Die Frage, ob die Mormonen sich von Washington Leiter ihrer

Angelegenheiten und Richter in streitigen Dingen schicken lassen,

oder sich -- vorausgesetzt, daß damit die Verfassung der Union

nicht verletzt wird -- selbst regieren und richten sollen, ist im

Grunde nur eine Frage der politischen Etiquette, und es würde

nicht blos unbillig, sondern auch unklug sein, wollte man aus

ihrer Weigerung, dieselbe zu Gunsten der Centralregierung zu

bejahen, einen Hochverrathsproceß herleiten und irgend welche

Zwangsmittel anwenden. Die Folge würde ein Aufstand der Colonie in

den Felsengebirgen sein, zu dessen Dämpfung man zunächst

vielleicht »etliche Dragonerregimenter«, wie dies von den

Heißsporns unter den Zeitungsschreibern in den Staaten bereits

angekündigt worden ist, absenden würde. Diese Truppen würden nun

entweder vor den befestigten Pässen in den Rocky Mountains

umkehren müssen, oder man würde in Deseret sich fügen, und sie

würden, um fernere Auflehnungen zu verhüten, als Besatzung im

Lande zurückbleiben. Dabei könnte es aber nicht fehlen, daß die

Strenge der Befehlshaber wie einst in Missouri als Anmaßung und

grausame Härte ausgelegt werden würde. Die ohnedies in ganz

Amerika verbreitete Geringschätzung des Soldaten ferner würde bei

dem nun näher gerückten Vergleiche ihrer Trägheit mit dem eigenen

Bienenfleiße zur Entrüstung sich steigern, die sprichwörtliche

Galanterie der Epaulettenträger gegen das schöne Geschlecht

endlich bei den Haremsbesitzern unter den Latterday-Saints die

Dämonen der Eifersucht wecken. Die Erinnerung an das Gesetz, das

auf den Ehebruch Todesstrafe setzt, läge dann nahe, der Haß gegen

die »Heiden« würde auch die Ueberlegsamern leicht über den rechten

Weg verblenden, und wer kann dafür bürgen, ob dann nicht eines

Tags die Timpanogaberge ein Seitenstück zur sicilianischen Vesper

sähen? Möchten also die Mormonen sich den Dragonern Uncle Sams

unterwerfen oder nicht, in beiden Fällen würde man einen großen

Krieg führen müssen. Dieser Krieg würde in seinem Ausgange zwar

nicht zweifelhaft sein; er würde aber bei der Entfernung Deserets

von den Grenzen der Civilisation, bei der Schwierigkeit des

Transports von Geschütz und Proviant durch Wüsten ohne Straßen und

schiffbare Flüsse, die das Mormonenland von allen Seiten umgeben,

bei der Umwallung desselben mit schroffen Bergketten und bei der

kriegerischen Tüchtigkeit der dann zum glühendsten Fanatismus

erhitzten Heiligen außerordentliche Opfer an Geld und Menschen

erfordern und vielleicht Jahre hindurch dauern; ganz abgesehen

davon, daß er das erste Beispiel eines Bürgerkriegs wäre -- ein

Beispiel, welches die Vereinigten Staaten bei dem Zwiespalte

zwischen dem Norden und dem Süden mehr wie irgend ein anderer

Staat zu fürchten haben.

