„Schick' ihm das Geld,“ drängte Frau Fanny. „Was liegt dir an ein paar
tausend Mark, wenn du Ruhe bekommst!“
Unwillkürlich sah Ileisa empor.
Wenn sie ihrer Tante einmal einen Teil einer solchen Summe würde
bringen, ihr dadurch die Kargheit ihres Daseins vermindern könne, welche
Seligkeit mußte das sein! Sie liebte die alte Dame, die mit einer
schrankenlosen Selbstentäußerung für sie seit ihren Kinderjahren gesorgt
hatte, mit den zärtlichsten Gefühlen. Und gegenwärtig wandten sich ihre
Gedanken ihr besonders zu, weil sie sie so lange nicht gesehen hatte.
Sie kam sich so undankbar, so gefühllos vor, daß sie nicht den Weg zu
ihr fand. Es berührte sie schwer, obschon sie nicht Schuld trug. Sie war
gebunden; sie hatte Knoops versprechen müssen, ihre ganze Aufmerksamkeit
den neuen Verhältnissen zuzuwenden, alte Beziehungen völlig außer acht
zu lassen. Wohlan!
Aber daß Knoops nicht einmal bisher Anlaß genommen hatten, sich um die
alte Dame zu bekümmern, sie ein einziges Mal einzuladen, fand sie
grausam, ließ eine wirkliche Herzensbildung vermissen.
Herr Knoop aber erwiderte auf die Rede seiner Frau:
„Es ist ja nicht das Geld, Fanny! Ich würde gewiß die 3000 Mark geben,
und wenn es sich um das dreifache handelte. Aber sowie ich ihm wieder
die Hand biete, nimmt die frühere schamlose Zupferei kein Ende.
„25000 Mark stehen schon auf deinem Konto in meinen Büchern.
„Das ist ein Posten! Und einmal muß doch alles ein Ende haben, wenn
alles ohne jeden Nutzen war!
„Ja, wenn er wirklich ein ordentlicher Mensch, wenn ihm wirklich
geholfen würde, gleich würde ich nochmals 10000 Mark opfern!
„Aber er verthut es in Schlemmereien, mit Frauenzimmern und im Spiel. Er
ist eben leider, zu meinem großen Schmerz, eine verlumpte
Persönlichkeit, die am besten die Erde deckte.“
„Was willst du denn thun?“
„Wieder gar nichts!“
„Aber wenn er dir, — uns nachstellt. Ich fürchte mich! Solche Menschen —
wir lesen es doch täglich in den Zeitungen — greifen im Affekt zum
Aeußersten. — Sie laden in der Verzweiflung eine Schußwaffe.“
„Er schleicht sich in das Papierlager und legt Feuer an,“ fiel Margarete
ein. „Ich traue ihm alles zu!
„Wenn du ihm mit dem Bemerken es sei ganz unbedingt das letzte Mal, die
3000 Mark schickst, nimmst du uns wenigstens die Angst, Papa. Wir haben
dann die Sicherheit, daß dergleichen wenigstens nicht geschieht. — Mache
Bedingungen, lasse ihn ein Schriftstück unterschreiben, daß er sich für
immer abgefunden erklärt!“
Aber Herr Knoop verneinte.
„Ich will nicht, ich kann nicht. Es muß kommen, wie es muß. Unzählige
Male war's schon das letzte Mal. Nach sechs Monaten kommt er doch wieder
und hat neue Gründe! Und die Sprache, die er schon wiederholt gegen mich
geführt hat! Es ist ohne Gleichen! Nein, nein! Ich bin mit ihm fertig.
Ich betrachte ihn längst nicht mehr als zu mir gehörig!“
Nun sagten die Damen nichts, aber Frau Fanny nahm sich vor, doch noch
einmal vor'm Schlafengehen auf ihren Mann einzusprechen. Sie wollte es
thun, obschon eine gewisse, entschiedene Art sie bisher stets belehrt
hatte, daß mit ihm schwer etwas anzufangen war. —
* * * * *
Der Abend, an welchem der Ball bei Knoops stattfinden sollte, war
herangekommen. Während in den Seitenflügeln: in dem Kontor und den
übrigen Räumen noch die Arbeitslichter flammten und die Scheiben in den
großen Gebäuden von oben bis unten erhellten, fuhren Equipagen auf
Equipagen vor das Portal des Wohnhauses des Herrn Friedrich Knoop.
