~a.~ Kopfgeschlechtstiere: Fische.
~b.~ Kopfbauchtiere: Reptilien.
~c.~ Kopfbrusttiere: Vögel.
~d.~ Kopfkopftiere: Säugetiere.
In seinen Schriften „Psyche“ und „Physis“ tat Carus tiefe Einblicke
in die Natur des Menschen, und wußte seiner Psychologie eine auch von
philosophischer Seite anerkannte Fassung zu geben. Mit Goethe verband
ihn das gemeinsame Interesse für Morphologie, das auch in einem
beachtenswerten Briefwechsel seinen Ausdruck fand.
Mit einem vielgelesenen Aufsatz über die Lebenskraft eröffnete +J.
C. Reil+ (1759-1803) sein Archiv für Physiologie, an dem sich auch
später +Autenrieth+ (1772-1835) beteiligte. Unter dem Einflusse Kants
stehend, suchte Reil die Grundlagen der theoretischen Biologie auf
vitalistischem Boden zu begründen. In ähnlichem Sinne wirkte +Fr.
Tiedemann+ (1781-1856), der, wie übrigens auch die Brüder +L. C.+
und +G. R. Treviranus+ (1779-1864 und 1776-1834), die wertvollsten
zootomischen Arbeiten hervorbrachte. Neben den Genannten trat +K.
F. Burdach+ (1776-1847) in Wort und Schrift für die Bedeutung der
vergleichenden Anatomie ein und legte seine Ansichten in einem größeren
Werke: „Physiologie als Erfahrungswissenschaft“ nieder. Um die
Systematik der Histologie machte sich +F. Heusinger+, der Anatom von
Marburg, verdient, indem er eine vergleichende Übersicht der Gewebe
durch die Tierreiche gab. +K. Asmund Rudolphi+ (1771-1832) begründete
das zoologische Museum zu Berlin, zeichnete sich durch viele und
streng empirische Arbeiten über Wirbeltiere und Helminthen aus, und
war einer der erfolgreichsten Lehrer der Zoologie damaliger Zeit. Den
Namen eines „deutschen Cuvier“ erwarb sich durch die Meisterschaft in
der vergleichenden Anatomie +Joh. Fr. Meckel+ (1781-1833, einer um
die Anatomie hochverdienten Familie entstammend, Schüler Kielmeyers).
Von Cuvier angeregt, vermehrte er die Sammlung seines Vaters,
die, nach dem Vorbild der Hunterschen Sammlung geschaffen, zu den
größten Privatsammlungen Deutschlands gehörte. In seinem System der
vergleichenden Anatomie (1821-35) sucht er die Bildungsgesetze der
organischen Natur auf Mannigfaltigkeit und Einheit zurückzuführen,
orientiert die vergleichende Anatomie nach den Schwesterwissenschaften
hin, zieht insbesondere (gleichzeitig mit Et. Geoffroy, aber unabhängig
von ihm) die Lehre von den Mißbildungen in den Kreis der Morphologie,
die er theoretisch-methodisch im Sinne der Naturphilosophie erörtert.
Auch für ihn existiert der Parallelismus zwischen der individuellen
Entwicklung und der der Tierreihe. Meckel erfreute sich als Lehrer
eines glänzenden Rufes.