Und was wäre selbst mit dem raschesten und vollständigsten Siege über

die Empörer erreicht? Unser Jahrhundert gestattet keine

Albigenserkriege, und so könnte die Strenge des Gesetzes nur einige

von den Schuldigen treffen. Die große Masse abermals von Haus und Hof

zu vertreiben, dürfte man sich ebenso wenig erlauben. Man müßte sie

darum in ihrem Besitze lassen und sie durch eine Truppenmacht, welche

bei der Ausdehnung der Ansiedelungen in Deseret die reichliche Hälfte

der Armee der Vereinigten Staaten in Anspruch nehmen würde, im Zaume

zu halten suchen. Dadurch würde die Colonie verarmen. Das Bewußtsein

erlittenen Unrechts würde sich ferner von Geschlecht zu Geschlecht

fortpflanzen, und man hätte sich mitten auf dem Wege vom Mississippi

nach Californien, mitten unter den Rothhäuten, den dereinstigen

Glaubensgenossen der Heiligen vom jüngsten Tage, einen heimlichen,

nur auf Gelegenheit zur Rache harrenden Feind geschaffen, statt daß

man an dem Gebirgsstaate Deseret jetzt eine Herberge der Wanderer

nach dem Goldlande am Stillen Meere und eine Veste gegen die Wilden

besitzt, die mit der Zeit bessere Dienste zur Abwehr und zur Zähmung

ihrer Horden leisten wird, als alle die Forts an der westlichen

Grenze zusammengenommen. Endlich aber hätte man die Besiedelung

dieser wüsten Strecken, die von dem fleißigen Volke der Mormonen mit

so überraschendem Erfolge begonnen und fortgesetzt worden ist, auf

Jahre und Jahrzehente hin gehemmt, ja vielleicht für immer gestört,

da schwerlich Andere, als religiös Verfolgte und durch religiöse

Bande Zusammengehaltene diese Einöden ohne schiffbaren Fluß zum

Wohnplatze wählen und sich dort behaupten dürften.

Aus diesen und anderen, hier nicht anzuführenden Gründen ist es

wahrscheinlich, daß man die Mormonen gewähren und ihren Staat zur

Mündigkeit heranreifen lassen wird. Young und die übrigen Leiter der

Secte werden sich vor extremen Ansprüchen hüten und wenigstens den

Schein der Gesetzlichkeit bewahren. In Washington aber wird man über

geringfügige Abweichungen von der Regel hinwegzusehen wissen. Deseret

wird in weniger als zehn Jahren hunderttausend und vielleicht mehr

Einwohner haben, und die Welt wird das seltsame Schauspiel einer

Priesterrepublik, die Glied eines aus Demokratien bestehenden

Staatenbundes ist, erleben.

Dennoch ist dem Mormonenthume in Deseret kein günstiges Horoskop zu

stellen. Möglich, daß diese Pseudoreligion sich Jahrhunderte erhält.

Möglich auch, daß der Staat Deseret eine Zeit lang als Theodemokratie

Bestand hat -- in seiner jetzigen Gestalt wird keines von beiden

Dauer haben, und nicht unwahrscheinlich ist es, daß schon die

nächsten Jahre einen großen Riß durch das von Joseph Smith gegründete

Gebäude gehen und eine völlige Umgestaltung desselben sich vollziehen

sehen. Nicht von Außen, wohl aber von Innen, wird der Sturm sich

erheben, der es erschüttern wird. Aus der Mitte der Secte selbst wird

der Zerfall sich entwickeln, und zwar werden die Ursachen des

Zwiespalts um so eher wirken, je bereitwilliger man den Mormonen

gewährt, was sie verlangen, je mehr man sie als nicht vorhanden

betrachtet und sich selbst überläßt. Der Kitt, der sie bisher

zusammenhielt, hatte zu seinem Hauptbestandtheile das Märtyrerthum,

das sie durchmachten. Bedrohungen von Außen ließen sie nach Außen

blicken, und so übersah man, daß im Innern die böse Saat böse Früchte

reifte. Dazu kam der Kampf mit der Wüste, die Sorge für die

materielle Existenz. Sich nicht mehr gefährdet wissend und sich einer

gesicherten Existenz erfreuend, wird man in Kurzem zum Gefühle und

durch dieses zur Erkenntniß wenigstens der schreiendsten Misbräuche

und Irrthümer kommen, und der Erkenntniß wird der Abfall von dem

Bisherigen auf dem Fuße folgen.

