Der Dom zu Aquileja. (Schl.) -- Zur Geschichte der Kanzel. --

/Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte/,

herausgegeben von dem /historischen Vereine für Oberbayern/.

Siebenunddreißigster Band.

Friedrich Münich k. b. Major a. D. u. Militär-Schriftsteller. Von A.

Erhard. -- Geschichte des Marktes Geisenfeld. Von M. Trost. -- Kurze

Chronik des Marktes Wartenberg in Oberbayern. Zusammengestellt von Dr.

J. Prechtl. (Mit Abbild.) -- Mittenwalder Wasser-Rottordnungen des XV.

Jahrhunderts. Von J. Baader.

/Neununddreißigster und vierzigster Jahresbericht dess. Vereines./

Für die Jahre 1876 u. 1877. Erstattet in der Versammlung v. 1. Mai

1878 durch den ersten Vorstand .... München, 1878-79. 8. 170 Stn.

/Die Wartburg./ Organ des /Münchener Alterthumsvereins/.

Zeitschrift für Kunst und Kunstgewerbe mit Berücksichtigung der

Neuzeit. VI. Jhg. 1879, Nr. 5. u. 6. Redacteur: Dr. C. Förster.

München, 1879. 8.

Vereinsangelegenheit. -- Die bildliche Darstellung des Adam und der

Eva im christlichen Alterthum. Von C. Friedrich. (Fs.) -- Kleine

Mittheilungen. -- Literatur. Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz

Sachsen. Von C. F.

/Kunst und Gewerbe. Wochenschrift zur Förderung deutscher

Kunst-Industrie./ Herausgegeben vom /Bayrischen Gewerbemuseum/

zu Nürnberg. Redigirt von Dr. Otto von Schorn. Dreizehnter Jahrgang.

1879. Nr. 19-24. Nürnberg, 1879. 8.

Die Heimberger Thonwaaren-Industrie. (Schl.) -- Kunst und Blumen.

Von B. Bucher. -- Das Rathssilberzeug der Stadt Nürnberg. Von J.

Stockbauer. -- Kleine Nachrichten. -- Literatur. -- Abbildungen:

Pokal von G. Wechter. -- Kanne nach einem Stich v. A. Ducerceau.

-- Kugelleuchter. (Anf. d. 18. Jhdts.) -- Genähte Spitzenarbeit.

(17. Jhdt.) -- Pokal von vergoldetem Silber. (16. Jahrh.) --

Buchdecken-Beschläge. (17. Jhdt.) -- Pokal von vergoldetem Silber.

(17. Jhdt.) -- Italienische Spitze. (17. Jhdt.) -- Grotesken nach

einem Stich von M. Merian (1593-1650) -- Kupferner Schwankkessel mit

getriebenen Verzierungen. (17. Jhdt.)

/Mittheilungen des Bayrischen Gewerbemuseums/ zu Nürnberg.

Beiblatt zur Wochenschrift: /Kunst und Gewerbe/. Redigirt von Dr.

O. von Schorn. Sechster Jahrgang. Nr. 10-12.

Bekanntmachungen. -- Feuilleton. -- Notizen. etc.

/Vierteljahrshefte für Württembergische Geschichte und

Alterthumskunde/ in Verbindung mit dem /Verein für Kunst

und Alterthum in Ulm und Oberschwaben/ sowie dem /Württemb.

Alterthumsverein in Stuttgart/, herausgegeben von dem /k.

statist.-topogr. Bureau/. Jahrgang 1878. Heft I-IV. Stuttgart, 1878.

8.

Regesten über Urkunden der deutschen Kaiser und Könige bis zu den

Hohenstaufen in Bezug auf Orte des Königreichs Württemberg. Von Dr.

Stälin. -- Zur schwäbischen Grafengeschichte. I. Ueber die Abstammung

der sog. Kammerboten Erchanger und Berchthold. Von Dr. F. L. Baumann.

II. Ueber die angeblichen Grafen von Ruck. Von dems. -- Bruchstück aus

dem Tagebuch eines Reutlinger Scharfrichters von den Jahren 1563-1568.

-- Ein gleichzeitiger Bericht über das wirtembergische Kriegsvolk vor

der östreichischen Stadt Villingen vom Jahre 1631 bis 1633. Mitgetheilt

von Dr. K. J. Glatz. -- Gedichte von Frischlin und Crusius. Mitgeth.

v. Dr. H. Fischer. -- Ein württembergischer General des vorigen

Jahrhunderts. Von A. v. Seubert. -- Necrologium Elwacense. Mitgeth.

von Pf. Bossert. -- Aus Briefen von Justinus Kerner an Ludwig Uhland

1816-1819, 1848. Mitgeth. von Dr. J. Hartmann. --

/Mittheilungen der Anstalten für vaterländische Geschichte und

Alterthumskunde./ Vom k. statist.-topogr. Bureau: Württembergische

Geschichts-Literatur vom Jahre 1877. -- Dr. Eduard v. Paulus. Nachruf.

-- Aus Württemberg stammende Studenten in Bologna 1491-1500. Vom k.

Staatsarchiv: Eine noch unbekannte Urkunde König Heinrichs VII. für

Kloster Mönchsroth, vom 20. Juli 1227. -- Vom k. Konservatorium

der vaterländischen Kunst- und Alterthums-Denkmale: Ausgrabungen,

Entdeckungen und Restaurationen in den Jahren 1876 u. 1877. --

Von der Inspektion der K. Münz- und Medaillen- auch Kunst- und

Alterthümer-Sammlung: Münzfunde von Mitte 1874 bis Ende 1877. --

Pulverflasche von 1569. -- Münzfund von Hochdorf, O. A. Waiblingen. --

Münzfund von Wurzach. -- Münzfund von Ruppertshofen, O. A. Gerabronn.

-- /Verein für Kunst und Alterthum in Ulm und Oberschwaben/: Die

Bauanlage des Münsters in Ulm. Von v. Arlt. -- Die Stadtkirche von

Geislingen. Von Diak. Klemm. -- Ulm. Von Dr. Buck. -- Oberschwäbische

Gau- und Centnamen. Von Dr. Baumann. -- Versuch der Ermittlung

einiger Orte zwischen der Brenz, Blau, Fils und Rems, die im Wirtemb.

Urkundenbuch als ungewiß oder unermittelt bezeichnet sind. Von

Pf. Caspart. -- Bemerkungen zu den Acta Scti. Petri, hrsg. v. F.

