Städten, besonders in denjenigen, welche Fabriken haben, schroff
entgegen steht, weil sie zur Zeit periodischer Provinzialnoth
der Unterstützungsmittel weit weniger bedarf, als die mit allen
Gattungen der Lebensgenüsse bekannte und sittlich verschlechterte,
mittellose Schaar der Fabrikstädte. Wem Glück oder Zufall alle
Lebensherrlichkeiten von seiner Selbstständigkeit an zur Seite stellte
und das Weinglas in die Hand schob; wer die Qual der Nahrungssorgen
und den Nothschrei nach Hilfe nur aus öffentlichen Blättern kennt
und, dem Auftrag der Regierungen oder Unterstützungsvereine folgend,
sich in die Gegenden begiebt, wo sich die Noth fest gefressen
hat, um durch eigene Anschauungen von der Wahrheit des sich kund
gegebenen Elendes zu überzeugen und die Hilfsmittel für Abwendung
oder Linderung desselben zu normiren -- der bringt gar oft ein Bild
davon in seine Heimath zurück, vor welchem sich die Haare sträuben:
denn der Referent abstrahirt von sich und ihm ist die Möglichkeit
fremd, daß es Familien geben kann, welche mit so geringem Futter, halb
nackt und ohne Betten, dennoch zufrieden leben können. Hingerissen
von eigner Theilnahme, greift er nach der Brieftasche, notirt sich
die Kopfzahl, den Bedarf an Kleidungsstücken und wollenen Decken
für das Nachtlager; der assistirende Richter aus der Nachbarschaft
winkt heimlich den Bewohnern des armseligen Nestes, daß sie recht
lamentiren möchten, um von dem anwesenden Herrn recht viel zu bekommen;
sie thun es, fallen wohl gar vor ihm nieder: denn wer streckt nicht
gerne beide Hände nach dem unbekannten Glücke aus! Allein von nun an
artet die mittellose Zufriedenheit in ein Verlangen und Streben nach
fernerweiter Unterstützung aus und greift nach jedem Mittel, welches
dazu förderlich zu sein scheint. Dadurch aber schaart sich der sonst
zufriedene und mit der Weltherrlichkeit unbekannt gebliebene Arme an
den Provinzialpauperismus und allgemach an die sittliche Verdorbenheit
an, gegen dessen Umsichgreifen oder für dessen Abhilfe es noch
kein ausreichendes Mittel gab. »Denn die verbreiteten Klagen über
Abnahme des Volkswohlstandes haben ihren Grund mehr darinnen, daß die
Forderungen beinahe aller Volksklassen an das Leben und dessen Genuß so
sehr gesteigert sind«.[10]
Wildenthal.
Tief, aber immer noch in einer Meereshöhe von 2250 Fuß eingebettet,
liegt das Eisenhüttenwerk gleiches Namens in der Umarmung des
Auersberges und des Zeisiggesanges. Die große Bockau durchrauscht
das Oertchen, dreht das gangbare Zeug in Hütten und Hohöfen, sendet
von hier aus seinen halben Wasserschatz mittelst des sogenannten
Grünergraben für ökonomische Zwecke nach Eibenstock, während die
andere Hälfte in seiner engen Wiege über Granitblöcke hinab nach
Unterblauenthal in die Mulde strömt.
[Illustration:
N. d. Nat. v. F. König.
Lith. Anst. v. Rudolph & Dieterici in Annaberg.
WILDENTHAL.]
