Ich schweige. Aber mein Herz hadert weiter. Und er läßt seinen Arm

nicht aus meinem und hört nicht auf zu schwichtigen, leise, voll guten,

geruhigen Eifers. »Totenklage ist ein arger Totendienst, Gesell! Wollt

ihr eure Toten zu Gespenstern machen oder wollt ihr uns Heimrecht

geben? Es gibt kein Drittes für Herzen, in die Gottes Hand geschlagen.

Macht uns nicht zu Gespenstern, gebt uns Heimrecht! Wir möchten gern

zu jeder Stunde in euren Kreis treten dürfen, ohne euer Lachen zu

zerstören. Macht uns nicht ganz zu greisenhaft ernsten Schatten, laßt

uns den feuchten Duft der Heiterkeit, der als Glanz und Schimmer über

unsrer Jugend lag! Gebt euren Toten Heimrecht, ihr Lebendigen, daß wir

unter euch wohnen und weilen dürfen in dunklen und hellen Stunden.

Weint uns nicht nach, daß jeder Freund sich scheuen muß, von uns zu

reden! Macht, daß die Freunde ein Herz fassen von uns zu plaudern und

zu lachen! Gebt uns Heimrecht, wie wir's im Leben genossen haben!«

Ich schweige noch immer, aber ich fühle mein Herz ganz in seinen guten

Händen. Und seine liebe Stimme schwingt und schwichtigt weiter. »Wie

wundgeschlagene Bäume süße und herbe Säfte ausströmen, so die Herzen

der Dichter süße und herbe Lieder. Gott hat in dein Herz geschlagen.

Singe Dichter!«

»Mein Freund, mein Freund, meine Seele klingt von der deinen

wider, wie eine Glocke, die im wogenden Klange der Schwesterglocke

mitschwingt!« -- --

Aus dem Himmel im Osten fließt hellflüssiges Gold über schwarze

Wolken und dunkle Erde. Ein Rosenschimmer schwebt in den Jungtrieben

der Birkenkronen. Ein Wölklein frisches Grün hängt fern und nah in den

Wipfeln über der schwarzen Erde. Der zweite Kriegsfrühling hebt an. Der

Sturm geht über die Gräber in Polen.

Es weht ein Sturm aus West, aus West,

Heimatwind, Gotteswind,

Der Kreuz und Kranz erbeben läßt,

Wo er ein Grab in Polen find't.

Es klagt und klagt der Sturm aus West:

Weh, deutscher Erde Kind!

Was hält dich Polens Erde fest?

Die deutsche Erde kühlt so lind,

Dich kühlt sie nicht!

Der Sturm aus Westen klingt und klagt:

Hätt' ich Kraft, hätt' ich Kraft,

Ich hätte wie eine Kindesmagd

Dich längst in meinen Arm gerafft!

Kann's nicht, kann's nicht, Gott sei's geklagt!

Hätt' ich Kraft, hätt' ich Kraft,

Ich hätte euch auf nächtiger Jagd

Eine Handvoll Heimaterde geschafft

Zu Kranz und Grab!

Es fährt ein Sturm aus Ost, aus Ost,

Gräberwind, Gotteswind:

Du liebe Heimat, sei getrost!

Wir bleiben deiner Erde Kind ...

Von allen Gräbern weht's aus Ost:

Erde ist immer lind.

Erde, aus Heimaterde entsproßt,

Wir selbst nur Heimaterde sind,

Fürchtet euch nicht! --

[Illustration]

Ein Nachwort

Sommer und Winter kamen und gingen. Russenstürme zerschellten vor

den Hindernissen. Unerschüttert hielt das deutsche Ostheer in seinen

Gräben. Und wieder monatelange stille Wacht hinter Brustwehr und

Drahtverhau. --

Die Frühlingsstürme des vierten Kriegsjahres brausten über die Lande.

Im Osten entfachten sie den Krieg nicht zu neuen Gluten. Aber drüben

in Frankreich brannte er lodernd auf, an der Aisne und bei Arras.

Die vereinte Kraft der Westmächte rannte Sturm gegen die deutsche

Mauer. Walter Flex hielt es nicht länger in der Stille des östlichen

Stellungskriegs. Es trieb ihn nach dem kampfdurchwogten Westen:

