führte. Aber, wohlgemerkt, diese Resultate gehören nur der Geschichte,
nicht mehr der Literaturgeschichte an. ~Jede Richtung ist immer noch
historisch, lange nachdem sie aufgehört hat, literaturhistorisch~
zu sein. Letzteres ist sie nur, so lange sie nicht allein die
Gewalthaber, Herzöge und Bischöfe, sondern auch Geister und Talente
in ihrem Dienste hat. Das hat die religiöse Reaktion nach 1830 nicht
mehr in Frankreich. Der Unterschied zwischen der Reaktion im Jahre
1820 und der widerwärtigen und empörenden Reaktion, welche jetzt dem
geschwächten und unglücklichen Frankreich das Mark aussaugt, ist der,
daß, während die damals blühende Reaktion fast Alles, was Frankreich an
Geist und Talent besaß, in ihrem Dienst und in ihrem Heerbann hatte,
sie jetzt ~nicht einen einzigen schriftstellerisch bedeutenden
Namen~ aufzuweisen hat. Deshalb braucht man nicht an der Zukunft zu
verzweifeln.
* * * * *
Sehen wir nun also, wie die Reaktion der damaligen Zeit besiegt wurde.
Sie wird zum ersten von außenher angegriffen: die Tagespresse bekämpfte
den Obskurantismus, Béranger sang seine Weisen wider denselben, ein
einziger betriebsamer Verleger, Touquet, gab von 1817 bis 1824 allein
31600 Exemplare von Voltaire (1598000 Bände) und 24500 Exemplare von
Rousseau heraus. Touquet wurde zwar von der Polizei verurtheilt; allein
Das weckte solche Erbitterung, daß der »Globe« mit einem Massenabfall
vom Katholicismus drohte. Die Touquet-Ausgaben überschwemmten daher
aufs Neue das Land. Der klassische Pamphletist Paul Louis Courier
verhöhnte die Regierung bis aufs Blut. Er faßte seine politische
Theorie in den Satz zusammen: »Das Volk soll der Regierung den Weg
weisen, den sie gehen soll, wie man den Weg einem Kutscher vorschreibt,
den man bezahlt, und der uns nicht fahren soll, wohin oder wie er
will, sondern wohin wir fahren wollen, und auf dem Wege, den wir ihm
bezeichnen«. Die Regierung verlor einen Proceß nach dem andern gegen
Courier.
* * * * *
Eins der ergötzlichsten und gegenwärtig für uns interessantesten
seiner Pamphlete ist das, in welchem er sich gegen den Kauf von
Chambord erklärt. Der junge Herzog von Bordeaux, jetziger Graf von
Chambord, wurde so lange nach dem Tode seines Vaters geboren, daß
seine Geburt wie eine Fügung des Himmels betrachtet ward. Lamartine,
Victor Hugo und Musset besingen das wunderbare Ereignis, und die
beiden Ersten vergleichen Henri mit dem Joas der Bibel. Es wird der
Vorschlag gemacht, eine Nationalsubskription zum Ankauf des Schlosses
Chambord zu eröffnen, und seinem Princip, zu chikaniren, getreu,
schreibt Courier vom Standpunkte eines Bauern dagegen. Bald wirken
alle Geschichtschreiber, mit Ausnahme Michaud's, für die Sache des
Fortschritts. Thiers beginnt 1823 seine Geschichte, welche dieselbe
Wirkung, wie Béranger's Lieder, übt.
* * * * *
Es war bisher immer Sitte in Frankreich gewesen, daß die Regierung die
Literatur unterstützte. Mit Ausnahme Napoleon's hatten alle Regenten
Frankreichs Dies gethan. Man erwartete es von den Bourbonen, aber es
geschah nicht, mit einer wie schwärmerischen Sympathie auch die Dichter
und Schriftsteller ihnen Anfangs entgegenkamen. An den Wenigen, welche
antidynastisch gesinnt waren, rächte man sich, so gut man konnte;
um Béranger zu bestrafen, zog man seinen Nebenbuhler Dèsaugiers
an den Hof; um Delavigne zu bestrafen, entsetzte man ihn seiner
Bibliothekarstelle.
