verstendige predig, anzeigende grossen underscheid vnder schöpffen und
machen, got vnd gotheit, deß innern menschen und des eussern. Item
wie gott sich selber liebhat, vnd schmacket, vnd hierinn auch alle
creaturen. Anfengklich gesetzt vff die wort Christi +Matthei X.+
+Nolite timere eos qui corpus occidunt, animam autem occidere non
possunt.+ Nit förchtent die euch tödten wöllent etc. Waß blutt vnd
fleisch dem menschen guts oder böses bringen mög, wenn es wol oder
übel will.
Nit förchtent die euch tödten wöllent an dem leyb, die sel mögen sy
nit tödten. Wann geist tödt nit geist. Geist gibt dem geist leben. Die
euch tödten wöllent, das ist blut vnd fleisch.
Das da ist fleisch vnd blut, das stirbet mit einander. Das edelst das
an dem menschen ist, das ist blut wenn es wol wil. Aber es ist auch
das ergest an dem menschen so es übel wil. Gesiget aber das blut dem
fleisch an, so ist der mensch demütig, gedultig vnd keusch, vnd hat
alle tugent an im. Gesiget aber das fleisch dem blut an, so wirt der
mensch hoffartig vnd zornig vnd unkeusch, vnd hat alle vntugent an
im. Hie ist gelobt mein herr sant Johanß, der vmb der warheit willen
enthaubt ward (als wir heut begeend). Ich kan jn nit mer loben, gott
hat jn mer gelobt. || Nun bitt ich euch das ir eben vernemet, wann ich
wil sprechen, das ich nye gesprach. Do got geschuff hymel vnd erden
vnd alle creaturen, do würckte gott nit, er hat nit zu würcken, in im
was auch kein werck. Do sprach gott: Wir sollen machen einen gleichen,
das ist einen menschen der vns gleych sey. Schöpffen, das ist ein
leicht ding, das thut man, wenn man wil vnd wie man wil. Aber das
ich mach, das mach ich selb, vnd mit mir selber, vnd in mir selber,
vnd truck mein bild zumal daryn. Wir machen (spricht got) einen
gleychen, nit du vatter, noch du sun, noch du heiliger geist. Wir in
dem ratt der heiligen Tryualtigkeit, wir machent einen gleichen. ||
Do gott den menschen gemachet, do würckt er in der sel sein gleich
werck vnd sein würck werck vnd sein yemmer werendes werck. Das werck
was so groß das es anders nicht was, denn die seel, vnd die seel was
anders nit dann das werck gottes. Gottes natur vnd sein wesen vnd
sein gotheit die hangent daran, das er muß würcken in der seel, (Gott
segen, gott segen) da gott würcket in der seel, da liebet er sein
werck. Wo ist nun die seel, da gott sein werck inn würcket? Das werck
ist so groß das es anders nit ist dann die liebe, vnd die liebe ist
anders nit dann gott. Gott der liebet sich selber vnd sein natur vnd
sein wesen vnd sein gottheit. In der liebe, da sich gott inn liebet,
da inn liebhat er auch alle creaturen. Mit der liebe, da sich gott
inn liebet, da liebhat er auch alle creaturen, nit als creaturen
sonder creaturen als gott. In der liebe da sich gott inn liebhat,
da liebhat er alle ding (Gott segen, gott segen). Nun bit ich euch,
das ihr vernement Ich wil sprechen, das ich nye me gesprach. Gott
schmackt im selber, vnd in dem schmack, da sich gott inn schmacket,
da inn schmacket er alle creaturen. Mit dem schmack da sich gott inn
schmacket, da schmacket er alle creaturen nit als creaturen, creaturen
als got. In dem schmack da sich got inn schmacket da schmacket er alle
ding.
Nun merckent: Alle creaturen haben iren lauff vff ir höchste
volkommenheit. Nun bitt ich euch das ir vernement (Bey der ewigen
warheit vnd bei yemmerwerender warheit vnd bey meiner sel) ich wil
sprechen das ich nye me gesprach. Gott vnd gotheit hat vnderscheid
als verr, als himel vnd erde. Ich sprich me Der inner mensch vnd der
eusser mensch die habent als verr vnterscheid als hymel vnd erd. Got
der hat vil tausent mal meilen darob. Gott der wirt vnd entwirt. Nun
komm ich wider vff mein red. Gott schmacket im selber an allen dingen.
