Angelegenheiten und Richter in streitigen Dingen schicken lassen,
oder sich -- vorausgesetzt, daß damit die Verfassung der Union
nicht verletzt wird -- selbst regieren und richten sollen, ist im
Grunde nur eine Frage der politischen Etiquette, und es würde
nicht blos unbillig, sondern auch unklug sein, wollte man aus
ihrer Weigerung, dieselbe zu Gunsten der Centralregierung zu
bejahen, einen Hochverrathsproceß herleiten und irgend welche
Zwangsmittel anwenden. Die Folge würde ein Aufstand der Colonie in
den Felsengebirgen sein, zu dessen Dämpfung man zunächst
vielleicht »etliche Dragonerregimenter«, wie dies von den
Heißsporns unter den Zeitungsschreibern in den Staaten bereits
angekündigt worden ist, absenden würde. Diese Truppen würden nun
entweder vor den befestigten Pässen in den Rocky Mountains
umkehren müssen, oder man würde in Deseret sich fügen, und sie
würden, um fernere Auflehnungen zu verhüten, als Besatzung im
Lande zurückbleiben. Dabei könnte es aber nicht fehlen, daß die
Strenge der Befehlshaber wie einst in Missouri als Anmaßung und
grausame Härte ausgelegt werden würde. Die ohnedies in ganz
Amerika verbreitete Geringschätzung des Soldaten ferner würde bei
dem nun näher gerückten Vergleiche ihrer Trägheit mit dem eigenen
Bienenfleiße zur Entrüstung sich steigern, die sprichwörtliche
Galanterie der Epaulettenträger gegen das schöne Geschlecht
endlich bei den Haremsbesitzern unter den Latterday-Saints die
Dämonen der Eifersucht wecken. Die Erinnerung an das Gesetz, das
auf den Ehebruch Todesstrafe setzt, läge dann nahe, der Haß gegen
die »Heiden« würde auch die Ueberlegsamern leicht über den rechten
Weg verblenden, und wer kann dafür bürgen, ob dann nicht eines
Tags die Timpanogaberge ein Seitenstück zur sicilianischen Vesper
sähen? Möchten also die Mormonen sich den Dragonern Uncle Sams
unterwerfen oder nicht, in beiden Fällen würde man einen großen
Krieg führen müssen. Dieser Krieg würde in seinem Ausgange zwar
nicht zweifelhaft sein; er würde aber bei der Entfernung Deserets
von den Grenzen der Civilisation, bei der Schwierigkeit des
Transports von Geschütz und Proviant durch Wüsten ohne Straßen und
schiffbare Flüsse, die das Mormonenland von allen Seiten umgeben,
bei der Umwallung desselben mit schroffen Bergketten und bei der
kriegerischen Tüchtigkeit der dann zum glühendsten Fanatismus
erhitzten Heiligen außerordentliche Opfer an Geld und Menschen
erfordern und vielleicht Jahre hindurch dauern; ganz abgesehen
davon, daß er das erste Beispiel eines Bürgerkriegs wäre -- ein
Beispiel, welches die Vereinigten Staaten bei dem Zwiespalte
zwischen dem Norden und dem Süden mehr wie irgend ein anderer
Staat zu fürchten haben.
Und was wäre selbst mit dem raschesten und vollständigsten Siege über
die Empörer erreicht? Unser Jahrhundert gestattet keine
Albigenserkriege, und so könnte die Strenge des Gesetzes nur einige
von den Schuldigen treffen. Die große Masse abermals von Haus und Hof
zu vertreiben, dürfte man sich ebenso wenig erlauben. Man müßte sie
darum in ihrem Besitze lassen und sie durch eine Truppenmacht, welche
bei der Ausdehnung der Ansiedelungen in Deseret die reichliche Hälfte
der Armee der Vereinigten Staaten in Anspruch nehmen würde, im Zaume
zu halten suchen. Dadurch würde die Colonie verarmen. Das Bewußtsein
erlittenen Unrechts würde sich ferner von Geschlecht zu Geschlecht
fortpflanzen, und man hätte sich mitten auf dem Wege vom Mississippi
nach Californien, mitten unter den Rothhäuten, den dereinstigen
Glaubensgenossen der Heiligen vom jüngsten Tage, einen heimlichen,
nur auf Gelegenheit zur Rache harrenden Feind geschaffen, statt daß
man an dem Gebirgsstaate Deseret jetzt eine Herberge der Wanderer
nach dem Goldlande am Stillen Meere und eine Veste gegen die Wilden
besitzt, die mit der Zeit bessere Dienste zur Abwehr und zur Zähmung
ihrer Horden leisten wird, als alle die Forts an der westlichen
Grenze zusammengenommen. Endlich aber hätte man die Besiedelung
dieser wüsten Strecken, die von dem fleißigen Volke der Mormonen mit
so überraschendem Erfolge begonnen und fortgesetzt worden ist, auf
Jahre und Jahrzehente hin gehemmt, ja vielleicht für immer gestört,
da schwerlich Andere, als religiös Verfolgte und durch religiöse
Bande Zusammengehaltene diese Einöden ohne schiffbaren Fluß zum
Wohnplatze wählen und sich dort behaupten dürften.
