»Na, sagen wir: wenn's Dirnl sechs Jahr alt is.«
»So sitzt es gebückt vor dem Klöppelsack von seinem sechsten Jahr an,
verlernt den Rücken grad zu halten und in die Weite zu schauen, klein
bleibt's, anstatt in die Höhe zu schießen wie ein Waldbaum.
Ja, das ist das richtige: wie die Waldbäume müßten wir sein im Waldland.
Aber -- anstatt Harzhauch und Sonnenschein, atmen wir den Kienruch
vom Stückl Stockholz, das im Ofen brennt, und anstatt Sonnenlicht,
goldenes, segnendes, müssen wir vorliebnehmen mit der Wärme, die
trocken aus den Kacheln spinnt.«
»Zachenhesselhans bist denn wahrhaftig kindisch geworden über Nacht?
Wenn einer kein Stück rodet im Wald, so hat er kein Holz zum Brennen
und läßt sich im Winter das Herz zerfrieren ...«
»Jetzt paß acht, Harfenweibl: und wenn einer die Spitzen klöppelt, so
zwirnt er sich einen Haufen Geld zusammen und laßt sich's wohl dabei
gehen, gelt?«
»Na, so ist's nu nit.«
»Warum denn nit?«
»Weil niemand mehr etwas zahlen mag für die Spitzen.«
»Und noch anders ist es: erst, daß wir nicht mehr können aufkommen;
denn die Maschine macht eine bessere Spitze, eine feinere und eine
wohlfeilere. Will einer einmal trotzdem eine Handarbeit, wer verdient
das Geld daran? Die Zwischenhändler. Ich weiß eine Geschichte. Die
Anni vom Postkutscher in Gottesgab, wirst's eh kennen, Weibl, das
Madl: einen Kragen sollt' sie klöppeln für eine Königin oder eine
Herzogin. Sie sitzt, sitzt in die halbe Nacht, sitzt einen Monat und
noch einen halben. Sie könnten sie brauchen im Heu, sie könnten sie
brauchen in den Schwarzbeeren und in den Schwämmen -- alles bringt
Geld. Aber das Dirnl muß liefern auf den Tag: sie klöppelt. Und
nachher? Fünfundzwanzig Kronen, Harfenweibl, zwölfeinhalb Gülden haben
sie dem Dirnl dafür gezahlt! Sechs Wochen hat es gesessen. Kommen
fünfundzwanzig Kreuzer auf den Tag. Harfenweibl, vernimmst es? Was
die Königin hat zahlen müssen oder die Herzogin? Ui je, ein groß Bißl
wird's gewesen sein! Das Dirnl hätt' davon leicht ein Jahr und länger
vergnügt leben mögen auf dem Gebirg. Eh eine solche Arbeit aber zu
der Madame kommt, die eine Klöppelspitze trägt, da will auf dem Wege
jeder, an dem sie vorüberkommt, hundert Kronen an ihr verdienen.
Hinausschreien muß man das, weil's die Steine erbarmen kunnt! Hören
müssen sie's, hören! Aber eine Aenderung wird nicht und darum versitzt
ihr Euer Leben und Eure Gesundheit? Und darum werdet Ihr im Winter
nicht satt und nicht froh, im Winter, wo Ihr nicht aufschaut vom
Klöppelkissen. Warum seid Ihr denn im Sommer satt? In den Wald lauft
Ihr und sucht Euch zum Essen.
Deswegen, Harfenweibl: sie haben der Barbara Uttmann einen Stein
gesetzt -- in Ehren die Frau! Sie hat eine Wohltat getan, aber sie hat
gewirkt in einer anderen Zeit. Die Zeit ist vergangen, die Maschinen
sind gekommen mittlerweile und haben zu arbeiten angefangen, aber das
Klöppeln ist geblieben. Bleich habt Ihr Euch gehungert, bleich und
krank, und ein ärmlich Geschlecht wächst heran im Sonnen- und Waldsegen
des Gebirgs.
