Marton

Ach! ich habe überall gehört, dass die Ungeheuer die Frauen töten

werden, und man sagt, dass diejenigen, die ihnen gefallen, als

unglückliche Opfer ihrer Lüste --

Marquise (sehr lebhaft).

Ich zittre -- Marton -- kleide mich doch an -- Marton -- +mein

Rot! geschwind mein Rot+! Himmel! wie ich aussehe -- bleich --

niedergeschlagen -- ich sehe scheusslich aus -- sie werden mich

töten!.... --

Die Männer trieben die gleichen Toilettenkunststücke, schminkten sich

ebenfalls, vergossen „künstliche Thränen“ und enthaarten auf Verlangen

der Geliebten den ganzen Körper. „C’est ainsi que M. le duc d’Orléans

au témoignage de M. d. Valencay qui lui donna le chemise, se présenta

dans le lit de Mme. de Montesson“[349]. Eine grosse Errungenschaft

des 18. Jahrhunderts auf kosmetischem +Gebiete+ war das +Bad+. Die

Badeeinrichtungen bildeten in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts

einen mit grossem Luxus ausgestatteten Bestandteil vornehmer Häuser

und wurden hauptsächlich zu kosmetischen Bädern benutzt. Die Heldinnen

+Sade’s+ steigen ebenfalls nach vollbrachtem Tages- oder Nachtwerk ins

Bad.

Die Schriften des Marquis +de Sade+ gewähren uns ein erschreckendes

Bild von der Häufigkeit der auch einen gewissen Zusammenhang mit der

+Kosmetik+ aufweisenden +Abortiv-+ und +Praeventivmittel+ im 18.

Jahrhunderte. Jene Zeit brachte die Verhältnise hervor, welche zu der

gegenwärtigen Abnahme der Bevölkerungsziffer in Frankreich geführt

haben. Aus +Galliot’s+ Statistik, die mit dem Jahre 1789 beginnt,

kann man die grosse Ausdehnung der Fruchtabtreibung in Frankreich

entnehmen. Er schliesst seine Resultate mit den Worten: „On se plaint

de tous côtés, en +France+, de la décroissance de la population. On

a fait récemment de nombréuses lois pour protéger l’enfant; nous

venons à notre tour demander une protection pour le foetus.“[350] Das

vorige Jahrhundert kannte denn auch bereits alle Mittel, welche noch

heute angewendet werden, um die Conception zu verhindern oder die

Abtreibung der Frucht zu bewirken. Höchst charakteristisch ist jene

Stelle in der „Philosophie dans le Boudoir“, wo Madame de St.-Ange

auf eine Frage Eugeniens die anticonceptionellen Mittel aufzählt

(Philosophie dans le Boudoir I, 99) und neben „éponges“, die sich die

Frauen in die Vagina einführen und „condomes“, deren sich die Männer

bedienen, als ein vorzügliches Mittel auch die Paedicatio empfiehlt,

die am besten den malthusianischen Ideen des Jahrhunderts entspreche.

Ist aber das „Unglück“ geschehen, so wissen die Helden und Heldinnen

+Sade’s+ Mittel und Wege, um die Frucht im Mutterleibe zu töten. +Sade+

erwähnt die Sabina als ein vortreffliches Abortivum. (Juliette III,

204). Aber ein noch sicheres und gefahrloseres Mittel als Sabina, das

zudem „den Magen nicht angreift“ ist dasjenige, welches die von ihrem

Vater schwangere Juliette anwendet. Sie lässt sich nämlich von einem

berühmten Accoucheur eine viermonatliche Frucht vermittelst einer Nadel

abtreiben. (Juliette III, 212). Die Durand verkauft Emmenagoga m

diesem Zwecke (Juliette III, 229).

