~Vff sant Johans~ enthauptung, ein vast subtil vnd hoch

verstendige predig, anzeigende grossen underscheid vnder schöpffen und

machen, got vnd gotheit, deß innern menschen und des eussern. Item

wie gott sich selber liebhat, vnd schmacket, vnd hierinn auch alle

creaturen. Anfengklich gesetzt vff die wort Christi +Matthei X.+

+Nolite timere eos qui corpus occidunt, animam autem occidere non

possunt.+ Nit förchtent die euch tödten wöllent etc. Waß blutt vnd

fleisch dem menschen guts oder böses bringen mög, wenn es wol oder

übel will.

Nit förchtent die euch tödten wöllent an dem leyb, die sel mögen sy

nit tödten. Wann geist tödt nit geist. Geist gibt dem geist leben. Die

euch tödten wöllent, das ist blut vnd fleisch.

Das da ist fleisch vnd blut, das stirbet mit einander. Das edelst das

an dem menschen ist, das ist blut wenn es wol wil. Aber es ist auch

das ergest an dem menschen so es übel wil. Gesiget aber das blut dem

fleisch an, so ist der mensch demütig, gedultig vnd keusch, vnd hat

alle tugent an im. Gesiget aber das fleisch dem blut an, so wirt der

mensch hoffartig vnd zornig vnd unkeusch, vnd hat alle vntugent an

im. Hie ist gelobt mein herr sant Johanß, der vmb der warheit willen

enthaubt ward (als wir heut begeend). Ich kan jn nit mer loben, gott

hat jn mer gelobt. || Nun bitt ich euch das ir eben vernemet, wann ich

wil sprechen, das ich nye gesprach. Do got geschuff hymel vnd erden

vnd alle creaturen, do würckte gott nit, er hat nit zu würcken, in im

was auch kein werck. Do sprach gott: Wir sollen machen einen gleichen,

das ist einen menschen der vns gleych sey. Schöpffen, das ist ein

leicht ding, das thut man, wenn man wil vnd wie man wil. Aber das

ich mach, das mach ich selb, vnd mit mir selber, vnd in mir selber,

vnd truck mein bild zumal daryn. Wir machen (spricht got) einen

gleychen, nit du vatter, noch du sun, noch du heiliger geist. Wir in

dem ratt der heiligen Tryualtigkeit, wir machent einen gleichen. ||

Do gott den menschen gemachet, do würckt er in der sel sein gleich

werck vnd sein würck werck vnd sein yemmer werendes werck. Das werck

was so groß das es anders nicht was, denn die seel, vnd die seel was

anders nit dann das werck gottes. Gottes natur vnd sein wesen vnd

sein gotheit die hangent daran, das er muß würcken in der seel, (Gott

segen, gott segen) da gott würcket in der seel, da liebet er sein

werck. Wo ist nun die seel, da gott sein werck inn würcket? Das werck

ist so groß das es anders nit ist dann die liebe, vnd die liebe ist

anders nit dann gott. Gott der liebet sich selber vnd sein natur vnd

sein wesen vnd sein gottheit. In der liebe, da sich gott inn liebet,

da inn liebhat er auch alle creaturen. Mit der liebe, da sich gott

inn liebet, da liebhat er auch alle creaturen, nit als creaturen

sonder creaturen als gott. In der liebe da sich gott inn liebhat,

da liebhat er alle ding (Gott segen, gott segen). Nun bit ich euch,

das ihr vernement Ich wil sprechen, das ich nye me gesprach. Gott

schmackt im selber, vnd in dem schmack, da sich gott inn schmacket,

da inn schmacket er alle creaturen. Mit dem schmack da sich gott inn

schmacket, da schmacket er alle creaturen nit als creaturen, creaturen

als got. In dem schmack da sich got inn schmacket da schmacket er alle

ding.

Nun merckent: Alle creaturen haben iren lauff vff ir höchste

volkommenheit. Nun bitt ich euch das ir vernement (Bey der ewigen

warheit vnd bei yemmerwerender warheit vnd bey meiner sel) ich wil

sprechen das ich nye me gesprach. Gott vnd gotheit hat vnderscheid

als verr, als himel vnd erde. Ich sprich me Der inner mensch vnd der

eusser mensch die habent als verr vnterscheid als hymel vnd erd. Got

der hat vil tausent mal meilen darob. Gott der wirt vnd entwirt. Nun

komm ich wider vff mein red. Gott schmacket im selber an allen dingen.