Daran ist die Heimarbeit schuld. Und warum klöppelt Ihr? Weil Eure
Großmütter auch geklöppelt haben!
Auf das Denken vergeßt Ihr hinter dem Klöppelsack, und das Wollen
verlernt Ihr. Ihr mögt nichts mehr. Eine Arbeit im Wald und auf dem
Feld ist Euch eine »Plackerei und Schinderei«, weil Ihr Eure Kräfte
habt versessen am Klöppelsack.
Anstatt ein Mark in den Arm, einen Mut in das Herz, eine Freud' und
einen Glanz in die Augen zu kriegen, habt Ihr einen Harm im Herzen und
einen Gram auf der Stirn.
Aber, daß ich nit darauf vergeß, Harfenweibl: eine Hoffnung habts auch
-- eine Hoffnung: der Geschmack der Reichen und Städter mög' sich je
eher je lieber den Spitzen, die ihr mit der Hand klöppelt, wieder
zuwenden.
Leutln, Harfenweibl, seid Ihr denn blind und taub allemiteinander? Die
Geschichte vom Kragen der Königin -- weckt sie Euch nicht auf?
Und wenn alles nach Euren Spitzen schrie, was nicht mehr sein kann
und niemals mehr sein wird, weil die Maschinen da sind, so werden die
Zwischenhändler doch fett dabei und Ihr? Die Finger klöppelt Ihr Euch
ab, und die Augen schaut Ihr Euch aus dabei, und den Hunger werdet Ihr
nicht los vor dem Klöppelsacke!
Deswegen: in den Ofen brauchts die Kissen nit zu schieben: Schwache und
Elende sind, die fei nit anders ihr Kreuzerl verdienen können; die laßt
klöppeln in Gottes Namen. Oder, weils ein Heimatrecht hat im Waldland:
auf ein freies Stündl oder wenn der Winter einen Schnee wirft bis an
den Fensterstein, nachher ist immer noch Zeit dazu. Und was Ihr braucht
für Eure Schürzen und Betten und Kleider, das machts Euch. Die Frauen
im Land sticken oder nähen auch oder treiben sonst etwas: Ihr daheroben
klöppelt.
Wenn doch einer käm und Euch den Star stäch', Harfenweibl!
Das ganze Volk hat der Klöppelsack siech gemacht im Gebirg. Aber wir
müssen wieder gesund werden, wir im Waldland! Auszusterben brauchts nit
und solls auch nit, das Klöppeln -- aber: da ist keiner, der hilft. So
weit ist's gekommen, daß die Männer beim trüben Schein der Lampe sitzen
des Abends, _die Männer_, Harfenweibl, die ein borstig Gras auf ihren
Wiesen und Halden wachsen lassen, die Männer, nach denen der Wald und
die Weide rufen, die sitzen und nähen Gorl (Posamenten)!
Nicht die _Kranken_, nicht die _Schwachen_, nein: die _Jungen_. Warum?
Weil sie Mütter hatten, die am Klöppelsack verkommen sind, weil sie
selber als Knaben zu dieser Heimarbeit gezwungen worden sind und -- nun
fang ich das Liedl von vorn zu singen an: sie haben kein Mark im Arm,
keinen Mut im Herzen und keine Freud' und keinen Glanz in den Augen!
Klöppelschulen richten sie ein und sind ihrer doch nit viele, die mögen
hinein gehen. Das ist ein Zeichen: ein Besinnen kommt in das Volk,
langsam, aber es kommt, eine Erkenntnis, und das ist schon der Anfang
zur Besserung.
's wird keiner sein, der sagt: die Schulen sind ein Krebsschaden,
fei nit, fei nit! Ich weiß wohl: sie sollen das Erlernte, das
Frühergekonnte wahren helfen, und es wird immer ein Teil sein, je
größer, je kranker wir sind, der ein Wirken hat am Klöppelsack.
