Das war ein trauriger Christabend.
Ludwig überschüttete mich mit Gaben, mich und das Kind, als ob es schon
da wäre und spielen und jubeln könne. Und er saß in der dunklen Ecke
des Zimmers und sagte kein Wort, sondern verdeckte sein Gesicht mit
den Händen. Ich wußte nicht, was es war, und der Christbaum gab einen
Schein, wie die Lichter an einer Bahre.
Ich wagte nicht, ihn zu fragen nach seinem plötzlichen Kummer, denn ich
glaubte, daß er nun alles wisse. Aber es war doch was anderes, denn
endlich stand er auf, trat zu mir heran, die ich allein am Tische des
Baumes gesessen war, und küßte mich so herzlich und treu, daß es nicht
zu beschreiben ist.