Aus diesen und anderen, hier nicht anzuführenden Gründen ist es
wahrscheinlich, daß man die Mormonen gewähren und ihren Staat zur
Mündigkeit heranreifen lassen wird. Young und die übrigen Leiter der
Secte werden sich vor extremen Ansprüchen hüten und wenigstens den
Schein der Gesetzlichkeit bewahren. In Washington aber wird man über
geringfügige Abweichungen von der Regel hinwegzusehen wissen. Deseret
wird in weniger als zehn Jahren hunderttausend und vielleicht mehr
Einwohner haben, und die Welt wird das seltsame Schauspiel einer
Priesterrepublik, die Glied eines aus Demokratien bestehenden
Staatenbundes ist, erleben.
Dennoch ist dem Mormonenthume in Deseret kein günstiges Horoskop zu
stellen. Möglich, daß diese Pseudoreligion sich Jahrhunderte erhält.
Möglich auch, daß der Staat Deseret eine Zeit lang als Theodemokratie
Bestand hat -- in seiner jetzigen Gestalt wird keines von beiden
Dauer haben, und nicht unwahrscheinlich ist es, daß schon die
nächsten Jahre einen großen Riß durch das von Joseph Smith gegründete
Gebäude gehen und eine völlige Umgestaltung desselben sich vollziehen
sehen. Nicht von Außen, wohl aber von Innen, wird der Sturm sich
erheben, der es erschüttern wird. Aus der Mitte der Secte selbst wird
der Zerfall sich entwickeln, und zwar werden die Ursachen des
Zwiespalts um so eher wirken, je bereitwilliger man den Mormonen
gewährt, was sie verlangen, je mehr man sie als nicht vorhanden
betrachtet und sich selbst überläßt. Der Kitt, der sie bisher
zusammenhielt, hatte zu seinem Hauptbestandtheile das Märtyrerthum,
das sie durchmachten. Bedrohungen von Außen ließen sie nach Außen
blicken, und so übersah man, daß im Innern die böse Saat böse Früchte
reifte. Dazu kam der Kampf mit der Wüste, die Sorge für die
materielle Existenz. Sich nicht mehr gefährdet wissend und sich einer
gesicherten Existenz erfreuend, wird man in Kurzem zum Gefühle und
durch dieses zur Erkenntniß wenigstens der schreiendsten Misbräuche
und Irrthümer kommen, und der Erkenntniß wird der Abfall von dem
Bisherigen auf dem Fuße folgen.
Das Mormonenthum könnte sich dieser Erkenntniß, die seine ärgste
Feindin ist, möglicherweise länger erwehren, wenn es sich vollständig
von der übrigen Welt abzuschließen vermöchte. Aber einerseits beruht
sein Wachsthum auf der Einwanderung, und anderntheils erlaubt der
Geist unserer Zeit überhaupt keine derartige Isolirung. Keine zwanzig
Jahre wird es dauern, so wird die Rieseneisenbahn, welche den
Atlantischen mit dem Stillen Ocean verbinden soll, vollendet sein,
und diese Schienenstraße muß das Gebiet der Mormonen wo nicht
durchschneiden, doch berühren. Sie wird den Werth des Landes
steigern, indem sie die Preise der Producte erhöhen wird. Sie wird
aber auch die Ader sein, durch welche das Lebensblut des neunzehnten
Jahrhunderts, die Aufklärung und die Bildung desselben wieder in
dieses abgebundene Glied der geschichtlichen Menschheit dringt.
