Lalanne+ „Curiosités bibliographiques“ Paris 1857. S. 401.
[639] E. +Edwards+ „Libraries and founders of libraries“ London 1864 S.
85.
[640] +Ch. Villers+ „Lettre sur le roman intitulé Justine ou les
Malheurs de la Vertu“. Neudruck Paris 1877 S. 12.
[641] J. +Janin+ a. a. O. S. 337.
[642] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 205. Neuerdings wurde die erste
Ausgabe der „Justine“ für 180 Fr. angeboten.
[643] ibidem S. 209.
[644] +Léo Taxil+ „La corruption fin-de-siècle“ Paris 1894 S. 293.
[645] +Lino Ferriani+ „Delinquenti che scrivono“. Como 1899.
[646] +Marciat+ a. a. O. S. 247.
[647] R. v. +Krafft-Ebing+ „Neue Forschungen auf dem Gebiete der
Psychopathia sexualis“. Stuttgart 1891, S. 9.
[648] A. +Eulenburg+ „Neuropathia sexualis“ S. 120.
[649] J. +Janin+ a. a. O. S. 340 ff
[650] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 203 und 209.
[651] +Paul L. Jacob+, Bibliophile a. a. O. S. 413-415.
[652] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 211.
[653] +Paul L. Jacob+ etc. S. 415.
[654] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 212-214.
[655] Allen Bibliophilen sei die neueste, schön ausgestattete
Monographie von +Ulrich+ empfohlen. Sie enthält aber merkwürdiger Weise
nichts über +Villers’+ Besprechung der „Justine“. (O. +Ulrich+ „Charles
de +Villers+. Sein Leben und seine Schriften.“ Leipzig 1899).
[656] „Briefe von Benjamin Constant, Görres, Goethe etc.“ Auswahl aus
dem handschriftlichen Nachlass des Charles de Villers herausgegeben von
M. +Isler+. Hamburg 1879. S. 98.
[657] +Reichard+ sagt (a. a. O. III, S. 16): „Französische Sendungen,
schweizerische und deutsche Nachdrucke und die Ankündigungen von
Uebersetzungen jagten und kreuzten sich von allen Seiten.“ -- Vergl.
dazu die interessante Schrift „La presse périodique française à
Hambourg, depuis 1686 jusqu’en 1848.“ Brüssel 1854. -- In Hamburg
erschien auch im Jahre 1807 jener berüchtigte +ultratribadische+ Roman
„Julie ou j’ai sauvé ma rose“ (2 Bände), dessen Heldin, nachdem sie mit
Energie und Konsequenz die oft mehr als kühnen Angriffe zahlreicher
Männer abgewehrt hat, schliesslich wohl ihrer ursprünglichen Neigung
folgend, eins der vielen Opfer einer gefährlichen Tribade wird.
[658] +M. Isler+ a. a. O. S. 152.
[659] „Lettre sur le Roman intitulé Justine ou les Malheurs de la Vertu
par +Charles de Villers+“. Paris 1877.
[660] „Les Crimes de l’amour etc.“ S. 183-184.
[661] F. +Drujon+ a. a. O. S. 130.
[662] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 210.
[663] „Biographie universelle“ Bd. XXXV, S. 494-495.
[664] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 242.
[665] H. +Cohen+ „Guide de l’amateur de livres etc.“ Col. 418 bis 419.
[666] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 237.
[667] ibidem S. 241.
[668] W. +Roscher+ a. a. O. S. 719.
[669] M. +Nordau+ „Entartung“ Berlin 1892 S. 43-152.
[670] A. +Eulenburg+ „Neuropathia sexualis“ S. 109.
[671] +Nordau+ a. a. O. S. 60.
[672] ibidem. S. 115-116.
[673] ibidem S. 105-107.
[674] „La Curiosité littéraire et bibliographique“. Troisième Série.
Paris 1882. S. 169-174.
[675] +Paul Bourget+ „Physiologie der modernen Liebe.“ Deutsch von A.
+Dittrich+. Budapest 1891. S. 2. Dies Buch ist eine reiche Fundgrube
für die Arten und Raffinerien der modernen französischen Liebe.
