2. Der Fürstenbrunn bei Raschau.

Zwischen den Gebirgsstädtchen Schwarzenberg, Elterlein und Grünhain,

unweit der Dörfer Waschleite und Haide, bei der Dudels- oder

Oswaldkirche, liegt der geschichtlich merkwürdige +Fürstenbrunn+ am

Fürstenberge, der so genannt ist, weil in dessen Gegend die Befreiung

des Prinzen +Albert+ aus den Händen des Ritters Kunz von Kaufungen

am 8. Juli 1455 stattgefunden haben soll. Zur Erinnerung an diese

Begebenheit wurde am 8. Juli 1822 über dem sogenannten Fürstenbrunnen,

einer Waldquelle, ein Granitobelisk mit eiserner Inschriften-Tafel

errichtet. Auf dieser steht geschrieben:

Fürstenbrunn.

Hier wurde Prinz Albert, Ahnherr des Kgl. S. Fürstenhauses,

am 8. Juli 1455

durch den Köhler Georg Schmidt, hernach

Triller genannt, aus Kunzens von

Kaufungen Räuberhand befreit.

Angebracht, den 8. Juli 1822.

In einer Nische des Fußgestelles ergießt sich über Kristalldrusen der

genannte Brunnen. Im Jahre 1838 wurde hier zum Schutze des Denkmals

eine Wohnung für eine Bergmannsfamilie erbaut. Jetzt ladet ein

Wirtshaus den Wanderer zur Ruhe ein.

Nach Elfried von Taura.

Geyer und das Obererzgebirge in Sage und Geschichte · 第 74 / 209 题