Sciopticon
Einführung
in die
Projections-Kunst.
[Illustration]
Düsseldorf.
Ed. Liesegang's Verlag.
1896.
Sciopticon
Einführung
in die
Projections-Kunst.
INHALT:
Seite
Sciopticon 1
Sciopticonlampe 11
Kalklicht 18
Electrisches Licht 41
Projectionsbild 45
Doppel-Sciopticon (Nebelbilder-Apparat) 54
Dreifache Laterne 56
Wundercamera 56
Wissenschaftl. Projectionen 59
Alphabetisches Inhaltsverzeichniss.
Seite
Agioscop, 56
Alkohol-Sauerstoff, 30, 38
Bild, 45
-- Grösse desselben, 48
Bildhalter, 9, 46
Condensor, 5
Docht, 13
Doppel-Sciopticon, 54
Dreifache Laterne, 56
Dunkler Raum, 47
Einstellen, 52
Electrisches Licht, 3, 41
Gasglühlicht, 4
Gasometer, 23
Gassäcke, 22
Generator, 19
Kalkcylinder, 33
Kalkhalter, 34
Kalklicht, 3, 18
-- Handhabung desselben, 35
Kalklichtbrenner, 29
Laternenbild, 45
Lichtquelle, 2
Magnesiumlicht, 4
Nebelbilder-Apparate, 54
Objectiv, 9
Petroleum, 13
Petroleumlicht, 3
Projectionsapparat, 1
Projectionsbild, 45
Projection undurchsichtiger Gegenstände, 56
Retorte, 19
Sauerstoffbereitung, 18
Sciopticon, 1, 5
Sciopticonlampe, 11
Sicherheitsbrenner, 30, 35
Sicherheits-Retorte, 19
Wand, 47
Wasserstoffbereitung, 27
Wissenschaftl. Projectionen, 59
Wundercamera, 56
Wer erinnert sich nicht aus seiner Jugendzeit der Laterna magica!
Manchem hat sie damals viele vergnügte Stunden bereitet. Aber dann
hat man ihr den Rücken gekehrt; man verliess den Spielgefährten und
vergass ihn.
Jahrelang haben wir unseren Jugendgenossen nicht gesehen. Jetzt
treffen wir ihn wieder. Aber wir können ihn kaum erkennen: so hat er
sich verändert. Er ist indess den Kinderschuhen entwachsen und zum
Manne gereift. Von neuem bietet er uns seine Freundschaft an. -- Und
was verspricht er uns! -- -- -- --
[Illustration: Dekoration]
In Familien, Vereinen und in Schulen -- überall bürgert sich die
Projectionskunst mehr und mehr ein. Hier bietet sie anregende
Unterhaltung, dort hinwieder dient sie zur Belehrung. Stets wird das
Sciopticon mit Freuden begrüsst.
Und was giebt es auch schöneres als eine Vorstellung mit dem
Projections-Apparat, was ist interessanter als die Vorführung einer
Serie von Laternenbildern, zumal wenn sie durch fesselnde Worte
erläutert werden!
Andererseits, wie leicht kann man Andern und sich selbst dieses
Vergnügen bereiten -- hier ist kein besonderes Geschick erforderlich.
Ganz ohne Kenntniss sollte der Anfänger zwar nicht daran gehen; er thut
gut, sich über die Apparate und deren Handhabung zu unterrichten.
Darin soll ihn dies Büchlein unterstützen. Er findet hier nicht die
Verfahren zur Herstellung von Laternenbildern, nicht die Beschreibung
von Experimenten u. dergl.: das kann er an anderer Stelle nachlesen.
Dieses Büchlein soll ihn nur mit den Apparaten bekannt machen und ihn
anweisen, wie sie zu handhaben sind.
Möge es diese Aufgabe erfüllen!
=F. P. Lg.=
Das Sciopticon
[Illustration: Fig. 1. Projectionsapparat.]
oder die Projections-Laterne -- eine neue, vervollkommnete Form der
alten Laterna magica -- dient dazu, um von Glasbildern, welche in den
Apparat gesetzt werden, ein vergrößertes Bild auf die Wand zu werfen.
Das Instrument besteht im wesentlichen aus der Lichtquelle, einem
Linsensystem, welches die Lichtstrahlen sammelt und auf den Gegenstand
leitet (dem Condensor), und einem zweiten Linsensystem (dem Objectiv),
welches von dem Gegenstand ein vergrössertes Bild auf die Wand
projicirt. Figur 1 zeigt die Anordnung eines Projections-Apparates. Bei
L ist die Lichtquelle, I, II und III sind die Linsen des Condensors, O
das Objectiv. Der kleine Pfeil stellt den zu projicirenden Gegenstand
(das Glasdiapositiv) dar, der grosse Pfeil das Bild desselben auf der
Wand.
Man sieht aus der Abbildung, dass man auf der Wand ein umgekehrtes Bild
erhält; damit es aufrecht wird, muss man also das Laternenbild umgekehrt
in den Apparat einsetzen. Die alte Laterna magica hatte dieselbe
Einrichtung; nur waren die einzelnen Theile sehr unvollkommen, und daher
liess sich ein gutes Bild nicht damit erreichen.
Ein Projections-Apparat, der etwas Brauchbares liefern soll, muss ein
gutes optisches System (Condensor und Objectiv) und vor allem eine gute
Lichtquelle
haben. Am meisten geeignet wäre das directe Sonnenlicht. Doch steht uns
dasselbe nicht immer zur Verfügung, am wenigsten gerade dann, wenn wir
es brauchen. Man muss daher künstliches Licht benutzen.
Die Anforderungen, welche an die Lichtquelle gestellt werden, sind
erstens grosse Helligkeit und zweitens möglichst geringe Ausdehnung:
theoretisch müsste die Lichtquelle ein Punkt sein. Es kommen für uns in
Betracht das Petroleumlicht, das Kalklicht und das electrische
Bogenlicht. Die anderen Lichtquellen sind für Projectionszwecke
unbrauchbar.
Das =Petroleumlicht= kommt überall dort zur Verwendung, wo es sich um die
Herstellung von Bildern massiger Grösse (bis zu 2 Meter oder höchstens 3
Meter im Durchmesser) handelt, und hierfür ist es auch die geeignetste
Lichtquelle. Für den Familien- oder Bekanntenkreis, für Schulen und
kleinere Vereine ist die Petroleumbeleuchtung meist völlig ausreichend.
Ausserdem ist die Handhabung äusserst einfach, Petroleum ist überall zu
haben und die Lampe ist stets fertig zum Gebrauch.
Das =Kalklicht= ist zu Projectionszwecken das schönste Licht. Es wird dort
benutzt, wo grössere Bilder verlangt werden. Das Kalklicht wird erzeugt,
indem man ein Gemisch von Sauerstoff und Wasserstoff unter Druck auf ein
Stück gebrannten Kalk leitet und entzündet. Das Kalkstück wird dadurch
zu einer intensiven Weissgluth gebracht; es giebt ein sehr helles,
weisses und ruhiges Licht, welches hinreichend concentrirt ist.