[676] A. +Moll+ „Untersuchungen über die Libido sexualis“ Bd. I,
S. 698-699. Deutsche Uebersetzung: „+Gamiani+ oder zwei Nächte in
Ausgelassenheit“. Von A. D. M. Holland 1873, 8^o, 109 S.
[677] Eine wortgetreue Ausgabe der trefflichen Uebersetzung von Rode
erschien kürzlich im Verlage von H. Barsdorf in Leipzig. Vgl. die
Ankündigung am Schluss der „Bibliographie.“
[678] +Heinrich von Kleist+ „Penthesilea“ 23. Auftritt.
[679] „Das einzige Buch +Sade’s+ hielt er zurück, weil er es für mich
zu gefährlich hielt: ich fand es erst nach seinem Tode sorgfältig
versteckt in einem Schranke, welcher einen doppelten Boden hatte. Ich
machte mich daran, das Buch zu lesen... Dieses Buch hat zweierlei
Wirkungen, je nach dem Naturell des Lesers oder der Leserin, je nach
der Empfänglichkeit und Auffassungsgabe derselben. So wie es Duvalin
halb blasiert gemacht hatte, so fühlte ich einen Ekel vor diesen
Abscheulichkeiten, die zu lesen mich viel Ueberwindung kostete.“
Memoiren einer Sängerin Bd. II, S. 12-13.
[680] W. +Russalkow+ „Grausamkeit und Verbrechen im sexuellen Leben“ 3.
Aufl. Leipzig 1899. S. 76.
[681] A. +Eulenburg+ „Neuropathia sexualis“ S. 109.
[682] +Fritz Friedmann+ „Verbrechen und Krankheit im Roman und auf der
Bühne“ Berlin 1889 S. 27.
[683] +Fr. Nietzsche+ „Jenseits von Gut und Böse“ 4. Aufl. Leipzig
1895. S. 108. (Aphor. 149.)
[684] ibid. S. 109 (Aphor. 155).
[685] +Max Stirner+ „Der Einzige und sein Eigentum“ 2. Aufl. Leipzig
1892. S. 369, 372, 379.
[686] +H. Ströbel+ „Stirner’s Einziger und sein Eigentum“ in Neuland,
Band II, Nr. 2. Berlin 1897 S. 89.
[687] A. +Eulenburg+ a. a. O. S. 117.
[688] A. +Lacassagne+ „Vacher l’éventreur et les crimes sadiques“ Lyon
und Paris 1899 S. 245-282. -- Vgl. Laurent, Sadismus und Masochismus.
6. Aufl. Berlin 1904. Anm. d. V.
[689] „Remarques médico-légales sur la perversion de l’instinct
génésique“ Gaz. méd. de Paris No. 29 vom 21. Juli 1849 S. 555 bis 564.
[690] a. a. O. S. 701 ff.
[691] „Psychopathia sexualis“. 5. Aufl. Stuttg. 1890 S. 46 ff.
[692] Einen ähnlichen Fall berichtet +Tarnowsky+ a. a. O. S. 76.
[693] +Brierre de Boismont+ a. a. O. S. 560.
[694] +Russalkow+ a. a. O. S. 76, 77.
[695] A. +Eulenburg+ „Neuropathia sexualis“ S. 118-119.
[696] +Eulenburg+ a. a. O. S. 107.
[697] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 264.
[698] „Deutsche medizinische Presse.“ 1899. Nr. 21. Wenn +Eulenburg+
„Sexuale Neuropathie“ (S. 101) von einem Manne berichtet, der nudas
feminas mit brennenden Lichtern in ano um sich herumtanzen liess,
so ist diese Idee ganz offenbar von +Sade+ suggerirt, der mehrere
derartige Scenen schildert.
[699] „Kritisches zum Kapitel der normalen und pathologischen
Sexualität“ von P. +Näcke+. Archiv für Psychiatrie. Berlin 1899. Bd.