Gegen Ende des sechszehnten Jahrhunderts besaß dieses Hammerwerk ein
Herr von Wildenfels, und es ist wahrscheinlich, daß dasselbe die
Hälfte des Namens von ihm erhielt. Im Jahre 1655 kam es in den Besitz
des Hammermeisters Michael Gottschalch und blieb in den Händen seiner
Nachkommenschaft bis in die neuere Zeit. Die ursprünglichen Besitzer
der Eisenhüttenwerke hießen +Hammermeister+, arbeiteten mit vor den
Feuern, und ihre häuslichen Zustände mögen sich wenig von denen der
andern Hüttenleute unterschieden haben, bis sich der Absatz von Eisen
feste Bahn gebrochen und einen größern Gewinn gesichert hatte. Von nun
an kauften sich Geldmenschen aus der Nähe und Ferne Hammerwerke an, wie
sich die Gelegenheiten darboten, bauten sich mit großartigen Häusern
an, brachten Gerichtsbarkeiten an sich und herrschten als Hammerherrn
über die bildungslose und arme, schwarze und rothe Schaar des Berg-
und Hüttenvolkes bald wohlthätig, bald vernichtend, je nachdem Herz und
Gemüth des Besitzers für den Anblick seiner in Dürftigkeit lebenden
Arbeiter empfänglich war oder nicht. Die Neuzeit hat indessen manches
Empörende verwischt, was sonst Sitte hieß, und viele Hammerwerke in
die Hände von Männern geliefert, die, wie ein guter Genius, über das
Familienleben der Hammerschmiede, Bergleute, Köhler u. s. w. wohlthätig
walten und Gelegenheit geben, ihre Kinder einen zeitgemäßen Unterricht
genießen zu lassen, den die Eltern und Großeltern bei den sogenannten
Hammerpräceptoren, welche eine Art Knechtlohn erhielten, nicht finden
konnten, weil der Lehrer selbst noch Bildung brauchte. Darum aber
pflanzen sich die Anekdoten der Hammerschmiede, wie sie sich in frühern
Jahren so häufig begegneten und von den drolligen und unbeholfenen
Ansichten und Urtheilen über Dinge der Außenwelt Zeugniß geben, nur
sehr dürftig fort.
Das Herrnhaus in Wildenthal schaut von einer Anhöhe, wie sich's
gebührt, überlegen auf eine Schaar ärmlicher Hütten hernieder, zwischen
welche sich jedoch seit mehrern Jahren ein freundliches Posthaus,
welches dermalen die noch freundlichere Familie des Postverwalters
Priem besitzt, so wie ein restaurirtes Wirthshaus eingeschoben haben.
Man sieht es diesen Gebäuden an, daß sie in Privathänden sind.
Ueberraschend ist das fiscalische Forsthaus, im italienischen Styl vor
ohngefähr ein Dutzend Jahren erbaut. Es ist ein verflogener Kakadu
unter einer Gesellschaft Dohlen, der vergeblich nach Pommeranzenwäldern
und Cypressenhainen umherschaut. Doch wenn es dem Zwecke entspricht --
wem geht's was an?
Das Oertchen hat seit etwa 20 Jahren an seiner Wildheit gar sehr
verloren: es führt eine Chaussee nach Karlsbad hindurch, die in der
Badesaison sehr lebendig wird; der Besitzer des Werks und noch einige
andere Einwohner sind theils wissenschaftlich gebildet, theils sonst
gut unterrichtet, was zur sittlichen Abrundung der geistesarmen
Bevölkerung der Vergangenheit viel beitragen mußte und sich auch jetzt
schon dadurch kund giebt, daß man gern aus der Nachbarschaft Parthien
dahin macht und sich von der wildromantischen Natur umarmen läßt,
Kaffee trinkt und Forellen speis't.
Beilage.
+Specification+
der Bergktheile und Kuxe mit Schluß Trinitatis 1696, welche Herr Veit
Hannß Schnorr, wohl-meritirter Stadtrichter und Kobald-Contrahent zu
Schneebergk, wie auch Besitzer derer Hammerwerke Carlsfeld, Aue und
Neidhardtsthal etc. zu dieser Zeit alleinig gebauet und zu mehrerer
Nachricht und Bewunderung, der Posterität, anhero einverleibet worden.
