Die amerikanische Zoologie setzt mit Beginn des 19. Jahrhunderts
ein, mit +B. S. Barton+ (1766-1815), der über Faszination durch die
Klapperschlange und über das Opossum schrieb. 1808-1814 erschien die
Ornithologie von +A. Wilson+ (1766-1813), +Bonaparte+ komplettierte
1825-1833 Wilsons Werk. Gleichzeitig erschien +Rich. Harlans+ Fauna
von Amerika und +J. D. Godmans+ Werk über nordamerikanische Säugetiere
(1826-1828). 1847 tritt die Smithsonian Institution in Tätigkeit und
damit beginnen fortgesetzte zoologisch-systematische Studien. 1846
begründet +L. Agassiz+ das Studium der vergleichenden Anatomie und
Entwicklungsgeschichte nach europäischem Muster in Cambridge Mass.
Neue Impulse gehen sodann von Darwins Werken aus, insbesondere tritt
der hoch begabte und vielseitige +E. D. Cope+ (1840-1897) an die
Spitze der amerikanischen Entwicklungstheoretiker und Paläontologen.
Der wesentliche Bestand der amerikanischen Zoologie gehört der
unmittelbaren Gegenwart an und hat eine Ausdehnung angenommen, die für
die positivistisch zersetzte Wissenschaft Europas eine gefährliche und
ebenbürtige Konkurrenz bedeutet.