L. Baumann. Von Dr. Buck. -- Zur Syrlinsfrage. Von G. von Bezold.

-- Erichgau und Ertingen. Von Dr. Buck. -- Ueber das Alter der

Portalskulpturen am Ulmer Münster. Von Alfred Arlt. -- Spuren ältester

Ansiedlung auf der Geislinger Alb. Von Pf. Caspart. -- Eine Abkurung

der Abtei Heiligkreuzthal vom Jahre 1553. Von Dr. A. Birlinger. --

Oberschwäbische Gaunamen. Von Dr. Buck. -- Betheiligung der Reichsstadt

Biberach an der Gesammt-Ausgabe der Werke von C. M. Wieland von den

Jahren 1794-1802. Von Dr. Ofterdinger. -- Konventionen zwischen dem

Reichsgrafen Schenk von Castell und der Reichsstadt Dinkelsbühl,

sowie den Kantonen Schwyz und Appenzell-Außer-Rhoden, in Betreff der

Ablieferung von Verbrechern in das gräfliche Zucht- und Arbeitshaus

in Oberdischingen. Von Dr. Planck. -- Zwei Briefe von Chr. Martin

Wieland. Herausg. v. Dr. Ofterdinger. -- Unsere Sammlung. Von M. Bach.

-- Ueber römische Ortsnamen in Wirtenberg. Von Dr. Buck. -- Beiträge zu

Ulms Kunstgeschichte. Von Diak. Klemm. -- Aus der Alterthumssammlung

zu Wolfegg. I. Von Pf. Detzel. -- Ueber die Einäscherung Ersingens

im Jahr 1704. Von Pf. Seuffer. -- C. M. Wielands Entlassung aus den

Diensten seiner Vaterstadt Biberach. Von Dr. Ofterdinger. -- Die

Jahreszahl 1256 am Münster. Von v. Arlt. -- Kleinere Mittheilungen

etc. etc. -- /Württembergischer Alterthumsverein in Stuttgart/:

Peter von Gmünd, genannt Parler, Dombaumeister in Prag, 1333-1401.

Von B. Grueber. -- Die alten Schmiedeisenkreuze. Von Dr. E. Paulus.

-- Die Stadtkirche zu Urach. Von Diak. Klemm. -- Die Maßverhältnisse

in der Baukunst mit besonderer Berücksichtigung der Baukunst der

mittelalterlichen Baudenkmale Württembergs. Von Dr. Paulus. -- Kleinere

Mittheilungen. Von Dr. Wintterlin. -- Die Tudoburg. Von Prof. Paulus.

-- Zur Biographie des Würzburger Archivars und Geschichtschreibers

Lorenz Fries von Mergentheim. Mitgeth. v. Prof. Hartmann. -- Zwei

Briefe. Mitgeth. v. Prof. Paulus.

/Württembergische Jahrbücher für Statistik und Landeskunde./

Herausgegeben von dem k. statist.-topogr. Bureau. Jahrgang 1878, I.-V.

Heft. Stuttgart, 1878 u. 1879. 8.

Chronik des Jahres 1878. -- Württembergische Vierteljahrshefte für

Landesgeschichte etc. etc. (s. oben).

/Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der der Geschichts-,

Alterthums- u. Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau u. den

angrenzenden Landschaften./ Vierten Bandes drittes Heft. Freiburg

i. Br., 1878. 8.

Freiburg in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhdts. Von F. L. Dammert. --

Der Stein zu Diersburg in der Ortenau. Von F. von Röder. -- Das Freiamt

und die Herren von Keppenbach. -- Die Zunft der Metzger und Fischer in

Freiburg in Br. Von K. Hartfelder. -- Freiburger Jahrgeschichten.

/Correspondenzblatt des Gesammtvereins der deutschen Geschichts- und

Alterthumsvereine./ Herausgegeben von dem Verwaltungsausschusse des

Gesammtvereins in Darmstadt. Siebenundzwanzigster Jahrgang. 1879. Nr.

1-5. Januar-Mai. 4.

„Ingeldus“. Von H. Lindenschmit. (Mit Abbild.) -- Neue Entdeckung

römischer Alterthümer im Odenwald. Von Seeger. -- Eine Urkunde über

Einführung der Reformation im Jahr 1557. -- Antwort auf den offenen

Brief des Herrn v. C. in Nr. 4 des Correspondenzblatts von 1878, S.

29. Von F. Ohlenschlager. -- Wo haben wir die beiden Lager und das

Schlachtfeld des Varus zu suchen? Von A. Deppe. -- Die Hügelgräber im

District Diethersschlag im Bessunger Gemeindewald. Von H. Kichler. --

Die Metallarbeiten von Mykenä und ihre Bedeutung für die allgemeine

Geschichte der Metall-Industrie. Von Dr. Hostmann. -- Der Birkenbau.

(Mit Abbild.) -- Ein Bronzefund von Lampertheim. Von Frohnhäuser. (Mit

Abbild.) -- Zur Frage der Aufnahme und Beschreibung älterer Wohnhäuser

und besonders Fachwerkbauten. Die Civitas Aelia Hadriana am untern

Main. Von C. Christ. -- Zur Literatur über die Römerkriege und das

Kastell Aliso. Von G. A. B. Schierenberg. -- Wirksamkeit der einzelnen

Vereine. -- Literatur. -- Notizen etc. etc.

/Zeitschrift für Museologie und Antiquitätenkunde sowie für verwandte

Wissenschaften./ Redacteur: Hofrath Dr. J. G. Th. Grässe. I. Jhg.

1879, Nr. 4-7. Dresden, 1879. 4.

Die Kunstkammer im Dresdener Schlosse. -- Weitere Nachträge zu

dem in Nummer 1 enthaltenen Aufsatz: „Was ist aus dem Berg-Gold-

u. Silberstufen-Cabinet Königs August II. von Polen geworden?“ --

Die Pergamentdrucke der Bibliothek zu Wolfenbüttel. -- Ein Dölauer

Kippergroschen. Von J. u. A. Erbstein. -- Das Musée Plantin zu

Antwerpen. -- Der Goldmünzenfund am Othmarswege in Naumburg a. d.

Saale. Von Dr. P. Mitzschke. -- Beiträge zu einer Geschichte der

Privat-Kunst- und Gemäldesammlungen. -- Der angebliche Mömpelgarter

Thaler Herzog Ulrichs von Württemberg aus dem Jahre 1507. Von J. u.

