Das Sollen für sich enthält die Schranke, und die Schranke das Sollen.
Ihre Beziehung auf einander ist das Endliche selbst, das sie beide in
seinem Insichseyn enthält. Diese Momente seiner Bestimmung sind sich
qualitativ entgegengesetzt; die Schranke ist bestimmt als das Negative
des Sollens, und das Sollen ebenso als das Negative der Schranke. Das
Endliche ist so der Widerspruch seiner in sich; es hebt sich auf,
vergeht. Aber dieß sein Resultat, das Negative überhaupt, ist à) seine
Bestimmung selbst; denn es ist das Negative des Negativen. So ist das
Endliche in dem Vergehen nicht vergangen; es ist zunächst nur ein
anderes Endliches geworden, welches aber ebenso das Vergehen als
Übergehen in ein anderes Endliches ist, und so fort, etwa ins
Unendliche. Aber ß) näher dieß Resultat betrachtet, so hat das Endliche
in seinem Vergehen, dieser Negation seiner selbst, sein Ansichseyn
erreicht, es ist darin mit sich selbst zusammengegangen. Jedes seiner
Momente enthält eben dieß Resultat; das Sollen geht über die Schranke,
d. i. über sich selbst hinaus; über es hinaus aber oder sein Anderes
ist nur die Schranke selbst. Die Schranke aber weist über sich selbst
unmittelbar hinaus zu seinem Anderen, welches das Sollen ist; dieses
aber ist dieselbe Entzweiung des Ansichseyns und des Daseyns wie die
Schranke, ist dasselbe; über sich hinaus geht sie daher ebenso nur mit
sich zusammen. Diese Identität mit sich, die Negation der Negation, ist
affirmatives Seyn, so das Andere des Endlichen, als welches die erste
Negation zu seiner Bestimmtheit haben soll;—jenes Andere ist das
Unendliche.