Die sonn wirfft auß iren liechten scheyn vff alle creaturen, vnd da

die sonn iren scheyn vffwürfft, das zeucht sy in sich, vnd verleurt

doch nit ir scheinlikeit. Alle creaturen verzeihent sich irs lebens

vff ir wesen. Alle creaturen die tragent sich in mein vernunfft,

das sy in mir vernünfftig seyent. Ich allein bereytt alle creaturen

wider in Gott. || (Wartent was ir alle thunt.) Nun komm ich wider vff

mein innern menschen vnd vff mein eussern menschen. Ich sich offt

die gylgen vff dem velde vnd iren liechten scheyn an ir farb vnd an

alle ir bletter, aber ir schwelge der sihe im nit. Warumb? Da ist der

schwelg in mir, aber das ich sprich das ist in mir, vnd ich sprich

es auß mir. Alle creaturen die schmacken meinen eussern menschen als

creaturen, wein als wein, brot als brot, wein vnd fleisch etc. Aber

mein inner mensch schmacket nit als creaturen, mer als gaben gottes.

Aber mein innerster mensch, der schmacket nit als gaben gottes, dann

als ye vnd yemmer. || Ich nimm ein beckin mit wasser vnd leg daryn

ein spiegel, vnd setz es vnder das rad der sonnen, so würfft die sonn

auß iren liechten scheyn auß dem rad vnd aus dem boden der sonnen,

vnd vergeet doch nit. Das widerspilen deß spiegels in der sonnen, das

ist in der sonnen sonn, vnd sy ist doch das sy ist. Also ist es vmb

gott. Gott ist in der sel mit seiner natur vnd mit seinem wesen vnd

mit seiner gottheit, vnd er ist doch nit die sel. Das widerspilen der

seel das ist in gott gott, vnd sy ist doch das sy ist. Gott der wirt

da alle creaturen Gottes sprechen, da wirdt Gott. || Do ich stund

in dem grund der gottheit vnd in dem boden der gottheit vnd in dem

refier der gottheit vnd in dem quell der gottheit, do fragte mich

niemant was ich wolt oder was ich thet, do was da niemant der mich

fragte. Do ich floß, do sprachent alle creaturen got. Fragte man mich

Bruder Eckart, wannen giengen ir ausserm hauß, da was ich da inn.

Also sprechent alle creaturen von gott. Vnd warumb sprechent sy nit

von der gottheit? Alles das in der gottheit ist, das ist ein, vnd

dauon ist nit zu sprechen. Gott der würcket der gotheit nit. Sy hat

auch nit zu würckende, in ir ist auch kein werck. Gott vnd gottheit

hat vnderscheid an würcken vnd an nit würcken, sy geluget nye vff

kein werck. Wenn ich komm wider in got, bild ich da nit, so ist mein

durchbrechen vil edler denn mein außfluß. Ich allein, ich bring alle

creaturen auß ir vernunfft in mein vernunfft, das sy in mir ein seind.

Wenn ich komm in den grund der gottheit vnd in den boden der gottheit

vnd in das refier der gotheit, vnd in den quall der gottheit, so

fraget mich niemant, wannen ich komm, oder wo ich sey gewesen, da

vermisset mein niemant, das entwürt.

Wer dise predig hat verstanden, dem gönn ichs wol. Wer hie niemant

gewesen ich müßt sy disem stock geprediget haben. Es seind etlich arm

leüt, die kerent wider heim vnd sprechen: Ich wil sitzen vff ein statt

vnd wil essen mein brot vnd dienen gott. Ich sprich bey der ewigen

warheit, das die leüt verirret müssent bleiben, noch nyemmer eruolgen

noh erkriegen, das die andern eruolgen die gott nachuolgent in armut

vnd in elendigkeit. Das wir diß erlangen, deß helff vns got, Amen.

[Illustration]

Im Verlag von ~Friedrich Perthes~ ist neu erschienen:

=Helfferich=, die Geschichte der christlichen Mystik in ihrer

Entwickelung und in ihren Denkmalen. 2 Thle. 5 Thlr.

~Johannes Tauler~ von Straßburg. Beitrag zur Geschichte der

Mystik und des religiösen Lebens im 14. Jahrhundert, von =Carl

Schmidt=, Professor in Straßburg. 1-1/2 Thlr.

