Dora brachte auch Peter allmählich so weit, daß er nachgab. Es dauerte
nicht so sehr lange, da war die Vereinigung zustande gekommen; denn sie
sahen fast alle ein, daß es not tat.
Und als es ihnen Lars recht vorgestellt hatte, gingen sie immer mehr
mit dem Gedanken um, einen eigenen kleinen Dampfer zu kaufen, der
die Fische direkt zum Markt brächte. „Und dann gehört noch dazu,
daß wir einen Händler hätten, der zu unserm Verein gehörte, damit
die Fischpreise von uns aus bestimmt werden und die Arbeit zu ihrem
Rechte kommt,“ sagte Lars. Dazu schüttelten aber viele die Köpfe und
meinten, daß es sich nicht machen lassen werde. -- Und als das Jahr
herum war, da hatte es sich gezeigt, daß die neue Fischervereinigung
gute Geschäfte machte. Die Fische kamen frisch und gut mit dem Dampfer
zur Stadt. -- Und weil sie alle zusammenhielten, konnten die Händler
nicht viel gegen sie machen; auch hörten sie, daß die Rede unter den
Fischern ging, eigene Händler anzustellen. Es war vorgekommen, daß
einige von den Fischern auch in der Schonzeit Heringe fischten, auch
waren die Maschen der Netze bei vielen unvorschriftsmäßig eng. Es war
aber sehr selten vorgekommen, daß der Fischmeister in dieser Bucht
nachgesehen hatte. Darum setzten sich die Fischer zusammen und machten
eigene Gesetze und schrieben ihre Anliegen nieder und wählten unter
sich sichere Männer und schickten die zur Stadt, damit das Ganze von
der Regierung bestätigt werde. Sie erreichten auch, was sie wollten,
und die Fischer waren zufrieden.
Der erste dieser sicheren Männer, den sie wählten, war Lars Asmussen
gewesen. Auch Peter Lassen war dabei und einige von draußen. Und nun
kam es ganz von selbst, daß sie anfingen, diese Männer wie Führer
anzusehn.
Als immer mehr Fischer der Vereinigung beitraten, da versuchten einige
Krakehler von Wanbyll, Macht über sie zu gewinnen. Aber sie ließen
sich nicht hereinreden und kamen nur überein, daß sie unter sich Geld
zurücklegen wollten für Notfälle. Und wieder war es Lars, der alles
deswegen ordnen mußte.