Höchst wahrscheinlich wird die Reaction des gesunden
Menschenverstandes sich schon früher durch den Wahn und die Bethörung
Bahn brechen, die jetzt die Massen gefangen halten. Die erste Störung
der jetzigen Harmonie wird vermuthlich von der Vielweiberei ausgehen.
Man kehrt damit zu asiatischer Barbarei zurück, während man auf der
andern Seite doch durch eifrige Sorge für Unterrichtsanstalten die
Bildung zu fördern bemüht ist. Man giebt den Mädchen eine gleich gute
Erziehung wie den Knaben, und doch läßt man ihnen in der Praxis
fühlen, daß sie tief unter dem Manne stehen. Die Rücksichten und
Aufmerksamkeiten, welche die Sitte civilisirter Nationen dem
weiblichen Geschlechte zu erweisen gebietet, sind dem Mormonen eine
unsinnige »heidnische Mode«, und sein Weib hat keinen andern Werth
als den einer »Mutter in Israel,« d. i. aus der Sprache frommer
Phrasen in die gewöhnliche Rede übersetzt: sie hat nur Werth als
Maschine zur Füllung des Landes mit den sechzigtausend Einwohnern,
die zur Verwandlung des Territoriums in einen Staat erforderlich
sind. Das ist eine Philosophie für Feldmäuse und Kaninchen, nicht für
Menschen. Selbst der Türke sieht die Sache nicht von diesem
Standpunkte an. Ueberdies aber werden die Harems Asiens mit Mädchen
gefüllt, die man nicht um ihre Einwilligung gefragt hat. Das
Mormonengesetz dagegen erlaubt den jungen Damen, die zur Versiegelung
begehrt werden, Einspruch zu thun, wenn es sie auch mit dem Zorne des
Herrn bedroht, wofern sie seiner Anordnung sich nicht unterwerfen.
Denke man sich nun, daß einem jungen Mädchen von einigem Zartgefühl
die Frage vorgelegt würde, ob sie wohl Neigung spüre, Frau Y. Nummer
20 zu werden, oder ob sie sich einem Manne vermählen lassen wolle,
der nach einigen Jahren sie, die dann Verblühte, vernachlässigen, auf
Wochen unsichtbar werden und endlich eines schönen Morgens in ihr
Zimmer treten könne, um ihr zu sagen: »Freue mich von Herzen, Dich
einmal zu sehen, Liebste; würde entzückt sein, ein Stündchen mit Dir
zu verplaudern, aber -- hm, beiläufig -- hast Du wohl schon meine
neueste Braut Nummer 10 gesehen? -- ein recht nettes Kind!« Denke man
sich diese Frage einer jungen Dame von Erziehung vorgelegt, so wird
man über die Antwort nicht in Zweifel sein, und in der That sind
schon jetzt die Fälle nicht selten, daß Bürgerinnen von Deseret, die,
von hochstrebenden oder bigotten Müttern genöthigt, auf
Versiegelungen mit dem einen oder dem andern Pascha der Secte
eingegangen waren, ihrem Besitzer entflohen, um sich mit den
Mischlingen der Grenze oder Indianern zu verheirathen, indem sie das
rauhe Leben in den Lederzelten der Wüste der unwürdigen und
langweiligen Stellung im Harem jenes Nachfolgers der Erzväter
vorzogen. Wenn das aber am grünen Holze geschieht, was soll's mit dem
dürren geben?
Ein zweiter Grund zu Zwistigkeiten wird die vom Propheten Joseph
herrührende emendirte Bibel sein, die dem Vernehmen nach in Kurzem
erscheinen wird. Bis jetzt war für Angriffe auf die Lehre und für
Prüfung derselben kein fester Halt vorhanden. Alles war fortwährende
Verwandlung, unaufhörliche Vervollständigung. Mit jener Bibel wird
der Abschluß dieser Entwickelung gegeben sein, und nicht lange wird
es dauern, ehe sich aus der Interpretation des Grundbuchs Secten in
der Secte bilden.