* * * * *
Allein schlimmer, als die Angriffe von außen, waren die Keime der
Auflösung, welche sich innerhalb der Autoritätsschule selber zeigten.
Wir haben schon gesehen, daß Lamennais auf dem Sprunge zum Abfalle
stand. Und wie bei ihm, so entdeckte man bald bei allen Uebrigen die
Keime des Neuen inmitten ihrer Vertheidigung des Alten. Lamartine
fuhr allerdings fort, seine religiösen Hymnen zu singen; aber der
strenge Genfer Priester Vinet entdeckte bald, daß diese Religiosität
nur scheinbar Christenthum war, und daß sich unter den christlichen
Redensarten ein sehr wenig orthodoxer Pantheismus verbarg.[24]
Victor Hugo, den man nach seinem ersten Auftreten für zuverlässiger
halten sollte, erwies sich bald, nicht nur durch die Form seiner
Gedichte, sondern auch durch ihren Inhalt, als eine unsichere
Acquisition. Nachdem der Einfluß seiner königlich gesinnten
Mutter lange bei ihm überwiegend gewesen war, taucht, gerade als
die napoleonische Legende sich zu bilden im Begriffe steht, die
Einwirkung des Vaters wieder auf, und er, welcher damit begonnen
hatte, Buonaparte's Namen italiänisch zu buchstabiren, schreibt 1827
seine erste Ode an die Vendômesäule, in welcher sich die glühende
Begeisterung für den Kaiser und die Kaiserzeit zum ersten Male bei ihm
Luft macht; sie erweckte viel Aufsehen und große Verwunderung. Man
ahnte von jetzt an in ihm den Dichter, welcher drei Jahre später in
der Vorrede zu »Hernani« den Romantismus als »den Liberalismus in der
Literatur« definiren sollte.
Was aber am allermeisten die Auflösung der Autoritätsschule beförderte,
war der Umstand, daß die Bourbonen im Jahre 1824 ihre große und
entscheidende Thorheit der Literatur gegenüber begangen hatten.
Chateaubriand war auf die höhnischste Weise aus dem Ministerium Villèle
ausgestoßen worden, obendrein gerade in dem Augenblick, wo er dem
bourbonischen Namen durch den glücklich beendeten spanischen Krieg, den
er seinen politischen »René«, d. h. sein Meisterstück auf dem Felde
der Politik, zu nennen pflegte, einen Triumph verschafft hatte[25].
Man verhöhnte Chateaubriand, den Mann, welchem man gewissermaßen Alles
verdankte, ihn, welcher den Grundstein zu dem ganzen Gebäude, das man
aufgeführt, gelegt hatte. Christliche Demuth war nicht der Grundzug
seines Charakters, und er hielt nicht die rechte Wange hin, wenn man
ihn auf die linke schlug. Im Juni 1824 ging er offen zur Opposition
über, wurde ihr Führer, und übernahm die Leitung des »+Journal des
Débats+«. Er zog bald die ganze seraphische Dichterschule, deren
Patriarch er war, nach sich. Lafayette sandte ihm ein Lorbeerblatt,
Constant schmeichelte ihm. Er begann mit Béranger zu fraternisiren
und wurde von Diesem besungen. Victor Hugo schrieb eine Ode an ihn
(Buch III, Ode 2), die ihn zugleich verherrlichen und trösten sollte,
und worin Worte wie diese vorkamen: »Was wolltest ~Du~ auch an
einem Hofe?« oder: »Es giebt nichts Schöneres, als einen Lorbeerbaum,
den der Blitz getroffen hat«. Sein Abfall war für die Restauration
ein Stoß ins Herz. So lange die Täuschungen der Restaurationszeit
gewährt hatten, war die Dichterschule Frankreichs »immanuelisch«
gewesen und hatte einen Schutzengel an der Wiege und an der Bahre jedes
Menschen erblickt. Mit Chateaubriand's Illusionen fielen auch die
aller Andern, und an die Stelle jener Schule trat eine andere, welcher
Southey den Namen »satanisch« gab, und welche denselben annahm, eine
Schule mit scharfem Blick für das Böse und für alle Schrecknisse, mit
pessimistischer Geistesrichtung und revolutionairen Sympathien.
