[196: während.]
Altes Dintenrecept.
Nota. Candidissime lecter wiltu gute Dintten machen fur den Conuent so
kauff zu Nordlingen 3 fl. gallas 1 L. vitriol, der gren[197] sey vnd
4 lot gumi: thu dise species Gallas vnd vitriol in ainen gleseyrten
Hafen: vnd nim 5 maß gsin wein[198] vnd seetz den Hafen in ain glut,
rier sie steet, laß sieden vnd lug eben auff[199] das nit yber lauff:
vnd so sie gesotten hat wie ain wein supp: so seetz den Hafen an ain
ort das er nit werd vmb gestoßen: vnd lee[200] werd. sol doch alweg wol
bedeckt bleyben. So rier darnach den Gumi dar ein: vnd laßs ston xiiij
tag bedeckt. vnd riers altag offt von boden auff vnd nach den 14 tagen
seich sye durch ain leynin altßs Duch, So ist die Dinth gerecht: Hoc
Auramentum[201] est crebro probatum per fratrem Johannem Schwayckofer
Coͤnobitum in Nöreßhain etc. Anno 1544.
/Regensburg./ Dr. /C. Will./