Specification
Aller und jeder Bergktheile und Kuxe, welche von mir Veit Hannß
Schnorr ~sen.~ unter denen Bergkaemtern Schneebergk, Schwarzenbergk,
Eibenstock, Johann-Georgenstadt und Voigtsbergk, Bauet und in Fristen
hält, alß:
Zechen zu Schneebergk. | Kuxe.
|
Schindlern Fundgrube 118 Kuxe.|
dito Ober nechste Maas 118 " |
Fleischer Fundgrube 118 " |
Unruhe Fundgrube 118 " |
St. Ulrich Fundgrube 118 " |
Beschertes Glück Fundgrube 118 " |
Emanuel Fundgrube 118 " |
Alte Sebastian Fundgrube 118 " |
Nahmen Jesus Stolln 120 " |
------------| 1064
St. Andreas Fundgrube 66½ " |
Sonnenwirbel Fundgrube 66½ " |
Reichenschatz Fundgrube 66½ " |
dito Untere 1. Maas 66½ " |
2. Maas 66½ " |
Glück Fundgrube 66½ " |
Hülfe Gottes Fundgrube 66½ " |
Christian Fundgrube 66½ " |
Himmelfahrt Fundgrube 66½ " |
------------| 598½
Rosenkranz Fundgrube 48 " |
Obere 1. Maas 48 " |
2. Maas 48 " |
Untere 1. Maas 48 " |
St. Thomas Fundgrube 48 " |
David ufe 3. Linien Fundgrube 48 " |
------------| 288
|-------
| 1950½
| Kuxe.
Hiernächst verbliebene Summe trage her | 1950½
Nach Wilhelm Mohre Fundgrube die untere |
2. Maas 48 Kuxe.|
Junge Rappolt Fundgrube 48 " |
Alte Rappolt Fundgrube 48 " |
Heilige Creutz Fundgrube 48 " |
------------| 192
Heilige Dreifaltigkeit Fundgrube 65 " |
untere nechste Maas 65 " |
Kalbe Fundgrube 65 " |
Obere 1. Maas 65 " |
Untere 1. Maas 65 " |
2. Maas 65 " |
Gnadenbrunnen Fundgrube 65 " |
St. Anthonus Fundgrube 65 " |
Untere 1. Maas 65 " |
Untere 2. Maas 65 " |
Hoffnung Fundgrube 65 " |
------------| 715
Sorge Gottes, beim Heber Fdgrbe. 43⅔ " |
Obere 1. Maas 43⅔ " |
Obere 2. Maas 43⅔ " |
------------| 131
Peter Paul Fundgrube 54 " |
Untere 1. Maas 54 " |
2. Maas 54 " |
3. Maas 54 " |
St. Michael Fundgrube 54 " |
Naßerott Fundgrube 54 " |
Junge Peter Paul Fundgrube 54 " |
Agatha Fundgrube 54 " |
------------| 432
St. Michael in der Schlehm Fundgrube | 128
----------- |
Himmelfahrt am Fürstenberge Fundgrube 64 " |
Obere 1. Maas 64 " |
Untere 1. Maas 64 " |
Obere 2. Maas 64 " |
Erbstolln 64 " |
------------| 320
|-------
| 3868½
| Kuxe.
Hierneben bestehende Summe | 3868½
Rosenkränzer Stolln am Rosenberge | 25⁷/₁₂
Alte St. Anna Fundgrube 42⅔ Kuxe.|
Neue St. Anna Fundgrube 42⅔ " |
Untere nechste Maas 42⅔ " |
Gnade Gottes Fundgrube 42⅔ " |
Daniel Fundgrube 42⅔ " |
Obere 1. Maas 42⅔ " |
2. Maas 42⅔ " |
3. Maas 42⅔ " |
Untere 1. Maas 42⅔ " |
2. Maas 42⅔ " |
3. Maas 42⅔ " |
Heiligen Christ Fundgrube 42⅔ " |
Obere nechste Maas 42⅔ " |
Untere nechste Maas 42⅔ " |
St. Wenzel Fundgrube 42⅔ " |
Zoppschuh Fundgrube 42⅔ " |
Mohren Fundgrube 42⅔ " |
------------| 725⅓
Siebenschlem Fundgrube 55½ " |
Obere 1. Maas 55½ " |
Untere 1. Maas 55½ " |
2. Maas 55½ " |
3. Maas 55½ " |
4. Maas 55½ " |
Maria Magdalena Fundgrube 55½ " |
Obere 1. Maas 55½ " |
2. Maas 55½ " |
Untere 1. Maas 55½ " |
2. Maas 55½ " |
3. Maas 55½ " |
4. Maas 55½ " |
Türken Fundgrube 55½ " |
Sieben Höfer Fundgrube 55½ " |
Uf Siebenschleher Zug Fundgrube 55½ " |
------------| 888
|---------
| 5507⁵/₁₂
| Kuxe.