Aber: wegen meiner und wenn's mir nachging: hinaus mit der entnervenden
Heimarbeit! Ein Krankenhaus wird das Waldland dabei. Und wir
Hintersassen im Wald sollten doch der Quell sein, aus dem eine frische
Volkskraft hinausspringt ins Land. Omei, omei! --
Keine Kinder hat sie mir geschenkt, die Mali selig, denen ich das mit
auf den Weg geben könnte. Jetzt: daß nur der Hans-Tonl da ist -- so hat
der Hans aus dem Zechenhaus doch auch seine Hoffnung; denn die _Eure_
ist nicht die _seine_. Euer Hoffen ist seine Furcht. Aber zwei mal zwei
is nit schwerer zum rechnen, als die Einsicht, daß Euer Hoffen eine
Narrheit ist. Und wenn der Herrgott das Waldland noch ein Eichtl lieb
hat, so wird er sorgen, daß Eure Hoffnung sich nie erfüllt, so wird
er Euch zwingen, wieder einen Willen zu haben. O, wenn der so stark
wäre, wie Eure Herzensgüte und Treue! Leutln, dann wär't ihr Kerle!
Solche müßt sich einer suchen in der Welt. Aber Eure Tatkraft ist ein
kümmerlich Pflänzlein, das im Schatten des Klöppelsacks gewachsen ist.«
Wie der Zachenhesselhans sich Feuer in die Augen geredet hat und wie
er mit großen Schritten durch die Stube wandert und das Pfeifl in der
Hand schwingt, wie ein Musikdirektor seinen Taktstock, da hat sich die
Tür aufgetan und das Fanele ist hereingehuscht. Hinter den Ofen hat
sich's gesetzt, still wie ein Mäuslein, und hat sich hinter den Seppl
versteckt. Jetzt kicherts:
»Ich hab' fei immer auf einen Pfarrer gedacht, der herinnen sei und
eine Predigt hält auf dem Sonnenwirbel. Der Hans hat das Reden in der
letzten Zeit sich fei gar so viel angewöhnt.«
Der Hans denkt: Zwickst mich, Madl? Jetzt, wenn Du nit das Fanele
wärst, hören sollt'st was denselbigen Augenblick! Denkst, ich weiß nit,
um was Du gekommen bist?
Das Fanele wirft dem Zachenhesselhans einen Blick zu, der bittet so
schön: er möcht um aller Heiligen Willen nur dies eine Mal still sein
-- still hier in der Stube, sonst: die Leute wüßten ja bald mehr als
das Fanele selber.
Der Zachenhesselhans wartet, ob das Fanele am Ende doch etwas zu reden
hat mit dem Harfenweibl. Nicht? Die Kuh hat's bloß heraufgetrieben auf
die Halde und ist rasch nur einen Sprung herein?
»Jetzt -- so können wir mitsammen heimgehen, Fanele. Magst?«
»Ich mag schon.«
»B'hüt Gott mitsammen! Und wir reden schon noch einmal, für den Fall,
daß Ihr den Hans nicht recht habt verstanden. Zeit muß einer haben dazu
-- so was ist eine politische Sach', Leutln, und einer muß dabei so
viel zaghaft gehen auf einem Pflaster, das er nit gewöhnt ist unter den
Füßen. Aber -- glaubt's eh: viel daneben hat der Hans nit gehauen.«
Das Fanele geht ein wenig rascher, als der Hans -- im Frühling haben's
die Wässerlein eiliger -- und steuert links über die Halde gegen den
Fichtenwald.
Aha, denkt der Alte, das Fanele will sich etwas vom Herzen reden. Sie
sind schon früh aufs Feld, der Helari und die Resl. So kommt's nicht
darauf an, wenn wir uns ein bißl ausruhen vom Gang den Berg herein;
es erzählt sich auch besser im Sitzen, als wenn einer immer auf den
Steilpfad achten und einen Sprung tun muß -- die Gedanken werden dabei
so durcheinander geschüttelt.
Wo am Waldrand das Güldenhaarmoos seine Käpplein aufgesetzt und einen
Teppich aus grünem Sammet gewoben hat, setzt sich das Fanele auf den
weichen Grund. Die Sonne langt mit einem goldenen Arm herein und hat
den Tau abgestrichen.
