Parozzi. (heimlich lachend) Abaellino wird sich fangen lassen! --

Kontarino. Meine Herrn, hat einer von euch schon den Abaellino von

Angesicht zu Angesicht gesehn?

Einige. Wir nicht! wir nicht!

Ein andrer. Es ist ein Gespenst, der nur dann und wann und sehr

unverhoft und ungebeten erscheint.

Rosamunde. Ich vergesse das Ungeheuer nicht -- (sie erzählt einigen

Damen leise)

Gritti. Und wie er mir erschienen ist, wird euch bekannt sein.

Memmo. (zu einigen Senatoren) Ich habe mir von dem Ungeheuer tausend

Wunderdinge erzählen lassen -- er ist der Teufel in menschlicher Gestalt

-- ich halte nicht für gut, daß man ihn in diese Versammlung bringt,

denn er ist fähig hier ohne Gnade einen nach dem andern zu erwürgen.

Mehrere Damen. Gott bewahre, in dieses Zimmer?

Kontarino. Die Hauptsache ist, ob ihm Flodoard, oder er den Flodoard

besiegt. Und ich geh eine schwere Wette darauf ein, daß Flodoard

unverrichteter Sache abzieht.

Ein Senator. Und ich halte die Wette mit, daß nur ein einziger Mann in

Venedig es unternehmen darf den Abaellino zu fangen -- und der eine ist

_Flodoard von Florenz_; eben der, von dem ich längst prophezeit habe, er

werde in den Jahrbüchern der Welt einmahl eine glänzende Rolle spielen

--

Ein andrer. Ihr habt recht, Sennor, ich bin erstaunt über ihn, als ich

zum erstenmahle in seine Gesellschaft trat.

Kontarino. Tausend Zechinen! Abaellino läßt sich nicht greifen, oder er

wäre denn gestorben.

Abaellino der große Bandit · 第 10 / 16 题