Das Mormonenthum könnte sich dieser Erkenntniß, die seine ärgste

Feindin ist, möglicherweise länger erwehren, wenn es sich vollständig

von der übrigen Welt abzuschließen vermöchte. Aber einerseits beruht

sein Wachsthum auf der Einwanderung, und anderntheils erlaubt der

Geist unserer Zeit überhaupt keine derartige Isolirung. Keine zwanzig

Jahre wird es dauern, so wird die Rieseneisenbahn, welche den

Atlantischen mit dem Stillen Ocean verbinden soll, vollendet sein,

und diese Schienenstraße muß das Gebiet der Mormonen wo nicht

durchschneiden, doch berühren. Sie wird den Werth des Landes

steigern, indem sie die Preise der Producte erhöhen wird. Sie wird

aber auch die Ader sein, durch welche das Lebensblut des neunzehnten

Jahrhunderts, die Aufklärung und die Bildung desselben wieder in

dieses abgebundene Glied der geschichtlichen Menschheit dringt.

Höchst wahrscheinlich wird die Reaction des gesunden

Menschenverstandes sich schon früher durch den Wahn und die Bethörung

Bahn brechen, die jetzt die Massen gefangen halten. Die erste Störung

der jetzigen Harmonie wird vermuthlich von der Vielweiberei ausgehen.

Man kehrt damit zu asiatischer Barbarei zurück, während man auf der

andern Seite doch durch eifrige Sorge für Unterrichtsanstalten die

Bildung zu fördern bemüht ist. Man giebt den Mädchen eine gleich gute

Erziehung wie den Knaben, und doch läßt man ihnen in der Praxis

fühlen, daß sie tief unter dem Manne stehen. Die Rücksichten und

Aufmerksamkeiten, welche die Sitte civilisirter Nationen dem

weiblichen Geschlechte zu erweisen gebietet, sind dem Mormonen eine

unsinnige »heidnische Mode«, und sein Weib hat keinen andern Werth

als den einer »Mutter in Israel,« d. i. aus der Sprache frommer

Phrasen in die gewöhnliche Rede übersetzt: sie hat nur Werth als

Maschine zur Füllung des Landes mit den sechzigtausend Einwohnern,

die zur Verwandlung des Territoriums in einen Staat erforderlich

sind. Das ist eine Philosophie für Feldmäuse und Kaninchen, nicht für

Menschen. Selbst der Türke sieht die Sache nicht von diesem

Standpunkte an. Ueberdies aber werden die Harems Asiens mit Mädchen

gefüllt, die man nicht um ihre Einwilligung gefragt hat. Das

Mormonengesetz dagegen erlaubt den jungen Damen, die zur Versiegelung

begehrt werden, Einspruch zu thun, wenn es sie auch mit dem Zorne des

Herrn bedroht, wofern sie seiner Anordnung sich nicht unterwerfen.

Denke man sich nun, daß einem jungen Mädchen von einigem Zartgefühl

die Frage vorgelegt würde, ob sie wohl Neigung spüre, Frau Y. Nummer

20 zu werden, oder ob sie sich einem Manne vermählen lassen wolle,

der nach einigen Jahren sie, die dann Verblühte, vernachlässigen, auf

Wochen unsichtbar werden und endlich eines schönen Morgens in ihr

Zimmer treten könne, um ihr zu sagen: »Freue mich von Herzen, Dich

einmal zu sehen, Liebste; würde entzückt sein, ein Stündchen mit Dir

zu verplaudern, aber -- hm, beiläufig -- hast Du wohl schon meine

neueste Braut Nummer 10 gesehen? -- ein recht nettes Kind!« Denke man

sich diese Frage einer jungen Dame von Erziehung vorgelegt, so wird

man über die Antwort nicht in Zweifel sein, und in der That sind

schon jetzt die Fälle nicht selten, daß Bürgerinnen von Deseret, die,

von hochstrebenden oder bigotten Müttern genöthigt, auf

Versiegelungen mit dem einen oder dem andern Pascha der Secte

eingegangen waren, ihrem Besitzer entflohen, um sich mit den

Mischlingen der Grenze oder Indianern zu verheirathen, indem sie das

rauhe Leben in den Lederzelten der Wüste der unwürdigen und

langweiligen Stellung im Harem jenes Nachfolgers der Erzväter

vorzogen. Wenn das aber am grünen Holze geschieht, was soll's mit dem

dürren geben?