* * * * *
Aber in die Gemüthserregung, welche dies unvorhergesehene und
bedeutungsvolle Ereignis verursachte, griff ein anderes, noch
bedeutungsvolleres und folgenschwereres Ereignis ein, das seine Wirkung
über die ganze Welt erstreckte: die Kunde von Byron's Tod.
* * * * *
Diese Kunde wirkte um so mächtiger, als sie die Sympathien für den
ersten Freiheitskampf, der seit der Revolution stattgefunden hatte,
in helle Flammen emporschlagen ließ. Ein neues Ideal bildete sich im
menschlichen Herzen. Mit Napoleon war die positive Größe gefallen,
die wirklichen Helden für eine Zeitlang von der Erde verschwunden.
Die menschliche Bewunderung war leer, wie ein Piedestal, das seiner
Statue beraubt worden ist. Lord Byron besetzte wieder den leeren Platz
mit der phantastischen Größe seiner Helden. Napoleon hatte Werther,
René und Faust abgelöst; Byron's prometheische und desperate Helden
lösten Napoleon ab. Er stimmte wunderbar mit dem Drange der Zeit
überein. Der orthodoxe Dogmatismus hatte am Anfange des Jahrhunderts
den revolutionair-freidenkerischen Dogmatismus überwunden, und war
jetzt seinerseits unterhöhlt und veraltet. Weder die systematische
Verneinung, noch die systematische Religiosität hatte in diesem
Augenblick eine Zukunft. Es blieb also der Zweifel als Zweifel übrig,
der ~poetische~ Radikalismus, die tausend schmerzlichen und
unruhigen Fragen nach dem Zweck und Werth des Menschenlebens. Das war
es, was Byron brachte.
Aber er frug nicht neutral. Es war der Empörungsgeist, der aus ihm
frug, und der durch seinen Mund die jungen Geschlechter zu einer
weltbürgerlichen Gemeinschaft vereinigte. Sie stimmten mit ihm in das
ominöse Wort ein:
+revolution
alone can save the world from hell's pollution.+
Sein Tod wurde für die allgemeine Sache der Freiheit weit wirksamer,
als sein Leben. Die Restauration hatte die Menschen zu einem Höhepunkt
thierischer Unterwerfung unter die Autorität, sklavischer Unterwerfung
unter die Theologie, unterthäniger Unterwerfung unter die Macht,
zu einem Höhepunkte der Schlaffheit und Heuchelei geführt. Sie
war faul bis ins Mark hinein, aber von außenher durch Aberglauben
und Bajonette gestützt. In England hatte Bentham, der radikale
Philosoph, schamentbrannt, die Reaktion selbst in diesem, am weitesten
vorgeschrittenen Lande siegreich zu sehen, sie dadurch zu untergraben
gesucht, daß er sich an die ~Interessen~ der Menschen wandte. Byron
entfesselte alle ~Leidenschaften~. Ihm galt es nicht, auf einen
einzigen Punkt zu wirken, sondern die Gemüther zu revolutioniren,
das Gefühl der Tyrannei zu wecken. Die Allianz-Politik wähnte, für
immer den Revolutionsgeist gefesselt, für ewig das Band zerschnitten
zu haben, welches unser Jahrhundert an das achtzehnte knüpfte. »Da
knüpfte dieser eine Mann den Faden wieder an, den eine Million
Soldaten zerrissen hatte. Amerikanischer Republikanismus, deutsche
Freidenkerei, französische Umsturzlust, angelsächsischer Radikalismus,
Alles schien in diesem einen Geiste vereinigt. Nach der Unterdrückung
der Revolutionen, der Knebelung der Presse, der Selbstunterwerfung der
Wissenschaft, trat der Sohn der Phantasie, der vogelfreie Dichter vor
die Bresche,« und rief alle kräftigen Geister noch einmal wider den
gemeinsamen Feind zu den Waffen[26]. Die Restauration überlebt ihn im
Grunde nicht. Das Autoritätsprincip hat nie einen rücksichtsloseren