Verbliebene Summe trage anhero | 5507⁵/₁₂
Lamb Gottes Fundgrube 64 Kuxe.|
Osterlamb Fundgrube 64 " |
Untere nechste Maas 64 " |
------------| 192
Alten Schaffstaller Fundgrube 23 " |
Obere nechste Maas 23 " |
Untere nechste Maas 23 " |
Jungen Schaffstaller Fundgrube 23 " |
Nechste Maas 23 " |
Star. Kennmanns Fundgrube 23 " |
Gregori Fundgrube 23 " |
St. Jacob Fundgrube 23 " |
Alte Mohren Fundgrube 23 " |
1. Maas 23 " |
Junge Mohren Fundgrube 23 " |
Michaelis Fundgrube 23 " |
------------| 276
Adam Höber Fundgrube 16 " |
Obere 2. Maas 16 " |
Untere nechste Maas 16 " |
Obere 3. Maas 16 " |
Neujahr Fundgrube 16 " |
Dorothea Fundgrube 16 " |
Wieder Kehrung Fundgrube 16 " |
St. Oß-Waldt Fundgrube 16 " |
Obere nechste Maas 16 " |
------------| 144
|
Gesellschafter Zugke, als: |
|
St. Martin Fundgrube 16 " |
St. Michael Fundgrube 16 " |
Feldt Reß Fundgrube 16 " |
St. Jacob Fundgrube 16 " |
Untere 1. Maas 16 " |
2. Maas 16 " |
3. Maas 16 " |
4. Maas 16 " |
------------|---------
~Lat.~ 128 | 6119⁵/₁₂
| Kuxe.
Unten stehende Summe anhero | 6119⁵/₁₂
Dann Gesellschafter Zugke 128 Kuxe.|
Fastnacht Fundgrube 16 " |
Zwickische Fundgrube 16 " |
Obere 1. Maas 16 " |
2. Maas 16 " |
Naßius Fundgrube 16 " |
Untere 1. Maas 16 " |
2. Maas 16 " |
----------------| 240
Elisabeth beim Weißhäubtel Fundgrube 14 " |
Obere nechste Maas 14 " |
Einer Wasserlaufft 14 " |
----------------| 42
Quergeschick Fundgrube 8 " |
1. untere Maas 8 " |
2. dergl. 8 " |
3. dergl. 8 " |
4. dergl. 8 " |
----------------| 40
Mauderer Fundgrube 4 " |
Obere nechste Maas 4 " |
Grüne Pürk Fundgrube 4 " |
Untere nechste Maas 4 " |
----------------| 16
St. Michaeler Maaßen, alß: |
1. nechste St. Michael Fundgrube 16 " |
2. Maas 16 " |
----------------| 32
Weiße Hirsch, Fundgrube beim Auerhammer 29 " |
1. Maas 29 " |
2. Maas 29 " |
Erbstolln 29 " |
----------------| 116
Brüderschaft am Magnetenbergk Fdgrbe. 128 " |
Sechs Brüder allda Fundgrube 122 " |
Ferner noch eine Fundgrube 122 " |
----------------| 372
|---------
| 6977⁵/₁₂
| Kuxe.