Eine fernere Ursache zu Zerwürfnissen liegt in der Einwanderung von
Elementen, welche nicht aus Fanatismus, sondern um ihre Verhältnisse
zu verbessern kommen. Schon jetzt beklagen sich die Führer der Secte
häufig über die Selbstsucht, die unter dem Volke herrsche, während
die Ausführung der Pläne Joseph Smiths und Brigham Youngs eine
Selbstverläugnung des eigenen Interesses fordert, wie sie bisher nur
die Mitglieder der Gesellschaft Jesu an den Tag legten. Ganze
Familien wandern aus den englischen Manufacturdistricten nach dem
Mormonenlande aus, weil ein Sohn oder der Vater von den Emissären der
Latterday-Saints bekehrt worden ist, und weil man ihnen, die hier
Noth leiden, dort eine Fülle des Besitzes in Aussicht stellt. Viele
dieser Emigranten gehörten in der Heimat den Chartisten, diesen
rothen Republikanern Englands, an. Sie kommen in Deseret an und
müssen sich hier ganz gegen ihre Meinung von Dem, was der ideale
Staat ist, verhalten, müssen sich Gesetzen, die sie nicht gemacht
haben, unterwerfen, müssen Maßregeln, die sie im Stillen als Tyrannei
verwünschen, wie göttlichen Geboten gehorchen. Andere werden durch
ihren Aberglauben über diese Misstände verblendet und getröstet. Den
Ungläubigen versüßt sich die bittere Pille nicht, und diese
»Mormonischen« werden daher die erste Gelegenheit ergreifen, die sich
darbietet, um das mit Widerwillen getragene Joch abzuschütteln.
Eine vierte Mine, die über kurz oder lang explodiren muß, haben die
Lenker der Angelegenheiten in Deseret sich selbst in der Besteuerung
durch den Zehnten gegraben. Durch dieses System werden ungeheure
Summen aufgehäuft und der Präsidentschaft zur Verfügung gestellt,
ohne daß diese über ihre Verwendung Rechenschaft zu geben hätte. Die
Bestimmung des Zehnten ist die, daß er zum Unterhalt der Priester und
für Anstalten der öffentlichen Wohlfahrt verwendet werden soll. Wie
aber, wenn er zu Privatzwecken des Sehers und seiner Vertrauten
verwendet würde? Niemand weiß es, mancher Verständige wird es bei der
Versuchung, die in der unverantwortlichen Verwaltung liegt, für
möglich, mancher Mistrauische es für sehr wahrscheinlich und
vielleicht für ausgemacht halten. Es kann nicht lange dauern, so
werden diese Gedanken sich in Stimmen verwandeln. Man wird es
unerträglich finden, daß die Hirten der Heerde sie wirklich als
Heerde behandeln, die nichts hineinzureden hat, wenn der Schäfer ihre
Wolle verwerthet. Man wird die Klügeren und Kühneren mit der
Vermuthung, daß Alles im Grunde auf eine religiöse Speculation
hinauslaufe, nicht mehr hinter dem Berge halten sehen. Der Arbeiter,
der auf staubigem Felde sich mit Hacke oder Grabscheit quält, wird
die unmuthige Frage aufwerfen, ob die Lasten und die Rechte nicht
allzu ungleich vertheilt seien, wenn dort in prächtiger Karosse,
Musik vorauf, ein glänzendes Gefolge hinterher, der Präsident der
Kirche mit seinen zwei Dutzend Weibern über das Gefilde fliegt,
während hier der Arme im Schweiße seines Antlitzes den Hafer für die
sechs Pferde vor dem Wagen, den Unterhalt des Harems und die Kosten
für den gesammten Prunk des heiligen Mannes verdienen hilft.
Endlich ist das gute Einvernehmen zwischen der Präsidentschaft und
den übrigen talentvollen Persönlichkeiten unter den Latterday-Saints
keineswegs so fest gegründet, daß es über alle Störung erhaben wäre.
Was dem ersten Triumvirate mit dem Propheten Joseph an der Spitze
geschehen konnte, kann -- wenn auch nicht so leicht wie damals --
auch jetzt wieder eintreten.
