„Hast Du das in der Schule gelernt, Percy?“
„O nein, ich bin nie in einer Schule gewesen. Ich hatte einen
Privatlehrer, der mir und meinen jüngsten Schwestern Unterricht gab.
Aber dieses schöne Gedicht habe ich zu meinem Vergnügen gelernt, und
noch viele, viele andere. Meine älteste Schwester erklärte sie mir, und
oft hat uns Mama auch Gedichte vorgelesen und erklärt. O das war so
schön.“
Tom war es wie den meisten seiner Altersgenossen noch nicht in den Sinn
gekommen, aus eigenem Antriebe Gedichte zu lesen. Diese Mitteilung
Percys erfüllte ihn daher fast mit Ehrfurcht vor seinem neuen Freunde.
„O, und ich habe Longfellow so gern,“ fuhr Percy mit steigender
Begeisterung fort; „das ist ein rechter Dichter! Meinst Du nicht auch,
Tom?“
Zum Glück für Tom, der eben kleinlaut seine Unkenntnis eingestehen
wollte, klang jetzt die Schelle und rief die Zöglinge zu Tisch. Er
führte den Neuling in den Speisesaal und konnte während des ganzen
Essens kaum das Lächeln zurückhalten, während er beobachtete mit welch’
ausgesuchter Zierlichkeit Percy in Maurach sein erstes Mittagsmahl
einnahm.
[Illustration]
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