A. Erbstein. -- Namen der in Frankreich von der Regierung Ludwig’s

VI. (1113) an bis auf Ludwig XIV. (bis 1689) geschlagenen Münzen. --

Die ältesten Statuten der Goldschmiede u. Juweliere. -- Zusatz zu

dem in Nr. 2 dieser Zeitschrift enthaltenen Artikel über das älteste

Papiergeld der Vereinigten Staaten von Nord-America.

/Schlesiens Vorzeit in Bild u. Schrift./ 41. Bericht des ...

Vereines für das Museum schlesischer Alterthümer. Breslau ... Februar

1879.

Die Schlacht bei Orsza 1514, ein großes Oelbild im Museum schlesischer

Alterthümer. Von Dr. J. Caro. -- Zur Geschichte der genealogischen

Studien in Breslau. Von Dr. H. Markgraf. -- Zur Statistik des

Museums schlesischer Alterthümer.... Von Dr. H. Luchs. --

Vereinsangelegenheiten.

Die /Schlesischen Siegel/ von 1250 bis 1300 beziehentlich 1327.

Im Namen des /Vereines für Geschichte und Alterthum Schlesiens/

herausgegeben von Dr. Paul Pfotenbauer. Mit 26 photolitographischen

Tafeln. Breslau, 1879. gr. 4.

/Der deutsche Herold. Zeitschrift für Heraldik, Sphragistik und

Genealogie./ Organ des Vereins „Herold“ in Berlin. X. Jahrgang.

1879. Nr. 4. Berlin. 1879. 4.

Vereinsangelegenheiten. -- Die von Gablenz und die von der Gabelentz

zwei verschiedene Adelsfamilien. Von Advoc. Gautsch. (Schluß). --

Außereuropäische Wappen. II. Von L. Clericus. (Mit Abbild.) -- In

Sachen des „Adelsverfalls“. Von Dr. H. Kleine. -- Zur ungarischen

Sphragistik. Von Gustav A. Seyler. (Mit Abbild.)

/Vierteljahrsschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie./

Herausgeg. von /dems. Verein/, redigirt von L. A. Clericus. 1879.

I. Heft. Berlin, 1879. 8.

Heraldische Terminologie. Von Ad. Max. Ferd. Gritzner. (Forts.) --

Verzeichniß der Leichenpredigten, die sich auf dem neustädtischen

Rathhause in Braunschweig befinden. Von G. H. v. Eschwege. --

Alphabetisches Verzeichniß der Adelsfamilien, in deren Wappen ein

Schrägbalken mit drei Sternen belegt vorkommt. Familien, welche einen

Schrägbalken mit drei Sternen belegt führen.

/Monatshefte für Musik-Geschichte/ herausgegeben von der

/Gesellschaft für Musikforschung/. XI. Jahrgang, 1879. Nr. 1-5.

Berlin, 1879. 8. Nebst einer Beilage: Schletterer’s Katalog, S. 81-112.

Unsere weitere Aufgabe. -- Giov. Maria Lanfranco und Fétis. Eine

Berichtigung von W. J. von Wasielewski. -- Hermann Finck Von Eitner.

-- Anton Gosswin. Von dems. -- Eine Musiklehre des 17. Jahrhdts. Georg

Rhau. -- Johann Adolph Hasse. -- Die Deploration auf den Tod Johann

Okeghem’s. Von Wilh. Cretin. Aus dem Altfranzösischen übersetzt von

Adolf Fröhlich. -- Ein vierundzwanzigstimmiger Psalm von Jacob Handl.

Von Jul. Richter. -- Aus meiner Bibliothek. V. Von G. Becker. --

Todestag des Sixt Dietrich. Von A. Fröhlich. -- Nicolas Selneccer und

Hermann Finck. Von Ludw. Erk. -- Eine Widmung an Joh. Seb. Bach Von H.

M. Schletterer. -- Zwei aufgefundene Passionsmusiken. Von Jul. Richter.

-- Ein unbekanntes Sammelwerk von 1561. Von Eitner. -- Joh. Adolf

Hasse’s Werke auf der k. Bibliothek in Berlin. Von dems. --

/Zeitschrift für Ethnologie./ Organ der Berliner /Gesellschaft

für Anthropologie, Ethnologie u. Urgeschichte/. Unter Mitwirkung des

derzeitigen Vorsitzenden derselben R. Virchow herausgeg. von A. Bastian

u. R. Hartmann. Elfter Jahrgang. 1879. -- Heft I. Mit Tafel I-IV.

Berlin, 1879. 8.

Aus den Verhandlungen der Gesellschaft möchten hervorzuheben sein:

Lettische Schädel und archäologische Photographien aus Livland. Von

Graf Sievers. -- Fundstücke aus dem Kreise Sorau. Von Saalborn. --

Ueber die Lage des alten Truso.

/Verhandlungen der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin./ Band VI.

Nr. 1-3. Berlin, 1878. 8.

Gesellschaftsangelegenheiten. -- Geographische und Literatur-Notizen.

/Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und

Alterthumskunde/, aus den Arbeiten des Vereins herausgegeben von

Dr. G. C. Friedr. Lisch. Dreiundvierzigster Jahrgang. Mit angehängten

Quartalberichten. Schwerin, 1878. 8.

A. /Jahrbücher für Geschichte./ Ueber das alte Stadtbuch von

Neu-Kalen. Von Dr. Lisch. -- Norddeutsche Jesuitenberichte aus dem

Jahre 1762. -- Zur Genealogie der Grafen von Dannenberg. Von Dr. Saß.

-- Die Chronik Heinrich’s von Balsee. Von Dr. Crull. -- Lateinische

Chronik über die Rostocker Domhändel. --

B. /Jahrbücher für Alterthumskunde./ Alterthümer der Steinzeit von

Ostorf. Von Dr. Lisch (Mit Abbild.). --

/Meklenburgisches Urkundenbuch./ Herausgegeben von dems.

/Vereine/. XI. Band. Orts- und Personen-Register zu Band V-X.

Schwerin, 1878. 4. 700 Stn.

/Mittheilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte./ 2.

Jahrgang, 1878/79. Nr. 4-6. Februar-April 1879. Hamburg. 1879. 8.

Vereinsnachrichten. -- Kalender-Notizen der Familie Bekendorp. Von K.