Und er und die Familie standen in ihren durch mächtige strahlende
Kronenerleuchteten Gemächern, und warteten vorn bei der Eingangsthür der
Gäste, bis sich alle mit Ordensbändern geschmückten Herren, und alle in
ihren kostbaren Gewändern einherrauschenden Damen eingefunden hatten.
Nur Herr von Klamm fehlte noch. Er fehlte, obschon er die Anordnungen
übernommen hatte. Freilich, seine eigentliche Thätigkeit nahm erst ihren
Anfang nach dem Abendessen. Aber seine Anwesenheit beim Erscheinen der
Gäste, war doch von Herrn Knoop vorausgeht worden, und sein Ausbleiben
begann ihn zu beunruhigen.
„Er ist sicher noch im Kontor!“ erklärte Margarete. „Er sagte neulich,
er habe grade am Ballabend noch ziemlich spät im Geschäft zu thun, werde
sich aber nach Möglichkeit einrichten.“
Als er noch immer nicht erschien, sandte Herr Knoop Adolf zu ihm.
Herr Knoop lasse freundlichst bitten, daß Herr von Klamm sogleich komme.
Man wolle zu Tisch gehen.
Indessen war es überflüssig! Grade trat er durch die Mittelthür ein,
sprach Herrn Knoop seine Entschuldigung aus und richtete seine
scharfbeobachtenden Augen auf seine Umgebung.
„Die Sendung nach Frankfurt an der Oder wäre in der That nicht
abgegangen, wenn ich nicht noch nachgetrieben hätte, Herr Knoop,“
erklärte er. „Ich hatte die Absendung unbedingt versprochen; es war eine
geschäftliche Pflichtsache. Auch wollte ich gern die Abendpost noch
einsehen. Es war viel da und Eiliges. — Eine große Bestellung vom
Reichstagbüreau ist eingelaufen.“
So begründete er seine Verspätung, küßte Frau Knoop die Hand, begrüßte
Margarete mit warmherziger Vertraulichkeit, und warf einen forschenden
Blick zu Ileisa hinüber, die sich nicht weitab mit einem Offizier
unterhielt. —
Endlich ging's zu Tisch. Klamm führte die Tochter eines hohen Beamten im
Ministerium. Herr Knoop hatte es so gewünscht, und es war auch richtig
so. Klamm wußte die Menschen für sich einzunehmen, und es war klug,
nichts zu versäumen, sich dieser Familie Gunst zu erwerben. Von dem
Wohlwollen des Herrn Ministerialdirektors hing die Entscheidung über die
Vergebung sehr umfangreicher Druckaufträge ab.
Bei Tisch warfen zwei Personen wiederholt forschende, von Eifersucht
keineswegs freie Blicke zu ihm hinüber: Margarete und Ileisa!
Und Klamm bemerkte es jedesmal, wenn sie hinüberschauten, und jedesmal
begegnete er ihnen mit irgend einer Aufmerksamkeit, indem er entweder
das Glas erhob und ihnen zutrank, oder einen Ausdruck stillen
Einverständnisses in seinen Augen erscheinen ließ.