Ein zweiter Grund zu Zwistigkeiten wird die vom Propheten Joseph

herrührende emendirte Bibel sein, die dem Vernehmen nach in Kurzem

erscheinen wird. Bis jetzt war für Angriffe auf die Lehre und für

Prüfung derselben kein fester Halt vorhanden. Alles war fortwährende

Verwandlung, unaufhörliche Vervollständigung. Mit jener Bibel wird

der Abschluß dieser Entwickelung gegeben sein, und nicht lange wird

es dauern, ehe sich aus der Interpretation des Grundbuchs Secten in

der Secte bilden.

Eine fernere Ursache zu Zerwürfnissen liegt in der Einwanderung von

Elementen, welche nicht aus Fanatismus, sondern um ihre Verhältnisse

zu verbessern kommen. Schon jetzt beklagen sich die Führer der Secte

häufig über die Selbstsucht, die unter dem Volke herrsche, während

die Ausführung der Pläne Joseph Smiths und Brigham Youngs eine

Selbstverläugnung des eigenen Interesses fordert, wie sie bisher nur

die Mitglieder der Gesellschaft Jesu an den Tag legten. Ganze

Familien wandern aus den englischen Manufacturdistricten nach dem

Mormonenlande aus, weil ein Sohn oder der Vater von den Emissären der

Latterday-Saints bekehrt worden ist, und weil man ihnen, die hier

Noth leiden, dort eine Fülle des Besitzes in Aussicht stellt. Viele

dieser Emigranten gehörten in der Heimat den Chartisten, diesen

rothen Republikanern Englands, an. Sie kommen in Deseret an und

müssen sich hier ganz gegen ihre Meinung von Dem, was der ideale

Staat ist, verhalten, müssen sich Gesetzen, die sie nicht gemacht

haben, unterwerfen, müssen Maßregeln, die sie im Stillen als Tyrannei

verwünschen, wie göttlichen Geboten gehorchen. Andere werden durch

ihren Aberglauben über diese Misstände verblendet und getröstet. Den

Ungläubigen versüßt sich die bittere Pille nicht, und diese

»Mormonischen« werden daher die erste Gelegenheit ergreifen, die sich

darbietet, um das mit Widerwillen getragene Joch abzuschütteln.

Eine vierte Mine, die über kurz oder lang explodiren muß, haben die

Lenker der Angelegenheiten in Deseret sich selbst in der Besteuerung

durch den Zehnten gegraben. Durch dieses System werden ungeheure

Summen aufgehäuft und der Präsidentschaft zur Verfügung gestellt,

ohne daß diese über ihre Verwendung Rechenschaft zu geben hätte. Die

Bestimmung des Zehnten ist die, daß er zum Unterhalt der Priester und

für Anstalten der öffentlichen Wohlfahrt verwendet werden soll. Wie

aber, wenn er zu Privatzwecken des Sehers und seiner Vertrauten

verwendet würde? Niemand weiß es, mancher Verständige wird es bei der

Versuchung, die in der unverantwortlichen Verwaltung liegt, für

möglich, mancher Mistrauische es für sehr wahrscheinlich und

vielleicht für ausgemacht halten. Es kann nicht lange dauern, so

werden diese Gedanken sich in Stimmen verwandeln. Man wird es

unerträglich finden, daß die Hirten der Heerde sie wirklich als

Heerde behandeln, die nichts hineinzureden hat, wenn der Schäfer ihre

Wolle verwerthet. Man wird die Klügeren und Kühneren mit der

Vermuthung, daß Alles im Grunde auf eine religiöse Speculation

hinauslaufe, nicht mehr hinter dem Berge halten sehen. Der Arbeiter,

der auf staubigem Felde sich mit Hacke oder Grabscheit quält, wird

die unmuthige Frage aufwerfen, ob die Lasten und die Rechte nicht

allzu ungleich vertheilt seien, wenn dort in prächtiger Karosse,

Musik vorauf, ein glänzendes Gefolge hinterher, der Präsident der

Kirche mit seinen zwei Dutzend Weibern über das Gefilde fliegt,

während hier der Arme im Schweiße seines Antlitzes den Hafer für die

sechs Pferde vor dem Wagen, den Unterhalt des Harems und die Kosten

für den gesammten Prunk des heiligen Mannes verdienen hilft.