Koppmann. -- Zur sinnbildlichen Darstellung von Städten. Von Martin

Gensler. -- Hammonia. II. Von K. Koppmann. III. Von K. E. H. Krause. --

Vom Lachs-Essen. Von K. Koppmann. -- Pepermöle. Von F. Voigt. -- Eine

Urkunde des Domkapitels. Von K. Koppmann. -- St. Gertrud. Von dems.

-- Crucepenninge. Von dems. -- Hamburgensien in Bogers Etherologium

von 1506. Von K. E. H. Krause. -- Pilatuspool. Von K. Koppmann. --

Literatur.

/Neues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde

zur Beförderung einer Gesammtausgabe der Quellenschriften deutscher

Geschichten des Mittelalters./ Vierter Band, zweites Heft. Hannover,

Hahn. 1879. 8.

Ueber die verschiedenen Texte des Liber pontificalis. Von G. Waitz.

-- Die handschriftliche Ueberlieferung der lateinischen Dichtungen

aus der Zeit der Karolinger. II. Von E. Dümmler. -- Handschriften in

Englischen Bibliotheken. Von G. Waitz. -- Miscellen: Aus Handschriften.

Von E. Dümmler. -- Papstbriefe. Von Thaner. -- Aus Handschriften. Von

W. Wattenbach. -- Bemerkungen zu Wipo. Von May. -- Ueber eine Pisaner

Chronik. Von O. Hartwig. -- Gesellschaftsnachrichten.

/Zeitschrift des historischen Vereins für Niedersachsen./

Herausgegeben unter Leitung des Vereins-Ausschusses. Jahrgang 1878 u.

40. Nachricht über dens. Verein. Hannover, Hahn. 1878. 8.

Die Stadt Göttingen u. Herzog Erich der Aeltere im Anfang des XVI.

Jhdts. Von A. Hasselblatt. -- Denkwürdigkeiten der zellischen Herzogin

Elonore, geb. d’Olbreuse. Von A. Köcher. -- Hannoversche Stadtchronik

von 1635 bis 1652... Mitgeth. von dems. Geschichte der adelichen

Familie von der Kettenburg im Fürstenthum Lüneburg. Von F. Grütter.

-- Sagen und Mythen aus dem Sollinge. Von A. Harland. -- Bierstreit

der Stadt Einbeck mit dem Herzog Philipp dem Jüngern von Grubenhagen,

1574-1579. Mitgeth. v. H. L. Harland. -- Mittheilungen aus dem Rothen

Buche der Kaufmanns-Innung der Stadt Hannover. Von G. F. Fiedeler. --

Die Schlacht bei Hastenbeck am 26. Juli 1757. Von Dr. Deiter. -- Der

Urnenfriedhof von Quelkhorn. Bericht von Ch. Hostmann. -- Die Wüstungen

des Kreises Holzminden. Von H. Dürre. -- Acht bisher ungedruckte Briefe

v. Chr. G. Heyne an J. G. Zimmermann. Mitgeth. von Ed. Bodemann. --

Die Weihe und Einführung des Herzogs Heinr. Julius von Braunschweig

als Bischof von Halberstadt und die damit verbundenen Streitigkeiten,

1578-1580. Von dems. -- Volkslied auf die Schlacht bei Lutter am

Barenberge, 17/27. Aug. 1626. Mitgeth. von dems. -- Schul-Reformen des

Herzogs August des J. von Braunschweig-Wolfenbüttel aus den Jahren

1646 und 1662. Von dems. -- Der Braunschweigische Soldatenhandel nach

Amerika 1776. Von dems. -- „Jährliche Hoflieferung aus der Stadt

Braunschweig nach Wolfenbüttel.“ Mitgeth. v. dems. -- Zum Asseburger

Urkundenbuch. Von Dr. Dürre. Mit Nachträgen von J. J. Ficker,

Bochholtz-Asseburg u. Bodemann.

/Zeitschrift des Architekten- und Ingenieur-Vereines zu Hannover./

Herausgegeben von dem Vorstande des Vereins. Redigirt von Keck... Band

XXV, Heft I. Jahrgang 1879. 2.

/Die Kunst im Gewerbe./ Darstellung ausgeführter Arbeiten ...

nebst Original-Aufnahmen kunstgewerblicher Erzeugnisse aus der

Blüthezeit des Mittalalters, hrsg. von /dems. Vereine/, redigirt

von Edwin Oppler. Band VII, Heft 4 u. 5. Leipzig, 1878. 2.

Brustharnisch aus dem XVI. Jahrhdt. Aufgenommen von O. Schultze.

/Numismatisch-sphragistischer Anzeiger./ Zeitung für Münz- Siegel-

u. Wappenkunde. Herausgegeben von H. Walte und M. Bahrfeldt. Organ des

/Münzforscher-Vereins zu Hannover/; X. Jahrg., Nr. 1-4. Hannover,

1879. 8.

Hofgeissmarsche Denare. Von Weingärtner. -- Nachträge zu den

Kupfermünzen Westfalens. Von Dr. Wm. Freudenthal. -- Angeblicher Gulden

eines Prinzen von Japonien 1683. Von Wolff. -- Die Hannoversche Münze.

Bischöflich Augsburgische Münzen des XII. Jahrhundts. Von W. Schratz.

-- Ergänzungen zu Weil’s Verzeichnisse Brandenburg-Preussischer

Münzbeamte. Von Wolff. -- Literatur. -- Kaufgesuche etc. etc.

/Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde./

Herausgeg. von dem /Verein für Geschichte und Alterthumskunde

Westfalens/ durch dessen Directoren. Fünfunddreißigster u.

sechsunddreißigster Band. Mit 1 lithogr. Karte. Münster, 1877 u. 78. 8.

Die Gilden binnen Münster i. W., ein Beitrag zum Gildewesen in

Deutschland. Von Dr. Th. Tophoff. -- Vereinschronik. -- Beschreibung

des vormaligen Bisthums Minden. Von L. A. Th. Holscher. -- Der

Solling. Von Dr. Kampschulte. -- Ausgegangene Ortschaften und

Ansiedelungen in der Umgebung der Stadt Salzkotten. Von E. von Sobbe.

-- Die „Ellenden-Bruderschaft“ zu Paderborn. Von W. E. Giefers.