Als seine Tischnachbarin, Fräulein von Wiedenfuhrt, dies einmal
bemerkte, redete sie Klamm auf die beiden Damen an:
„Wie Fräulein Knoop sei? Sie habe sie nur einigemale bei Bazaren, wo sie
zusammen gewirkt, gesehen. Ob sie ein liebenswürdiges, junges Mädchen
wäre?“
„Fräulein Knoop ist eine jener tadellosen jungen Damen, an denen man nur
bemängeln könnte, daß sie etwas kleinbürgerlich sind. Ihre
Natürlichkeit, ihre Gradheit, ihr ungemein rechtschaffener Charakter
verschmähen es, irgend welche Schminke zu gebrauchen Und doch würde ihre
Anziehungskraft durch eine Milderung dieser Hausbackenheit um vieles
gewinnen.“
„Also Sentiments haben Sie für die Tochter Ihres Chefs nicht, Herr von
Klamm? Dann ist ja noch Hoffnung für die vielen, die ihr Auge mit
Sehnsucht auf Sie richten!“ warf das junge Mädchen neckisch hin.
„Glauben Sie wirklich, daß sich jetzt noch jemand aus Ihren Kreisen für
mich interessiert?“ gab Klamm auf diese, der verstandesmäßigen Richtung
des Fräuleins entsprechende, Rede zurück.
„Ich bin Prokurist in einer Buchdruckerei geworden. Das ist eigentlich
so unerhört, daß man die Pflicht hat, von meiner Existenz auf Erden
Abstand zu nehmen.“
„Es würde so sein, wenn Sie nicht eben Herr von Klamm wären,“ fiel die
Dame mit ehrlicher Anerkennung ein. „Es giebt Ausnahmemenschen, denen
alles wohl ansteht, zu denen infolgedessen auch jeder — und wenn er sich
noch so sehr sträubt — Stellung nehmen muß. Jüngst wurde Ihr Artikel
über gesellschaftliche Arten und Unarten in den Täglichen Nachrichten
vielfach besprochen. Ich kann Ihnen verraten, daß er allen ausnehmend
gefallen hat, natürlich abgesehen von jenen jungen Zweibeinigen in Frack
und Lackschuhen, die alles besser wissen, nur das Allernächstliegende
nicht merken, daß sie nämlich recht lächerliche und überflüssige
Erscheinungen in der Schöpfung sind.“
„Im übrigen! Wir sind noch nicht am Ende. Sie wollten mir auch noch
etwas über das schöne Fräulein von Oderkranz sagen.“
Klamm zuckte die Achseln. „Wenn ich ehrlich sein soll, so läßt mich
meine Menschenkenntnis bisher in Stich. Ich weiß nicht sicher, wie sie
ist. Ich vermute nur, daß mein Urteil zutrifft. Ich sehe, daß sie sich
erstaunlich zu fügen weiß, zu schweigen, ihr eigentliches Wesen zu
verbergen versteht. Ganz präzise gefaßt, würde ich sagen:
„Sie besitzt die Kunst, mit ihren Eigenschaften zu ökonomisieren, immer
nur das zu geben und zu thun, was am Platz ist. Und doch — und doch —“
„Nun?“
„Ja, und doch gewinnt man keine rechte Beziehung zu ihr, und doch kann
man ihr nicht näher kommen.“
„Was vermuten Sie denn?“
„Alles!“ betonte Klamm beinahe feurig. „Ich glaube, daß sich in diesem
Mädchen alle jene Eigenschaften finden, die einen Mann in der Ehe
glücklich zu machen im stande sind. Sie ist weiblich, sittlich,
häuslich, treu und arbeitsam, daneben voll Tiefe und Wärme, und nicht
minder voll Begeisterung für alles Schöne und Gute, sofern ihr
Gelegenheit geboten wird, es zu bethätigen. Auf ihr ruht aber die Bürde
der Abhängigkeit.“
„Ah! Sie schwärmen ja gewaltig, Herr von Klamm. Fast könnte man glauben,
Sie legten eine unfreiwillige Beichte ab.“
Die junge Dame sprach die Worte in einem von Eifersucht nicht freiem
Tone.
„Sie irren durchaus, gnädiges Fräulein! Wenn ich überhaupt meiner
Passion nachgeben dürfte — ich werde nämlich sicher niemals heiraten —
so würde ich eines Tages ein gewisses Haus betreten, dort nach dem
Ministerialdirektor von Wiedenfuhrt fragen, und ihn bitten, bei seiner
überaus schönen und überaus klugen Fräulein Tochter Margot ein gutes
Wort für mich einzulegen.“
Kaum, nachdem Klamm so gesprochen hatte, erhob das junge Mädchen den
Kopf und sah Klamm mit einem durchdringenden Blick an.