Endlich ist das gute Einvernehmen zwischen der Präsidentschaft und

den übrigen talentvollen Persönlichkeiten unter den Latterday-Saints

keineswegs so fest gegründet, daß es über alle Störung erhaben wäre.

Was dem ersten Triumvirate mit dem Propheten Joseph an der Spitze

geschehen konnte, kann -- wenn auch nicht so leicht wie damals --

auch jetzt wieder eintreten.

»Es bedarf keines übergroßen Scharfblicks,« sagt Gunnison, »um die

wachsende Neigung zu anderen Persönlichkeiten als denen, die jetzt

die Regierung bilden, zu bemerken, und wenn Parteien entstehen, so

wird die Bewunderung Young's bald keine allgemeine mehr sein. Noch

haben sich deren keine zu Gunsten dessen gebildet, welcher jetzt den

zweiten Rang im Staate einnimmt, und welcher als der beste

Geschäftsmann im Thale gilt. Aber es würde nur wenig tyrannisches

Gebahren, nur wenig Neuerung in der Lehre auf Seiten des Sehers

bedürfen, um die Anklage auf Ehrgeiz und Ketzerei hervorzurufen. Wie

Lucifer im Himmel und Rigdon in Nauvoo würde er von zahlreichen

Stimmen seiner hohen Stellung verlustig erklärt werden, und ein Votum

der Gemeindevorsteher oder der Wille der Mehrheit des Volkes würde

ihn absetzen.«

Brigham Young ist sich dessen wohl bewußt. Er weiß, daß hinter der

Theokratie fortwährend die Demokratie lauert, und er hütet sich vor

ihr mit aller der Schlauheit, die ihm eigen ist. Er nimmt sich in

Acht vor unüberlegten Offenbarungen, läßt lieber merken, daß sehr

bald Dinge von höchster Wichtigkeit ans Licht treten werden, und

versichert, daß Joseph der Seher mehr Schöpfungen zu vollenden

gelassen habe, als man in fünf Jahren fleißigsten Arbeitens zu Stande

bringen könne. Wenn man erfüllt habe, was er im Auftrage Gottes

aufgegeben, so könne man sich von den Engeln mehr Licht erbitten.

Alle diese Samenkörner des Ehrgeizes, des Mistrauens und des

Misvergnügens sind in einen fruchtbaren Boden gesäet, und läßt man

sie sich ruhig bestocken und aufsprossen, so werden sie in Kurzem die

Einigkeit zerstören, welche die Gemeinschaft der Mormonen so

achtunggebietend und so furchtbar für Jeden macht, der sie nach

seinem Willen zu zwingen sich versucht fühlen möchte. Man kann dieses

Volk recht füglich mit den Puritanern von Neuengland in den ersten

Jahrzehenten nach ihrer Niederlassung in Amerika vergleichen. Sie

haben ganz denselben Muth, ganz dieselbe Thatkraft und Ausdauer, ganz

dieselbe bigotte Ausschließlichkeit bewiesen, haben noch furchtbarere

Verfolgungen überlebt, haben noch öfter als jene im Besiegtwerden

gesiegt und eine noch ödere Wüste in's Joch der Cultur gezwungen, so

daß »jetzt zwei Grashalme wachsen, wo vorher nur einer wurzelte.« Sie

haben alle diese Resultate erreicht, obwohl ihr Charakter bei Weitem

nicht so rein und edel und ihre Sache um Vieles weniger gerecht ist,

als die des Häufleins der Pilgerväter des siebzehnten Jahrhunderts.

Auf dem einen Schauplatze hat das theodemokratische Regiment

herrliche Früchte gebracht, und ist in diesen Früchten untergegangen.

Möge es auf dem andern Schauplatze ebenso sein. Die Hoffnung dazu ist

vorhanden.

Druck von Fr. Ries in Leipzig.