An Stelle des Wasserstoffgases kann auch Leuchtgas aus der Gasleitung
oder in Ermangelung desselben Alcoholdämpfe benutzt werden. Die
Darstellung des Sauerstoffes ist höchst einfach und völlig ungefährlich.
Das =electrische Bogenlicht= entspricht den Anforderungen, welche an die
Lichtquelle gestellt werden, am meisten. Es ist äusserst intensiv und
sehr concentrirt: fast ein Punkt. Doch ist das electrische Licht für
Laternenbilder nicht so geeignet wie das Kalklicht: es ist einmal zu
intensiv und macht die Bilder hart und unharmonisch, zum andern hat es
einen bläulichen Schein, der leicht die Wirkung der Bilder schädigt und
für die Augen sogar unangenehm sein kann.
Für das Projections-Microscop und für die Projection wissenschaftlicher
Experimente hingegen ist das electrische Bogenlicht sehr brauchbar. Die
Verwendung des electrischen Lichtes kann natürlich nur in Frage kommen,
wenn man hinreichend starken electrischen Strom zur Verfügung hat und
dort wird sie sich auch empfehlen; eine besondere Anlage würde sehr
kostspielig sein.
Andere Lichtquellen, wie das Magnesiumlicht und Gasglühlicht, kommen für
uns nicht in Betracht. Das =Magnesiumlicht= lässt sich nicht genügend
ruhig oder stabil herstellen und erzeugt ausserdem einen weissen Rauch,
der den ganzen Apparat beschlägt; bei dem =Gasglühlicht= ist die
Lichtmenge auf eine viel zu grosse Fläche vertheilt, auch nimmt die
Helligkeit des Lichtes bald ab.
In den meisten Fällen kommt entweder Petroleumlicht oder Kalklicht zur
Verwendung; Petroleumlicht, wenn eine mässige Vergrösserung (bis zu 2
Meter, höchstens 3 Meter) ausreicht, Kalklicht dort, wo grössere Bilder
verlangt werden.
Der Bau des Sciopticons
ist so eingerichtet, dass jede der drei Lichtquellen, Petroleumlicht,
Kalklicht sowie electrisches Bogenlicht zur Verwendung kommen kann. Die
Projections-Laternen sind aus Stahlblech (nicht aus leicht rostendem
Eisenblech) construirt; die Fassungen sind aus Messing gefertigt oder
gut vernickelt. Der Körper der Laterne hat oben eine Oeffnung für den
Schornstein der Petroleumlampe. An der Rückseite befindet sich eine
Thüre, welche sich seitlich oder nach oben hin öffnen lässt. Der in
Figur 2 dargestellte Apparat hat noch an jeder Seite eine Thür:
dieselben kommen zur Verwendung, wenn Kalklicht benutzt wird.
An der vorderen Seite des Körpers befindet sich der =Condensor=. In Figur
3, welche uns ein Sciopticon älterer Construction mit zweidochtiger
Petroleumlampe zeigt, sehen wir denselben im Durchschnitt. Der Condensor
besteht aus zwei planconvexen Linsen (p und q), deren gewölbte Seiten
einander zugekehrt sind. Man hat auch Condensoren construirt, welche aus
3 Linsen bestehen; sie haben vor den Doppel-Condensoren jedoch nur einen
Vortheil, wenn es sich um Linsen
[Illustration: Fig. 2. Sciopticon mit vierdochtiger Lampe.]
von sehr grossem Durchmesser handelt. Die erforderliche Grösse des
Condensors richtet sich nach dem Format der Bilder, welche man
projiciren will. Die im Handel befindlichen Laternenbilder sind
durchgängig 7 cm hoch und 7 cm breit -- mit abgerundeten Ecken. Es kommt
dies daher, dass die Negative früher nicht besonders für den
Projectionsapparat, sondern zugleich zum Gebrauche für das Stereoscop
aufgenommen wurden, und so hat sich dieses Format eingebürgert. Die
meisten Sciopticons sind für diese Bilder berechnet und haben
dementsprechend einen Condensor von 10 cm Durchmesser.
[Illustration: Fig. 3. Sciopticon.]
Für den Amateur-Photograph, der sich seine Laternenbilder selber
anfertigt, ist dieses Format unbequem, da es im Handel keine Platten
von diesen Dimensionen giebt. Doch lägst sich vielfach von den Bildern
etwas abschneiden oder man kann sie leicht durch Verkleinern auf dieses
Format bringen. Wer seine Bilder so projiciren will, wie er sie
aufgenommen hat, braucht natürlich ein Sciopticon mit entsprechend
grösserem Condensor. Für Bilder vom Formate 9 × 12 muss der Condensor z.
B. einen Durchmesser von 15 cm haben, wie es bei Liesegang's
Projections- und Vergrösserungs-Laterne Modell B. der Fall ist.
[Illustration: Fig. 4. Sciopticon mit fünfdochtiger Lampe.]
Auf einem besonderen verschiebbaren Gestell an der Vorderseite des
Sciopticons befindet sich das =Objectiv= -- in der Regel ein
Doppel-Objectiv. Die Vorderlinsen desselben (a und b Fig. 3) sind
verkittet, die Hinterlinsen (c und d) sind durch einen Ring getrennt.
Wenn man die Linsen aus der Fassung geschraubt hat, um sie zu reinigen
-- was übrigens sehr wichtig ist --, so vergesse man nicht, sie nachher
wieder richtig einzusetzen (so, wie die Abbildung es angiebt), sonst
erhält man ein unscharfes Bild. In vielen Fällen ist es vortheilhaft,
ein Objectiv von kurzer Brennweite zu verwenden, welches bei gleicher
Entfernung (Apparat von Wand) ein grösseres Bild giebt, wie z. B.
Liesegang's Tachyscop C 20. Dasselbe ist gleichzeitig ein vorzügliches
Objectiv für Momentaufnahmen und ausserordentlich geeignet zu Aufnahmen
von Laternen- wie Stereoscopbildern.
Direct vor den Condensor (bei 00', Fig. 3) wird das Bild oder vielmehr
der Bildhalter eingesetzt; er wird durch Federn gehalten. An Stelle des
Bildhalters kann man auch eine Glas-Cüvette einsetzen, in der sich
manche interessante chemische Versuche vornehmen lassen.
Bei dem auf Seite 6 abgebildeten Sciopticon, wo der Objectivträger durch
eine Schraube (unterhalb des Objectivs) bewegt wird, klemmt man den
Bildhalter zwischen die Fassung des Condensors und den Objectivträger.
Das Einsetzen des Bildhalters wird dadurch sehr erleichtert; ausserdem
kann man bei dieser Anordnung Instrumente jeder Art in den Apparat
bringen und wissenschaftliche Experimente projiciren -- man braucht
bloss den Objectivträger hinreichend weit vorzuschrauben. Zum
Scharfstellen des Bildes ist das Objectiv mit einem Triebe versehen.
In den Körper des Sciopticons wird von der Rückseite her die
Petroleumlampe, der Kalklichtbrenner oder die electrische Bogenlampe
eingeschoben.
