58. _Wittichenau_ [1732], auf dem Marktplatz. Literatur wie bei
Nr. 40. Schlesische Heimatblätter, S. 404. Vollständige
Inschriften.
~c~) Meilenzeichen innerhalb und außerhalb Sachsens
59. _Ballendorf_ [1722] bei Bad Lausigk, Meilenobelisk, an der
Nebenstraße südlich der Kirche im Obstgarten. Sandstein.
60. _Bischofswerda_, Mittelstück mit Ortsangaben einer
Distanzsäule von 1724. Im Hermannstift aufbewahrt.
61. _Börnersdorf_ [1732], Viertelmeilenstein. An der
Dorfstraße. Sächsische Volkskunde 1902, S. 312.
62. _Breitenau_ [1732], Meilenobelisk. 400 Meter südlich des
Ortes an der Straße nach Fürstenwalde. Literatur wie bei
Nr. 61.
63. _Breitenau_ [1732], Viertelmeilenstein. Am Nordeingang des
Haarthewalds an der Straße nach Fürstenwalde.
64. _Crandorf_ [1725] bei Schwarzenberg. Meilenobelisk. An
der Straße nach Erla. Nördlich der Kirche. Inschrift:
Schwarzenberg-Grünhain 2 St. Stollberg 5 St. ¾. 1725.
Posthorn.
65. _Dippoldiswalde_, Viertelmeilenstein an der Altenberger
Straße. Wahrscheinlich verschleppt, da der Oberreitsche
Atlas östlich bei der Stadt eine Halbstundensäule zeigt.
Literatur wie bei Nr. 61.
66. _Dohna_, Viertelmeilenstein. An der Weesensteiner Straße,
nach 1910 neu aufgestellt und ergänzt.
67. _Klaffenbach_ [1723], Viertelmeilenstein, Bruchstück. Die
Platte ist neben dem als Bonifaziuskreuz bezeichneten
Sühnekreuz niedergelegt. Sie ist sicherlich verschleppt.
68. _Köttewitz_ [1730], Meilenobelisk an der Straße
Köttewitz–Eulmühle. Inschrift: Nach Töplitz 8½ St. 1730
Posthorn Dresden 4 St. Literatur: Sächsische Volkskunde
1902, S. 312 bis 315; Ruge in Über Berg und Tal, Band VII,
1902 bis 1905, S. 131.
69. _Oberwiesenthal_, Meilenobelisk, Oberteil zweieinhalb Meter
lang ohne Sockel. An der alten Straße zum neuen Haus,
hundert Meter unterhalb der neuen Kunststraße.
70. _Reichenbach i. V._ [1725], Meilenobelisk. An der alten
Poststraße von Schneeberg und Kirchberg, jetzt Feldweg.
Akten I des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz über
alte Steinkreuze. Abbildung in Mitteilungen des Sächsischen
Heimatschutz, 1922, Heft 1–3, S. 34.
71. _Reifland_ [1723], Meilenobelisk an der Straße zum
Eisenbahn-Haltepunkt Rauenstein-Lengefeld, beim ersten Gut.
Inschrift: 3 St. 3/8 n. Wolkenstein 5 St. 3/8 n. Freyberg
6 St. n. Annaberg.
72. _Reitzenhain_, Viertelmeilenstein. Sächsische Volkskunde
1902, S. 288.
73. _Röhrsdorf_ bei Chemnitz. Viertelmeilenstein an der
Wasserschänke.
74. _Rüdingsdorf_, Provinz Sachsen, Kreis Luckau.
Viertelmeilenstein, Bruchstück an der Kunststraße.
Photographie des Landratsamts Nr. 878 von 1919.
75. _Schwoosdorf_, Viertelmeilenstein. Bruchstück an der
alten Poststraße Kamenz-Königsbrück am Berghang kurz vor
Schwoosdorf. Gurlitt, S. 329.
76. _Steinbach_ [1725], Viertelmeilenstein.
Bruchstück. Sandstein. An der Kunststraße
Eibenstock-Johanngeorgenstadt, am Wegkreuz bei Kilometer
29,4. Beim Straßenbau 1914 neu aufgestellt.
77. _Wermsdorfer Staats-Forstrevier_, Halbmeilensäule (einziges
unbeschädigtes Stück, das obendrein noch am alten Platz der
früheren Poststraße steht). Auf Forstabt. 10.
78. _Wermsdorfer Staats-Forstrevier_, Viertelmeilenstein.
Akten des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz, betreffs
Kulturdenkmäler. Auf Forstabt. 25.
79. _Zeithainer Truppenübungsplatz_ [1722], Halbmeilensäule.