|
umbstehende Summe anhero | 6977⁵/₁₂
Christi Himmelfahrt über Muldenhammer |
Fundgrube 22 " |
St. Samuel Fundgrube 22 " |
Nechste 1. Maas 22 " |
2. Maas 22 " |
--------------| 88
Trost Ißrael in der Aue Fundgrube 66 " |
Obere 2. Maas 66 " |
3. Maas 66 " |
4. Maas 66 " |
5. Maas 66 " |
Nahe Irrgang, die obere 3. Maas 66 " |
4. Maas 66 " |
Carols Fundgrube, obere 3. Maas 66 " |
--------------| 528
Irrgang in der Aue Fundgrube 24 " |
Obere 1. Maas 24 " |
2. Maas 24 " |
Untere 1. Maas 24 " |
2. Maas 24 " |
Nach der Himmelfahrt Christi Fundgrube |
3. Maas 24 " |
4. Maas 24 " |
5. Maas 24 " |
6. Maas 24 " |
7. Maas 24 " |
--------------| 240
Himmelfahrt zur Aue, Fundgrube 16 " |
Nechste 1. Maas 16 " |
2. Maas 16 " |
--------------| 48
|---------
~Summa~ | 7881⁵/₁₂
|
Auer Hammer Zechen und Kuxe. |
|
St. Andreas am Lumbach, Fundgrube 128 Kuxe.|
Obere 1. Maas 128 " |
--------------|
zu übertragen 256 " |
| Kuxe.
Uebertrag 256 Kuxe.|
Obere 2. Maas 128 " |
Obere 3. Maas 128 " |
St. Johannes, Fundgrube allda 128 " |
------------| 640
St. Michael am Fellbach, Fundgrube 128 " |
Ritter St. Georgen, Fundgrube 128 " |
Frische Glück, Fundgrube 128 " |
Hoffnung, Fundgrube 64 " |
Untere 2. Maas 128 " |
3. Maas 128 " |
Nach St. Michael in Liganden 1. Fdgrbe. 128 " |
Untere 1. Maas 128 " |
2. Maas 128 " |
3. Maas 128 " |
4. Maas 128 " |
Ehrenfriedt, Fundgrube 128 " |
Obere 1. Maas 128 " |
2. Maas 128 " |
3. Maas 128 " |
Untere 1. Maas 128 " |
2. Maas 128 " |
3. Maas 128 " |
Margaretha, Fundgrube 128 " |
Obere 1. Maas 128 " |
Untere 1. Maas 128 " |
St. Veit, Fundgrube 128 " |
Obere 1. Maas 128 " |
2. Maas 128 " |
Untere 1. Maas 128 " |
2. Maas 128 " |
Wasserlauf --- " |
------------| 3264
|------
~Summa~ | 3904
| Kuxe.
Carlsfelder Zechen-Kuxe. |
|
St. Martin am Steinbach, Fundgrube 128 Kuxe.|
Untere 1. Maas 128 " |
Untere 2. Maas 128 " |
------------| 384
St. Margaretha, Fundgrube |
Untere 2. Maas 128 " |
3. Maas 128 " |
4. Maas 128 " |
------------| 384
St. Michael am Steinbach, Fundgrube |
Obere 4. Maas 128 " |
5. Maas 128 " |
6. Maas 128 " |
Stolln 64 " |
------------| 448
St. Martin am Hammerberge, Fundgrube 128 " |
Obere nechste Maas 128 " |
Untere nechste Maas 128 " |
Erbstolln 128 " |
------------| 512
St. Johannes am Brückenberge, Fundgrube 128 " |
Obere nechste Maas 128 " |
Untere nechste Maas 128 " |
Erbstolln 128 " |
------------| 512
St. Christoph am Rehhübel, Fundgrube 104 " |
Obere nechste Maas 104 " |
Untere nechste Maas 104 " |
------------| 312
St. Christoph am Steinbächel, Fundgrube 128 " |
Untere nechste Maas 128 " |
------------| 256
Drei Brüder am Rehhübel, Fundgrube 96 " |
Obere nechste Maas 96 " |
Untere nechste Maas 96 " |
Erbstolln 96 " |
------------| 384
|------
| 3192
| Kuxe.