Gegner gehabt. --
Die Reaktion im französischen Geistesleben beginnt literarisch
im Namen des ~Gefühls~ mit Frau von Staël und der ganzen Gruppe
von Schriftstellern, die sich ihr anschließen, social im
Namen der ~Ordnung~ mit Robespierre, und der ganzen Schaar von
Revolutionsmännern, die sich um ihn gruppiren. Das Gemeinschaftliche
bei Frau von Staël und Robespierre ist, daß sie beide Schüler
Rousseau's sind. Nach der Reaktion gegen Voltaire folgt dann die
Reaktion gegen Rousseau. Auf das Fest für das höchste Wesen folgt das
große Einweihungs-Tedeum in Notre-Dame, und auf Frau von Staël folgt
Bonald. Das Gefühlsprincip wird verdrängt, oder, wie bei Chateaubriand,
zur Stütze der Autorität benutzt. Das Princip der Ordnung wird mit dem
~Autoritätsprincip~ indentificirt, welches bald alle Sphären des Lebens
und der Literatur beherrscht. Dies Princip ist gleichsam inkarnirt in
der ersten Abtheilung von Reaktionären, deren Häupter De Maistre und
Bonald sind. Es empfängt sein Heldengedicht in den »Märtyrern«, und die
Idee der Ordnung beherrscht die Schilderung des Himmels, der Hölle,
und zuweilen selbst der irdischen Landschaft. Das Princip erhält sein
politisches Denkmal in der »heiligen Allianz«. Das Uebernatürliche
verdrängt das Natürliche aus der Poesie. Dem seraphischen Epos
entspricht eine seraphische Lyrik und Erotik, daneben seraphische
Pilgerfahrten und seraphische Weissagungen und Gedichte.
In keinem Lande war das Autoritätsprincip in Betreff der literarischen
Form so respektirt gewesen, wie in Frankreich. Es wird daher auch
von der neuen Dichterschule geltend gemacht. Aber leider erkennt man
bald, daß das neue reelle Princip, die christliche Tradition, in
lebhaftem Widerstreite mit den herkömmlichen Principien der Literatur
steht, und die Autorität geräth hier ins Schwanken. Auf ähnliche Art
wurde die Erfinderin der heiligen Allianz von den Machthabern für
legitim erklärt, so lange es schien, daß ihre Grundsätze völlig mit
denen der Macht übereinstimmten. In dem Augenblick, wo man wahrnimmt,
daß die christliche Tradition als ein unruhestiftendes Princip den
Autoritäten gegenüber treten kann, sehen diese sich gezwungen, das
Werkzeug, dessen sie sich unlängst bedient hatten, zu zerbrechen, und
der Gedanke der religiösen Brüderlichkeit steht in der folgenden Zeit
als ein revolutionaires Princip der Macht gegenüber und unterwühlt
sie theoretisch. Am entschlossensten und zusammenhängendsten wird in
der Restaurationszeit das politisch-religiöse Autoritätsprincip von
Lamennais entwickelt und vertheidigt; aber es zeigt sich bald, daß
unter seiner Lehre von der Souverainetät der allgemeinen Vernunft sich
die revolutionaire Theorie von der Volkssouverainetät verbirgt, und das
Princip löst sich selber auf. Zu gleicher Zeit werden die Feinde der
Preßfreiheit genöthigt, dieselbe als Mittel zu benutzen, während die
Gegner des parlamentarischen Regimentes dieses selber verfechten, um
ein Ministerium zu stürzen, das sie verhindert, zur Macht zu gelangen.
Bald stehen alle Persönlichkeiten, die wir haben auftreten sehen, von
Chateaubriand bis zu Frau von Krüdener, von Hugo bis zu Lamennais, im
Kampfe mit den Gewalthabern, deren Sache sie so eifrig dienten, und
im Kampfe mit dem Autoritätsprincip, das sie und die Zeit beherrscht
hatte. So fällt dies Princip, um sich nie wieder zu erheben.