-- Consules Civitatis Huxariensis. Gesammelt von H. Dürre. -- Die

Humanisten Joseph Horlenius und Jacob Montanus. Von Dr. D. Reichling.

-- Zwölf Zeitungen aus dem dreißigj. Kriege. Herausgeg. von J. B.

Nordhoff. -- Münsterische Chronik oder Begebenheiten im siebenjähr.

Kriege in Münster. -- Der Badeort Driburg. Von W. E. Giefers. --

Necrologium Herisiense. Von Dr. Jul. Evelt. -- Geschichte des

Cistercienserinnen-Klosters Gaukirch zu Paderborn während der ersten

Jahrhunderte seines Bestehens. Von A. Bieling. -- Kloster Brenkhausen.

Von Dr. A. Koch. -- Woher hatte das vormalige Dominicanerinnen-Kloster

„Galiläa“ seinen Namen.... Von Dr. Jul. Evelt. -- Eresburg,

Irmensäule, Bullerborn. Von W. E. Giefers. -- Ueber die angebliche

Ordnungslosigkeit und Lückenhaftigkeit der Traditiones Corbeienses. Von

Dr. H. Dürre. -- Die Lage des Schlachtfeldes von Idistaviso. Von R.

Wagener. -- Literar. Anzeigen.

/Blätter zur näheren Kunde Westfalens./ Organ des /histor.

Vereins für das Herzogthum Westfalen/. Herausg. durch Dr. K.

Tücking. XVI. Jahrg. 1878. 1.-4. Heft. Meschede. 8.

Die Familie von Ohle und ihre Stuhlherrngüter in der Freigrafschaft

Hundeme. Von Brüming. -- Das Lehngut Bödefeld. Von Dr. Tücking.

/Thurgauische Beiträge zur vaterländischen Geschichte./

Herausgegeben vom /histor. Vereine des Kantons Thurgau/.

Neunzehntes Heft. Frauenfeld, 1879. 8.

Vereinsangelegenheiten. -- Beiträge zur thurg. Landes- und

Kirchengeschichte aus der Reformationszeit. Mitgeth. v. H. S.

Sulzberger. -- Erlebnisse des Pfarrers von Schlatt bei Dießenhofen,

Melchior Kirchhoffer, in den Kriegsjahren 1798-1800. Mitgetheilt v.

Pfr. Schmid.

/Anzeiger für schweizerische Geschichte./ Herausgegeben von der

/allgemeinen geschichtsforschenden Gesellschaft der Schweiz/.

Neunter Jahrgang. (Neue Folge.) Nr. 1 u. 2. 1879. Solothurn, 1879. 8.

Zur ältesten alamannischen Geschichte. 2. Kämpfe in der Zeit der Kaiser

Valerianus und Gallienus. Von Dr. G. Meyer von Knonau. -- Thüring

Frickart und Niklaus Manuel, Großvater und Enkel. Von Dr. G. F. Rettig.

-- Unedierte Chroniken. Von Dr. E. v. Muralt. -- Ein Stauffacher als

kaiserlicher Gesandter in der Schweiz. Von Dr. Th. von Liebenau. --

Das Album Johann Zollikofer’s zu St. Gallen. Von Dr. Alfred Stern. --

Haduwig, die Gemahlin, Eppo’s von Nellenburg. Von Joh. Meyer. -- Zur

Beleuchtung des Freiheitsbriefes König Heinrich’s VII. für Uri, v. 26.

Mai 1231. Von Dr. G. Meyer v. Knonau. -- Niklas Manuel und Thüring

Frickart. Von Dr. J. Bächtold. -- La régiquin. Von Jos. Schneuwly. --

Grabschriften der in Luggarus verstorbenen Landvögte. Von Emil Motta.

-- Fälschung von Schweizer Münzen im Schloß Chillon. Von Dr. Th. von

Liebenau. -- Der friedsam Bär in’s Schultheißen Hans Hug Täschen. Von

dems.

/Mittheilungen der antiquarischen Gesellschaft/ (der Gesellschaft

für vaterländische Alterthümer) in Zürich. Band XX, Abth. I, Heft 2.

(XLIII). Zürich, 1879. 4. Mit 9 Tafeln.

Die Glasgemälde in der Rosette der Kathedrale von Lausanne. Ein Bild

der Welt aus dem XIII. Jahrh. Von J. Rudolf Rahn.

/Mémoires et documents/ publiés par /la Société d’histoire de

la Suisse romande./ Tome XXXIV. /Mélanges./ Seconde Livraison.

Lausanne, 1879. 8.

Notice biographique sur Louis de Charrière. Par G. de Charrière. --

Notice sur le milliaire de Vich. Par Ch. Morel. -- Histoire monétaire

de Lausanne (1394-1476). Par H. Morel-Fatio. Nécrologue de la

Chartreuse de la Lance, précédé d’une notice historique et suivi de

documents. Publié par l’abbé J. Gremaud.

/La rose de la cathédrale de Lausanne/ par Rahn. -- Mémoire

traduit de l’Allemand par William Cart. 36 Seiten und 9 lithogr. Tafeln.

/Mémoires et documents publiés par la société d’histoire et

d’archéologie de Genève./ Tome I, cahier 3. Genève et Paris. 1878. 4.

Peinture, de la Saint-Barthelemy par un artiste contemporain comparée

avec les documents historiques par Henri Bordier. 36 Stn. mit 2 Tafeln.

Vermischte Nachrichten.

58) In einer Torfgrube bei Grenaa in Jütland wurde Mitte vorigen

Monats beim Torfgraben ein wohlerhaltener /Leichnam einer jungen

Frau/ gefunden, der jedenfalls seit der Bronzezeit hier gelegen. Die

Leiche wurde in Gegenwart des Hardevogtes und des Distriktsarztes sehr

sorgfältig aufgenommen und auf dem Kirchhofe zu Oerum beerdigt. Später

ist dieselbe jedoch auf Veranlassung des altnordischen Museums wieder

ausgegraben und per Dampfschiff nach Kopenhagen gesandt worden.

(Nordd. Allg. Zeit., Nr. 222.)

59) Auf dem Lindenhof in Zürich wurde dieser Tage ein beträchtlicher

Münzfund von mehreren goldenen und einigen hundert Silbermünzen

aufgehoben. Fast alle Münzen zeigen die Bildnisse verschiedener Kaiser

und deren Gemahlinnen des 2. Jahrhunderts (Hadrian, Antoninus Pius,

Marc Aurel, Verus, Commodus etc.) und sind sehr gut erhalten.