„Daß auch Sie, Herr von Klamm“ — begann sie steif im Ton — „zu den
Leuten gehören, die selbst in ernsten Augenblicken fade Spielereien
treiben, hätte ich nicht gedacht. Ich bin heute um eine Erfahrung
reicher geworden.“
„Aber mein Fräulein — mein gnädiges Fräulein“ — fiel Klamm nicht wenig
überrascht, ja, bestürzt ein. „Ich bitte! Welche Sprache! Wodurch gab
ich Ihnen Anlaß, so mit mir ins Gericht zu gehen?“
„Sie werden eher begreifen, wenn ich Ihnen mitteile,“ fuhr sie unbeirrt
fort, „daß man allgemein davon spricht, daß Sie verlobt sind und alles
daran setzen, diese Verlobung mit einem armen Mädchen rückgängig zu
machen, deshalb nämlich, um Fräulein Knoop zu heiraten. So spielen Sie
also nun jedenfalls mit dreien: mit Ihrer Braut, mit Fräulein Knoop, mit
Fräulein von Oderkranz, und wenn ich natürlich Ihre an mich gerichteten
Worte als einen, wenn auch recht ungeschickt gewählten Scherz betrachte
— mit mir!“
Klamm erschrak. Unversehens that sich vor ihm ein bisher gar nicht
vermuteter Abgrund auf. Aber noch mehr! Ehe er etwas zu entgegnen
vermochte, fuhr die junge Dame fort:
„Ich will ganz offen sein! Ich will alles sagen, Herr von Klamm. Neulich
hat mein Vater einen anonymen Brief empfangen, in dem er vor Ihnen
gewarnt wird.“
„Ah! Die alte Infamie einer mich rachsüchtig verfolgenden
Persönlichkeit!“ fiel Klamm, nachlässig verächtlich im Ton, ein.
„Das schreckt mich nicht, gnädiges Fräulein. Ich wäre im stande, Ihnen
den Wortlaut dieses Schriftstücks — es hat nämlich immer den gleichen
Inhalt — aus dem Kopfe wiederzugeben. Anders aber ist es mit dem, was
Sie sonst äußerten. Hier bedarf es dringend der Aufklärung. Ich bitte,
daß Sie mir einmal nächstens eine Unterredung gewähren.
„Ich weiß bestimmt, daß Sie dann anders urteilen werden.“
Da Klamm in einem sehr gemessenen Tone, da er wie ein Mann sprach, der
um seine Ehre ficht, so gewann er das Spiel.
Schon begann sich in ihr die Reue zu regen, sich so haben hinreißen zu
lassen. Aber es reizte sie auch nicht wenig, von ihm selbst zu erfahren,
was Wahrheit, was Geschwätz war; es schmeichelte ihr, daß er sie zu
seiner Vertrauten machen wollte.
Aber an diesem Abend geschah noch etwas, das Klamm mindestens ebenso
sehr zum Nachdenken Anlaß gab.
Die Tafel war aufgehoben, schon hatte die Musik den Gästen zu einer
Reihe von Tänzen aufgespielt. Eben sollte ein Kotillon getanzt werden,
den Herr von Klamm einen anwesenden Offizier deshalb zu leiten gebeten
hatte, weil er dessen Ehrgeiz: in der Gesellschaft bei solchen
Gelegenheiten eine Hauptrolle zu spielen, Rechnung tragen wollte. Aber
er hatte auch die Absicht, dadurch Zeit und Gelegenheit zu finden, sich
mit Ileisa zu beschäftigen.
