XVII. KAPITEL.

268 sawah: durch künstliche Bewässerung unterhaltenes Reisfeld,

in Gegensatz zu gagahs und tipars, die, was die Befeuchtung angeht,

ganz vom Regen abhängen.

268 lombong: Bergeraum für Reis, enthülsten wie unenthülsten. Meistens

ist der lombong ausserhalb des Hauses gegen eine der Wände angebaut.

268 kris: die volkstümliche Waffe des Javanen, die als solche zu

seiner vollständigen Kleidung gehört, wie bei uns in früherer Zeit

der Degen. Der kris ist ein schlangenförmiger, platter Dolch mit

sehr kleinem Heft. Gewöhnlich sind die Krisse aus Streifen weichen

Eisens zusammengeschmiedet und darnach mit Hülfe von Büffelhufen

gestählt. Sie werden vor Rost bewahrt durch Einreibung mit djerook

(einer Zitronenart), dem Arsen zugesetzt ist, welches dem Eisen einen

eigentümlichen matten Schein verleiht. Der Aberglaube behauptet,

dass man, wenn man einen Kris besehen will, diesen vollständig aus

der Scheide ziehen müsse. Wer ihn nur zum Teil von der Scheide frei

macht, stellt sich grossem Unglück bloss. Über bezauberte Krisse sind

zahllose Erzählungen in Umlauf.

268 pusaka: Erbstück, hier--wie öfter--im pietätvollen Sinne:

heiliges Erbstück.

269 Klambu-Haken: klambu ist: Gardine. In den platten, sehr breiten

Haken, womit die Gardinen gehalten werden, wird einiger Luxus

entwickelt. Auch bei den ungünstigst Gestellten sind sie doch

gewöhnlich von Messing.

270 patjol: die Hacke, das Werkzeug, das der Javane für den Spaten

gebraucht. Das Blatt sitzt lotrecht auf dem hölzernen Stiel. Es

wird also damit gehauen, nicht gegraben, was vielleicht dem Umstande

zuzuschreiben ist, dass der Inländer barfuss geht.

270 user-useran: das Wort wird in dem Text erklärt. Vermeintliche

Besonderheiten in der Beschaffenheit der Haarwirbel, vor allem wenn sie

sich auf dem Scheitel eines Kindes zeigen, liefern Stoff zu allerlei

Weissagungen (siehe z. B. S. 113, 117, 118.).

Max Havelaar · 第 77 / 109 题