Am 21. August

Umsonst strecke ich meine Arme nach ihr aus, morgens, wenn ich von

schweren Träumen aufdämmere, vergebens suche ich sie nachts in meinem

Bette, wenn mich ein glücklicher, unschuldiger Traum getäuscht hat,

als säß' ich neben ihr auf der Wiese und hielt' ihre Hand und deckte

sie mit tausend Küssen. Ach, wenn ich dann noch halb im Taumel des

Schlafes nach ihr tappe und drüber mich ermuntere--ein Strom von

Tränen bricht aus meinem gepreßten Herzen, und ich weine trostlos

einer finstern Zukunft entgegen.

Die Leiden des jungen Werther — Band 1 · 第 36 / 41 题