»Es bedarf keines übergroßen Scharfblicks,« sagt Gunnison, »um die
wachsende Neigung zu anderen Persönlichkeiten als denen, die jetzt
die Regierung bilden, zu bemerken, und wenn Parteien entstehen, so
wird die Bewunderung Young's bald keine allgemeine mehr sein. Noch
haben sich deren keine zu Gunsten dessen gebildet, welcher jetzt den
zweiten Rang im Staate einnimmt, und welcher als der beste
Geschäftsmann im Thale gilt. Aber es würde nur wenig tyrannisches
Gebahren, nur wenig Neuerung in der Lehre auf Seiten des Sehers
bedürfen, um die Anklage auf Ehrgeiz und Ketzerei hervorzurufen. Wie
Lucifer im Himmel und Rigdon in Nauvoo würde er von zahlreichen
Stimmen seiner hohen Stellung verlustig erklärt werden, und ein Votum
der Gemeindevorsteher oder der Wille der Mehrheit des Volkes würde
ihn absetzen.«
Brigham Young ist sich dessen wohl bewußt. Er weiß, daß hinter der
Theokratie fortwährend die Demokratie lauert, und er hütet sich vor
ihr mit aller der Schlauheit, die ihm eigen ist. Er nimmt sich in
Acht vor unüberlegten Offenbarungen, läßt lieber merken, daß sehr
bald Dinge von höchster Wichtigkeit ans Licht treten werden, und
versichert, daß Joseph der Seher mehr Schöpfungen zu vollenden
gelassen habe, als man in fünf Jahren fleißigsten Arbeitens zu Stande
bringen könne. Wenn man erfüllt habe, was er im Auftrage Gottes
aufgegeben, so könne man sich von den Engeln mehr Licht erbitten.
Alle diese Samenkörner des Ehrgeizes, des Mistrauens und des
Misvergnügens sind in einen fruchtbaren Boden gesäet, und läßt man
sie sich ruhig bestocken und aufsprossen, so werden sie in Kurzem die
Einigkeit zerstören, welche die Gemeinschaft der Mormonen so
achtunggebietend und so furchtbar für Jeden macht, der sie nach
seinem Willen zu zwingen sich versucht fühlen möchte. Man kann dieses
Volk recht füglich mit den Puritanern von Neuengland in den ersten
Jahrzehenten nach ihrer Niederlassung in Amerika vergleichen. Sie
haben ganz denselben Muth, ganz dieselbe Thatkraft und Ausdauer, ganz
dieselbe bigotte Ausschließlichkeit bewiesen, haben noch furchtbarere
Verfolgungen überlebt, haben noch öfter als jene im Besiegtwerden
gesiegt und eine noch ödere Wüste in's Joch der Cultur gezwungen, so
daß »jetzt zwei Grashalme wachsen, wo vorher nur einer wurzelte.« Sie
haben alle diese Resultate erreicht, obwohl ihr Charakter bei Weitem
nicht so rein und edel und ihre Sache um Vieles weniger gerecht ist,
als die des Häufleins der Pilgerväter des siebzehnten Jahrhunderts.
Auf dem einen Schauplatze hat das theodemokratische Regiment
herrliche Früchte gebracht, und ist in diesen Früchten untergegangen.
Möge es auf dem andern Schauplatze ebenso sein. Die Hoffnung dazu ist
vorhanden.
Druck von Fr. Ries in Leipzig.
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=LEIPZIG, bei CARL B. LORCK:=
=(Johannesgasse Nr. 6--8, Nies' Haus.)=
=Illustrirte Conversationshefte.=
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populär, jedoch gründlich, behandelt, und durch bildliche
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bilden einen Band, wozu Haupttitel und Inhaltsverzeichniss geliefert
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=Nr. 1) Der Sund und die Belte. 2) Die schwedische Ostsee. 3) Der
finnische Meerbusen. 4) Die Krim und das Schwarze Meer. 5) Die Donau
und der Balkan. 6) Die Kaukasischen Länder. 7) Die Orientalische
Frage. 8) Die Russen in den Donaufürstenthümern. 9) Der
Winterfeldzug an der Donau. 10) Die Alliirten und Russland. 11) Die
Pontus-Expedition. 12) Die Belagerung Sebastopols.=
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32--35. Bd. Die zwei Baronessen. Roman. 4 Bde. -- 36--37. Bd. In
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_Gesammelte Werke._
Uebersetzt von
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Nach den letzten Ausgaben der englischen Originale auf's Neue
revidirt von J. Seybt.
Mit einer literar-historischen Einleitung von =Dr.= Julian Schmidt.