Unter den bedeutenden Namen, sagt in seiner Vorrede der Verfasser,

welche aus dem Mittelalter auf uns herübergekommen sind, ist der Name

Johannes Tauler's einer der bekanntesten und geachtetsten. Seit fünf

Jahrhunderten haben die Schriften dieses Lehrers Tausenden von Menschen

Trost und Erbauung verschafft; sein Leben aber war bisher wenig

bekannt, und dieß Wenige selbst war zum Theil unsicher und zweifelhaft.

Der Verfasser, der sich schon längst mit der mystischen Theologie

des Mittelalters beschäftigt, gibt nun hier eine, großentheils aus

ungedruckten und bisher unbenutzten Quellen geschöpfte Darstellung

von Tauler's Leben und Lehre. Als Anhang folgt eine Abhandlung

über den noch so wenig bekannten und doch so merkwürdigen Verein

der Gottesfreunde, die der Verfasser in kirchliche und häretische

unterscheidet. Auch die Beilagen werden manchem Leser willkommen

seyn; es sind Documente zur Geschichte des religiösen Volksgeistes im

vierzehnten Jahrhundert. Durch die Art, wie der Verfasser seinen Stoff

behandelt hat, wird sein Buch nicht bloß für den Geschichtsforscher und

den Theologen, sondern auch für den Laien Interesse haben.

~Reformatoren vor der Reformation~, vornehmlich in Deutschland

und den Niederlanden, geschildert von =C. Ullmann=.

1. Theil: ~Johann von Goch~ und ~Johann von Wesel~ nebst

reformatorischen Männern ihrer Umgebung.

2. Theil: ~Johann Wessel~.

Dieses Werk, veranlaßt durch das Bedürfniß einer neuen Auflage

der Monographie des Verfassers über Johann Wessel, den Vorgänger

Luther's, ist jetzt zu einer umfassenden Darstellung der verwandten

reformatorischen Männer im 14. und 15. Jahrhundert geworden. Es

beschäftigt sich vorzugsweise mit den minder bekannten, aber zum

Theil in ihrem Denken und Wirken höchst gewichtigen Vorläufern

der Reformation und zwar ausschließlich in Deutschland und den

Niederlanden, verliert aber dabei auch das Ganze dieser großen

Vorbereitungszeit nie aus dem Auge und sucht aus den geistigen

Elementen derselben die Reformation sowohl zu erklären als zu

rechtfertigen. »Der Stoff des ganzen Werkes -- mit diesen Worten

spricht sich der Verfasser selbst in der Vorrede aus -- vertheilt sich

so, daß im ersten Bande vorzugsweise vom Bedürfniß der Reformation mit

Beziehung auf die herrschenden Verderbnisse gehandelt wird, im zweiten

von den positiven Vorbereitungen und Ansätzen zur Reformation. Und

zwar besteht jeder Band wieder aus zwei Büchern, deren jedes einen

oder mehrere repräsentative Männer zum Mittelpunkte hat; im ersten

Buche zeigt uns Johann von Goch die Nothwendigkeit der Reformation in

Beziehung auf den innern Gesammtgeist der Kirche, im zweiten Johann

von Wesel und einige seinem Kreise angehörigen Männer in Betreff der

besondern kirchlichen Verderbnisse; das dritte Buch macht in den

Brüdern vom gemeinsamen Leben, sowie in den nieder- und oberdeutschen

Mystikern das praktische und populäre Hinwirken auf die Reformation

anschaulich, und das vierte stellt in Joh. Wessel die ausgebildetste

reformatorische Theologie vor der Reformation dar. Ich habe mit Goch

begonnen, weil es sich bei ihm besonders um die Beurtheilung des

innersten Geistes und Wesens der Kirche im Ganzen handelt; als eine

in sich concentrirte, ruhige Natur lebt Goch vorzugsweise in der

Betrachtung und gibt wenig Stoff für die äußere Kirchengeschichte;