(St.-Anz. f. Württemb., Nr. 133.)

60) Das Dorf /Mariaweiler/ bei /Düren/ hat sich als ein

großes /Trümmerfeld römischer Ansiedelungen/ erwiesen. Man

schreibt über den Erfolg der bisherigen, fünftägigen Ausgrabungen

der „Dürener Volkszeitung“ vom 17. Mai: Von der römischen Villa in

Mariaweiler ist jetzt so viel bloßgelegt, daß sich die Baderäume

mit einiger Sicherheit bestimmen lassen: das Zimmer fürs Schwitzbad

(tepidarium), fürs warme Bad (caldarium) und fürs kalte Bad

(frigidarium). An das der Straße zugekehrte, nördliche Zimmer schließt

sich westlich das zuerst aufgefundene, halbrunde Badebecken, zu

welchem zwei Treppenstufen hinunterführen. Südlich nach der neuen

Kirche zu ist ein kleiner Theil des Heizraumes (praefurnium) mit dem

Ofen (hypocausis) bloßgelegt. Sehr kenntlich liegen die Reste der

Luftheizung vor Augen. Zunächst steht noch ein großes Stück des hohen,

breiten Kanals, welcher die erwärmte Luft aus dem Feuerungsraume in

das östliche Badezimmer führte. Sowohl in diesem, wie in dem westlich

daranliegenden, mit einer halbrunden Nische abschließenden Zimmer

bedecken die Trümmer der meist aus runden, theilweise auch aus grauen

quadratischen Ziegeln aufgemauerten, etwa 1-1/2 Fuß hohen Säulchen in

regelmäßigen Abständen von etwa 1-1/2 Fuß den Boden. Sie trugen den

zweiten Boden, so daß die aus der hypocausis in den Kanal einströmende

warme Luft in diesem Souterrain (suspensurae) zwischen den Säulen sich

verbreiten konnte. Von hier stieg dieselbe alsdann durch thönerne

Röhren (tubi) an den Wänden in die Badezellen hinein. Das halbrunde

Becken und die Treppe in dem nördlichen Zimmer ist in allen Ecken,

also rund um den Boden und überall da, wo zwei Flächen sonst fast

zusammenstoßen, mit Rundstäben ausgelegt, ein Verfahren, aus dem wir

heut zu Tage wohl noch etwas für unsere Cementarbeiten lernen können.

Neben dem Becken ist noch ein Streifen des Bodens mit Marmor belegt.

Die Inschrift, welche in der halbrunden Nische des westlichen Zimmers

(also von dem Becken aus südlich) unter Trümmern von Hohlziegeln,

Thonröhren und Wandbekleidungsplatten aufgefunden wurde, steht auf

einer Ziegelplatte, die ebenfalls ein Theil eines Hohlziegels oder

einer Wandplatte zu sein scheint. Die Platte ist etwa 11 zu 23 cm.

groß. Die oberste Zeile zeigt mit unverkennbarer Deutlichkeit das

Datum des heutigen Tages, den 17. Mai: XVI. K(al.) Iunias. Der übrige

Theil der Inschrift ist noch nicht gelöst; er ist im Abdruck an einen

Spezialforscher auf diesem Gebiete abgesandt worden. Vor vollständiger

Reinigung der Platte schien sie auf das Jahr XI. des Augustus, also

19 v. Chr., hinzudeuten. Sollen wir vor sicherer Lösung eine neue

Vermuthung aussprechen, so scheint uns ein Hinweis auf die 11. Legion

vorzuliegen. Das würde wol die 70er Jahre nach Christus ergeben.

Denn als in den Jahren nach 68-70 in den Wirren unter Galba, Otho

und Vitellius die germanischen Legionen gelitten hatten und Claudius

Civilis mit seinen aufgestandenen Batavern gerade hier in Düren die

römisch gesinnten Ubier geschlagen, wurde die 11. Legion hierher zur

Unterstützung gesandt, in späteren Zeiten aber wieder aus unserer

Gegend zurückgezogen. Bemerkenswerth ist wohl noch, daß die Bäder zwar

am Abhange des Hügels liegen, jedoch nicht (nach Vitruvs Vorschrift)

den Osten des Hauses eingenommen haben. Die ausgegrabenen Räume werden

demnächst gesäubert und wie die Inschrift photographiert. Nachzutragen

ist, daß in einem östlich von den Baderäumen theilweise aufgedeckten

Zimmer die rothen Wände durch weiße Striche in Vierecke abgetheilt

sind, daß die aufgefundenen römischen Münzen bis ins 4. Jahrhundert

reichen, daß sich unter den vielen Scherben auch zwei erhaltene

Thongefäße, ein Krug und eine Schüssel, fanden. Auf der „Heidenburg“,

wo seit vorgestern gegraben wird, ist bereits römisches Mauerwerk

bloßgelegt, auch fanden sich Lanzenspitzen, ein Schlüssel u. s. w. Die

dort gefundenen römischen Münzen sind ebenfalls mit Edelrost (patina)

über und über bedeckt.

(D. Reichsanz., Nr. 122.)

61) /Trier/, 28. Mai. Gegen Ende der vorigen Woche ist, wie die

„Tr. Ztg.“ mittheilt, in einem Grundstücke am Olewiger Wege, wo in der

Nähe des tiefen Bahneinschnittes wegen einer baulichen Anlage eben eine

bedeutende Bodenausschachtung stattfindet, ein eigenthümlicher antiker

Fund gemacht worden. In einer Lehmschichte fand man daselbst, und zwar

in einer mit schwärzlicher Erde gefüllten Mulde, eine bedeutende Zahl

römischer Münzformen aus gebranntem Thon. Man schätzt die Gesammtzahl

der Formen auf 800 bis 900 Stück. Leider sind manche der Formen

zerstreut worden, in verschiedene Hände gelangt, oder gar nicht sorgsam

aufgelesen worden, so daß viele derselben mit dem Schutt weggekarrt

worden sind. Die qu. Formen beziehen sich auf verschiedene römische

Kaisermünzen und haben vermuthlich zu einer großartigen Falschmünzerei

gedient. Die einzelnen Formen (Thonplättchen von der annähernden Größe

eines Markstückes und der Dicke eines Zweimarkstückes) waren beim

Gebrauch vielleicht in der Zahl von 20, 30, 40 Stück zu einer Rolle

aneinandergereiht. Ueber diese Rolle zog sich eine Rinne hin und mit

dieser korrespondierte zwischen je zwei Thonplättchen ein Gießloch.

