Ein rock von fürtrott vnd bristla, fleck von ein geichelten zeich,
ein docken, ein Cattechismius, grifel, waxstock, ein wegnla,[504] ein
schachtel, ein schwartze berlene ketten, stiffel.
Anna Maria[505].
Ein bristla, fleck, ein armkörbla, ein geigen, daffel, henßla buben,
stiffelein, zucker.
Catterina[506].
Ein docken, ein armkörbla, ein schönes sparthrülein, ein rock vnd
bristla vnd fleckla, schloderlein[507].
/Verzeichnus des kindlein beschernens/ (_so_).
Item der köchin 3 fl.
vnd ein görttel, da für geben 14 batzen
Ittem ein schechtelein zum gelt 6 kr.
mehr für faden, weck, leckichla, nis (Nüsse) vnd anders 15 kr.
Suma 4 fl. 17 kr.
Der kendtsmagt 3 fl.
vnd für 3 elen duch 1 fl.
für ein schachtel zum gelt 6 kr.
mehr für faden, weck, leckichlein, nis 15 kr.
Suma 4 fl. 21 kr.
Der Elisaweht 3 fl.
vnd ein gemahlte strickschachtel 30 kr.
vnd ein vbersilberter gortel 14 batzen
mehr für faden, weck, leckichla, nis vnd anders 14 kr.
Suma 4 fl. 40 kr.
Der knecht 3 fl.
vnd ein bar handschuch 12 batzn
vnd für ein thrülein zum gelt 9 kr.
mehr für lecküchlein, weck, nis vnd andere laperey[508] 15 kr.
Suma 4 fl. 12 kr.
Den petter ein spanischen kragen 2 fl.
ein hartuch, 6 fatzennehtla, achelein[509] an kregen 1 fl.
ein schreib zeig 30 fl.[510].
Vorstehende Aufzeichnung ist einer Papierhandschrift des 16. und 17.
Jahrhunderts in der Bibliothek des germanischen Museums (Nr. 20,805)
entnommen. Dieses Buch (in altem Einband von gelbem Schweinsleder
und drei braunledernen Riemen, deren mittlerer mit einer Schnalle
zum Verschließen versehen) umfaßte ursprünglich 224 gezählte Blätter
in Quart, von denen jetzt nur noch 134 erhalten sind. Es befand sich
in den Händen des Dr. med. Hieronymus Münzer zu Nürnberg († 27. Aug.
1508; s. Will, Gelehrten-Lexikon II, 688), der es meist dazu benützte,
seine Geldgeschäfte darein einzutragen. Blatt 1 r. findet sich ein
Register über diese Aufzeichnungen, welche sich nur noch auf 41 Seiten
erstrecken. Auf Bl. 111 f. berichtet er über sich und seinen Bruder (s.
den folgenden Artikel), sowie Bl. 87 über seinen Schwiegersohn Hieron.
Holzschuher (s. Biedermann, Tab. CLXXIII) und Bl. 124 r. über eine
außereheliche Tochter, die er mit der Amme seiner Enkel gezeugt haben
sollte; (s. d. folg. Art.)
Später kam dieses Buch in den Besitz der Wittwe des Christoph
Löffelholz von Colberg († 20. Jan. 1619), welche es vom Jahre
1619 bis zu ihrem Tode (1621) zum Eintrag ihrer Einnahmen (Blatt
83v.-85) wie auch verschiedener haus- und landwirthschaftlicher
Ausgaben (Bl. 13r.-22r.) und des oben abgedruckten Verzeichnisses von
Christgeschenken für ihre 9 Kinder (s. Biedermanns Tab. CCCXXXB u.
CCCXXXIA) und 5 Dienstboten (Bl. 130f.) benutzte. Sie hatte dasselbe
wol von ihrer Mutter, Magdalena Harsdorfer, geb. Holzschuher, einer
Enkelin des genannten Hieron. Holzschuher, ererbt. Weitere Einträge,
die letzten, sind um das Jahr 1624 gemacht, und zwar: Blatt 26v. ff.
„Memoriale der Begrebnus des Parfuser Closters zue Nürnberg“, -- eine
Abschrift des alten Todtenkalenders, den Oetter in seiner histor.
Bibliothek II, 35-62 hat abdrucken laßen, der aber hier ausführlicher,
theilweise mit beigefügten Wappen und mit Ergänzungen aus einer anderen
Abschrift (Bl. 48 u. 60), wie auch mit alphabetischem Register (Bl.
48v.) gegeben ist; Bl. 49 und 50: „Genealogia der Herrn Im Hoff zu
Nürenberg. Anno 1624“, (leider nicht fortgesetzt); Bl. 58: „Auß dem
Tucher Buch“, (nur wenige Zeilen über die Imhof); Bl. 113v. f. „Extract
aus der Haller stambuch. Anno 1625.“
/Nürnberg./ /Dr. Frommann./