dafür möge dann das Interesse, das er für die Ausbildung der

reformatorischen Gedanken und Principien hat, entschädigen; Wesel

dagegen führt schon mitten ins kirchliche Leben hinein, und bei ihm

haben wir auch noch mehrere andere Männer zur Schilderung gebracht,

die sich wacker in der Kirche durchgekämpft haben; zugleich kommt

hier Manches zur Geschichte der Universitäten und des theologischen

Studiums in damaliger Zeit vor, was für die genauere Kenntniß jener

Uebergangsperiode nicht unwichtig ist; auch wird man, wie ich hoffe,

den in einer Zugabe zum ersten Bande enthaltenen Beitrag zur Aufhellung

der Anfänge des Bauernkrieges nicht ohne Theilnahme lesen. Ein erhöhtes

Interesse jedoch verspreche ich mir für den zweiten Band, theils wegen

der reicheren Mannichfaltigkeit, theils wegen der größeren positiven

Wichtigkeit der behandelten Personen und Gegenstände: die Brüder vom

gemeinsamen Leben sind eine der liebenswürdigsten Erscheinungen in der

Geschichte des geistigen Lebens. Gerhard Groot und Thomas von Kempen

nehmen schon durch ihre Namen allgemeine Theilnahme in Anspruch, die

deutschen Mystiker sind in ihrer Beziehung zur Reformation von hoher,

bisher noch nicht zureichend gewürdigter Wichtigkeit, und Wessel's

Theologie braucht man auch nur oberflächlich zu kennen, um ihn für

den Vorgänger Luther's im eminenten Sinne zu halten. Schon aus diesem

Ueberblick wird man ersehen, daß Vieles, was bisher wenig beachtet war,

ins Licht gestellt, Anderes, was wenigstens in dieser Verbindung nicht

betrachtet worden, zur Reformation in die gehörige Beziehung gebracht

ist. Zugleich wird der Kirchenhistoriker vielfach neuen Stoff finden

aus seltenen Druck- und Handschriften, die dem Verfasser zugänglich

waren.

Die heilige Leidensgeschichte und die stille Woche von =Christian

Carl Josias Bunsen=. Zwei Abtheilungen. Die Liturgie der stillen

Woche mit Vorwort. 8. 1-1/4 Thlr.

Je mehr sich von verschiedenen Seiten das Bedürfniß einer organischen,

auf festen Principien gegründeten Ausbildung des Cultus in der

evangelischen Kirche geltend macht, desto dankenswerther ist

jeder Versuch, diesem Bedürfnisse nicht bloß durch Darlegung rein

subjectiver Anschauungen und Vorschläge, sondern auf dem Wege gründlich

historisch-ästhetisch-theologischer Wissenschaft abzuhelfen. Der

Verfasser vorgenannter Schrift, der schon durch manche schätzenswerthe

Arbeiten den Ernst seiner Forschung, richtigen Tact und historischen

Sinn in der Wissenschaft der Liturgie bewährt hat, legt uns hier den

praktischen Versuch einer liturgischen Anleitung vor, zur würdigen

Feier der heiligsten Zeit des Kirchenjahres, der stillen Woche, in die

ja »der Wendepunkt der Weltgeschichte in ihrem höchsten Sinne als der

Geschichte Gottes auf Erden« fällt.

Praktischer Commentar über den ~Jesaja~ mit exegetischen und

kritischen Anmerkungen von =F. W. C. Umbreit=. 2 Theile. 2-1/4

Thlr.

Was der Verfasser in seinen früheren Commentaren, besonders über

das Buch Hiob und die ~Sprüche Salomo's~, für die Befriedigung

der kritisch-wissenschaftlichen Anforderung, in seiner späteren

»Uebersetzung und Erklärung auserlesener ~Psalmen~« zur christlichen

Erbauung aus dem alten Testamente in geschiedener Weise zu leisten

gesucht, wird dem Leser in diesem angefangenen Werke über die

~Propheten~ des alten Bundes in einer praktischen Vereinigung

geboten. Man hat den Verfasser öfters mit ~Herder~ zusammengestellt,

und von einem poetischen Gesichtspunkte aus betrachtet, dürfte man

gegenwärtige Schrift gar wohl als die längst gewünschte Fortsetzung

von dem berühmten »Geiste der hebräischen Poesie« ansehen, aber der

unparteiisch Prüfende wird dieselbe philologisch-kritisch gründlicher

und dogmatisch-christlich bestimmter finden. Das Werk scheint einem

lebhaft gefühlten Bedürfnisse der Zeit entgegenzukommen. Der praktische

Theolog wird sich beim Gebrauche desselben auf wissenschaftlichem Boden

erkennen, und der gelehrte Exeget von einem lebendig-religiösen Geiste

ergriffen fühlen.

