XI.

Wes das Korn, des die Prügel.

Sprichwort.

»Haltet ihn! Haltet ihn!« so schrien einige Burschen am schmalen Ende

der Straße, und Tscherewik fühlte, wie er plötzlich von festen Händen

gepackt wurde.

»Bindet den Kerl! 's ist derselbe, der dem guten Mann die Stute

gestohlen hat!«

»Gott mit euch, warum wollt ihr mich denn binden?«

»Er fragt noch! Und warum hast du dem fremden Bauern, dem Tscherewik,

seine Stute gestohlen?«

»Seid ihr bei Sinnen, Leute? Wo hat man denn je gesehen, daß einer sich

selbst etwas stiehlt?«

»Alte Possen, alte Possen! Warum bist du denn so atemlos davongelaufen,

als wenn der Satan selbst dir auf den Fersen wäre?«

»Soll man denn nicht laufen, wenn einem der Teufelsrock .....«

»He, Bester, das lüg' du anderen vor. Du wirst noch was Schönes vom

Präsidenten erleben, weil du die Leute mit Teufelsgeschichten

erschreckst!«

»Haltet ihn, haltet ihn!« ertönte da ein Ruf am anderen Ende der Straße,

»da ist der Ausreißer!«

Und vor unserem Tscherewik erschien der Gevatter im allerjämmerlichsten

Aufzuge, er hielt die Arme auf dem Rücken und wurde von einigen Burschen

vorwärts gestoßen.

»Wunder über Wunder,« rief einer von ihnen.

»Ihr solltet nur hören, was dieser Halunke erzählt. Man braucht ihm doch

nur ins Gesicht zu schauen, und man sieht ihm den Dieb an! Als man ihn

fragte, warum er so wahnsinnig davonrannte, da sagte er: >Ich steckte

die Hand in die Tasche, um eine Prise zu nehmen, aber statt der

Tabaksdose zog ich ein Stück von dem teuflischen _Kittel_ heraus, und

eine rote Flamme sprang auf.< -- Darum sei er davongerannt!«

»He he! Es sind also beides Vögel aus demselben Nest! Bindet sie alle

beide!«

Sämmtliche Werke 3: Abende auf dem Gutshof bei Dikanka; Phantastische Novellen · 第 18 / 45 题