[+Lamennais: Essai sur l'indifférence. Progrès de la révolution et
de la guerre contre l'église. Correspondance par M. Forgues. Oeuvres
inédits par M. Blaize.+ -- Schleiermacher: Reden über die Religion.
-- +Renan: Essais de morale et de critique. -- Schérer: Mélanges
de critique religieuse.+ -- Gervinus: Geschichte des neunzehnten
Jahrhunderts. -- +Béranger: Oeuvres complètes.+]
Druck von Fr. Stollberg, Merseburg.
Fußnoten:
[1] Louis Blanc hat in seiner Revolutionsgeschichte, Bd. +VIII.+,
S. 35, diesen Artikel dahin mißverstanden, als sollten die treulose
Gattin und der Bastard Marie Antoinette und den Dauphin bedeuten.
Er übersah, daß im Originaltext eine Note hinzugefügt ist, worin es
heißt, daß »die Begründer der drei wichtigsten Religionen Bastarde
gewesen sind«.
[2] Vergl. Stuart Mill's Abhandlung über De Vigny in »+Dissertations
and discussions+«. +Vol. 1.+
[3] Ganz eben so, wie Bonald, begründet der bekannte Haller
seine Angriffe auf den »+Contrat social+« in seiner »Restauration
der Staatswissenschaft«.
[4] Das einzige witzige Wort, welches über Buffon's Satz gesagt worden
ist, verdankt man der Madame de Girardin. Sie zeigt, wie jeder von
George Sand's Romanen das Gepräge der einen oder andern Persönlichkeit
trägt, für welche die Verfasserin geschwärmt hat. »George Sand's
Natur, welche sich abwechselnd kalt und aller Illusionen beraubt
mit den Salonhelden, frisch und lächelnd mit dem Sänger der Quellen
und der Haide, poetisch mit dem Dichter, republikanisch mit dem
Advokaten gezeigt hat, zeigt sich jetzt moralisch und religiös mit dem
politischen Priester [Lamennais], was dieser Tage einem Spottvogel
Anlaß zu der Bemerkung gab: Besonders wenn die Rede von den Werken
weiblicher Schriftsteller ist, muß man mit Buffon ausrufen: ›Der Stil
ist ~der Mann~‹.« +Le Vicomte de Launay: Lettres parisiennes, Tome I,
pag. 89.+
[5] +Louis de Viel-Castel: Histoire de la Restauration, Tome
IV, pag. 487.+
[6] »+He for God only, she for God in him.+« +Paradise lost+, IV.
[7]
+O honte! ô crime! on rosse les Puissances,
On jette à bas six mille Intelligences
Qui figuraient dans les processions;
De leurs gradins les Trônes on renverse,
On foule aux pieds les Dominations,
Et des Vertus le troupeau se disperse.
..... l'on jette à leurs nez,
Devinez quoi? les têtes chérubines
Aux frais mentons, aux lèvres purpurines.+
+~Parny~: La guerre des dieux, Chant X.+
[8] Bei Parny sind sie weit minder mit Arbeit geplagt:
+Viennent après les Dominations,
Trônes, Vertus, Principautés, Puissances,
Esprits pesants, grosses intelligences,
Qu'on charge peu de saintes missions;
Regardant tout, mais à tout inhabiles,
Les bras croisés, ils sont là sur deux files;
Propres sans plus à garnir les gradins,
A cet emploi se borne leur génie,
C'est ce qu'au bal nous autres sots humains
Nous appelons: faire tapisserie.+
[9] Man vergleiche hiemit Parny:
+Étaient-ils trois, ou bien n'étaient-ils qu'un?
Trois en un seul; vous comprenez, j'espère?
Figurez-vous un vénérable père,
Au front serein à l'air un peu commun.
Ni beau, ni laid, assez vert pour son âge
Et bien assis sur le dos d'un nuage ...
De son bras droit à son bras gauche vole
Certain pigeon coiffé d'un auréole ...
Sur ses genoux un bel agneau repose,
Qui bien lavé, bien frais, bien délicat,
Portant au cou ruban couleur de rose
De l'auréole emprunt aussi l'éclat.