~Die heiligen Geschichten des Alten Testaments~ nach ihrem Geiste

dargestellt, in welchem sie innerlich wollen erlebt seyn, zur Lehre

und Erbauung für Lehrer, Eltern etc., von =Chr. Fr. Georgi=. 2

Thle. ~Hamburg~ und ~Gotha~, Verlag von ~Friedrich~ und

~Andreas Perthes~. 1-3/4 Thlr.

~Christliche Apologetik.~ Von +Dr.+ =Carl Heinrich

Sack=. Zweite sehr umgearbeitete Ausgabe. 2 Thlr.

Diese nach mehr als zwölf Jahren seit der ersten erscheinende

zweite Ausgabe behält die frühere Richtung des Buchs: Auffassung

des Christenthums als der weder in Philosophie noch in Geschichte

aufzulösenden wahren Religion durch Philosophie und Geschichte, bei.

Die leitenden Begriffe werden in einem neu hinzugekommenen allgemeinen

Theile begründet, in welchem die Religion als Idee, als Thatsache und

als Vermittelung der Idee und Thatsache dargestellt wird. Die früheren

fünf Grundbegriffe sind demgemäß unter drei zusammengefaßt, welche den

drei Hauptabschnitten des besondern Theils vorstehen: Positivität, Heil

und Vollendung. Unter diesem letztern Abschnitte sind die Begriffe

Gemeine und heil. Schrift mit dem zu ihnen gehörigen Stoffe behandelt.

Ueber zwei Drittheile des Buchs sind mit Rücksicht auf neuere

Entwickelungen und Einwürfe neu ausgearbeitet.

=A. Neander=, Geschichte der Pflanzung und Leitung der

christlichen Kirche durch die ~Apostel~. 2 Theile. ~Dritte~

vermehrte Auflage. 3-5/6 Thlr.

=A. Tholuck=, Predigten über die Hauptstücke des christlichen

Glaubens und Lebens. ~Zweite~ unveränderte Auflage. 2 Theile.

3-1/2 Thlr.

=H. Ritter=, Geschichte der ~christlichen~ Philosophie. 1.

und 2. Theil. 5 Thlr.

=Friedrich Hurter=, Geschichte Papst Innocens III. und seiner

Zeitgenossen. 4 Thle. 3-1/3 Thlr.

=G. C. H. Stip=, Beleuchtung der Gesangbuchsbesserung. 1. Abthl.

1-1/2 Thl.

=C. Ullmann=, über die Sündlosigkeit Jesu. 4. Aufl. 1 Thlr.

=Theod. Schwarz=, Sonntagsgespräche über christliche Erziehung.

Ein Volksbuch. 1 Thlr.

Fußnoten:

[1] Suso's Leben und Schriften, herausgegeben von Diepenbrock. Mit

einer Einleitung von J. Görres, Regensburg, 1837.

[2] Dieser Aufsatz findet sich in seiner Schrift: »Zur Geschichte der

deutschen Litteratur.« Königsberg, 1836.

[3] +Echard's und Quetif's Scriptores ordinis praedicatorum, Par. 1719.

fol. T. I. pag. 507+, und Carl Schmidt's Untersuchung über Eckart in

Ullmann's und Umbreit's theologischen Studien und Kritiken 1839, 3tes

Heft.

[4] Die wenigen an und für sich unbedeutenden biographischen Notizen

können nachgesehen werden in der Einleitung zur neuen Frankfurter

Ausgabe von Taulers Predigten (1826), in Diepenbrock's »Suso's Leben

und Schriften« und in Engelhardt's »Richard von St. Victor und Johannes

Ruysbroock.« (Erlangen, 1838.)

[5] Münscher's Dogmengeschichte. 3te Auflage. 2ter Hälfte 1ste Abth.

309.

[6] Gerson handelt hierüber ausführlich in seiner +epistola ad fratrem

Bartholomeum Carthusiensem+.

[7] Gieseler, Kirchengesch. Bd. 2. Abth. 2. 3te Aufl. 409. Möhler's

neue Untersuchungen der Lehrgegensätze zwischen den Katholiken und

Protestanten, Excurs über Amalrich von Bena. +pag.+ 435.

[8] +Negabant resurrectionem corporum dicentes nihil esse Paradisum

neque infernum, sed qui haberet cognitionem dei in se, quam ipsi

habebant, habere in se Paradisum.+ Cäsar Haisterbach bei Möhler, neue

Unters. 443.