Die sonn wirfft auß iren liechten scheyn vff alle creaturen, vnd da
die sonn iren scheyn vffwürfft, das zeucht sy in sich, vnd verleurt
doch nit ir scheinlikeit. Alle creaturen verzeihent sich irs lebens
vff ir wesen. Alle creaturen die tragent sich in mein vernunfft,
das sy in mir vernünfftig seyent. Ich allein bereytt alle creaturen
wider in Gott. || (Wartent was ir alle thunt.) Nun komm ich wider vff
mein innern menschen vnd vff mein eussern menschen. Ich sich offt
die gylgen vff dem velde vnd iren liechten scheyn an ir farb vnd an
alle ir bletter, aber ir schwelge der sihe im nit. Warumb? Da ist der
schwelg in mir, aber das ich sprich das ist in mir, vnd ich sprich
es auß mir. Alle creaturen die schmacken meinen eussern menschen als
creaturen, wein als wein, brot als brot, wein vnd fleisch etc. Aber
mein inner mensch schmacket nit als creaturen, mer als gaben gottes.
Aber mein innerster mensch, der schmacket nit als gaben gottes, dann
als ye vnd yemmer. || Ich nimm ein beckin mit wasser vnd leg daryn
ein spiegel, vnd setz es vnder das rad der sonnen, so würfft die sonn
auß iren liechten scheyn auß dem rad vnd aus dem boden der sonnen,
vnd vergeet doch nit. Das widerspilen deß spiegels in der sonnen, das
ist in der sonnen sonn, vnd sy ist doch das sy ist. Also ist es vmb
gott. Gott ist in der sel mit seiner natur vnd mit seinem wesen vnd
mit seiner gottheit, vnd er ist doch nit die sel. Das widerspilen der
seel das ist in gott gott, vnd sy ist doch das sy ist. Gott der wirt
da alle creaturen Gottes sprechen, da wirdt Gott. || Do ich stund
in dem grund der gottheit vnd in dem boden der gottheit vnd in dem
refier der gottheit vnd in dem quell der gottheit, do fragte mich
niemant was ich wolt oder was ich thet, do was da niemant der mich
fragte. Do ich floß, do sprachent alle creaturen got. Fragte man mich
Bruder Eckart, wannen giengen ir ausserm hauß, da was ich da inn.
Also sprechent alle creaturen von gott. Vnd warumb sprechent sy nit
von der gottheit? Alles das in der gottheit ist, das ist ein, vnd
dauon ist nit zu sprechen. Gott der würcket der gotheit nit. Sy hat
auch nit zu würckende, in ir ist auch kein werck. Gott vnd gottheit
hat vnderscheid an würcken vnd an nit würcken, sy geluget nye vff
kein werck. Wenn ich komm wider in got, bild ich da nit, so ist mein
durchbrechen vil edler denn mein außfluß. Ich allein, ich bring alle
creaturen auß ir vernunfft in mein vernunfft, das sy in mir ein seind.
Wenn ich komm in den grund der gottheit vnd in den boden der gottheit
vnd in das refier der gotheit, vnd in den quall der gottheit, so
fraget mich niemant, wannen ich komm, oder wo ich sey gewesen, da
vermisset mein niemant, das entwürt.
Wer dise predig hat verstanden, dem gönn ichs wol. Wer hie niemant
gewesen ich müßt sy disem stock geprediget haben. Es seind etlich arm
leüt, die kerent wider heim vnd sprechen: Ich wil sitzen vff ein statt
vnd wil essen mein brot vnd dienen gott. Ich sprich bey der ewigen
warheit, das die leüt verirret müssent bleiben, noch nyemmer eruolgen
noh erkriegen, das die andern eruolgen die gott nachuolgent in armut
vnd in elendigkeit. Das wir diß erlangen, deß helff vns got, Amen.
[Illustration]
Im Verlag von ~Friedrich Perthes~ ist neu erschienen:
=Helfferich=, die Geschichte der christlichen Mystik in ihrer
Entwickelung und in ihren Denkmalen. 2 Thle. 5 Thlr.
~Johannes Tauler~ von Straßburg. Beitrag zur Geschichte der
Mystik und des religiösen Lebens im 14. Jahrhundert, von =Carl
Schmidt=, Professor in Straßburg. 1-1/2 Thlr.