Die Sciopticonlampe
besteht zunächst aus einem flachen, rechteckigen Petroleumbehälter. Er
fasst soviel Petroleum, als für ein Paar Stunden ausreichend ist. Das
Petroleum wird eingegossen durch einen Hals, dessen Oeffnung sich durch
eine Schraube schliessen lässt. Mitten auf dem Behälter sind
nebeneinander die Dochtführungen -- 3 bis 5 an der Zahl -- angebracht,
welche die 4 oder 5 cm breiten Dochte fassen. Die Führungen sind nach
oben hin etwas gegeneinander geneigt, sodass die Flammen gegeneinander
geleitet werden. Das Höher- und Tieferdrehen der Dochte geschieht mit
Hülfe von Schrauben an der Rückseite der Lampe. Der Zwischenraum
zwischen den Dochten ist geschlossen durch ein Blech, welches vielfach
durchbohrt ist, um Luft zutreten zu lassen.
Die Flammenkammer oder der Brennerkasten wird gebildet durch einen
Stahlblechcylinder; er ist unten am Petroleumbehälter mittelst eines
Charniers befestigt und lässt sich nach der Seite umklappen. Vorne und
hinten ist die Flammenkammer durch eine Glasscheibe geschlossen;
dieselben verhindern den Luftzutritt von der Seite. Die Gläser dürfen
nicht fehlen, da sonst die Flamme schwalkt. Ausserdem dient die vordere
Glasscheibe zum Schutze des Condensors -- um denselben nämlich vor zu
starker Erhitzung und damit vor dem Zerspringen zu bewahren.
Hinter der Glasscheibe an der Rückseite befindet sich ein Reflector, der
die Wirkung des Lichtes verstärken soll. In der Mitte desselben ist ein
kleines Fenster mit einem gefärbten Glase angebracht, wodurch man
jederzeit das Licht beobachten kann, ohne die Augen anzustrengen.
In der Flammenkammer befindet sich eine Kappe, welche über die Dochte
gestülpt wird; sie hat in der Mitte eine längliche Oeffnung, durch
welche die flachen Flammen herausbrennen. Die Vorrichtung hat den Zweck,
die äusseren Flammen gegen die mittleren zu leiten: die Flammen, welche
von unten her (aber auch bloss von dort her) in ausgiebiger Weise mit
Luft gespeist werden, einzuschnüren und so die Intensität des Lichtes
auf einen möglichst kleinen Raum zu vereinen.
Auf die Flammenkammer wird ein Schornstein aufgesetzt, welcher für
gehörigen Luftzug sorgt; er besteht aus zwei Theilen, welche ineinander
gleiten. Je weiter sie auseinander gezogen werden, umsomehr Zug hat die
Flamme. Oben auf dem Schornstein befindet sich ein Deckel, welcher die
Lichtstrahlen absperrt, ohne jedoch dem Luftzug Eintrag zu thun.
Die Sciopticonlampe wird von hinten her in den Apparat eingeschoben; sie
hat unten, rechts und links, eine schmale Blechleiste, welche in einer
entsprechenden Führung am Boden des Sciopticons läuft. Dadurch ist der
Lampe genügender Halt gegeben.
Die Behandlung der Sciopticonlampe
ist zwar sehr einfach, erfordert aber immerhin einige Sorgfalt. Vor
allem verwende man nur gutes =Petroleum=. Man begnüge sich nicht damit,
solches im Laden zu verlangen, sondern überzeuge sich auch davon.
Gereinigtes Petroleum ist durchsichtig und farblos, im reflectirten
Licht hat es einen bläulichen Stich.
Beim Eingiessen achte man darauf, dass nichts überschüttet wird; man
thut gut, einen Trichter zu benutzen. Nach dem Füllen wird der Deckel
fest aufgeschraubt und die Lampe mit einem trockenen Lappen sorgsam rein
geputzt. Falls dies unterbleibt, so darf man sich nicht wundern, wenn
sich während der Vorstellung ein unangenehmer Geruch bemerkbar macht:
die Lampe wird allmählich heiss, und wenn sich irgendwo etwas Petroleum
angesetzt hat -- sollte es auch nur sehr wenig sein --, so wird dasselbe
verflüchtigt.
Die =Dochte= erfordern eine sorgsame Behandlung. Das Einsetzen der Dochte
geschieht derart, dass man sie in die Führung hineinsteckt, bis sie in
das Triebwerk kommen, und dann herunterdreht. Sollte einmal
unvorsichtiger Weise ein Docht ganz in den Behälter gerathen, so fischt
man ihn mit einem krummen Draht heraus; die Oeffnung ist hinreichend
gross dazu.
Zum Beschneiden verwende man eine sehr scharfe Scheere. Man dreht den
Docht so tief herunter, dass er eben noch über die Führung herausragt
und schneidet alsdann den schwarzen Theil mit einem Schnitt ab, lässt
aber noch einen angebrannten Rand stehen, weil sich der Docht so besser
entzündet. Der Schnitt muss ganz gleichmässig sein, kein Fädchen darf
stehen bleiben; sonst erhält man eine unregelmässige, gezackte Flamme.
Darauf dreht man den Docht 3 bis 4 mm heraus und schrägt die beiden
Ecken ab. Man achte darauf, dass die Dochtreste und abgeschnittenen
Fädchen gut entfernt werden und sich nicht an den Dochten festsetzen
oder in den Raum zwischen den Dochten fallen.
Neue Dochte lassen sich meist schlecht scharf schneiden. Man zündet dann
den Docht an, lässt ihn eine kurze Zeit brennen, löscht aus und
schneidet, wie eben beschrieben, die schwarze Partie ab. Das Schneiden
geht jetzt leichter, weil die Fäden besser zusammenhalten. Ein guter
Docht, gut behandelt, hält sehr lange.
Es ist auch keineswegs nöthig, ihn jedesmal vor dem Gebrauche zu
beschneiden; wenn er einmal gut beschnitten ist, genügt es meist, mit
einem Lappen darüber zu gehen oder mit dem Daumen die verkohlten Enden
abzustreichen.
Man achte darauf, dass der Docht noch lang genug ist; nöthigenfalls
ersetze man ihn rechtzeitig durch einen neuen. Nach der Vorstellung wird
das Petroleum völlig abgeschüttet; die Dochte werden wieder angezündet,
und man lässt sie ganz ausbrennen. Die verkohlten Enden reibt man etwas
ab. Gut ist es, die Dochte dann noch herauszunehmen, zu trocknen und
erst kurz vor der nächsten Vorstellung wieder einzusetzen.
Das =Anzünden= der Sciopticonlampe geschieht am besten etwa 10 Minuten vor
Beginn der Vorstellung. Man klappt die Flammenkammer um, dreht die
Dochte ganz niedrig und zündet sie an. Zum Anzünden bediene man sich
eines Wachsstreichhölzchens oder eines Holzspahnes; die gewöhnlichen
Streichhölzchen und auch brennendes Papier werfen leicht Kohle ab, die
dann gerne zwischen die Dochte fällt und den Luftzutritt erschwert. Man
achte stets darauf, dass der Zwischenraum zwischen den Dochtführungen
sauber ist.
Man thut gut, das Anbrennen, ebenso wie das Füllen des
Petroleumbehälters, in einem anderen Raume (etwa auf dem Flur)
vorzunehmen. Selbst wenn die Lampe sehr sorgfältig gereinigt ist, kann
noch etwas Petroleumschmutz daran sitzen; diesen lasse man sich erst
draussen völlig verflüchtigen.