[9] Gieseler, 627.

[10] Ebendas. 629.

[11] Die Bulle gegen Eckart findet sich ausführlich bei +Raynaldus ad

annum+ 1329; das Wichtigste ist von Gieseler und Schmidt mitgetheilt.

[12] Münscher, Gieseler, Hase.

[13] Er (Eckart) hat aller Wahrscheinlichkeit nach nur ~insgeheim~ der

Secte angehört. Stud. u, Krit. 1839, 3s H. 667.

[14] Von diesen wollen wir nur Art. 26 ausheben: +Omnes creaturae sunt

unum purum nihil; non dico quod sint quid modicum vel aliquid, sed quod

sint unum purum nihil+; und Art. 21: +pater generat me suum filium;

quidquid deus operatur, hoc est unum, propter hoc generat me suum

filium sine omni distinctione+.

[15] Vielleicht finden sie sich auch in der Hamburger Ausgabe, 162(5)?

[16] Seine Schriften von Schmidt nah Trithemius angeführt. In Docen's

Miscellanea zur Geschichte der deutschen Litteratur, München 1809.

1. B., findet sich von einem unbekannten Mystiker des 14ten Jahrh.

ein Tractat über die mögliche und wirkliche Vernunft, der mehrere

Citate von Eckart enthält. -- Ueber die Schriften Taulers und Suso's

vergleiche man die Einleitungen zu den angeführten Ausgaben.

[17] Armuth ist eine Gleichheit Gottes. Was ist Gott? Gott ist ein

abgeschieden Wesen von allen Creaturen. Ein frei Vermögen. Ein lauter

Würken. Also ist Armuth ein abgeschieden Wesen von allen Creaturen. Was

ist abgeschieden? Das an Nichts haftet. Armuth haftet an Nichts und

Nichts an ihm. Tauler's Nachfolge des armen Lebens Jesu Christi. 1.

[18] Hegel's Aesthetik. 1. B. 474. Tholuck's Blüthensammlungen zur

orientalischen Mystik.

[19] So in seinem Werke von der himmlischen Hierarchie. Vgl.

~Engelhardt~, die angeblichen Schriften des Areopagiten Dionysius.

[20] +Bonaventura's itinerarium mentis+, die Einleitung.

[21] Engelhardt, Johannes Ruysbroock, +pag.+ 226.

[22] Diese Wendung findet sich häufig bei Tauler, besonders in seinen

Weihnachtspredigten.

[23] Tauler Pr. 2. B. 73: Kinder, ihr sollt nicht nach großen, hohen

Künsten fragen. Gehet einfältig in euern Grund inwendig und lernet

euch selber im Geist und in Natur erkennen, und fragt nicht nach der

Verborgenheit Gottes, von seinem Ausfließen und Einfließen von dem Icht

in das Nicht, und dem Funken der Seele in der Istigkeit, denn Christus

hat gesprochen: Euch ist nicht Noth zu wissen von der Heimlichkeit

Gottes. Darum sollen wir einen wahren, ganzen, einfältigen Glauben

halten.

[24] Man vergleiche das tadelnde Wort des Apostels Kol. 2, 19: »οὐ

κρατῶν τὴν κεφαλήν, ἐξ οὗ πᾶν τὸ σῶμα.«

[25] Wie er beging den Maien, +pag.+ 25.

[26] Diese Schilderung findet sich außer an anderen Stellen in der

Frankfurter Ausgabe von Tauler 1720, als ein Anhang zur +medulla

animae+. Aus inneren Gründen scheint sie Eckart anzugehören, welches

auch von dem vorhergehenden Capitel gilt, welches etliche kurze

Tischreden Eckart's enthält unter der Ueberschrift: Meister Eckart's

Wirthschaft von wahrhafter Armuth des Geistes.

[27] Von etlichen Visionen +pag.+ 15. Unter andern erschien ihm auch

der selige Meister Eckart.

[28] Man vergleiche z. B. die Entwickelung bei +Hollaz de gratia

inhabitante+.

[29] Proben vom ursprünglichen Styl Eckart's und Tauler's finden sich

nach alten Handschriften in Wadernagel's altdeutschem Lesebuch. Basel

1836.

Meister Eckart · 第 11 / 11 段