»Zachenhesselhans, es ist wahrhaftig nit so, wie Du denkst mit dem
Franzl.«
»Auf was hab ich denn gedacht, Dirnl?«
»Ich weiß schon! Du hast so viel spitze Wörtlein geredet, den Morgen.
So wollt ich bloß bitten, der Hans soll sich nur noch einmal das
Fensterl anschauen, dahinter ich schlaf'. So ein klein winzig Löchlein
ist's, daß kaum die Sonne hinein _schauen_ kann, geschweige denn der
Franzl hinein _steigen_.«
Oha, denkt der Alte, das ist mir ja gar nit im Schlaf eingefallen. Aber
er ist still und schaut immer auf das Moos.
»Kaum mit der Hand kann der Franzl langen durchs Fensterle.«
»Hat aber eine Leiter gestanden in jener Nacht. Die Spur in dem Rasen
ist gewesen.«
Da hängen sich dem Fanele zwei blitzende Perlen an die schwarzen
Wimpern.
»Hans,« bittet sie, »jetzt -- verrat mich nit! Kein Sterbenswörtl hat
der Franzl gesagt, daß er fensterln kommen wird in jener Nacht und fei
nit so viel Ahnung hab' ich gehabt.
Auf einmal, da ist ein Pochen draußen und ein heimlich Rufen, und weil
der Mond so schön gescheint hat, hab' ich vom Bett aus gesehen: der
Franzl ist draußen und will was. Schlimm kann das nit werden, hab' ich
gedacht; daß der ganze Franzl hereinsteigt, das geht nit an, dazu ist
das Fensterle viel zu winzig.«
»Und wie lang hat denn der Franzl so auf der Leiter gestanden?« fragt
der Zachenhesselhans und schaut von der Seite scharf nach dem Fanele.
Ui je, denkt das Dirnl, der Zachenhesselhans schaut einem bis ins Herz
-- und sagen tuts:
»Nach der Uhr gucket einer dabei nit, Hans.«
»Aber zum Busseln ist auch ein ganz _kleines_ Fensterle groß genug.«
»Wo hast denn gestanden, daß Du's hast kunnt sehen, Hans?«
»Frag nit, Dirnl. Zuerst: das Fanele kann busseln mit wem's will. Der
Zachenhesselhans hat ihm fei nix hineinzureden. Und wenn die Mutter
Resl wüßt von derselbigen Sach --, nachher -- das Waldmannl säß gewiß
nit hier mit dem Fanele.
Zum andern aber, Fanele: woher der Franzl gekommen ist, weißt Du,
weißt, was es für ein Ende genommen hat mit seinem Vater und mit seiner
Mutter.
Das hitzige Blut, Fanele, das Du auch hast, der hat's von der
Winterkathl. Aber die Angst vor einer Arbeit und das Streifen mit dem
Stutzen durch den Wald -- das ist das Schlimmere und das hat er von
seinem Vater.
Jetzt, Madl: Du kennst die Mannerleut nit. Wie der Franzl einer ist,
das sind die Schlimmen. Gewachsen is er, wie eine Tanne im Bergwald,
und Augen hat er -- eine solche, wie Du eine bist, kunnt sich das Herz
daran versengen.
Erst geht er, die Fährte suchen, so einer. Und dann weiß er, wann das
Stückl Wild, auf das er paßt, wechselt -- -- und dann ist's auch schon
aus und verloren.
Dirnl, wenn ich Dich nit gern hätt, wie ein Vatter sein Kind -- --
Jesses, unsereiner kann sich doch auch noch erinnern darauf und der
Zachenhesselhans ist doch zu keiner Zeit einer gewesen, der kaum hätt'
bis drei zählen können. Kein Sterbenswörtl hätt' ich über die Lippen
gebracht Deinetwegen.