Indem nun das flüssige Metall in die Rinne gegossen ward, füllten sich

durch den einen Guß die Hohlräume aller aneinandergereihten Formen,

so daß sich mit einem Male eine ganze Anzahl von Münzen bildete.

Jedes Thonplättchen besitzt auf der einen Seite die Matrize für die

Aversseite einer Münze und auf der andern Seite die Reversseite für

eine zweite Münze; nur die die beiden Enden der Rolle bildenden

Thonförmchen haben blos auf der Innenseite die Vertiefung einer Münze

und sind auf der Außenseite platt. Der ganze Fund bedarf selbstredend

noch eines gründlichen Studiums, bevor über dessen volle Bedeutung ein

Urtheil abgegeben werden kann.

(Nordd. Allg. Zeit., Nr. 212.)

62) Die Hessische Landeszeitung Nr. 131 bringt einen Schmerzensschrei,

daß die unweit des Schlosses, wo soeben die allgemein befriedigende

Ausstellung von Plänen, Ansichten u. s. w. des „alten Mainz“

stattgefunden, die aufgedeckten Reste der romanischen Kirche des

Petersstiftes nicht aufgenommen und, so weit möglich, conserviert

werden, was freilich im Ganzen nicht wohl angehen wird. Auffallend

wäre es jedoch in der That im höchsten Grade, wenn gerade in Mainz

Steinsärge, die Grabsteine des Dechanten Johann von Cassel, des

Scholasters Johann Wasmod aus dem 15. Jhdt. nicht sollten geborgen

werden können, und wohl möchten wir glauben, daß nur dringende Gründe

eine einstweilige Verzögerung veranlaßt haben, die freilich sehr

bedauerlich wäre, wenn Beschädigungen inzwischen stattgefunden haben.

63) Die herzogl. Braunschweig’sche Regierung hat sich im letzten

Jahrzehnte um die Restauration der, theilweise starkbeschädigten,

großen mittelalterlichen Kirchen- und Klosterbauten des Landes

großes Verdienst erworben. Der Dom zu Braunschweig, die Kirchen zu

Marienberg bei Helmstädt, Königslutter, Riddagshausen u. a. sind

neu verjüngt worden. Nunmehr soll auch die Restauration der Kirche

zu /Supplingenburg/ in Angriff genommen werden, welcher das

Schicksal des Abbruches schon lange gedroht hatte, da sie nicht nur,

mitten in einer Domäne stehend, die Oekonomie behindert, in ihrer

Größe außer jedem Verhältnisse zur kleinen Gemeinde steht, sondern

auch derart baufällig ist, daß in der That die Frage schwerer zu

beantworten ist, welche Ursachen ein Bauwerk in einen solchen Grad

des Verfalles bringen können, als welche Ursachen dasselbe noch vor

vollständigem Zusammensturze hindern. So hatten auch schon früher die

Techniker wiederholt die Unmöglichkeit der Erhaltung des Bauwerkes

hervorgehoben, bis die jetzige Baudirektion, deren warmem Interesse

die Initiative bei fast allen Restaurationen zu danken ist, den Muth

fand, auch diese Arbeit in Angriff zu nehmen, zu der in dankenswerther

Weise Regierung und Stände die nöthigen, nicht unbeträchtlichen Mittel

verwilligt haben. Freilich wird die Restauration großentheils einem

Neubau gleichkommen, da offenbar nur das Ausweichen der Fundamente die

Veranlassung zu den Hauptschäden geworden sein kann.

64) /Metz/, 7. Juni. Die /Restaurationsarbeiten an der hiesigen

Kathedrale/ sind jetzt so weit fortgeschritten, daß die Renovierung

der je 400 qm. messenden Hauptfenster in Angriff genommen werden

konnte. Die in spätgothischem Stil ausgeführten Glasgemälde von hohem

Kunstwerthe werden gegenwärtig herausgenommen, um in Aachen von

künstlerischer Hand renoviert zu werden.

(D. Reichsanz., Nr. 135.)

65) Abermals ist ein hochmerkwürdiges Bauwerk in seinem Bestande

bedroht, das Rathhaus zu Alsfeld in Hessen, jener malerisch, technisch

und historisch äußerst interessante Fachwerksbau, der, ohne baufällig

zu sein, und trotzdem er mit einem Aufwande von etwa fünf tausend

Mark wieder vorzüglich in den Stand gesetzt werden könnte, nach einem

Beschlusse des Gemeinderathes niedergerissen werden soll. Einstweilen

ist durch den Kreisrath Einspruch erhoben und die Angelegenheit dem

Provinzialausschusse vorgelegt worden; ein Aufruf an die Bürgerschaft

Alsfelds ist veröffentlicht worden, und so ist zu hoffen, daß die

Gefahr noch abgewendet wird. Es wäre in der That zu schlimm, wenn

fort und fort die Zahl der Opfer, welche heutige Barbarei verlangt,

um solche köstliche Perlen vermehrt werden sollte, weil die gerade

zufällig regierenden Gemeinderäthe kein Verständniß haben. Hat nicht

jeder Fremde mit Interesse das alte Gebäude betrachtet? Haben nicht

Maler und Architekten dasselbe so oft gezeichnet? Sollten die Herren in

Alsfeld nicht glauben, daß gerade die Künstler zu beurtheilen wissen,

was schön ist? Wollen sie mit Gewalt den Vorwurf der Barbarei und des

Mangels an Pietät auf sich laden?

66) Ueber die /Berner Burgunderteppiche/ schreibt die „N. Zürch.

