Und die letzte Lage möchte dereinst in Lage sterben. Deshalb weise mich
nicht fort aus dem Urväterhaus, auch wenn Du lebenslängliches Wohnrecht
darin hast. Ich werde Dir nie im Wege sein. Und Du allein sollst
bestimmen, wer unser Erbe dereinst antreten soll. Bis dahin – höre
wohl zu, Ritter Lage – verwalte ich dies Erbe, als ob ich Deine Gattin
sei und die Ehre Deines Namens zu hüten hätte. – Eine deutsche Lage
schenkt Herz und Mund und Leib und Seele _freiwillig_ nur dem, den sie
liebt. Dem bleibt auch ihre Treue über das Grab hinaus. Selbst wenn er
ihrer nicht wert wäre. So hat es mich mein Vater gelehrt. Du aber bist
der Ritter Lage, und ich gab Dir meine Liebe ohne Vorbehalt.
In das Dunkel unserer Tage aber laß uns Sonne tragen.