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21 Bände zusammen von gegen 620 Bogen. Subscriptionspr. 16 Thlr.
Einzelne Bände kosten 1 Thlr.
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#Inhalt#: 1. u. 2. Bd. David Copperfield. -- 3. u. 4. Bd. Bleakhouse.
-- 5. u. 6. Bd. Die Pickwickier. -- 7. Bd. Oliver Twist. -- 8. u. 9.
Bd. Nikolas Nickleby. - 10. u. 11. Bd. Der Raritäten-Laden. -- 12. u.
13. Bd. Barnaby-Rudge. -- 14. u. 15. Bd. Martin Chuzzlewit. -- 16. u.
17. Bd. Dombey und Sohn. -- 18. Bd. Weihnachtsmärchen. -- 19. Bd.
Londoner Skizzen. -- 20. Bd. Reiseskizzen. -- 21. Bd. Harte Zeiten.
------------------------------------------------------------------------
[ Hinweise zur Transkription
Das Originalbuch ist in Frakturschrift gedruckt.
Der Text des Originalbuches wurde grundsätzlich beibehalten, mit
folgenden Ausnahmen:
Seite 2:
"verbreitester" geändert in "verbreitetster"
(Wechselfieber, Amerika's verbreitetster Krankheit)
Seite 9:
"Seite" geändert in "Seiten"
(waren auf beiden Seiten mit ägyptischen Charakteren gefüllt)
Seite 16:
"mehrmas" geändert in "mehrmals"
(sie dieselben mehrmas in zahllosen Horden mit Krieg überzogen)
Seite 22:
"Jernsalems" geändert in "Jerusalems"
(die Zukunft dieses Neuen Jerusalems der Heiligen eröffnete)
Seite 23:
"Kecht" geändert in "Knecht"
(in der ihm Jehova gebot, »seinen Knecht Rigdon« und einen)
Seite 30:
"jünsten" geändert in "jüngsten"
(neue »ewige Wohnung« der Heiligen vom jüngsten Tage)
Seite 43:
"worden" geändert in "werden"
(die Weiterreise bis zum nächsten Frühjahre aufgeschoben werden)
Seite 55:
"schönen" geändert in "schönem"
(in eine Nation von schönem Aeußeren und weißer Hautfarbe verwandelt)
Seite 55:
"ich" geändert in "sich"
(das stärkste Kriegsgefolge um sich versammelt)
Seite 61:
"Beisall" geändert in "Beifall"
(sichert den Beifall des schönen Geschlechts)
Seite 69:
"zeigte" geändert in "zeugte"
(so zeugte es nichtsdestoweniger von einem richtigen Verständnisse)
Seite 78:
"Hirngepinnsten" geändert in "Hirngespinnsten"
(möglichster Sichtung dieses Wustes von Hirngespinnsten)
Seite 78:
"sofort" geändert in "so fort"
(und so fort zurück bis zum Ur- und Hauptgotte)
Seite 80:
"»" eingefügt
(Lucifer antwortete: »Siehe, sende mich hinab,)
Seite 84:
"Melchisede" geändert in "Melchisedek"
(das Priesterthum der Ordnung Melchisedek aufs Neue)
Seite 87:
"Anchangel" geändert in "Archangel"
(Miltons: »=Archangel ruined and a perfect gentleman.=«)
Seite 94:
"«" eingefügt
(plötzlich auf ein Mal mitgetheilt würde.«)
Seite 98:
"spririt" geändert in "spirit"
(The spirit of God like a fire is burning)
Seite 99:
hinter "Aaron" ein "," eingefügt
(nach dem ersten Hohenpriester Israels, Aaron, die aaronische)
Seite 102:
"Bewohner" geändert in "Bewohnern"
(daß viele unter den Bewohnern Deserets)
Seite 112:
"Her" geändert in "Herr"
(sie soll vertilgt werden, sagt der Herr euer Gott)
Seite 116:
"erzielen" geändert in "erziehen"
(eine Familie in gottwohlgefälliger Weise zu erziehen)
Seite 117:
"gehietet" geändert in "gebietet"
(gebietet dem Bräutigam, seiner Frau und der Braut)
Seite 158:
"Pilger-väter" geändert in "Pilgerväter"
(als die des Häufleins der Pilgerväter des siebzehnten)]