Bruchstück aus Sandstein. Früher auf dem
Artillerieschießplatz beim zerstörten Dorfe Gohrisch,
fünfzig Meter nördlich des Wegkreuzes der Kröbelner
Straße. 1919 durch den Kommandant, Major Kruse, an der
Planitzstraße vor dem alten Kommandanturgebäude im Waldpark
des einstigen Offizierkasinos aufgestellt und mit Ölfarbe
graugrün gestrichen. Inschrift: Hayn 4 St. 3/8 Posthorn
1722. Rückseite: Loßdorf 3 St. Posthorn 1722.
~B.~ Literaturverzeichnis der Postsäulen
~a~) Die Originalakten vom Jahre 1721 ff.
=Acta betr. die allergnädigst anbefohlene Anschaffung und Aufrichtung
derer steinern Postsäulen=
Unter Rep. XXXI liegen im _Hauptstaatsarchiv Dresden_ zusammen 83
Faszikel. Dazu zählen außer den im Distanzsäulenverzeichnis ~A~ 1 bis
38 einzeln angegebenen Nummern noch folgende 55 Orte, an denen heute
keine Säule vorhanden ist: Dippoldiswalde, Döbeln, Dresden, Elsterberg,
Frauenstein, Frankenberg, Gräfenhainichen, Grimma, Grünhain,
Grillenburg, Herzogswalde, Hohnstein, Hein, Hainichen, Hartha,
Königsbrück, Leipzig, Lommatzsch, Lausnitz, Lauterbach, Lengefeld,
Löbau, Mutzschen, Kloster Marienstern, Kloster Marienthal, Mittweida,
Meißen, Nossen, Öderan, Ölsnitz, Oschatz, Roßwein, Reichenbach,
Radeberg, Schwarzenberg, Schmiedeberg, Sachsenburg, Schneeberg,
Stollberg, Stolpen, Schöneck, Sayda, Wurzen, Wilsdruff, Wolkenstein,
Waldheim, Zschopau, Zöblitz, Zittau, Zwickau.
Ferner sind 1815 nach der Teilung der Kurlande noch weitere 55 Faszikel
an die _preußischen Provinzial Archive Magdeburg_ und _Berlin_
ausgeliefert worden. Dazu zählen die Städte im Distanzsäulenverzeichnis
~A~ 40 bis 57, sowie noch folgende 35 Orte oder Ämter, die heute
keine Säule mehr aufweisen: Dobrilugk, Düben, Dommitzsch, Herzberg,
Jessen, Kemberg, Liebenwerda, Luckau, Lausnitz, Lauterstein, Merseburg,
Neustadt a. O., Neukirchen, Naumburg a. Qu., Ortrand, Pforta, Ruhland,
Schlieben, Schilda, Sonnewalde, Suhl, Senftenberg, Schweinitz,
Tannstädt, Torgau, Tautenburg, Voigtsberg, Witten, Weyda, Weißenfels,
Zahna, Ziegenrück, Zabeltitz, Zeitz.
~b~) Schriftstellerische, bildliche und kartenmäßige Bearbeitungen
_Codex Augusteus_ von 1724, I, 1947, 1951, 2541 (steinerne an
Stelle der hölzernen Armensäulen zu setzen), 1955, 1956,
2541, 2543 (Beschleunigung unter Strafandrohung verlangt),
2542 (gegen Vergreifung und Bosheit, so darwider geübt
werden), 1958, 2544 (Strafe so sich daran vergreifen und
solche deformiert).
_Schramm_: Von denen Wege-Weisern, Armen-, und Meilensäulen.
Wittenberg 1726 (400 Seiten und Abbildungen).
Dr. _F. L. Becher_: Die Hundertjährige Jubelfeier der
Sächsischen Distanz- und Postsäulen, im Jahre 1822, sammt
einer Geschichte derselben. Chemnitz 1821 (54 S.).
Dr. _P. G. Müller_ im Archiv für Post und Telegraphie 1909,
S. 365. Die Kursächsischen Post- und Meilensäulen.
_Ledât_ ebenda 1912, S. 393. Alte Meilen- und Postsäulen im
Reichspostgebiete.
_Christian Lehmann_: Historischer Schauplatz deren natürlichen
Merkwürdigkeiten in dem Meißnischen Obererzgebirge. Leipzig
1699, S. 151.
_Schäfer_: Geschichte des sächsischen Postwesens. Dresden 1879,
S. 186.
_S. Ruge_: Die alten Meilensäulen. In: Über Berg und Tal, Band
VII (1902 bis 1905), S. 174.
Dr. _Bschorner_ in den Mitteilungen für Sächsische Volkskunde
1902, S. 312 bis 315.
_Aug. Schumanns_ vollständiges Staats-, Post- und
Zeitungs-Lexikon von Sachsen. Zwickau im Verlag der
Gebrüder Schumann 1824, Band XI, S. 173. (Notiz über
Zürner.)
_L. Schmidt_: Kurfürst August der Starke als Geograph. 1898.