Aber jetzt: ein so großes Ungemach willst bringen über Deine Leut,
Du, das Einzige, was sie haben? So ein Dirnl, wie das Fanele, hab'
ich gedacht, wie ich Dich hab' heranwachsen sehen, so eins brauchten
wir akkurat. Ordentlich stolz bin ich auf Dich, daß justament _Du_
gewachsen bist im Wald zu dieser Zeit. Aber das Fanele weiß nit, was
es gilt fürs Waldland, weil's fei so viel rar ist. Und jetzt: mit einem
solchen, wie der Franzl einer ist, willst auf und davon?«
»Auf und davon? Ja, auf das hat justament noch gar keiner gedacht!«
»Mit dem Franzl sich einlassen, das kunnt fei nix anderes heißen, als:
mit ihm auf und davon.«
»Jesses Maria, so viel bös ist das?«
»Gewiß und wahrhaftig. 's ist ein großes Kreuz mit derlei Mannerleuten,
Dirnl. Und daß der nun justament auf _Dich_ kommen muß! Und _ich_ --
ich bin mit schuldig daran, weil ich dem Franzl hab Einstand gegeben im
Zechenhaus. Auf _das_ hätt einer doch denken können.«
Das Fanele hat eine Handvoll vorjährige Nadeln vom Moos
zusammengestrichen und läßt sie nun wieder durch die Finger rieseln. --
»Und den Franzl von dannen schicken?« hebt der Zachenhesselhans von
neuem an. »Ja, wenn ihm einer hinterdrein wär', der mir sagete: wahr
und wahrhaftig, ich hab den Pulverrauch verwehen sehen über dem Franzl
seinem Stutzen! Aber so: was hat denn das Waldmannl, das vertrocknete,
in einem Jungen seine Lieb hineinzureden?
Fanele, laß die Tränen stecken; mußt nit greinen um das. Ich sag
keinem ein Sterbenswörtl davon, auch dem Helari nit und der Resl;
denn: entweder, Du laßt ihn laufen, nachher is gut. Oder Du laßt ihn
nit laufen, nachher ist das Ungemach da. Aber das Fanele wird meinen:
laßt's mich in Ruh'. Wenn er ein schlechter Kerl ist, der Franzl, so
drückt's _mich, mich ganz allein_, und wenn das graue Elend über mich
kommt, so hab ichs zu tragen, ich ganz allein.
Der Zachenhesselhans kennt das. Und eine Reue, die kommt immer erst,
wenn das Leid schon da ist. Ich bin kein Ankläger und ein Hetzer ganz
gewiß nit; aber wenn das Fanele auf den Waldmann und seinen Rat ein
Eichtl tut hören, nachher -- das wär ihm eine große Freud'.
Jetzt muß einer aber schauen, daß er noch ein paar Tragen Waldstreu
zusammenkratzt unter dem Stachelschwein und der Höll -- b'hüt Gott,
Fanele!«
Dem alten Manne klang das Herz hinein in den Gruß, den sie sonst so
hinwerfen.
Dann ging er am Zechenhaus vorüber, ging durch die Waldspitze, die aus
dem Tal heraufsticht, ging über das borstige Gras.
Drunten am Waldrand sieht er den Hans-Tonl, wie er mit dem eisernen
Rechen die Nadeln zusammenzieht.
»Sei mir nit bös, Hans-Tonl, 's is ein bißl spät worden. So is gar
schon um die neun? Potz Käs und Kuhglocken -- wie sich einer versäumen
kann!«
»Was hat's denn geben?« fragt der Hans-Tonl und recht.
»Justament um den Winterkathlfranz. Ein Sakra, ein höllischer, dem
das graue Elend anfliegt, wenn er nicht die Nas' kann in Pulverdampf
stecken oder wenn er nicht kann auf ein Wilbert spüren. Das nimmt
eh kein gutes End mit dem Burschen. Hans-Tonl, meinst, daß ihn einer
hinaustun sollt' aus dem Zechenhaus?«
»Jetzt, warum fragt denn der Zachenhesselhans da mich? Er ist doch der
Herr im Haus.«
»Ich mein fei nur: was Du von ihm haltst, vom Sakra?«
»Ein Windhund ist er, der Franz.«
[Illustration]
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