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Frage. 8) Die Russen in den Donaufürstenthümern. 9) Der

Winterfeldzug an der Donau. 10) Die Alliirten und Russland. 11) Die

Pontus-Expedition. 12) Die Belagerung Sebastopols.=

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Bde. -- 29--30. Bd. Ahasverus. 2 Bde. -- 31. Bd. Neue Märchen. --

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Bd. Nikolas Nickleby. - 10. u. 11. Bd. Der Raritäten-Laden. -- 12. u.

13. Bd. Barnaby-Rudge. -- 14. u. 15. Bd. Martin Chuzzlewit. -- 16. u.

17. Bd. Dombey und Sohn. -- 18. Bd. Weihnachtsmärchen. -- 19. Bd.

Londoner Skizzen. -- 20. Bd. Reiseskizzen. -- 21. Bd. Harte Zeiten.

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[ Hinweise zur Transkription

Das Originalbuch ist in Frakturschrift gedruckt.

Der Text des Originalbuches wurde grundsätzlich beibehalten, mit

folgenden Ausnahmen:

Seite 2:

"verbreitester" geändert in "verbreitetster"

(Wechselfieber, Amerika's verbreitetster Krankheit)

Seite 9:

"Seite" geändert in "Seiten"

(waren auf beiden Seiten mit ägyptischen Charakteren gefüllt)

Seite 16:

"mehrmas" geändert in "mehrmals"

(sie dieselben mehrmas in zahllosen Horden mit Krieg überzogen)

Seite 22:

"Jernsalems" geändert in "Jerusalems"

(die Zukunft dieses Neuen Jerusalems der Heiligen eröffnete)

Seite 23:

"Kecht" geändert in "Knecht"

(in der ihm Jehova gebot, »seinen Knecht Rigdon« und einen)

Seite 30:

"jünsten" geändert in "jüngsten"

(neue »ewige Wohnung« der Heiligen vom jüngsten Tage)

Seite 43:

"worden" geändert in "werden"

(die Weiterreise bis zum nächsten Frühjahre aufgeschoben werden)

Seite 55:

"schönen" geändert in "schönem"

(in eine Nation von schönem Aeußeren und weißer Hautfarbe verwandelt)

Seite 55:

"ich" geändert in "sich"

(das stärkste Kriegsgefolge um sich versammelt)

Seite 61:

"Beisall" geändert in "Beifall"

(sichert den Beifall des schönen Geschlechts)

Seite 69:

"zeigte" geändert in "zeugte"

(so zeugte es nichtsdestoweniger von einem richtigen Verständnisse)

Seite 78:

"Hirngepinnsten" geändert in "Hirngespinnsten"

(möglichster Sichtung dieses Wustes von Hirngespinnsten)

Seite 78:

"sofort" geändert in "so fort"

(und so fort zurück bis zum Ur- und Hauptgotte)

Seite 80:

"»" eingefügt

(Lucifer antwortete: »Siehe, sende mich hinab,)

Seite 84:

"Melchisede" geändert in "Melchisedek"

(das Priesterthum der Ordnung Melchisedek aufs Neue)

Seite 87:

"Anchangel" geändert in "Archangel"

(Miltons: »=Archangel ruined and a perfect gentleman.=«)

Seite 94:

"«" eingefügt

(plötzlich auf ein Mal mitgetheilt würde.«)

Seite 98:

"spririt" geändert in "spirit"

(The spirit of God like a fire is burning)

Seite 99:

hinter "Aaron" ein "," eingefügt

(nach dem ersten Hohenpriester Israels, Aaron, die aaronische)

Seite 102:

"Bewohner" geändert in "Bewohnern"

(daß viele unter den Bewohnern Deserets)

Seite 112:

"Her" geändert in "Herr"

(sie soll vertilgt werden, sagt der Herr euer Gott)

Seite 116:

"erzielen" geändert in "erziehen"

(eine Familie in gottwohlgefälliger Weise zu erziehen)

Seite 117:

"gehietet" geändert in "gebietet"

(gebietet dem Bräutigam, seiner Frau und der Braut)

Seite 158:

"Pilger-väter" geändert in "Pilgerväter"

(als die des Häufleins der Pilgerväter des siebzehnten)]

Die Mormonen, ihr Prophet, ihr Staat und ihr Glaube · 第 12 / 12 段