Nach dem Anzünden klappt man den Flammenkasten auf, setzt den
Schornstein darauf und zieht ihn ganz aus. Man lässt die Flammen mehrere
Minuten ganz klein brennen; mit der Zeit steigen sie von selbst etwas.
Durch das Fensterchen im Reflector kann man die Flammen beobachten; ihr
oberer Band sollte nahezu eine gerade Linie bilden, er darf nicht
gezackt sein. Wenn die Flamme vorne (nach dem Bilde zu) höher brennt, so
wird die Mitte der Flamme, welche die grösste Helligkeit besitzt,
verdeckt; und da nun eine Flamme fast undurchsichtig ist, so wirft das
intensive Licht der Mitte von dem vorderen Theile einen Schatten auf die
Wand.
Nach Verlauf von einigen Minuten, wenn das Metall durch und durch
erwärmt ist, dreht man zunächst die äusseren Flammen etwas höher, welche
dann allmählich auch die mittleren in die Höhe ziehen. Nach und nach
schraubt man die Dochte immer weiter heraus -- so weit als es geht, ohne
dass die Flammen rauchen. Die mittleren Flammen müssen alsdann etwas
höher brennen als die äusseren.
Die Flammen sollen ganz weiss und gleichmässig sein; wenn sie an den
Rändern roth erscheinen, so sind die Dochte zu hoch. Man muss sie dann
etwas niedriger drehen, sonst giebt es Schwalk.
Man beachte: =durch Rechtsdrehen macht man die Flammen höher, durch
Linksdrehen kleiner=. Wenn die Flammen richtig regulirt sind, brennen sie
lange Zeit sehr gleichmässig.
=Während der Vorstellung= muss man von Zeit zu Zeit nach dem Licht sehen
und, wenn nöthig, die Flammen reguliren. Hauptsache ist guter Luftzug,
und dazu gehört, dass hinreichend frische Luft im Zimmer vorhanden ist.
Wenn das (wie leider oft) nicht der Fall ist, so macht sich dieser
Mangel bald recht unangenehm bemerkbar: wir bekommen mehr Rauch wie
Licht. Die einzige Rettung ist: Thür oder Fenster auf, und das wirkt oft
wie ein Wunder. Dem Publicum kann die frische Luft auch nichts schaden.
Niemals sollte man während der Vorstellung (etwa in einer Pause) die
Flammen klein brennen lassen. Denn die Verbrennung ist alsdann sehr
mangelhaft; ein Theil des Petroleums verdampft ohne zu verbrennen und
verbreitet einen unerträglichen Geruch.
=Nach der Vorstellung= ist der Petroleumbehälter zu entleeren und die
Dochte wieder anzuzünden, damit alles Petroleum, was noch darin ist,
aufgebrannt wird. Die Lampe darf erst kurz vor der nächsten Vorstellung
wieder mit Petroleum gefüllt werden.
Das Entleeren des Petroleumbehälters direct nach dem Gebrauche und das
Ausbrennen der Dochte sollte man niemals versäumen. Wenn das Petroleum
im Behälter bleibt, so saugt es sich immer weiter die Dochte hinauf,
verdunstet oben und breitet sich nebelartig über das ganze Instrument
aus. So wird die ganze Lampe mit einer dünnen Petroleumschicht belegt,
die sich noch mit Staub vermischt und sich bei der nächsten Vorstellung,
sobald die Lampe erhitzt ist, verflüchtigt und einen widerwärtigen
Geruch verbreitet.
=Daher lasse man niemals Petroleum in der Lampe und in den Dochten, wenn
der Apparat nicht in Gebrauch ist.= Auch sollte die Lampe wie das
Sciopticon stets, ehe es weggestellt wird, gut gereinigt werden. Es ist
eine kleine Mühe, die sich aber reichlich lohnt.
Das Kalklicht
ist für Projectionszwecke das schönste Licht. Es ist ausserordentlich
hell und weiss, sehr ruhig und einfach zu handhaben.
Kalklicht wird erzeugt, indem man ein Gemisch von Sauerstoffgas mit
Wasserstoff- oder gewöhnlichem Leuchtgas oder Alcoholdämpfen unter Druck
auf ein Stück gebrannten Kalk leitet und entzündet; dadurch wird das
Kalkstück zu intensiver Weissgluth gebracht.
Bei Verwendung dieser Lichtquelle handelt es sich zunächst um die
Bereitung des Sauerstoffgases.
Zwar kann man verdichteten Sauerstoff in Stahlcylindern im Handel
bekommen, aber doch nur an sehr wenigen Orten; und selbst wenn man ihn
direct beziehen kann, wird man noch leicht in die Lage kommen, sich den
Sauerstoff selbst herstellen zu müssen. Dabei macht die Selbstbereitung
viel weniger Umstände. Von der Gefahr, welche mit der Benutzung des
comprimirten Sauerstoffes verbunden ist, wollen wir gar nicht sprechen.
Man erhält Sauerstoffgas, wenn man eine Mischung von 4 Theilen
chlorsaurem Kali mit 1 Theil Braunstein in einer Retorte erhitzt. Eine
solche Retorte ist in Figur 5 abgebildet. Sie muss mit einem
Sicherheitsventil versehen sein; hier dient dabei als solches ein Kork,
der nicht zu fest in eine Oeffnung eingesetzt wird.
Practischer und völlig gefahrlos ist die Sicherheitsretorte oder der
Sauerstoffgenerator, der in Figur 6 dargestellt ist. Diese Retorte
besteht aus einer flachen eisernen Glocke, welche auf einer Platte liegt
und gasdicht darauf abgeschliffen ist; durch einen Bügel wird die Glocke
auf die Platte festgepresst. Der Bügel, welcher seinerseits durch zwei
Spiralfedern niedergehalten wird, ist unten drehbar befestigt; man
öffnet die Retorte, indem man den Bügel mittelst der hölzernen Handhabe
etwas anhebt, vorne überzieht und dann die Glocke abhebt. Das Schliessen
geschieht umgekehrt.
[Illustration: Fig. 5. Retorte.]
Unter die Glocke wird ein Braunsteinkuchen gelegt und von unten her
durch den Bunsenbrenner oder eine Spiritusflamme im Träger des
Generators erhitzt. Nach einigen Minuten beginnt sich Sauerstoffgas zu
entwickeln, welches durch das Rohr oben an der Glocke in den Gasbehälter
(Gassack oder Gasometer) abgeleitet wird.
[Illustration: Fig. 6. Sicherheits-Retorte.]
Sollte einmal in der Ableitung eine Stockung eintreten, der Gasdruck in
der Retorte also steigen, so geben die beiden Spiralfedern gleich nach,
die Glocke mit dem Bügel hebt sich und das Gas entweicht. Sobald die
Stockung in der Leitung beseitigt ist, senkt sich die Glocke und die
Entwicklung geht ruhig weiter. Eine Explosionsgefahr ist also völlig
ausgeschlossen. Man kann die Retorte übrigens leicht auf ihre
Sicherheit prüfen, indem man den Schlauch, welcher das Gas ableitet,
zusammendrückt.