Ainsi parut le triple personnage ...
.... »Je fais ce que je veux.
Je fais n'est pas le mot propre et technique,
Triple je suis sans cesser être unique.
Et je faisons vaudrait peut-être mieux.
Mais vous cédez quelque chose au plus vieux;
Plus vieux? non pas, nous sommes du même âge,
De moi pourtant tous deux vous procédez;
Je vous ai donc d'un moment précédé?
On le croirait, c'est assez là l'usage.
Point; mes enfants se trouvent mes jumeaux.
Notre amalgame est un plaisant chaos,
Et je m'y perds.« ...+
[10] +Dans cet état, il était plus amoureux, plus vif: il me
disait que je lui donnais les plaisirs les plus charmants, m'appelait
séductrice, etc., et dans cet endroit solitaire, il faisait ce qu'il
voulait.+
+Madame de Saman: Les enchantements de Prudence, avec préface de George
Sand. 1873. Pag. 166 ff.+
[11] Vgl. Katerkamp: Denkwürdigkeiten aus dem Leben der Fürstin Amalia
von Gallitzin. Münster 1828.
[12] +Villemain: M. de Féletz et les salons de son temps.+
[13] Vgl. F. L. Liebenberg: Beiträge zur Geschichte der
Oehlenschläger'schen Literatur, Bd. I, S. 183. Genoveva »sieht Christus
in ihm.«
[14] In zwei auf einander folgenden Ausgaben seiner französischen
Literaturgeschichte hat Julian Schmidt in der Inhaltsangabe von Valérie
den Irrthum begangen, Gustav dem Manne beichten zu lassen.
[15] Wer sich für die wirklichen Thatsachen ihrer Geschichte
interessirt, findet sie nach Originalmanuskripten berichtet in
+Cuvillier-Fleury's Portraits politiques, 1851, pag. 377+ ff.)
[16] Vergleiche G. Brandes: »Die französische Aesthetik der
Gegenwart«, S. 22, und »Kritiken und Portraits«, S. 227.
[17]
+Je suis le démagogue et débordé
Et le dévastateur du vieil ABCD,
Causons, etc.+
[18] Hier ein Paar aus seiner frühesten Jugend:
+On a vu souvent des maris
Jaloux d'une épouse légère,
On en a vu même à Paris;
Mais ce n'est pas le tien, ma chère.+
+On a vu des amants transis,
Ainsi qu'une faveur bien chère
Implorer un simple souris;
Mais ce n'est pas le tien, ma chère.+
[19] Siehe Band 5: »Die romantische Schule in Frankreich«,
S. 322 u. ff.
[20]
+Atque ex hoc putidissimo ~indifferentismi~ fonte absurda
illa fluit ac erronea sententia, seu potius deliramentum, asserendam
esse ac vindicandam cuilibet ~libertatem conscientiae~ ...
~At quae pejor mors animae quam libertas erroris~? inquiebat
Augustinus. Freno quippe omni adempto, quo homines contineantur in
semitiis veritatis, proruit jam in praeceps ipsorum natura ad malum
inclinata ... Huc spectat deterrima illa ac nunquam satis execranda
et detestabilis libertas artis librariae ad scripta quaelibet edenda
in vulgus, quam tanto convicio audent nonnulli efflagitare ac
promovere.+
[21] Vergl. G. Brandes: Die französische Aesthetik der Gegenwart,
Seite 97.
[22] Siehe auch Band 5: »Die romantische Schule in Frankreich«, S. 195.
[23] Vgl. +Saisset+: +La philosophie et la rénaissance réligieuse+.
+Revue des deux mondes 1853.+ +Tome I.+
[24] Vgl. Vinet's interessante Studien über die neuere lyrische
Poesie Frankreichs.
[25] Die Einzelheiten dieser Verabschiedung lese man nach bei Guizot:
+Mémoires pour servir à l'histoire de mon temps+, Ausgabe für das
Ausland, S. 263 ff.
[26] Gervinus: Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts, Bd. VIII,
S. 172.