Ztg.“ vom 19. d. Mts.: Bekanntlich wurde vor mehreren Jahren die

Restauration der unter dem Namen „Burgunderteppiche“ bekannten, aus der

Beute der Schlachten bei Grandson und Murten herrührenden Zelttapeten

Karls des Kühnen beschlossen, da die Trophäen durch die Länge der Zeit

sehr gelitten hatten und zu besorgen stand, es möchte durch Zuwarten

und den damit verbundenen weiteren Zerfall der kunstvollen Gewebe

die Zerstörung der Zeichnungen solche Fortschritte machen, daß sie

theilweise unkenntlich würden. Diese Tapeten stammen ihrem Gewebe nach

aus Arras, an der Grenze der industriellen Flandern, wo sie schon

zur Zeit Philipps des Guten von Burgund, Karls Vater, angefertigt

worden sein mögen. Sie sind en haute lisse, in Wolle, mit Gold und

Silber durchwirkt, stückweise gewoben und zusammengesetzt und zierten

einst höchst wahrscheinlich das Innere des hölzernen Prunkzeltes des

Herzogs bei Murten. Ihre Darstellungen sind religiösen, historischen

und heraldischen Inhalts. Den im Laufe der letzten Jahre reparierten

drei Tapeten hat sich nun eine vierte angeschlossen, die, vollständig

restauriert, vor mehreren Tagen das Atelier der Frau M. Carey-Bay

verließ und von einer Kommission übernommen wurde, die die Arbeit zu

beaugenscheinigen und zu beurtheilen hat. Dieser letztere Teppich

stellt die Anbetung der drei Könige vor dem Jesuskinde dar, mit dem

Spruche des Engels: „Non redietis ad Heroden“ (Kehrt nicht zu Herodes

zurück). Obwohl die Tapete eine der kleineren ist, -- sie mißt 13’

in der Länge und 12’ in der Breite -- und auch die Havarien relativ

nicht so schwer waren, als die an anderen Tapeten, erforderte die

Restauration dennoch anderthalb Jahre Zeit.

(D. Reichsanz., Nr. 118.)

67) Vor Kurzem wurde in der Nähe von /Görlitz/ bei Königshayn

ein anscheinend nicht bedeutender, wol nur theilweise in meine Hände

gelangter Münzfund gemacht, der zur Hälfte aus Wendenpfennigen, wie sie

im nordöstlichen Deutschland, der Lausitz etc. häufig vorkommen, in

etwa 14 Stempelverschiedenheiten bestand. Die andere Hälfte enthielt

eine geringe Anzahl recht gut erhaltener Denare Herzogs Brzetislaw I.

von Böhmen (1037-1055) und zwar die im Katalog Kilian unter Nr. 105,

107, 108, 111, 120 und 199 verzeichneten Arten; ferner einige Denare

der Könige Stephan I. und Andreas I. von Ungarn und einen Denar des

Erzbischofs Pilgrim von Köln. Mit Rücksicht auf die Münzen Andreas I.

(1046-1060) dürfte die Vergrabung der Münzen in der letzten Hälfte des

11. Jahrhunderts stattgefunden haben.

Ferner fand Ende März d. J. ein Arbeiter im Dorfe /Leest/ bei

Potsdam, bei Regulierung der ungepflasterten Dorfstrasse, unmittelbar

unter dem Fahrwege, einen Spatenstich tief, einen Topf mit mehreren

Hundert Denaren des Erzbischofs Adelgod von Magdeburg (Wellenheim No.

72, 42, 43, 44). Von den im Funde noch vorhandenen drei Varietäten

waren jedoch nur je 2 Exemplare da.

/Potsdam/, April 1879. /Julius Lange./

(Blätter f. Münzfreunde, Nr. 76).

68) Zu Tollwitz (Kirchspiel Teuditz bei Dürrenberg) wurden kürzlich,

beim Neubau eines Kellers, in einem thönernen Topfe über 200

landgräflich thüringische Groschen gefunden. Drei uns vorliegende

Stücke sind von Friedrich dem Einfältigen (1406/40).

(Blätter f. Münzfreunde, Nr. 76).

68) Die /Alterthümer-Ausstellung in Münster/, welche in der

westfälischen Hauptstadt zur fünfzigjährigen /Jubelfeier des dortigen

Alterthumsvereins/ für die beiden ersten Juniwochen veranstaltet

wird, entwickelt sich, der „Wes. Ztg.“ zufolge, über alle Erwartung

großartig. Kirchen und Schlösser, Museen und Bibliotheken, Behörden,

Korporationen und Private scheinen förmlich gewetteifert zu haben,

aus ihren reichhaltigen Schätzen das Herrlichste, Kostbarste und

Interessanteste herzugeben. Man darf unbedenklich behaupten nicht

blos, daß eine so reiche und so bedeutende Sammlung von Alterthümern

in Westfalen noch niemals zuvor vereinigt war, sondern auch, daß kaum

eine zweite Provinz einen ähnlichen Reichthum würde aufstellen können.

Der möglichst kurz gehaltene Katalog, welcher am Eröffnungstage,

Pfingstsonntag, in schmuckem Gewande fertig vorliegen sollte,

umfaßt nicht weniger als zehn Druckbogen. Auf den ersten fünf sind

zunächst 39 römische, 52 germanische und 36 merovingische Alterthümer

aufgezählt. Darauf folgen 141 Nummern mit „Waffen“, an der Spitze die

ganze Ritterrüstung Walthers von Plettenberg. Dann aber kommt ein

unabsehbarer Reichthum von 6-700 „Metallsachen“, an der Spitze der

Reisekelch des heil. Ludgerus, welchem beinahe 70 weitere Kelche aus

dem 11. bis 17. Jahrhundert, sowie eine lange Reihe der herrlichsten

Reliquienschreine, Monstranzen, Ciborien, kleinerer Reliquiarien

(über 80), Kreuze, Altar-, Kron- und Standleuchter, Rauchfässer,

Gießlöwen, Weihkessel, Schüsseln, Pokale, Becher, Schalen, Dosen,

Schmuckkästchen, Bestecke, Ketten, Rosenkränze, Medaillons, Figuren,

Uhren, Stäbe, Schlösser, Mörser, Krüge etc. -- allesammt durch Alter

und Kunstwerth hervorragend -- sich anschließen. Die nächste Abtheilung

bringt Sachen aus Bein, Schildpatt u. dgl. Dann folgen die antiken

Möbel, die Gobelins und Tafelbilder, die Werke der alten Bildhauer-

und Holzschneidekunst, die alten Buchmalereien, die Glas- und

Porzellansachen, die Paramente und Stickereien etc.

(Deutsch. Reichsanz., Nr. 128.)

Verantwortliche Redaction: Dr. A. /Essenwein/. Dr. G. K.

/Frommann/.

Verlag der literarisch-artistischen Anstalt des germanischen Museums in

Nürnberg.

Gedruckt bei U. E. /Sebald/ in Nürnberg.

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Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit (Jg. 26, 1879) Neue Folge · 第 101 / 177 题