Er forderte sie zu diesem Tanz auf, wählte einen entfernteren Eckplatz,
woselbst ein ruhiges Plaudern eher möglich war, und sagte, nachdem er
eben mit ihr eine Runde gemacht hatte:
„Sie machen alles vortrefflich, gnädiges Fräulein! Auch eben zeigten Sie
sich wieder als Meisterin.“
„Das möchte ich, ohne Komplimente, Ihnen sagen, Herr von Klamm —“
„So beschäftigen wir uns also gegenseitig mit einander, ohne daß wir es
uns eingestanden haben —“
Er sah sie bei diesen Worten mit einem werbenden Blick an. Er that's,
obschon ihm grade die Unterredung mit seiner Tischdame heute hätte eine
Zurückhaltung auferlegen sollen. Aber auch ihm geschah's, daß häufig das
menschliche Ich grade dann zu einer Auflehnung gegen die bedachte Mutter
Vernunft gelangt, wo es am allerwichtigsten ist, auf ihre Stimme zu
hören.
Er fand Ileisa heute schöner denn je. Sie war auch an diesem Abend der
Mittelpunkt. Jedermann drängte sich zu ihr, und auch dadurch wurden des
Mannes Sinne angefacht.
Bisher war ihm niemand in den Weg getreten. In das stille Knoopsche Haus
traten wenige ein, nur bei solchen Gelegenheiten wurden die Staatszimmer
geöffnet.
Statt auszuweichen, gab ihm Ileisa einen Blick zurück, der sein Inneres
in Aufruhr versetzte. Dann sagte sie kurz, bestimmt:
„Ja, Herr von Klamm!“
Diese Antwort riß Klamm fort.
Er überflog ihre Gestalt mit seinen Augen. Er sah, wie sich unter dem
seidenen Ballmieder die Büste hob und senkte. Er umfing mit seinen
Blicken all die Reize, die ihr die Natur verschwenderisch verliehen
hatte, und forschte noch einmal in ihren Augen, in Augen, in denen eine
versteckte Glut loderte.
Dann sprach er entschlossen:
„Wohlan denn, da es so ist, da wir uns verstehen, ja, da wir uns einig
sind, so wollen wir Kameraden werden, gemeinsam unser Ziel verfolgen. Es
bedarf keiner Erklärung, warum es sich handelt. — Nicht wahr, Fräulein
von Oderkranz?“
Und indem er die Stimme dämpfte, dasselbe in einem weichen Tone
wiederholte, sich zu ihr drängte mit seinem Ich: „Nicht wahr, Fräulein
Ileisa?“
Abermals vernahm er ein festes Ja und fühlte, als er nach ihrer Hand
tastete, einen Gegendruck, der ihm das Blut durch die Adern jagte.
„Wann und wo wollen wir uns morgen sprechen?“ ergänzte Klamm, indem er
um der Umgebung willen seinen Mienen einen durchaus gleichgültigen
Ausdruck verlieh.
„Ich werde bitten, ehestens meine Tante besuchen zu dürfen. Wird mir
dies erlaubt, so werde ich an einem Ihnen noch schriftlich
mitzuteilenden Tage gegen ein Uhr auf dem Potsdamer Platz am Rundteil
sein können.“
Als Herr von Klamm eben antworten wollte, stand Margarete Knoop vor
ihnen.
„Darf ich stören?“ fragte sie mit künstlicher Schelmerei im Ton. Sie
hatte beide seit langem beobachtet und schon große Qualen empfunden.
Auch sie hatte sich vorgenommen, heute einmal mit allem zwischen sich
und Klamm aufzuräumen.
„Bitte, kommen Sie nach Beendigung des Kotillons eine Weile in den
Wintergarten,“ bat sie, während er mit ihr tanzte.
„Sie müssen mir bei der Bowle behilflich sein.“
„Zu Ihrem Befehl, gnädiges Fräulein,“ betätigte Klamm und zog sie
unwillkürlich fester an sich.
Er stand zwischen drei Feuern.
Seine Tischnachbarin beargwöhnte ihn, nachdem er sich
unvorsichtigerweise in ihre Hand begeben hatte. Ileisa gegenüber hatte
er sich von seinen bisher zurückgedrängten Gefühlen fortreißen lassen.