Als letzter Gruppe von sexuellen Mitteln gedenken wir noch der

+antivenerischen+ Geheimmittel, mit welchen das Frankreich des

vorigen Jahrhunderts in grosser Zahl überschwemmt wurde. Denn trotz

aller Ausschweifungen in Venere war die Furcht vor der Syphilis sehr

gross, und die Charlatane fanden ein nur zu williges Publikum für

ihre Betrügereien. Wir wissen nicht, ob der Plan für ein Bordell mit

der Aufschrift: „Du plaisir pour de l’or et santé garantie“[351] zur

Ausführung gekommen ist Jedenfalls war die Vorsicht in dieser Beziehung

gewiss gerechtfertigt. +Casanova+ hatte es sich zum Prinzip gemacht,

niemals in einem fremden Bette zu schlafen.[352] Juliette untersucht

ihre Kunden stets genau auf syphilitische Symptome hin. Ein Mann,

der mit schwerer Syphilis behaftet ist und der daher als Spezialität

seiner Wollust diejenige gewählt hat, die von ihm gebrauchten Weiber

anzustecken, wäre beinahe der Juliette gefährlich geworden. (Juliette

I, 238-240). Im „Espion anglais“ (Bd. II, S. 98) wird erzählt, wie

ein Mann seinen Rivalen aus Rache syphilitisch infizierte damit

dieser die Krankheit der früheren Geliebten mitteile. Eine ganz

ähnliche Idee führt +Sade+ am Ende der „Philosophie dans le Boudoir“

aus. Dort lässt man einen syphilitischen Knecht holen, der vor

den Augen der triumphierenden Scheusale die unglückliche Madame de

Mistival infizieren muss, wonach Dolmancé ausruft: Parbleu, voici une

inoculation, comme Tronchin n’en fit de ses jours. (Philosophie dans le

Boudoir II, 183-184).

Medicamentöse Schutzmittel gegen Syphilis wurden vorzüglich in den

Gewölben des Palais-Royal angepriesen. Es gab auch Manche, die ohne

Scheu dieselben in Flugschriften bekannt machten und ihre Betrügerei

durch Anschläge an den Mauern, durch Verteilung von Karten oder Zetteln

auf der Strasse feilboten.[353]

Wir haben früher schon den Charlatan +Agirony+ und das „Spezificum

des Doktor +Préval+“ erwähnt. Der Letztere ist wohl der berüchtigste

Charlatan des 18. Jahrhunderts gewesen, dessen Persönlichkeit um so

mehr Interesse erweckt, als +Guilbert de Préval+ derjenige war, welcher

+Rétif de la Bretonne+ in die Geheimnisse der Pariser Prostitution und

die „Artes amandi“ des Palais-Royal einweihte, ein Mensch, der nur

im schmutzigsten Sumpfe sich wohl fühlte.[354] Die Geschichte dieses

Erzcharlatans wird im „Espion anglais“ ausführlich erzählt.[355]

+Préval+ studierte seit 1746 in Caën, wo er dann eine umfangreiche

Praxis ausübte, machte später noch anatomische Studien zu Paris und

promovierte dort im Jahre 1750. Er beschäftigte sich nunmehr 20

Jahre mit der Therapie der Syphilis und entdeckte nach Ablauf dieser

Zeit ein „unfehlbares Specificum“ gegen diese Krankheit, mit welchem

er mehr wie 8000 (!) Menschen heilte. Das Mittel besass übrigens die

Kraft, auch alle übrigen „Haut- und Blutkrankheiten“ zu heilen. Selbst

bis „nach Indien, Amerika und -- Martinique“ drang der Ruf dieses

Mittels wo es „Pians und Scorbut“ zur Heilung brachte. Gleichzeitig war

dieses Mittel, eine sogenannte „eau fondante“[356], ein zuverlässiges

Vorbeugungsmittel der Syphilis. Endlich diente es sogar, wie das

heutige Tuberkulin bei Tuberkulose, zur Diagnose der Syphilis, wozu es

z. B. Madame +Gourdan+ benutze. Die Ankündigung dieses Mittels machte

ausserordentliches Aufsehen und „brachte alle Köpfe der jungen damals

am alten Hofe befindlichen Wüstlinge in Aufruhr.“[357] Man liess den

Herrn +Préval+ kommen, überhäufte ihn mit Schmeicheleien, wie sie kaum

dem Entdecker einer neuen Welt zu Teil geworden wären, verlangte aber,

dass er selbst in Gegenwart von Zeugen den nötigen Versuch machen

sollte, die Wirksamkeit des von ihm angegebenen Mittels zu beweisen.

+Préval+ ging darauf ein. Im Juni 1772 geschah das Unglaubliche. In

Gegenwart vornehmer Herren vollzog unser Charlatan an einer exquisit

inficierten Dirne, die im Spital der barmherzigen Schwestern behandelt

wurde, einen Coitus, nachdem er zuvor sein berühmtes Mittel eingenommen

hatte.[358] Er blieb gesund, wobei aber nicht mitgeteilt wird, ob eine

frühere, doch sehr wahrscheinliche Syphilis dieses Lebemannes Ursache

dieser Immunität war. +Parent-Duchatelet+[359] „könnte noch die Zeugen

dieser merkwürdigen Szene nennen“, allein der Rang, den sie im Staate

einnahmen, „befahl ihm Stillschweigen.“

Wir befinden uns nicht mehr in dieser Lage und nennen die Namen. Es

waren der Herzog von +Chartres+, der Graf +de la Marche+, der Marschall

+Richelieu+, der +Herzog von Nivernois+ und andere „Cavaliere“. Auch

der Herzog von +Zweibrücken+ liess ähnliche Versuche anstellen, die

günstig ausfielen. +Préval+ wurde vom Pariser Magistrat aufgefordert,

die Syphilitischen im Bicêtre mit seinem Mittel zu behandeln. Es wurden

ihm zu diesem Zweck 6 Männer und 4 Frauen zugewiesen. Von diesen Dingen

bekam die medizinische Fakultät Kenntnis und trat zu einer merkwürdigen

Sitzung am 8. August 1772 zusammen, in der +Préval+ aus der Liste

ihrer Mitglieder gestrichen wurde, mit 154 gegen 6 Stimmen. Er fing

darauf mit der Fakultät einen Prozess an und verklagte dieselbe vor

dem Pariser Parlament. Nachdem dieses im Jahre 1777 den Beschluss der

Fakultät aufgehoben hatte, wurde derselbe nach neuerlicher Weigerung

der letzteren am 13. August 1777 bestätigt und +Préval+ ausserdem noch

zu einer Geldstrafe von 3000 Francs verurteilt.

Wenn man auch dem Beschlusse der Fakultät als solchem zustimmen kann,

so ist doch die +Begründung+ desselben sehr fragwürdiger Natur. An

einer Stelle derselben heisst es nämlich: „Es wäre Sache der Moral,

zu prüfen, bis zu welchem Punkte eine Erfindung erlaubt sein könne,

welche kein anderes Ziel habe, als den natürlichen Reiz des Lasters

noch durch den der Straflosigkeit zu verstärken. Wir wissen oder

glauben es doch zum mindesten, dass ein Schutzmittel gegen die in Rede

stehende Krankheit eine Liederlichkeit veranlassen würde, wodurch die

Bevölkerung und bürgerliche Ordnung, wir könnten auch hinzusetzen,

die Reinheit der Sitten leiden müssten.“ Schon +Girtanner+, der sich

in seinem Werke überall als einen rigorosen Moralisten erweist,

bemerkt dazu: „Der Erfinder eines solchen Mittels, verdiente nicht

Verachtung, sondern den Dank des menschlichen Geschlechts, weil

dadurch, in kurzer Zeit, die Lustseuche ganz von der Erde vertilgt

werden müsste. Und welcher Menschenfreund wünscht nicht, dass es

möglich wäre, eine so glückliche Revolution zu bewirken!“[360]

+Parent-Duchatelet+, der diesem Gutachten der Pariser medizinischen

Fakultät ein enthusiastisches Lob zollt, wird von +Proksch+ mit Recht

getadelt.[361] Denn man kann das Laster verdammen, ohne der Menschheit

die Schutzmittel vor Krankheiten zu entziehen, und wenn die +Furcht+

vor Krankheiten der einzige Beweggrund der Tugendhaftigkeit sein soll,

dann dürfen wir +diese+ Tugend nicht allzuhoch einschätzen.

Das Hauptschutzmittel gegen die venerischen Ansteckungen war im 18.

Jahrhundert wie -- heute: +der Condom+. Wir haben bereits mehrere Male

auf den weit verbreiteten Gebrauch dieses Praeservativs hingewiesen,

von dem in jedem Bordell, ein „ganzes Arsenal“ vorhanden war. Auch die

alleinwohnenden Prostituirten betrieben den Verkauf dieser „redingotes

d’Angleterre“. Als +Casanova+ in Marseille ankam und nach seiner

Gewohnheit die erste Erholung von den Reisestrapazen bei einer Dirne

suchte, wobei er seine Furcht vor Ansteckung äusserte, bot ihm das

Mädchen „englische Hüllen“ an, welche „Beruhigung gewähren“. Aber er

mochte sie nicht, da sie „von zu geringer Qualität waren.“ Darauf

offerierte die Schöne „+feinere+ zu +drei Francs+ das Stück“, welche

„die Händlerin nur dutzendweise verkaufte“ worauf +Casanova+ sich

bereit erklärte, das ganze Dutzend zu nehmen und sich zu diesem Behufe

ein paar Specimina von einer kleinen 15jährigen Dienerin „anpassen“

liess.[362]

Der Condom wurde von dem unter +Karl+ II. lebenden Londoner Arzt Dr.

+Conton+ erfunden, ist daher eigentlich „Contom“ zu nennen. Nach

der Angabe dieses Arztes wurde diese zum Bedecken des männlichen

Gliedes vor dem Beischlaf bestimmte Hülle aus den Blinddärmen der

Lämmer bereitet. Zu diesem Behufe ward das entsprechende Darmstück

in gehöriger Länge aus den geschlachteten Lämmern herausgeschnitten,

getrocknet und dann durch Reiben mit einem feinen Oele und Kleien

schlapp, weich und geschmeidig gemacht.[363]

+Proksch+ macht über die weitere Geschichte und Beurteilung dieser

Erfindung sehr interessante Mitteilungen und constatiert, dass in der

Neuzeit „das hypermoralische Toben gegen den Condom“ beinahe ganz

aufgehört hat. Die Aerzte erkennen den hohen Wert der Condome als

Mittel zur Verhütung der venerischen Krankheiten fast einstimmig an.

