Neid und Haß.
Neid.
Freund, ich bitte dich, verfolge mir diesen Dummkopf, solang
er lebt.
Haß.
Sorg dich nicht, gegen wen der Neid auftritt, der hat auch den
Haß gegen sich.
Neid.
Was soll ich jetzt tun? Ich kanns nicht erdulden, daß diese
Lakrimosa, die mir einen Korb gegeben hat, nun triumphieren
soll. So nahe am Ziel, und nun dies Komplott.
Haß.
Wenn wirs nur früher erfahren hätten!
Neid.
Und wenn ich auch dagegen etwas unternehmen wollte, so kann
ich nicht. Es ist nur mehr die heutige Nacht und der morgige
Tag übrig, und ich muß nach England, dort ist eine große
Kunstausstellung, wo wenigstens fünfhundert Künstler um den
Preis kämpfen, und da kann doch der Neid nicht wegbleiben.
Ich habe auch schon eilf Zimmer gemietet, damit man sich doch
ein bißchen ausbreiten kann.
Haß.
Der Neid ist doch ein erbärmlicher Wicht, da ist der Haß ein
anderer Mann. Ich will hier bleiben, ich will ihnen einen
Strich durch die Rechnung machen.
Neid.
Bruder, wenn du das imstande wärst
Haß.
Warte, hier kommt mein Spürhund.