Die =Braunsteinkuchen= werden hergestellt aus einem Gemisch von 4 Theilen
chlorsaurem Kali und 1 Theil Braunstein; es wird soviel Wasser
zugesetzt, dass die Masse feucht, nicht nass wird. Nachdem alles gut
gemischt ist, drückt man den Teig in eine Eisenform (welche jedem
Apparate zugeliefert wird), streicht das Ueberstehende ab, dreht die
Form um und lässt den Kuchen herausfallen.
Das Trocknen der Kuchen geschieht bei gelinder Wärme oder an der Luft.
Nach dem Trocknen werden sie mit der unteren Seite in ein teigförmiges
Gemisch von Wasser und Braunstein eingetaucht und nochmals getrocknet.
Dies bewirkt, dass die Kuchen beim Gasentwickeln nicht an der unteren
Metallplatte festbacken.
Die trockenen Kuchen sind reinlich in der Handhabung und hart wie
Kohlen. Wenn sie zur Gasentwicklung gebraucht sind und aus der Retorte
genommen werden, haben sie noch ihre frühere Form; sie sind nur
angeschwollen.
Zur Herstellung der Kuchen darf nur =reiner Braunstein= benutzt werden. Er
darf keine Verunreinigung organischer Natur (z. B. Kohle) enthalten. Wer
die Selbstbereitung der Kuchen scheut, kann sie im Handel bekommen.
Der entwickelte Sauerstoff wird in einen Gasbehälter geleitet. Dazu
dient ein Gassack oder ein Gasometer.
Die Gassäcke
[Illustration: Fig. 7. Die Bereitung des Sauerstoffgases.]
sind aus dreifachem Kautschuktuch gefertigt. Sie müssen vor allem dicht
sein und soviel Gas aufnehmen, als für eine Vorstellung ausreicht. Bevor
der Sauerstoff in den Gassack geleitet wird, muss er gekühlt und
gewaschen werden. Bei Benutzung eines Gasometers ist ein Waschgefäss
überflüssig, da hier das Gas sowieso durch Wasser geführt wird. In Figur
7 ist die Anordnung der verschiedenen Apparate dargestellt. A ist die
Retorte, B der Deckel. An Stelle derselben kann natürlich auch die
Sicherheitsretorte verwandt werden. Ein weiter Kautschukschlauch leitet
den Sauerstoff in das längere Rohr (C) des Waschgefässes, welches etwa
zur Hälfte mit Wasser gefüllt ist. Durch das kürzere Rohr (D) gelangt
das Gas weiter durch Vermittlung eines Kautschukschlauches in den Sack
(E). Wenn der Sack hinreichend mit Sauerstoff gefüllt ist, wird der Hahn
abgesperrt und bei der Vorstellung wird der Kalklichtbrenner aus dem
Sacke, der alsdann mit einem Gewichte beschwert wird, gespeist.
Die Füllung des Sackes nimmt eine ziemliche Zeit in Anspruch.
Vortheilhafter ist es, wenn man
das Gasometer
verwendet. In allen Fällen lässt sich dasselbe, wie wir später sehen
werden, nicht benutzen. Hier kann die Gasentwicklung während der ganzen
Vorstellung ohne Störung fortgesetzt werden, und es genügt, wenn man 15
bis 20 Minuten vor der Vorstellung mit der Gasentwicklung beginnt.
Das Gasometer ist aus verzinktem Eisenblech construirt. Es besteht im
Wesentlichen aus einem Behälter, dessen unterer Theil mit Wasser gefüllt
wird, und einer Glocke. Der Sauerstoff wird unten in das Wasser
geleitet, steigt auf und sammelt sich unter der Glocke, die dadurch
gehoben wird.
Damit nicht zu viel Wasser nothwendig ist, ist das Gasometer mit einer
cylinderförmigen »Seele« versehen, welche etwa bis zur Mitte der Höhe
des Behälters reicht. Der Raum, der dadurch gewonnen wird und der im
übrigen stets trocken bleibt, kann sehr gut zum Verpacken von Laternen
oder Apparatstücken benutzt werden; unten ist er durch einen Deckel
geschlossen.
[Illustration: Fig. 8. Generator, Gasometer und Sciopticon.]
Der cylinderförmige Mantel der Glocke ist nach oben hin fortgesetzt und
bildet hier einen Kasten, der zur Aufnahme des Gewichtes bestimmt ist,
um das Gas unter Druck zu bringen; er kann ebenfalls zum Verpacken von
allerhand Gegenständen verwandt werden. Der obere Deckel des Gasometers
ist mit vier Stangen versehen und bildet mit diesen eine Art Tisch. Die
Stangen sind unten durch einen Ring verbunden. Wenn der Apparat
aufgestellt ist, ragt dieses Tischchen oben heraus; der untere Ring ist
dann mit vier Flügelschrauben an der Wandung des Behälters befestigt
(vgl. Fig. 8). Ist der Apparat verpackt, so liegt der Deckel fest auf
dem Behälter und die Stangen ruhen zwischen den Wandungen des Behälters
und der Glocke.
Zum Gebrauche nimmt man zunächst den oberen Deckel sowie die Glocke
heraus und füllt den unteren Theil des Behälters mit Wasser bis etwa 3
cm unter den Boden der »Seele«. Man braucht dazu bloss einen Eimer voll
Wasser. Dann setzt man die Glocke ein und lässt sie ganz herunter
sinken; dazu muss der Hahn an der einen Röhre offen sein. Das Einfüllen
von Wasser kann auch durch eine Oeffnung in dem Kasten geschehen. Das
obere Gestell (Tischchen) wird angeschraubt, der Sauerstoffgenerator
daraufgesetzt, von unten her mit drei Schrauben befestigt und alsdann
durch einen Gummischlauch mit dem Rohre (ohne Hahn) innerhalb des
Kastens verbunden, welches bis unten in das Wasser hinunterreicht.
In den Kasten legt man ein Gewicht von 15 bis 25 kg; unter Umständen
noch mehr, wenn man einen grösseren Druck haben will. Wir benutzen zur
Belastung meist zwei Ziegelsteine, welche zusammen etwa 17 kg wiegen.
Nun wird ein Braunsteinkuchen in die Retorte gelegt und der Brenner
darunter angezündet. Nach Verlauf von mehreren Minuten hört man es im
Gasometer quattern: es entwickelt sich Sauerstoffgas. Der innere
Blechkasten hebt sich.
Nach 5 Minuten ist die Gasentwicklung meist beendigt; es wird alsdann
ein neuer Kuchen aufgelegt; nun geht die Entwicklung viel schneller vor
sich. Vor Beginn der Vorstellung entwickelt man so viel Gas, bis der
innere Blechkasten etwa noch eine Hand breit von der Platte des oberen
Gestelles absteht; dazu sind zwei oder höchstens drei Kuchen
erforderlich. Wenn der Gasbehälter soweit mit Sauerstoff gefüllt ist,
löscht man die Flamme im Generator aus und legt einen neuen Kuchen ein.
Bei Beginn der Vorstellung zündet man den Brenner unter der Retorte
wieder an und lässt die Flamme klein brennen, sodass sich das Gas nur
langsam entwickelt und das verbrauchte Gas ersetzt. Man kann auf diese
Weise immerzu auf jede beliebige Zeit während der Vorstellung Sauerstoff
erzeugen.