32. Heft 2, S. 356.
[700] Voss. Zeitung vom 31. Juli 1899. -- Wenn Herr +Henri Albert+
im „Mercure de France“ (April 1900) mich wegen dieser Vergleichung
der Dreyfusgegner mit Sadisten verspottet, so erwidere ich ihm, dass
dieselbe so nahe liegt, dass ich sogar nicht einmal die Priorität
habe. Denn sein Landsmann +Octave Mirbeau+ hat in seinem +vor+ meinem
Buche erschienenen Roman „Le Jardin des supplices“ Paris 1900 S.
XII +dieselbe Analogie+. „L’affaire Dreyfus nous en est un exemple
admirable, +et jamais, je crois, la passion du meurtre et la joie de
la chasse à l’homme, ne s’étaient aussi complètement et cyniquement
étalées+.“ Nun, Herr +Albert+?
[701] Dass auch hier meine Ansicht, dass es sich um zwei Sadisten
handelt, richtig ist, beweisen die geradezu ungeheuerlichen
Enthüllungen des Abgeordneten +Vigné+ in der Sitzung der französischen
Deputiertenkammer vom 23. Nov. 1900. +Voulet+ und +Chanoine+ liessen
+Hunderte+ von Eingeborenen rein aus Vergnügen am Morden töten,
liessen Hände und Köpfe abschneiden, mit Lanzen erstechen und dgl.
Scheusslichkeiten mehr verüben. Freilich sind nicht blos Franzosen
solche Bluthunde. Auch wir Deutschen haben einen Prinzen +Prosper v.
Aremberg+!
[702] +A. Eulenburg+ „Der Marquis de Sade“ S. 510.
[703] +G. Roskoff+ „Geschichte des Teufels“. Leipzig 1869, Bd. II, S.
60.
[704] ibidem.
[705] Vossische Zeitung No. 520 vom 4. November 1899.
[706] +S. Ribbing+ „Die sexuelle Hygiene und ihre ethischen
Konsequenzen“. 9. Aufl. Leipzig 1892. S. 84-94.
[707] a. a. O. S. 94-95.
[708] +A. Eulenburg+ „Neuropathia sexualis“ S. 120.
[709] +H. Hössli+ „Eros. Die Männerliebe der Griechen etc.“ 2. Aufl.
Münster i. d. Schweiz 1892. S. 113.
[710] +B. Tarnowsky+ a. a. O. S. 90 und 101.
[711] +Tarnowsky+ a. a. O. S. 141.
[712] a. a. O. S. 147.
[713] +W. Stern+ „Kritische Grundlegung der Ethik als positive
Wissenschaft“. Berlin 1897. S. 238.
[714] +E. Du Bois-Reymond+ „Adalbert v. Chamisso als Naturforscher“.
Leipzig 1889. S. 57.
[715] +K. Fischer+ „Diotima“. Stuttgart 1852. S. 4.
[716] +W. E. H. Lecky+ „Sittengeschichte Europas von Augustus bis
auf Karl den Grossen“ übers. von +H. Jolowicz+. 2. Aufl. Leipzig und
Heidelberg 1879. S. 120-121.
[717] Eine der schönsten von den vielen halb heidnischen Sagen des
mittelalterlichen Irlands ist die von den Inseln des Lebens und
des Todes. In einem gewissen See in Munster gab es zwei Inseln; in
die eine konnte der Tod nicht dringen, aber Alter und Krankheit
und Lebensüberdruss und Paroxysmen fürchterlichen Leidens waren
dort heimisch und verrichteten ihr Werk, bis die Einwohner ihrer
Unsterblichkeit müde, auf die gegenüberliegende Insel als auf einen
Hafen der Ruhe schauen lernten, ihre Barken in das dunkle Gewässer
steuerten, das Ufer erreichten und zur Ruhe gelangten. -- +Lecky+
a. a. O. I, S. 183.
[718] Titel und Schluss des Werkes geben also ein verschiedenes Datum
an. Dies deutet auf eine wiederholte Durchsicht des Manuscriptes hin.
[719] Dies Manuscript wurde durch Vermittelung des Autors dieses Werkes
angekauft und im Jahre 1904 zum Druck befördert. Anm. d. Verl.
[720] Ist das der bekannte Bibliophile und Kunsthistoriker +Henri
Béraldi+?
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Im Verlage von HERMANN BARSDORF In BERLIN W 30 erschien: