Der Schein ist dasselbe, was die Reflexion ist; aber er ist die
Reflexion als unmittelbare; für den in sich gegangenen, hiermit seiner
Unmittelbarkeit entfremdeten Schein, haben wir das Wort der fremden
Sprache, die Reflexion.
Das Wesen ist Reflexion; die Bewegung des Werdens und Übergehens, das
in sich selbst bleibt; worin das unterschiedene schlechthin nur als das
an sich negative, als Schein bestimmt ist.—In dem Werden des Seyns
liegt der Bestimmtheit das Seyn zu Grunde, und sie ist Beziehung auf
Anderes. Die reflectirende Bewegung hingegen ist das Andere als die
Negation an sich, die nur als sich auf sich beziehende Negation ein
Seyn hat. Oder indem diese Beziehung auf sich eben dieß Negiren der
Negation ist, so ist die Negation als Negation vorhanden, als ein
solches, das sein Seyn in seinem Negirtseyn hat, als Schein. Das Andere
ist hier also nicht das Seyn mit der Negation oder Grenze, sondern die
Negation mit der Negation. Das Erste aber gegen dieß Andere, das
Unmittelbare oder Seyn, ist nur diese Gleichheit selbst der Negation
mit sich, die negirte Negation, die absolute Negativität. Diese
Gleichheit mit sich oder Unmittelbarkeit ist daher nicht ein Erstes,
von dem angefangen wird, und das in seine Negation überginge; noch ist
es ein seyendes Substrat, das sich durch die Reflexion hindurch
bewegte; sondern die Unmittelbarkeit ist nur diese Bewegung selbst.
Das Werden im Wesen, seine reflektirende Bewegung, ist daher die
Bewegung von Nichts zu Nichts, und dadurch zu sich selbst zurück. Das
Übergehen oder Werden hebt in seinem Übergehen sich auf; das Andere,
das in diesem Übergehen wird, ist nicht das Nichtseyn eines Seyns,
sondern das Nichts eines Nichts, und dieß, die Negation eines Nichts zu
seyn, macht das Seyn aus.—Das Seyn ist nur als die Bewegung des Nichts
zu Nichts, so ist es das Wesen; und dieses hat nicht diese Bewegung in
sich, sondern ist sie als der absolute Schein selbst, die reine
Negativität, die nichts außer ihr hat, das sie negirte, sondern die nur
ihr Negatives selbst negirt, das nur in diesem Negiren ist.
Diese reine absolute Reflexion, welche die Bewegung von Nichts zu
Nichts ist, bestimmt sich selbst weiter.
Sie ist erstlich setzende Reflexion; sie macht zweitens den Anfang von
dem vorausgesetzten Unmittelbaren, und ist so äußerliche Reflexion.
Drittens aber hebt sie diese Voraussetzung auf, und indem sie in dem
Aufheben der Voraussetzung zugleich voraussetzend ist, ist sie
bestimmende Reflexion.