~Trsprtirt~ | 3192
Maria Himmelfahrt am Rehehübel, Fundgrube 112 Kuxe.|
Obere nechste Maas 112 " |
Untere nechste Maas 112 " |
------------| 336
Streit der Hoffnung am Rehehübel, Fundgrube 96 " |
Obere nechste Maas 96 " |
Untere nechste Maas 96 " |
------------| 288
Neujahr bei Carlsfeld uf Zwitter, Fundgrube 94 " |
Obere nechste Maas 94 " |
Untere nechste Maas 94 " |
------------| 282
Neugebohren Kindel in Neudeckergrund, Fundgrube 128 " |
Obere nechste Maas 128 " |
Untere nechste Maas 128 " |
------------| 384
St. Bartholomäus am Riesenberge, Fundgrube 128 " |
Obere nechste Maas 128 " |
Untere nechste Maas 128 " |
------------| 384
Elisabeth, Fundgrube am Henneberg | 128
Hoffnung am Steinbach, Fundgrube 48 " |
Obere 2. Maas 128 " |
3. Maas 128 " |
------------| 304
St. Michael am Riesenberge, Fundgrube 96 " |
Untere 2. Maas 96 " |
Obere 2. Maas 96 " |
2. Maas 128 " |
3. Maas 128 " |
4. Maas 128 " |
------------| 672
Creutz Erhöhung am Hirschberge, Fundgrube 128 " |
------------|
|------
zu übertragen 128 " | 5970
| Kuxe.
Uebertrag 128 Kuxe.| 5970
Obere nechste Maas 128 " |
Untere nechste Maas 128 " |
------------| 384
St. Johannes am Brückenberge Fundgrube 128 " |
Obere nechste Maas 128 " |
Untere nechste Maas 128 " |
------------| 384
St. Nicolaus Fundgrube In Carlsfeldt 72 " |
Obere nechste Maas 72 " |
Untere nechste Maas 72 " |
------------| 216
300 Lachter Seeffengebürge | 128
Zeisig am Zeisiggesange, Fundgrube 128 " |
Obere 1. Maas 128 " |
Untere 1. Maas 128 " |
Obere 2. Maas 128 " |
Untere 2. Maas 128 " |
Obere 3. Maas 128 " |
Untere 3. Maas 128 " |
------------| 896
Heiligen Creutz, Fundgrube 128 " |
Obere 1. Maas 128 " |
Obere 2. Maas 128 " |
------------| 384
Fundgrube in der Weitterwiese uf Zwitter --- " |
Obere 2. Maas 128 " |
3. Maas 128 " |
Untere 2. Maas 128 " |
3. Maas 128 " |
------------| 512
Eisenhuth am Fastenberge Fundgrube 128 " |
Obere nechste Maas 128 " |
Untere nechste Maas 128 " |
------------| 384
Segen Gottes über der Weiderwiese, Fundgrube 72 " |
Obere nechste Maas 72 " |
Untere nechste Maas 72 " |
------------| 216
|------
zu übertragen | 9474
| Kuxe.
Uebertrag | 9474
Fröhlichs Zeche, Fundgrube | 16
Schwarze Bären, Fundgrube | 96
Schwarzen Bären Maas | 96
Rothe Löwen an der 9. Fundgrube 128 " |
Obere nechste Maas 128 " |
Untere nechste Maas 128 " |
------------| 384
St. Bartholomäus Fundgrube 32 " |
Obere nechste Maas 32 " |
Untere nechste Maas 32 " |
------------| 96
Glückauf, Valtin Ende Fundgrube 64 " |
1. Maas 64 " |
2. Maas 64 " |
------------| 192
Neujahr in Johanngeorgenstadt | ⅛
Vogelgesänger Stolln, daselbst | 16
Junge Sybilla am Rehehübel, Fundgrube 16 " |
Obere nechste Maas 16 " |
Untere nechste Maas 16 " |
------------| 48
Neujahrs Stolln | 96
6. Lehen Flöß ufn Graupenberge | 48
------------|
~Summa~ | 10562⅛
|
Schwefel-Hüttner Zechen und Kuxe. |
|
Vogelgesang über der Schwefelhütt, Fundgrube 128 " |
Untere nechste Maas 128 " |
------------| 256
Hoffnung zur Zschorlau, Fundgrube | 128
Roth Kübel ufn Hundshübel, Fundgrube | 128
St. Markus am Volkmannsbach, Fundgrube | 128
St. Johannes an der Holzecke, Fundgrube 64 " |
Obere nechste Maas 64 " |
Erbstolln 128 " |
------------| 256
|-------
~Summa~ | 896
| Kuxe.