Zur Ableitung des Sauerstoffes aus dem Gasometer befindet sich in dem
inneren Blechkasten ein zweites Rohr mit Hahn, welches mit dem
Kalklichtbrenner durch einen Schlauch verbunden wird.
Das Gasometer kann gleichzeitig als Ständer für das Sciopticon verwendet
werden (vgl. Fig. 8); es ist aufgestellt 1,20 Meter hoch.
Ausser Sauerstoff ist zur Erzeugung des Kalklichtes ein brennbares Gas
erforderlich. Am bequemsten ist die Verwendung von =Leuchtgas=. Es wird
einfach das Rohr der Gasleitung mit dem Brenner durch einen Schlauch
verbunden oder, wenn man einen bestimmten Druck erhalten will, das
Leuchtgas in einen Gassack geleitet und nachher von hier in den Brenner
geführt.
Nicht jeder ist in der glücklichen Lage, Leuchtgas durch die Rohrleitung
zur Verfügung zu haben. Man ist dann genöthigt, an Stelle desselben
Wasserstoffgas, welches im übrigen ein noch helleres Licht giebt, oder
Alkoholdämpfe zu benutzen. Den Wasserstoff kann man in Stahlcylindern
bekommen; es gilt davon dasselbe, was über die Cylinder mit verdichtetem
Sauerstoff gesagt wurde. Meist wird man ihn selber herstellen.
Die Bereitung des Wasserstoffes
geschieht auf kaltem Wege durch Zersetzung von Wasser, indem diesem
Schwefelsäure und metallisches Zink zugesetzt wird. Ein praktischer
Apparat, der hierzu verwendet werden kann, ist in Figur 9 abgebildet.
Dieser ganz aus Kupferblech gefertigte Wasserstoff-Generator besteht aus
einem äusseren Behälter C mit zwei Handhaben B und einem inneren
Cylinder A, welcher sich mittelst zweier Haken I und H in C auf- und
niederheben lässt. Wenn der Cylinder gehoben ist, lässt er sich, wie die
Abbildung es zeigt, auf zwei Stangen E und F feststellen. In den
Behälter C wird Wasser gegossen, welches mit Schwefelsäure angesäuert
ist, in den Cylinder A bringt man Zinktafeln oder Abfälle, die dann auf
dem durchlöcherten Boden T ruhen. Soll der Apparat in Wirksamkeit
treten, so lässt man den inneren Cylinder herunter; es entwickelt sich
alsbald Wasserstoff, der durch ein Bleirohr S abgeleitet wird. D ist
eine Waschflasche.
Der Apparat wird direct mit dem Brenner durch einen Schlauch in
Verbindung gesetzt; er dient also gleichzeitig als Gasometer.
Nöthigenfalls kann man natürlich auch den Wasserstoff in einen Gassack
leiten, und aus diesem den Brenner speisen. In diesem Falle lässt sich
auch eine Bleiretorte benutzen.
[Illustration: Fig. 9. Wasserstoff-Generator mit Waschflasche.]
Ueber die Verwendung von =Alkoholdämpfen= in Verbindung mit Sauerstoff zur
Erzeugung des Kalklichtes werden wir später zu sprechen kommen.
Der Kalklichtbrenner.
Die beiden Gase, Sauerstoff und Leuchtgas oder Wasserstoff werden in
den Kalklichtbrenner geleitet und dort entzündet; die intensive Flamme
bringt das Kalkstück in Weissgluth.
Das Gemisch des Sauerstoffes mit Wasserstoff oder Leuchtgas ist sehr
explosiv; am sichersten ist es daher, wenn die Gase erst im letzten
Augenblicke -- also in der Flamme -- gemischt werden. Andererseits
bekommt man ein mehr als doppelt so helles Licht, wenn die Gase vorher
gemischt werden.
Dementsprechend giebt es zwei verschiedene Arten von Kalklichtbrennern:
Sicherheitsbrenner und Brenner für gemischte Gase.
Bei dem =Brenner für gemischte Gase= werden die Gase vor dem Austritt
gemischt. Die Helligkeit des Lichtes ist hier, wie eben gesagt,
bedeutend grösser: die Sicherheit hingegen ist eine geringere: unter
Umständen kann ein Zurückschlagen der Flamme vorkommen -- allerdings
auch nur dann, wenn man unvorsichtig ist und die Sicherheitmassregeln
nicht berücksichtigt. Bei diesem Brenner müssen beide Gase unter genau
gleichem Druck stehen, und dies lässt sich nur erreichen, wenn man zwei
Gassäcke verwendet.
Bei dem =Sicherheitsbrenner= werden beide Gase in getrennter
Rohrleitung bis in die Flamme geführt. Hier ist ein Zurückschlagen
ausgeschlossen. Es können sowohl Gassäcke wie Gasometer benutzt werden;
letzteres ist natürlich bequemer. Leuchtgas wird direct aus der
Rohrleitung entnommen.
[Illustration: Fig. 10. Brenner für gemischte Gase.]
[Illustration: Fig. 11. Sicherheitsbrenner.]
[Illustration: Fig. 12. Brenner für Alkohol-Sauerstoff.]
Ein dritter Brenner kommt zur Verwendung bei Alkohol-Sauerstoff; es ist
ebenfalls eine Art Sicherheitsbrenner. Der Alcohol wird in einen Docht
geleitet, der aus dünnen Eisendrähten besteht und der stark erhitzt
wird, und wird hier in Dampf verwandelt. In die Flamme tritt der
Sauerstoff ein.
Die drei verschiedenen Brenner sind in den Figuren 10, 11 und 12
abgebildet. Das untere Stück (nb), ein massiver Messing-Cylinder, ist
bei allen Brennern dasselbe. In diesen Cylinder sind zwei Löcher
gebohrt; das eine (o^1) für den Sauerstoff, das andere (h) für das
Leuchtgas, den Wasserstoff oder Alkohol.
Bei dem Brenner für gemischte Gase (Fig. 10) ist auf den unteren
Cylinder ein Aufsatz aufgeschraubt, der sich oben zu einem schmalen
Rohre verengt. Die Gase mischen sich hier in der Kammer c und treten
vereint durch m aus.
Die beiden andern Brenner haben je zwei Aufsätze; bei beiden wird
zunächst auf die Oeffnung von o^1 ein Rohr o aufgeschraubt, welches den
Sauerstoff bis in die Flamme leitet. Der Sicherheitsbrenner hat des
weiteren einen nach oben sich verengenden Aufsatz (jg), der das
Leuchtgas oder den Wasserstoff nach oben führt (Fig. 11).
Bei dem Brenner für Alkohol-Sauerstoff tritt an Stelle des Aufsatzes
(jg) ein hohler Cylinder (ja), der einen Docht (w) aus feinen
Eisendrähten enthält (Fig. 12).