Dr. _Kuhfahl_: Die kursächsischen Postmeilensäulen. Dresdner
Anzeiger vom 16. März 1919.
_Veredarius_: Das Buch von der Reichspost, S. 110. Allgemeine
Deutsche Biographie, Band 45, S. 511. (Über Zürner.)
_Aug. Böhland_: Schicksale der Oberlausitz und ihrer Hauptstadt
Budissin. 1831, S. 203. (Kurze Erwähnung der Postsäulenidee
Augusts des Starken.)
Dr. _E. Herzog_: Chronik der Kreisstadt Zwickau 1845, II.
Teil, Jahresgeschichte, S. 592 ff. (Bericht über vier
Distanzsäulen und die Meilensäulen des Weichbildes.)
_Carl Sam. Hoffmann_: Historische Beschreibung der Stadt, des
Amtes und der Diöcese Oschatz 1813, S. 171. (Erwähnung der
drei Distanzsäulen von 1724).
_Max Engelmann_: Die Wegmesser des Kurfürsten August von
Sachsen. In den Mitteilungen aus den Sächsischen
Kunstsammlungen, Jahrgang VI, S. 11.
_Fickert_: Das Landstraßenwesen im Kr. Sachsen bis um das Jahr
1800. Im Archiv für Post und Telegraphie 1913 (Nr. 13 und
14) S. 37. (Kurze Erwähnung der Postsäulen.)
_F. G. Leonhardi_: Handbuch für Reisende durch die Sächsischen
Lande, 1796.
_K. Wertheim_: Reise durch Kursachsen 1793 bis 1794.
_Johann Eschert_: Post Secretarius in Leipzig. Chur. Sächs.
Post Cours, in welchem enthalten, wie alle reutend und
fahrende Ordinar Posten in der berühmten Handelsstadt
Leipzig 1703.
_D. E. Schmidt_: Auf der alten Leipziger Poststraße. In
Kursächsische Streifzüge 1912, Band IV, S. 287, 288 ff.
Dr. _A. Pätzold_, Halle 1916: Die Entwicklung des Sächsischen
Straßenwesens von 1763–1831.
_Saxonia_: Museum für Sächsische Vaterlandsfreunde von Dr.
Sommer. Dresden 1835, Band IV, S. 61. Abbildung der
Esplanade in Leipzig (jetzt Königsplatz) mit Distanzsäule.
_Gemälde von Canaletto_ in der Dresdner Staatsgalerie:
Nr. 611: Die ehemaligen Festungswerke zu Dresden.
(Distanzsäule von 1722 am heutigen Postplatz.)
Nr. 622: Die Breitegasse zu Pirna.
(Distanzsäule, die heute an der Promenade steht.)
Nr. 627: Pirna vom rechten Elbufer.
(Distanzsäule am Elbtor.)
_Kupferstich_ ~Vue de Nossen près de Meissen~ von Carl Aug.
Richter (Kupferstichkabinett Dresden) zeigt gegenüber dem
Nossener Schloß am rechten Muldenufer eine Halbmeilensäule.
_Neue Chur-Sächsische Post Charte_ von Magister _Ad. Fr.
Zürner_. Erste Auflage gegen 1700, zwei spätere Auflagen
bis 1730. Postwege und Postorte aber nirgends Postsäulen.
_Atlas Saxonicus_ von Schlenk, 1775 (keine Postsäulen).
_Geographische Delineation_ der Gegend zwischen Dresden und
Meißen nebst den dabey befindlichen Postsäulen. Titelblatt
in Schramms Buch von denen Wege-Weisern, Armen- und
Meilensäulen 1726.
_Müllers Postkarte_ von 1824. (Keine Postsäule.)
_Oberreitscher Landesatlas_ 1821 bis 1850. Postmeilensäulen an
den Straßen sind in den älteren Blättern Freyberg, Stolpen,
Altenberg, Chemnitz, Zittau, Schwarzenberg, Großenhain,
Dresden lückenhaft aufgenommen, in den übrigen aber nicht
verzeichnet.
_Joh. Hernleben_: Pässe des Erzgebirges, Berlin 1911.
_Abbildungen_ 1–8 nach Photographien von Dr. Kuhfahl.
Fußnoten:
[1] Siehe das angefügte Literaturverzeichnis ~B~, ~a~.
[2] Akten des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz Nr. 941.
[3] Gurlitt, Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und
Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, Band Leipzig,
S. 393.
[4] ~Dr.~ Emil Herzog, Chronik der Kreisstadt Zwickau, II.
Teil, Jahresgeschichte, Seite 592.
[5] Historische Beschreibung der Stadt Oschatz von Carl Samuel
Hoffmann, 1843, Seite 171.
[6] Schmidt, Kursächsische Streifzüge ~B~ 4, Seite 298 ff.
[7] Über Berg und Tal, VII. Bd. 1902–1905, Seite 174.