Der entscheidende Grund für die Richtigkeit dieser neuen Annahme
ist die Existenz eines doppelten Häufigkeitsmaximums in den
Höhenstufen der Erdrinde. Aus der Statistik dieser Höhenstufen
geht mit außerordentlicher Deutlichkeit hervor, daß die ganze
Erdoberfläche in zwei um rund 5000 m verschiedenen Niveauflächen
angeordnet ist, die abwechselnd nebeneinander vorkommen und uns als
Oberflächen der Kontinente und Tiefseeböden entgegentreten. Die
bekannte „hypsometrische Kurve der Erdoberfläche“ (Fig. 3) gibt ein
anschauliches Bild davon. Zahlenmäßig stellt sich die Häufigkeit
folgendermaßen[31]:
Tiefe Höhe
----------------------------------------- ----------------------------
unter 7 6-7 5-6 4-5 3-4 2-3 1-2 0-1 0-1 1-2 2-3 3-4 über 4 km
0,2 0,7 2,1 #36,0# 13,0 6,5 4,0 9,2 #22,3# 4,0 1,0 0,5 0,5 Proz.
Das mittlere Krustenniveau, das bei 2,3 km Tiefe liegt, kommt also
nur selten vor, und es bestehen zwei Häufigkeitsmaxima für die Höhen
0-1 km und die Tiefen 4-5 km; auf diese beiden Abschnitte entfallen
allein fast 60 Proz. der gesamten Erdoberfläche. Wir können die Lage
der Maxima noch genauer ermitteln, wenn wir innerhalb ihrer Stufen noch
Unterstufen bilden. Es ergibt sich dabei:
4,8-5 4,6-4,8 4,4-4,6 4,2-4,4 4,0-4,2 km Tiefe
9,4 #12,1# 6,0 4,7 3,8 Proz.
und
-0,2-0 0-0,2 0,2-0,4 0,4-0,6 0,6-0,8 0,8-1,0 km Höhe
6,0 #10,0# 5,2 3,2 2,1 1,8 Proz.
[Illustration: Fig. 3.