Ein praktischer =Kalklichtbrenner=, bei welchem jeder der drei Aufsätze
zur Verwendung kommen kann, ist in Fig. 13 dargestellt; derselbe passt
in jedes Sciopticon. Die verschiedenen Theile sind enthalten in und
an einem Holzstück B. An den beiden Zuleitungsrohren befinden sich
die Hähne O für den Sauerstoff und H für das brennbare Gas. Die Hähne
werden meist von verschiedener Form und ausserdem der eine blank,
der andere schwarz gemacht, damit sie nicht verwechselt werden. Die
Zuleitungsrohre führen zu dem Brenneraufsatz (g) -- in der Abbildung
der Sicherheitsbrenner -- welcher durch einen der beiden andern
ersetzt werden kann. Die zwei nicht gebrauchten Aufsätze liegen in den
Oeffnungen d und e im Holzstück; diese Oeffnungen werden verschlossen
durch eine drehbare Messingscheibe f. Hinter dem Brenner g befindet
sich ein Messingwinkel k, der sich auf dem Holzstück nach vorn und
hinten verschieben lässt und den Kalkhalter p trägt. L ist die
Kalkscheibe; sie ist eingeklemmt zwischen die beiden Blechstücke. V ist
der Kopf eines kleinen scharfen Instrumentes, welches zum Reinigen der
Ausflussröhre des Sauerstoffes gebraucht wird. Das Heben und Senken des
Brenners geschieht mit Hülfe einer Schraube S, welche auf ein gebogenes
Metallblech r wirkt.
[Illustration: Fig. 13. Kalklichtbrenner.]
Die Kalkcylinder.
Die Flamme der Gase wird gegen eine Kalkscheibe gerichtet. Man verwendet
hierzu gewöhnlichen gebrannten Kalk, Wiener Kalk oder künstlich
hergestellte Cylinder.
Diese Kalkstücke haben die Eigenschaft, Feuchtigkeit aus der Luft
anzuziehen und dann allmälig zu zerbröckeln. Um dies zu verhindern, muss
man die Scheiben gut in Staniol einwickeln und in Blechbüchsen
verpacken.
Gute künstlich hergestellte Kalkcylinder halten sich auch unverpackt
sehr lange.
Sehr wichtig ist es, die Kalkscheiben erst langsam zu erwärmen, also die
Leuchtgas- (Wasserstoff- oder Alcohol-) Flamme einige Minuten allein
klein brennen zu lassen, damit die Feuchtigkeit langsam ausgetrieben
wird und der Kalk trocknet. Würde man von vornherein Sauerstoff zugeben
und die intensive Flamme gegen den Cylinder richten, so würde das im
Kalk enthaltene Wasser plötzlich in Dampf verwandelt und die Scheibe in
Stücke gesprengt werden. Auch ist es gut, während des Erwärmens den
Cylinder zu drehen.
Wenn die Flamme eine Zeit lang auf den Kalk eingewirkt hat, nimmt die
Leuchtkraft desselben ab; man dreht ihn dann etwas. Auf diese Weise hält
ein gutes Kalkstück mehrere Stunden aus.
Der Kalkhalter.
Die abgenutzten Stellen des Cylinders sind stets bröckelig; das Drehen
derselben muss daher vorsichtig geschehen. Bei dem in Fig. 13
abgebildeten Kalkhalter, dem sog. Storchschnabel, ist dies nicht
möglich. Ich habe einen neuen Halter construirt, in welchem der Kalk von
beiden Seiten gut gefasst wird. Das Drehen geschieht von hinten her sehr
bequem mit Hülfe einer Zahnradübertragung. Von einem 3/4 Jahre alten
künstlichen Cylinder, welcher des Versuches halber nicht verpackt
aufbewahrt wurde, war nach Verlauf von zwei Stunden, die er in der
Flamme gestanden hatte, noch nichts heruntergebröckelt; ausserdem war er
erst zu Dreiviertel abgenutzt.
Die Handhabung des Kalklichtes.
=Der Brenner für gemischte Gase= erfordert die Anwendung von zwei
Gassäcken, welche vor der Vorstellung gefüllt werden. Es ist ja darauf
zu achten, dass die beiden Gassäcke stets unter gleichem Druck sind;
denn sonst kann es vorkommen, dass der Inhalt des mehr beschwerten Sacks
sich in den andern ergiesst, wodurch sich eine gefährliche explosive
Gasmischung bilden würde. Einen ziemlich gleichmässigen Druck erhält
man, wenn man die beiden Säcke aufeinander zwischen zwei Bretter legt
und beschwert. In die beiden Gasleitungen schaltet man eine
Sicherheitsvorrichtung ein, welche ein Zurückschlagen verhindert.
Das Reguliren der Hähne muss hier viel exacter geschehen als beim
Sicherheitsbrenner, und erfordert einige Uebung.
Anfänger sollten nicht mit gemischten Gasen arbeiten, sondern sich des
Sicherheitsbrenners bedienen.
=Der Sicherheitsbrenner= giebt zwar ein geringeres Licht, aber es ist noch
immer sehr intensiv und für die meisten Zwecke ausreichend. Die
Handhabung ist gefahrlos, sehr einfach und bequem, besonders dadurch,
dass man keine Gassäcke braucht.
In den meisten Fällen wohl wird Leuchtgas verwendet werden. Wer es nicht
zur Verfügung hat, kann den Wasserstoff-Generator mit Gasometer
benutzen; derselbe wird direkt mit dem Brenner verbunden, und es ist
hier also auch kein Sack erforderlich -- oder er verwendet den Brenner
für Alkohol-Sauerstoff.
Der Sauerstoff wird in der oben beschriebenen Weise mittelst der
Sicherheitsretorte entwickelt und im Gasometer gesammelt. Vor der
Vorstellung wird der Gasbehälter mit Sauerstoff gefüllt. Diese ganze
Vorbereitung nimmt etwa 15 bis 20 Minuten in Anspruch.
Der Sauerstoffkrahnen des Kalklichtbrenners wird mit dem Ableitungsrohre
des Gasbehälters (welches mit einem Hahn versehen ist) durch einen
Schlauch verbunden; desgleichen der andere, links befindliche Krahnen
des Brenners mit der Gasrohrleitung oder dem Wasserstoffgenerator. Man
überzeugt sich, dass die Schlauchverbindungen gut und die Hähne am
Brenner geschlossen sind, und öffnet nur den Hahn im Gasbehälter sowie
den Hahn am Leuchtgasrohre vollständig. Diese Hähne bleiben offen. Nun
öffnet man den Hahn für Leuchtgas links am Kalklichtbrenner, zündet den
Brenner an und dreht die Flamme klein.
Indess ist ein Kalkcylinder eingesetzt und dieser wird nun in der Flamme
langsam erwärmt. Man schiebt den Brenner in die Laterne, um das Metall
derselben und besonders den Condensor allmälig zu erwärmen.
Nach einiger Zeit dreht man die Flamme etwas höher und lässt nach und
nach Sauerstoff zu. Alsbald beginnt der Kalk zu glühen.
In die Retorte ist ein frischer Kuchen eingelegt; die Flamme darunter
lässt man klein brennen. Ist dieser Kuchen aufgebraucht, so wird er
wieder durch einen neuen ersetzt und zwar so lange, als man noch
Sauerstoff entwickeln will.