Ellefelder Zechen und Kuxe. |
|
St. Christoph zu Schönbrunn, Fundgrube 128 Kuxe.|
Erste Maas 128 " |
Andere Maas 128 " |
------------| 384
Rothestrauß Fundgrube zu Schönbrunn 128 " |
Erste Maas 128 " |
Andere Maas 128 " |
------------| 384
Großestrauß Fundgrube zu Lauterbach 64 " |
Erste Maas 64 " |
Andere Maas 64 " |
------------| 192
Schwarze Strauß, Fundgrube allda | 128
St. Andreas, Fundgrube am Aelschachen 128 " |
Erste obere Maas 128 " |
Erste untere Maas 128 " |
------------| 384
Glückaufs Fundgrube am Heidenschachen 128 " |
Erste obere Maas 128 " |
Erste untere Maas 128 " |
------------| 384
Seegen Gottes Fundgrube zu Falkenstein 128 " |
Catharina Fundgrube zu Zöbitz 64 " |
------------| 192
|------
~Summa~ | 2048
~Summa Summarum~ Aller Bauenden und in Fristen Häldende Kux, alß:
Schneebergk und selbigen Bezirk 7881⁵/₁₂ Kux.
Hammerwerk Auer Hammmer 3904 "
Hammerwergk Carlsfeldt 10562⅛ "
Hammerwergk Schwefelhütt 896 "
Hammerwergk Ellefeldt 2048 "
----------------
Thutt 25291¹³/₂₄ Kux.
Kuxe.
Uebertrag 25291¹³/₂₄
Hierzu noch
St. Galle, Fundgrube in der Sauschwemm 64 Kux.
1. nechste Maas 64 "
2. nechste Maas 64 "
------------- 192
---------
~Summa~ 25483¹³/₂₄
Fußnoten:
[1] Im Jahre 1837 mit 7239 Einwohnern in 890 Häusern, ohne Militär und
ohne die Sträflinge im Arbeitshause.
[2] Im Laufe des vorigen Winters (von 1843--44) meldeten sich bei dem
Amtsfrohn in Schwarzenberg zwei angebliche Forststräflinge an, um ihre
Gefängnißstrafe zu verbüßen. Sie wurden beigesteckt, ließen sich eine
Zeit lang füttern und mußten später bekennen, daß sie gar nicht zu
den Sträflingen gehörten, sondern sich nur dafür ausgegeben hätten,
um gefüttert zu werden. Im Amte Grünhayn bat ein Sträfling, welcher
wegen Eigenthumsvergehen seine Strafzeit abgesessen hatte, den Beamten
dringend, daß er ihn nur noch 14 Tage im Arrest behalten möge, weil er
nicht wisse, was er zu Hause machen solle.
[3] Man sehe Schneebergs Chronik von Karl Lehmann Theil I. Pag. 6. Das
Silbererz wurde von Schneeberg nach Zwickau gefahren, wo bis zum Jahre
1510 die Münze war. Dies gab Veranlassung die Arme Ruh Silberstraße zu
nennen.
[4] Kobalt (in böhmischer Sprache kowlty, d. h. vererzt, erzartig) ist
das Mineral, aus welchem die Schmalte in ihren verschiedenen Qualitäten
nach bleibenden Mustern bereitet wird. Diese blauen Farben werden
hauptsächlich wegen ihrer Feuerbeständigkeit in den Porzellainfabriken
verbraucht.
[5] Im Jahre 1842 hatte Schneeberg in seinem Reviere 1530 Arbeiter,
von den Obersteigern abwärts gerechnet, und ein Ausbringen von 866,295
Thlr. 6 Gr.