„Die meiste Anerkennung der Schutzkraft der Condome kam, freilich

wider Willen, von einer Seite, von welcher man es gar nicht vermutet

hätte.“ Im Jahre 1826 erschien nämlich ein päpstliches Breve (+Leo+

XII.), welches diese Erfindung verdammte, „weil sie die Anordnungen

der Vorsehung hindert, welche die Geschöpfe an dem Gliede strafen

wollte, mit dem es gesündigt.“ +Proksch+ übt an diesem Breve eine

vernichtende Kritik, auf die wir den Leser verweisen. -- „Die Condome

aus Blinddärmen der Lämmer, aus Fischblasen und Goldschlägerhäutchen

sind weniger zuverlässig, da diese tierischen Membranen sehr bald

vertrocknen, brüchig und rissig werden, von kleinen Insekten an- oder

durchfressen werden, und zudem fast gar keine Dehnbarkeit im trockenen

Zustande besitzen, sodass sie bei einer geringen Gewaltanwendung

entzwei gehen können.“[364] +Proksch+, dieser ernsthafte und gelehrte

Forscher auf dem Gebiete der venerischen Krankheiten, hat aber durch

sehr exakte Versuche nachgewiesen, dass die Condome aus +Kautschuk+

die sichersten Schutzmittel gegen alle durch naturgemässen Beischlaf

erworbenen venerischen Krankheiten sind.[365] Die moralischen Einwände,

welche man gegen den Gebrauch dieser Condome erhoben hat, sind

nicht stichhaltig für denjenigen, der weiss, dass +Alles+ in der

Welt gemissbraucht werden kann, und dass das gesellschaftliche Wohl

höher gestellt werden muss als die Bedenken des Einzelnen. Alle diese

Einwürfe hat +Proksch+ im humansten Sinne widerlegt. Der +Arzt+, der

die +Gesundheit+ des einzelnen Menschen, der Familie und der ganzen

Gesellschaft zu schützen berufen ist, kann nicht den Standpunkt eines

Theologen einnehmen, der sich, wie wir zugeben, auch vertheidigen

lässt. Er muss auch einen +Missbrauch+ seiner Ratschläge von sich

abweisen, der ihm doch gewiss nicht zur Last fällt. „Sollte durch den

Condom einer jeden erdenklichen Unreinlichkeit und dem triefenden

Schmutz einerseits und andrerseits den hirnverbrannten Einfällen eines

jeden Wüstlings Rechnung getragen werden, dann müsste er freilich nicht

nur die Geschlechtsteile, sondern auch den ganzen Körper überziehen.“

(+Proksch+.)

Endlich kommen wir zu einer letzten Gruppe von Aphrodisiaca. Das sind

die +Surrogate+ des Mannes, wie wir sie nennen möchten, die künstlichen

Apparate, welche der Frau die Abwesenheit des Mannes ersetzen sollen,

vor allem die ledernen +Phalli+ oder +Godmichés+, die „Consolateurs“,

wie sie bei der +Gourdan+ heissen die „bijoux indiscrets“, „bijoux

de religieuse“ (englisch: Dildo, indiscreet toy; italienisch: Cazzo,

Parapilla), deren Gebrauch aus dem Culte des Priapus entsprungen

ist.[366] Diese schon seit dem Altertume[367] in Gebrauch befindlichen

künstlichen Phalli erlangten im 18. Jahrhundert wieder eine weite

Verbreitung, nicht blos in Frankreich[368], sondern auch in

Deutschland, wo sie von den vornehmen Damen als „Samthanse“ bezeichnet

wurden.[369] +Sade+ beschreibt sogar automatisch wirkende Godmichés

(Juliette V 328), sowie kunstvoll mit verschiedenen scharfen Spitzen

versehene Instrumente, wie sie z. B. die Tribade Zatta gebraucht

(Juliette VI 124). Wie wir auf einer Abbildung in der „Philosophie dans

le Boudoir“ (Band II, 31) ersehen, waren die Godmichés des vorigen

Jahrhunderts ähnlich konstruiert wie diejenigen, welche noch heute in

Frankreich Verwendung finden, und welche +Garnier+ folgendermassen

beschreibt:[370] „On en fabrique ici (à Paris) en caoutchouc rouge

durci, parfaitement imités, que l’on vend secrètement à des adresses

connues de toutes les intéressées. Le mécanisme en est des plus

ingénieux. Ils se gonflent à volonté et du lait ou tout autre liquide,

placé à l’intérieur, s’échauffant au contact du vagin, s’échappe

et se répand au moment psychologique, pour rendre l’illusion plus

complète.“[371] Diese Dinge wurden übrigens nicht blos im Amor lesbicus

gebraucht, sondern sogar auch zwischen Mann und Frau, w. z. B. Madame

de St. Ange es zur Paedicatio des Dolmancé benutzt (Philosophie dans le

Boudoir II, 31).

+Garnier+ meint, dass die sogenannten „japanischen Kugeln“, welche

in Japan, China und Indien seit alter Zeit von wollüstigen Frauen

benutzt wurden, erst seit 1819 nach Europa gelangt und damals zuerst im

„Dictionnaire des sciences médicales“ beschrieben worden seien.[372]

Das ist ganz unrichtig. Wie wir oben (S. 130) zeigten, waren diese

„pommes d’amour“ schon seit der Mitte des 18. Jahrhunderts in

Frankreich bekannt.

Der Marquis de Sade und seine Zeit. · 第 50 / 180 题