Das Licht ist nach kurzer Zeit vollständig ruhig und regelmässig. Um die
grösste Helligkeit zu erhalten, ist etwas Uebung erforderlich. Man
öffnet zunächst beide Krahnen vollständig und schliesst dann allmälig
den Leuchtgas- (resp. Wasserstoff-) Krahnen und beobachtet dabei, ob das
Licht heller wird. Ebenso versucht man, ob man etwas Sauerstoff
absperren kann.
Wenn die Hähne richtig regulirt sind, brennt die Flamme vollständig
geräuschlos, und der Kalk giebt an der getroffenen Stelle ein kräftiges,
weisses Licht.
Nun wird der Brenner in der Laterne solange hin- und hergeschoben, auf-
und niedergedreht, bis man auf der Wand ein gleichmässig beleuchtetes
Bildfeld erhält.
Wenn so weit alles fertig ist, wird die Vorstellung glatt und ohne
Unterbrechung vor sich gehen; man braucht nur von Zeit zu Zeit nach dem
Lichte zu sehen und, wenn nöthig, den Kalkcylinder etwas zu drehen,
sowie gelegentlich einen neuen Kuchen in die Retorte zu legen.
Nach der Vorstellung wird =zuerst der Sauerstoffhahn= zugedreht und dann
der andere.
Bei der Benutzung von Leuchtgas ist zuweilen ein Reguliren des
Leuchtgaskrahnen am Brenner nothwendig, indem sich der Druck in der
Gasleitung ändert. Diese Druckveränderung macht sich besonders
bemerkbar, wenn die Rohrleitung eng ist und in der Nähe mehrere
Gasflammen angezündet oder ausgedreht werden.
=Der Brenner für Alkohol-Sauerstoff= erfordert einige Uebung in der
Handhabung. Der Sauerstoff wird in der bekannten Weise dem Gasometer
entnommen; der Alkohol befindet sich in einem Behälter, welcher mit
einer verschliessbaren Oeffnung zum Füllen sowie mit einem Krahnen zur
Ableitung versehen ist.
Dieser Behälter wird durch einen kurzen Schlauch mit dem
Wasserstoff-Krahnen des Brenners in Verbindung gesetzt und neben der
Laterne so aufgestellt, dass die obere Fläche mit der Brennerspitze etwa
in gleicher Höhe steht -- nicht höher.
Man öffnet den Hahn am Alkoholgefäss sowie den entsprechenden am
Kalklichtbrenner; beide werden ganz aufgedreht. Vorsichtig hebt man den
Alkoholbehälter etwas auf, bis der Alkohol bis an die Spitze des
Drahtdochtes dringt; dann lässt man ihn wieder herunter. Nun wird
angezündet.
Man lässt die Flamme längere Zeit brennen, damit sich der Docht erhitzt.
-- Inzwischen entwickelt man Sauerstoff.
Wenn das Gasometer mit Sauerstoff gefüllt ist, lässt man etwas
Sauerstoff in die Flamme treten; allmälig mehr. Wenn es im Brenner
quattert, so kocht der Alcohol; das dauert kurze Zeit -- bald verwandelt
er sich in Dampf und man erhält ein ruhiges Licht.
Man regulirt mit den beiden Hähnen am Kalklichtbrenner, bis man das
beste Licht erhält. Mit der Zeit kann man, wenn es nöthig erscheint, das
Alcoholgefäss etwas höher stellen, um den Druck zu erhöhen.
Sollte einmal etwas Alkohol überlaufen, so lasse man ruhig abbrennen; es
ist keine Gefahr dabei.
Man achte darauf, dass das Sauerstoffrohr mehrere Millimeter über den
Doch hinausragt (vgl. Fig. 12).
An Stelle des Drahtdochtes kann man auch einen gewöhnlichen breiten
Baumwolldocht verwenden. Man nimmt dann aus dem Aufsatz die innere
Hülse, den Boden sowie die Drähte heraus, schraubt den Aufsatz auf und
setzt den Docht zwischen Hülse und Sauerstoffrohr. Man erhält hier ein
etwas schwächeres Licht; aber die Regulirung ist bequemer. Nur achte man
darauf, dass der Alcoholbehälter nicht höher steht, als die Spitze des
Brenners.
Man verwende nur reinen Alkohol.
* * * * *
=Beim Arbeiten mit Kalklicht beachte man Folgendes:=
Stets zuerst das Leuchtgas (Wasserstoffgas) anzünden und dann erst
Sauerstoff zulassen; will man auslöschen, zuerst den Sauerstoffhahn
schliessen.
Die Ausflussöffnung des Sauerstoffrohres muss quer stehen.
Wird beim Zulassen des Sauerstoffes die Flamme ausgeblasen, so hat man
den Sauerstoffhahn zu schnell geöffnet.
Wenn die Flamme zischt, so ist die Zufuhr der Gase nicht richtig
regulirt -- oder die Oeffnung des Sauerstoffrohres ist nicht rein.
Flackert die Flamme, so kann das davon herrühren, dass zuviel Wasser im
Gasometer oder das Gewicht auf dein Behälter zu schwer ist: es hat sich
dann Wasser in den Ableitungskrahnen des Gasbehälters gesetzt.
Stets halte man ein oder lieber mehrere Kalkstücke bereit für den Fall,
dass eines zerspringen sollte; am besten in einem Storchschnabel, den
man sofort an Stelle des Kalkhalters einsetzen kann.
Man denke daran, den Kalkhalter rechtzeitig zu drehen. Wenn man die
Flamme zu lange einwirken lässt, so frisst sie ein Loch hinein und kann
hierdurch gegen den Condensor abgelenkt werden.
Den Condensor schütze man durch eine Glimmerplatte. Es kann lange ohne
eine solche gut gehen; aber man lasse sich dadurch nicht in Sicherheit
wiegen: der Krach ist schneller da, als man denkt.
Nach jeder Vorstellung reibe man den Sauerstoffgenerator mit einem
fettigen Lappen ab, damit er nicht rostet. Hat man dies versäumt, so
besorge man es jedenfalls vor dem nächsten Gebrauch.
Electrisches Licht.
Heutzutage, wo fast jede grössere Stadt und auch viele kleinere Städte
eine electrische Anlage haben, liegt es für manchen sehr nahe, das
electrische Licht zu Projectionszwecken zu benutzen; besonders wenn er
in seinem Hause electrischen Strom zur Verfügung hat. Man verwendet in
der Laterne das electrische Bogenlicht. Die speciell hierfür
construirten Lampen passen in jedes Sciopticon und sind für Gleichstrom
wie für Wechselstrom zu gebrauchen. Die Regulirung der Lampen geschieht
sehr einfach mit der Hand; es hat sich dies im Allgemeinen als
praktischer herausgestellt, als die automatische Regulation.
Eine derartige Lampe für Hand-Regulation ist in den Figuren 14 und 15
dargestellt.
Die erste Abbildung zeigt die Lampe, wie sie bei Benutzung von
Gleichstrom zur Verwendung kommt.
Bei Gleichstrom brennt die positive (hier die obere) Kohle doppelt so
schnell ab als die negative (untere). Damit nun die Abnutzung eine
gleichmässige wird und die Regulation sich vereinfacht, wählt man die
obere Kohle doppelt so dick als die untere.