Unter den bedeutenden Namen, sagt in seiner Vorrede der Verfasser,
welche aus dem Mittelalter auf uns herübergekommen sind, ist der Name
Johannes Tauler's einer der bekanntesten und geachtetsten. Seit fünf
Jahrhunderten haben die Schriften dieses Lehrers Tausenden von Menschen
Trost und Erbauung verschafft; sein Leben aber war bisher wenig
bekannt, und dieß Wenige selbst war zum Theil unsicher und zweifelhaft.
Der Verfasser, der sich schon längst mit der mystischen Theologie
des Mittelalters beschäftigt, gibt nun hier eine, großentheils aus
ungedruckten und bisher unbenutzten Quellen geschöpfte Darstellung
von Tauler's Leben und Lehre. Als Anhang folgt eine Abhandlung
über den noch so wenig bekannten und doch so merkwürdigen Verein
der Gottesfreunde, die der Verfasser in kirchliche und häretische
unterscheidet. Auch die Beilagen werden manchem Leser willkommen
seyn; es sind Documente zur Geschichte des religiösen Volksgeistes im
vierzehnten Jahrhundert. Durch die Art, wie der Verfasser seinen Stoff
behandelt hat, wird sein Buch nicht bloß für den Geschichtsforscher und
den Theologen, sondern auch für den Laien Interesse haben.
~Reformatoren vor der Reformation~, vornehmlich in Deutschland
und den Niederlanden, geschildert von =C. Ullmann=.
1. Theil: ~Johann von Goch~ und ~Johann von Wesel~ nebst
reformatorischen Männern ihrer Umgebung.
2. Theil: ~Johann Wessel~.
Dieses Werk, veranlaßt durch das Bedürfniß einer neuen Auflage
der Monographie des Verfassers über Johann Wessel, den Vorgänger
Luther's, ist jetzt zu einer umfassenden Darstellung der verwandten
reformatorischen Männer im 14. und 15. Jahrhundert geworden. Es
beschäftigt sich vorzugsweise mit den minder bekannten, aber zum
Theil in ihrem Denken und Wirken höchst gewichtigen Vorläufern
der Reformation und zwar ausschließlich in Deutschland und den
Niederlanden, verliert aber dabei auch das Ganze dieser großen
Vorbereitungszeit nie aus dem Auge und sucht aus den geistigen
Elementen derselben die Reformation sowohl zu erklären als zu
rechtfertigen. »Der Stoff des ganzen Werkes -- mit diesen Worten
spricht sich der Verfasser selbst in der Vorrede aus -- vertheilt sich
so, daß im ersten Bande vorzugsweise vom Bedürfniß der Reformation mit
Beziehung auf die herrschenden Verderbnisse gehandelt wird, im zweiten
von den positiven Vorbereitungen und Ansätzen zur Reformation. Und
zwar besteht jeder Band wieder aus zwei Büchern, deren jedes einen
oder mehrere repräsentative Männer zum Mittelpunkte hat; im ersten
Buche zeigt uns Johann von Goch die Nothwendigkeit der Reformation in
Beziehung auf den innern Gesammtgeist der Kirche, im zweiten Johann
von Wesel und einige seinem Kreise angehörigen Männer in Betreff der
besondern kirchlichen Verderbnisse; das dritte Buch macht in den
Brüdern vom gemeinsamen Leben, sowie in den nieder- und oberdeutschen
Mystikern das praktische und populäre Hinwirken auf die Reformation
anschaulich, und das vierte stellt in Joh. Wessel die ausgebildetste
reformatorische Theologie vor der Reformation dar. Ich habe mit Goch
begonnen, weil es sich bei ihm besonders um die Beurtheilung des
innersten Geistes und Wesens der Kirche im Ganzen handelt; als eine
in sich concentrirte, ruhige Natur lebt Goch vorzugsweise in der
Betrachtung und gibt wenig Stoff für die äußere Kirchengeschichte;
dafür möge dann das Interesse, das er für die Ausbildung der
reformatorischen Gedanken und Principien hat, entschädigen; Wesel
dagegen führt schon mitten ins kirchliche Leben hinein, und bei ihm
haben wir auch noch mehrere andere Männer zur Schilderung gebracht,
die sich wacker in der Kirche durchgekämpft haben; zugleich kommt
