XVII

Die Wette begann noch im »festländischen« Meere, und sie tranken bis zur

Rigaschen Dünamünde, aber sie tranken immer gleich und gaben einer dem

andern nicht nach, und bis dahin tat es einer dem andern gleich, daß,

wenn der eine ins Meer blickte und sah, wie aus dem Wasser der Teufel

hervorkriecht, sich sogleich auch dem andern ganz dasselbe offenbarte.

Nur, daß der Bootsmann einen rothaarigen Teufel sieht, während der

Linkser sagt, er sei dunkelhaarig, wie ein Mohr.

Der Linkser spricht:

»Bekreuze dich und drehe dich weg -- das ist der Teufel aus der

Meerestiefe.«

Der Engländer aber streitet:

»Das ist ein Taucher.«

»Willst du« -- spricht er -- »so will ich dich ins Meer schleudern, aber

fürchte dich nur nicht, er wird dich mir sogleich zurückgeben.«

Der Linkser aber antwortet:

»Wenn das so ist, so wirf mich nur ins Wasser.«

Der Bootsmann nahm ihn auf den Rücken und trug ihn zum Bord.

Die Matrosen sahen dies, hielten sie an und teilten das dem Kapitän mit;

der aber befahl, sie beide unten einzuschließen und ihnen Rum und Wein

zu geben und kalte Speisen, damit sie essen und trinken und ihre Wette

ausrichten könnten. Aber den heißen »Studing« ihnen brennend zu geben

verbot er, damit bei ihnen im Innern der Spiritus sich nicht entzünden

könne.

So brachten sie sie eingesperrt bis nach Petersburg, und jene Wette

hatte keiner an den andern verloren, dort aber legte man sie auf gleiche

Tragbahren und brachte den Engländer ins Gesandtenhaus auf dem

»Englischen Quai«, den Linkser aber ins Polizeirevier.

Von da an begann ihr Schicksal sich gar sehr zu unterscheiden.

Eine Teufelsaustreibung, und andere Geschichten · 第 69 / 74 题