TO

Manchmal im harten Wind,

der tierisch erbrüllen macht über die Ebene weit

gewaltige Eschen, unter denen ich liege auf unserer Wiese in Rottach,

fühle ich, dein Blut überfällt mich

und ich weiß nicht, wo du bist, meine königliche Äffin.

Wenn mein Leib, der dunkel und braun ist von Segel und Sonne,

in den klirrenden Peitschen funkelnden Regens aufrauscht,

manchmal, meine ich, du seist in meiner Haut,

weil du meine Braunheit lieb hast.

Wenn der Sturm aufgeht zwischen Wiessee und Egern

und ich am Fock ihm entgegenstehe

mit aller Tiefe und Kraft die Böen zerreiße, reffend die Hände hebe

und im schmalen Zuck der Blitze

mich bade,

nicht wissend, ob ich verflucht bin oder geheiligt in meiner Jolle

von kreisenden Kränzen der Glut,

aber doch Hohn, Wimpel und Pinne fest in der Hand

wildes Geschrei der zerschäumenden Dinge

heiß überfunkle,

da,

wie aus aufdonnernden Munden von Kathedralen

in großen Städten,

singt etwas in mir

gewaltig und leise:

Meine Freundin.

Stehe von Lichtern gestreichelt: Gedichte · 第 9 / 21 题