hier Manches zur Geschichte der Universitäten und des theologischen
Studiums in damaliger Zeit vor, was für die genauere Kenntniß jener
Uebergangsperiode nicht unwichtig ist; auch wird man, wie ich hoffe,
den in einer Zugabe zum ersten Bande enthaltenen Beitrag zur Aufhellung
der Anfänge des Bauernkrieges nicht ohne Theilnahme lesen. Ein erhöhtes
Interesse jedoch verspreche ich mir für den zweiten Band, theils wegen
der reicheren Mannichfaltigkeit, theils wegen der größeren positiven
Wichtigkeit der behandelten Personen und Gegenstände: die Brüder vom
gemeinsamen Leben sind eine der liebenswürdigsten Erscheinungen in der
Geschichte des geistigen Lebens. Gerhard Groot und Thomas von Kempen
nehmen schon durch ihre Namen allgemeine Theilnahme in Anspruch, die
deutschen Mystiker sind in ihrer Beziehung zur Reformation von hoher,
bisher noch nicht zureichend gewürdigter Wichtigkeit, und Wessel's
Theologie braucht man auch nur oberflächlich zu kennen, um ihn für
den Vorgänger Luther's im eminenten Sinne zu halten. Schon aus diesem
Ueberblick wird man ersehen, daß Vieles, was bisher wenig beachtet war,
ins Licht gestellt, Anderes, was wenigstens in dieser Verbindung nicht
betrachtet worden, zur Reformation in die gehörige Beziehung gebracht
ist. Zugleich wird der Kirchenhistoriker vielfach neuen Stoff finden
aus seltenen Druck- und Handschriften, die dem Verfasser zugänglich
waren.
Die heilige Leidensgeschichte und die stille Woche von =Christian
Carl Josias Bunsen=. Zwei Abtheilungen. Die Liturgie der stillen
Woche mit Vorwort. 8. 1-1/4 Thlr.
Je mehr sich von verschiedenen Seiten das Bedürfniß einer organischen,
auf festen Principien gegründeten Ausbildung des Cultus in der
evangelischen Kirche geltend macht, desto dankenswerther ist
jeder Versuch, diesem Bedürfnisse nicht bloß durch Darlegung rein
subjectiver Anschauungen und Vorschläge, sondern auf dem Wege gründlich
historisch-ästhetisch-theologischer Wissenschaft abzuhelfen. Der
Verfasser vorgenannter Schrift, der schon durch manche schätzenswerthe
Arbeiten den Ernst seiner Forschung, richtigen Tact und historischen
Sinn in der Wissenschaft der Liturgie bewährt hat, legt uns hier den
praktischen Versuch einer liturgischen Anleitung vor, zur würdigen
Feier der heiligsten Zeit des Kirchenjahres, der stillen Woche, in die
ja »der Wendepunkt der Weltgeschichte in ihrem höchsten Sinne als der
Geschichte Gottes auf Erden« fällt.
Praktischer Commentar über den ~Jesaja~ mit exegetischen und
kritischen Anmerkungen von =F. W. C. Umbreit=. 2 Theile. 2-1/4
Thlr.
Was der Verfasser in seinen früheren Commentaren, besonders über
das Buch Hiob und die ~Sprüche Salomo's~, für die Befriedigung
der kritisch-wissenschaftlichen Anforderung, in seiner späteren
»Uebersetzung und Erklärung auserlesener ~Psalmen~« zur christlichen
Erbauung aus dem alten Testamente in geschiedener Weise zu leisten
gesucht, wird dem Leser in diesem angefangenen Werke über die
~Propheten~ des alten Bundes in einer praktischen Vereinigung
geboten. Man hat den Verfasser öfters mit ~Herder~ zusammengestellt,
und von einem poetischen Gesichtspunkte aus betrachtet, dürfte man
gegenwärtige Schrift gar wohl als die längst gewünschte Fortsetzung
von dem berühmten »Geiste der hebräischen Poesie« ansehen, aber der
unparteiisch Prüfende wird dieselbe philologisch-kritisch gründlicher
und dogmatisch-christlich bestimmter finden. Das Werk scheint einem
lebhaft gefühlten Bedürfnisse der Zeit entgegenzukommen. Der praktische
Theolog wird sich beim Gebrauche desselben auf wissenschaftlichem Boden
erkennen, und der gelehrte Exeget von einem lebendig-religiösen Geiste
ergriffen fühlen.
