Ich lieh ihr zwei Sou. --

Die ganze Nacht hindurch brüllte das Nebelhorn von Creach. Alle drei

Minuten erschütterte sein Gebrüll zweimal nacheinander mein Haus. Und in

den Pausen war es so beängstigend still, als lausche alles, das Meer, die

Klippen. Und auch da draußen auf den Schiffen lauschten sie; sie neigten

sich über die Brücke, machten die Ohren scharf und zählten die Minuten ab

und ihre Herzen klopften.

Ich saß vor meinem kleinen Feuer, rauchte die Pfeife und dachte daran, was

ich Rosseherre sagen würde, wenn sie käme.

»Höre Rosseherre, kleine süße Madonna,« wollte ich sagen, »nimm Platz, ich

habe all die Zeit auf dich gewartet und mein Herz ist voller Freude dich zu

sehen« --

Ich lauschte. Ein Dampfer tutete. Ganz fern. Er tutete ängstlich und

eingeschüchtert, als ob er sich vorsichtig Schritt um Schritt vorwärts

taste. Der Nebel quoll wie Rauch durch die Ritzen der Türe. Ich legte Holz

aufs Feuer.

»Das ist ja alles Unsinn!« sagte ich laut. »Ich werde ganz anders mit ihr

reden. So, wie man mit einem Fischermädchen spricht, basta!«

Das Meer · 第 16 / 79 题