Der Bär war wohl zu klug, um nicht einzusehen, was für eine nützliche
Waffe der Balken für ihn war; oder war es nur der Schmerz in der vom
Strick umschlungenen Tatze? -- jedenfalls brüllte er auf und zog den
Strick noch fester an, so daß der Balken in der gleichen horizontalen
Ebene mit seiner Tatze zu liegen kam und wie ein riesenhafter Kreisel zu
surren begann. Er mußte alles, was ihm in den Weg trat, niederschlagen
und zermalmen. Wenn aber der gespannte Strick an einer Stelle nicht
genügend stark wäre und zerrisse, so würde der Balken durch die
Zentrifugalkraft weit hinaus geschleudert werden. Gott allein weiß, wie
weit er fliegen und was er alles unterwegs zermalmen würde.
Wir alle -- Menschen, Pferde und Hunde, die im Kreise herumstanden,
schwebten in größter Gefahr, und ein jeder wünschte schon aus
Selbsterhaltungstrieb, daß der Strick, an dem Sganarell seine
Riesenschleuder schwang, nicht reiße. Womit sollte aber das alles enden?
Niemand, außer einigen Jägern und den beiden Schützen, die im
Hinterhalte am Waldesrande saßen, hatte Lust, das Ende abzuwarten. Das
ganze übrige Publikum aber, die Gäste und die Verwandten des Onkels, die
dieser Veranstaltung als Zuschauer beiwohnten, fanden an der Sache gar
kein Vergnügen mehr. Alle gaben ihren Kutschern den Befehl, möglichst
schnell die gefährliche Stelle zu verlassen, und die Schlitten sausten,
einander überrennend und überholend, dem Hause zu.
Bei dieser lächerlichen und unordentlichen Flucht gab es einige
Zusammenstöße und Stürze, einiges zum Lachen und sehr viel Schrecken.
Die aus den Schlitten Herausgefallenen glaubten, daß der Balken sich
schon vom Strick losgerissen habe und über ihre Köpfe surre, während das
wütende Tier ihnen nachsetze.
Die Gäste, die das Haus erreichten, konnten sich bald beruhigen;
diejenigen aber, die zurückblieben, sahen etwas noch weit
Schrecklicheres.