~Die heiligen Geschichten des Alten Testaments~ nach ihrem Geiste
dargestellt, in welchem sie innerlich wollen erlebt seyn, zur Lehre
und Erbauung für Lehrer, Eltern etc., von =Chr. Fr. Georgi=. 2
Thle. ~Hamburg~ und ~Gotha~, Verlag von ~Friedrich~ und
~Andreas Perthes~. 1-3/4 Thlr.
~Christliche Apologetik.~ Von +Dr.+ =Carl Heinrich
Sack=. Zweite sehr umgearbeitete Ausgabe. 2 Thlr.
Diese nach mehr als zwölf Jahren seit der ersten erscheinende
zweite Ausgabe behält die frühere Richtung des Buchs: Auffassung
des Christenthums als der weder in Philosophie noch in Geschichte
aufzulösenden wahren Religion durch Philosophie und Geschichte, bei.
Die leitenden Begriffe werden in einem neu hinzugekommenen allgemeinen
Theile begründet, in welchem die Religion als Idee, als Thatsache und
als Vermittelung der Idee und Thatsache dargestellt wird. Die früheren
fünf Grundbegriffe sind demgemäß unter drei zusammengefaßt, welche den
drei Hauptabschnitten des besondern Theils vorstehen: Positivität, Heil
und Vollendung. Unter diesem letztern Abschnitte sind die Begriffe
Gemeine und heil. Schrift mit dem zu ihnen gehörigen Stoffe behandelt.
Ueber zwei Drittheile des Buchs sind mit Rücksicht auf neuere
Entwickelungen und Einwürfe neu ausgearbeitet.
=A. Neander=, Geschichte der Pflanzung und Leitung der
christlichen Kirche durch die ~Apostel~. 2 Theile. ~Dritte~
vermehrte Auflage. 3-5/6 Thlr.
=A. Tholuck=, Predigten über die Hauptstücke des christlichen
Glaubens und Lebens. ~Zweite~ unveränderte Auflage. 2 Theile.
3-1/2 Thlr.
=H. Ritter=, Geschichte der ~christlichen~ Philosophie. 1.
und 2. Theil. 5 Thlr.
=Friedrich Hurter=, Geschichte Papst Innocens III. und seiner
Zeitgenossen. 4 Thle. 3-1/3 Thlr.
=G. C. H. Stip=, Beleuchtung der Gesangbuchsbesserung. 1. Abthl.
1-1/2 Thl.
=C. Ullmann=, über die Sündlosigkeit Jesu. 4. Aufl. 1 Thlr.
=Theod. Schwarz=, Sonntagsgespräche über christliche Erziehung.
Ein Volksbuch. 1 Thlr.
Fußnoten:
[1] Suso's Leben und Schriften, herausgegeben von Diepenbrock. Mit
einer Einleitung von J. Görres, Regensburg, 1837.
[2] Dieser Aufsatz findet sich in seiner Schrift: »Zur Geschichte der
deutschen Litteratur.« Königsberg, 1836.
[3] +Echard's und Quetif's Scriptores ordinis praedicatorum, Par. 1719.
fol. T. I. pag. 507+, und Carl Schmidt's Untersuchung über Eckart in
Ullmann's und Umbreit's theologischen Studien und Kritiken 1839, 3tes
Heft.
[4] Die wenigen an und für sich unbedeutenden biographischen Notizen
können nachgesehen werden in der Einleitung zur neuen Frankfurter
Ausgabe von Taulers Predigten (1826), in Diepenbrock's »Suso's Leben
und Schriften« und in Engelhardt's »Richard von St. Victor und Johannes
Ruysbroock.« (Erlangen, 1838.)
[5] Münscher's Dogmengeschichte. 3te Auflage. 2ter Hälfte 1ste Abth.
309.
[6] Gerson handelt hierüber ausführlich in seiner +epistola ad fratrem
Bartholomeum Carthusiensem+.
[7] Gieseler, Kirchengesch. Bd. 2. Abth. 2. 3te Aufl. 409. Möhler's
neue Untersuchungen der Lehrgegensätze zwischen den Katholiken und
Protestanten, Excurs über Amalrich von Bena. +pag.+ 435.
