Wes das Korn, des die Prügel.
Sprichwort.
»Haltet ihn! Haltet ihn!« so schrien einige Burschen am schmalen Ende
der Straße, und Tscherewik fühlte, wie er plötzlich von festen Händen
gepackt wurde.
»Bindet den Kerl! 's ist derselbe, der dem guten Mann die Stute
gestohlen hat!«
»Gott mit euch, warum wollt ihr mich denn binden?«
»Er fragt noch! Und warum hast du dem fremden Bauern, dem Tscherewik,
seine Stute gestohlen?«
»Seid ihr bei Sinnen, Leute? Wo hat man denn je gesehen, daß einer sich
selbst etwas stiehlt?«
»Alte Possen, alte Possen! Warum bist du denn so atemlos davongelaufen,
als wenn der Satan selbst dir auf den Fersen wäre?«
»Soll man denn nicht laufen, wenn einem der Teufelsrock .....«
»He, Bester, das lüg' du anderen vor. Du wirst noch was Schönes vom
Präsidenten erleben, weil du die Leute mit Teufelsgeschichten
erschreckst!«
»Haltet ihn, haltet ihn!« ertönte da ein Ruf am anderen Ende der Straße,
»da ist der Ausreißer!«
Und vor unserem Tscherewik erschien der Gevatter im allerjämmerlichsten
Aufzuge, er hielt die Arme auf dem Rücken und wurde von einigen Burschen
vorwärts gestoßen.
»Wunder über Wunder,« rief einer von ihnen.
»Ihr solltet nur hören, was dieser Halunke erzählt. Man braucht ihm doch
nur ins Gesicht zu schauen, und man sieht ihm den Dieb an! Als man ihn
fragte, warum er so wahnsinnig davonrannte, da sagte er: >Ich steckte
die Hand in die Tasche, um eine Prise zu nehmen, aber statt der
Tabaksdose zog ich ein Stück von dem teuflischen _Kittel_ heraus, und
eine rote Flamme sprang auf.< -- Darum sei er davongerannt!«
»He he! Es sind also beides Vögel aus demselben Nest! Bindet sie alle
beide!«