[6] Nach Körners Nachrichten von Bockau heißt Eibenstock so viel als:
Hibanj, ein Aufstand, Aufsitz der auswandernden Völker, und -- stogk
-- ein Stand oder Stillstehen. Demnach ist ohne Zweifel Eibenstock
der Ort, auf welchem sich die Wenden niederließen und anbaueten, weil
ihre Freiheit und ihre heidnische Religion bedrohet waren, gleichwohl
aber zu Anfange des 12. Jahrhunderts zur christlichen Religion
bekehrt worden sind. Kein Ort im Erzgebirge trägt so viele Spuren
des wendischen Ursprunges an sich, als Eibenstock, wie die Namen:
Krottensee, Windisch-Wiesen, Windisch-Knok, Kunitzwald, Denitzgrund und
Wilzbach und viele andere lehren.
[7] Im Jahr 1546 erging, nach Oettels und Lehmanns Chroniken, ein
Befehl an den Hauptmann zu Schneeberg, in welchem Folgendes erfordert
wurde: »Was die Gebrechen des Ampts Schwarzenberg anlangen thut, in
denen wollen wir deiner Anzeigung nach, was die angemasten freien Höffe
und gueter, welche in vor zeitten gar umb ein geringes auch zum Teil
umbsonst, aus dem +Rittergut+ vngeburlicherweiß, erlangt sevn mugen
des Berichts gewertig sein, wie sie in irrer gelegenheit vnd umbkreis
besichtiget vnd befunden worden, sampt den bestendigen vrsachen, mit
was grundt, tittel vnd schein dieselben befunden; alsdann wollen wir
uns darauf nach gehabter notturfftiger erwegung auch vernehmen lassen,
damit den Sachen der pilligkeit nach abgeholfen werde.«
[8] Im Jahre 1537 soll Urban Männel das erste Haus erbauet, der Ort
selbst aber schon 1596 eine eigene Kirche erhalten haben, nachdem er
bis dahin nach Auerbach eingepfarrt war. Siehe Lehmanns Chronik.
[9] Die Staatswaldungen der sonstigen Kreisoberforstmeisterei zu
Schneeberg mit Grünhayn und Stollberg halten 61,000 Acker, aus welchen
jährlich ohngefähr 41,300 Klaftern geschlagen werden.
[10] ~Dr.~ Schmidt über die Zustände der Verarmung in Deutschland, ihre
Ursachen und die Mittel ihnen abzuhelfen. Zittau und Leipzig 1837.
Melchior Schüler, Geschichte des Landes Glarus, Zürich bei Schulthes
1836.
Weitere Anmerkungen zur Transkription
Offensichtlich fehlerhafte Zeichensetzung wurde stillschweigend
korrigiert.
Die Abbildungen wurden in das zugehörige Kapitel verschoben.
Korrekturen (der korrigierte Text ist in {} eingeschlossen):
Inhaltsverzeichnis: Burhardtsgrün → Burkhardtsgrün
{Burkhardtsgrün} 21
S. 2: sühnt → söhnt
Wie leicht {söhnt} sich hier nicht Jeder
S. 14: Kaffe → Kaffee
wo {Kaffee}, Kuchen und Windbeutel zu haben sind
S. 20: sogenante → sogenannte
die Aussicht auf das {sogenannte} Gebirge zu genießen
S. 21: aufdas → auf das
Fernsicht {auf das} sogenannte sächsische Sibirien
S. 25/26 doppelte Zeile gelöscht
{die Concurrenz bei der Wohlfahrtspolizei vorbehielt: denn das}
S. 26: Medicininalwaaren → Medicinalwaaren
Die Bereitung von {Medicinalwaaren} für den Olitätenhandel
S. 28: Nachwächter → Nachtwächter
was allerdings an Gellerts {Nachtwächter} erinnert
S. 31/32: Giebelseitender → Giebelseiten der
welchen die {Giebelseiten der} Häuser
S. 49 Muldenhammmer → Muldenhammer
Christi Himmelfahrt über {Muldenhammer}