[8] +Negabant resurrectionem corporum dicentes nihil esse Paradisum
neque infernum, sed qui haberet cognitionem dei in se, quam ipsi
habebant, habere in se Paradisum.+ Cäsar Haisterbach bei Möhler, neue
Unters. 443.
[9] Gieseler, 627.
[10] Ebendas. 629.
[11] Die Bulle gegen Eckart findet sich ausführlich bei +Raynaldus ad
annum+ 1329; das Wichtigste ist von Gieseler und Schmidt mitgetheilt.
[12] Münscher, Gieseler, Hase.
[13] Er (Eckart) hat aller Wahrscheinlichkeit nach nur ~insgeheim~ der
Secte angehört. Stud. u, Krit. 1839, 3s H. 667.
[14] Von diesen wollen wir nur Art. 26 ausheben: +Omnes creaturae sunt
unum purum nihil; non dico quod sint quid modicum vel aliquid, sed quod
sint unum purum nihil+; und Art. 21: +pater generat me suum filium;
quidquid deus operatur, hoc est unum, propter hoc generat me suum
filium sine omni distinctione+.
[15] Vielleicht finden sie sich auch in der Hamburger Ausgabe, 162(5)?
[16] Seine Schriften von Schmidt nah Trithemius angeführt. In Docen's
Miscellanea zur Geschichte der deutschen Litteratur, München 1809.
1. B., findet sich von einem unbekannten Mystiker des 14ten Jahrh.
ein Tractat über die mögliche und wirkliche Vernunft, der mehrere
Citate von Eckart enthält. -- Ueber die Schriften Taulers und Suso's
vergleiche man die Einleitungen zu den angeführten Ausgaben.
[17] Armuth ist eine Gleichheit Gottes. Was ist Gott? Gott ist ein
abgeschieden Wesen von allen Creaturen. Ein frei Vermögen. Ein lauter
Würken. Also ist Armuth ein abgeschieden Wesen von allen Creaturen. Was
ist abgeschieden? Das an Nichts haftet. Armuth haftet an Nichts und
Nichts an ihm. Tauler's Nachfolge des armen Lebens Jesu Christi. 1.
[18] Hegel's Aesthetik. 1. B. 474. Tholuck's Blüthensammlungen zur
orientalischen Mystik.
[19] So in seinem Werke von der himmlischen Hierarchie. Vgl.
~Engelhardt~, die angeblichen Schriften des Areopagiten Dionysius.
[20] +Bonaventura's itinerarium mentis+, die Einleitung.
[21] Engelhardt, Johannes Ruysbroock, +pag.+ 226.
[22] Diese Wendung findet sich häufig bei Tauler, besonders in seinen
Weihnachtspredigten.
[23] Tauler Pr. 2. B. 73: Kinder, ihr sollt nicht nach großen, hohen
Künsten fragen. Gehet einfältig in euern Grund inwendig und lernet
euch selber im Geist und in Natur erkennen, und fragt nicht nach der
Verborgenheit Gottes, von seinem Ausfließen und Einfließen von dem Icht
in das Nicht, und dem Funken der Seele in der Istigkeit, denn Christus
hat gesprochen: Euch ist nicht Noth zu wissen von der Heimlichkeit
Gottes. Darum sollen wir einen wahren, ganzen, einfältigen Glauben
halten.
[24] Man vergleiche das tadelnde Wort des Apostels Kol. 2, 19: »οὐ
κρατῶν τὴν κεφαλήν, ἐξ οὗ πᾶν τὸ σῶμα.«
[25] Wie er beging den Maien, +pag.+ 25.
[26] Diese Schilderung findet sich außer an anderen Stellen in der
Frankfurter Ausgabe von Tauler 1720, als ein Anhang zur +medulla
animae+. Aus inneren Gründen scheint sie Eckart anzugehören, welches
auch von dem vorhergehenden Capitel gilt, welches etliche kurze
Tischreden Eckart's enthält unter der Ueberschrift: Meister Eckart's
Wirthschaft von wahrhafter Armuth des Geistes.
[27] Von etlichen Visionen +pag.+ 15. Unter andern erschien ihm auch
der selige Meister Eckart.
[28] Man vergleiche z. B. die Entwickelung bei +Hollaz de gratia
inhabitante+.
[29] Proben vom ursprünglichen Styl Eckart's und Tauler's finden sich
nach alten Handschriften in Wadernagel's altdeutschem Lesebuch. Basel
1836.