»Ich habe mich mit ein paar Kameraden, darunter ein prächtiger alter

Major, freiwillig zur Westfront gemeldet. Schwer ist's mir nur geworden

im Gedanken an meine Mutter, die auch noch nichts davon weiß. Im

übrigen kennen Sie mein Denken. Es ist nicht damit getan, sittliche

Forderungen aufzustellen, sondern man muß sie an sich vollstrecken,

um ihnen Leben zu geben. Abenteurerlust und Idealismus sind zu

Anfang des Krieges viel verwechselt worden, und der unbeugsame und

zu keiner Konzession bereite Idealismus, in dem allein das Heil für

Gegenwart und Zukunft unseres Volkes liegt, ist selten geworden. Ihr

Brief gibt mir willkommene und dankbar ergriffene Gelegenheit, mich

zu einem gleichgesinnten Menschen auszusprechen, zumal Sie selbst

an die Stimmung rühren, in der ich mich in dieser Schicksalsstunde

unseres Volkes befinde, wenn Sie schreiben: ›Es steht mir allerlei

Sorgliches vor der Seele, wenn ich an Sie denke.‹ Dazu ist kein

Anlaß. Diese Sorge wäre nur begründet gewesen, wenn ich durch

Verzicht auf meine Meldung die Einheit zwischen Handeln und Denken

aus Herzensrücksichten verletzt hätte. Ich bin heute innerlich so

kriegsfreiwillig, wie am ersten Tage. Ich bin's und war es nicht, wie

viele meinen, aus nationalem, sondern aus sittlichem Fanatismus. Nicht

nationale, sondern sittliche Forderungen sind's, die ich aufstelle und

vertrete. Was ich von der ›Ewigkeit des deutschen Volkes‹ und von der

welterlösenden Sendung des Deutschtums geschrieben habe, hat nichts

mit nationalem Egoismus zu tun, sondern ist ein sittlicher Glaube,

der sich selbst in der Niederlage oder, wie Ernst Wurche gesagt haben

würde, im Heldentode eines Volkes verwirklichen kann ... Eine klare

Grenze des Denkens habe ich freilich immer festgehalten: ich glaube,

daß die Menschheitsentwickelung ihre für das Individuum und seine

innere Entwicklung vollkommenste Form im Volke erreicht, und daß

der Menschheitspatriotismus eine Auflösung bedeutet, die den in der

Volksliebe gebundenen persönlichen Egoismus wieder freimacht und auf

seine nackteste Form zurückschraubt. Mein Glaube ist, daß der deutsche

Geist im August 1914 und darüber hinaus eine Höhe erreicht hat, wie

sie kein Volk vordem gesehen hat. Glücklich jeder, der auf diesem

Gipfel gestanden hat und nicht wieder herabzusteigen braucht. Die

Nachgeborenen des eigenen und fremder Völker werden diese Flutmarke

Gottes über sich sehen an den Ufern, an denen sie vorwärtsschreiten.

-- Das ist mein Glaube und mein Stolz und mein Glück, das mich allen

persönlichen Sorgen entreißt ...«

Sein Wunsch, sich in den entscheidungsvollen Kämpfen des Westens

einzusetzen, blieb unerfüllt. Ein mehrwöchiges Kommando rief ihn

nach Berlin. Heißen Herzens verfolgte er von dort das Schicksal

seiner Kameraden: Sein Regiment kämpfte um Tarnopol. Er erreichte es

rechtzeitig, um an der Eroberung Rigas teilzuhaben. Frohe Grüße flogen

in die Heimat: »Ich bin ganz glücklich, dabei sein zu dürfen.« Auf Riga

folgte Ösel. Aus den neuen Angriffsvorbereitungen heraus schrieb er

weiter:

»Von den Kameraden, die vor Monaten nach dem Westen gingen, ist kaum

einer mehr am Leben. Es waren ein paar prächtige Menschen darunter,

mit denen ich gern hinausgegangen wäre. Ich sehe sie noch am Bahnhof

aus dem abfahrenden Zuge winken. ›Schad' daß Sie nicht mitkommen!‹

rief mir Erichson noch zu, der Mecklenburger, der mit Wurche und mir

vor Augustow in der 9. Kompanie das Zugführer-Kleeblatt bildete. Nun

liegt er auch vor Verdun begraben. Hätte er damals geahnt, daß wir

kurz darauf Tarnopol und Riga mitschlagen sollten, er wäre wohl bei

uns geblieben. Wo wäre ich wohl heute, wenn meine Meldung damals

nicht kassiert worden wäre? Zufälligkeiten oder Bestimmung? Dankbar

bin ich immer von neuem für das Gleichgewicht des Herzens, das mir

nie ernstlich erschüttert worden ist. Nicht etwa, daß ich das Gefühl

hätte, vor anderen bewahrt und aufgehoben zu sein -- aber ich habe das

geruhige, innere Wissen, daß alles, was mit mir geschieht und geschehen

kann, Teil einer lebendigen Entwicklung ist, über die nichts Totes

Macht hat ...«

An dem Tage, der diesen Brief in die Heimat brachte, traf ihn auf

Ösel die tödliche Kugel. Er hatte seine neunte Kompanie zum Angriff

auf Lewwal entwickelt. Das Gefecht neigte sich zu siegreichem Ende.

Unschlüssig zwischen Widerstand und Übergabe schwankend hielten die

Russen noch vor Peudehof. Sein linker Zugführer geht vor und fordert

Ergebung. Russische Offiziere erklären den Ankommenden für gefangen.

Der springt zurück, das Gewehr im Anschlag: »Herr Leutnant, sie

wollen sich nicht ergeben!« Walter Flex hat ein russisches Beutepferd

gegriffen und reitet vor. Ein Schuß kracht und fehlt ihn. Er zieht den

Säbel, der ihm am Sattel hängt. Mit blanker Klinge reitet er gegen den

Schützen an. Gewehrfeuer schlägt ihm entgegen. Eine Kugel fährt ihm

durch die Degenhand in den Leib und wirft ihn vom Pferd. Seine Kompanie

greift an. Die Russen heben die Hände. Sie sind gefangen. -- Die ersten

Worte des Verwundeten fragen nach dem Stand des Gefechts. Die Antwort

läßt ihn beruhigt zurücksinken.

Seine Leute trugen ihn in eine nahe Hütte. Heiteren Herzens erreichte

er das Lazarett. Seinem treuen Burschen diktierte er diese Karte:

»Liebe Eltern! Diese Karte diktiere ich, weil ich am Zeigefinger der

rechten Hand leicht verwundet bin. Sonst geht es mir sehr gut. Habt

keinerlei Sorge. Viele herzliche Grüße! Euer Walter.«

Am nächsten Tage, am Geburtstag seines ihm im Soldatentod

vorangegangenen jüngsten Bruders, ist er gestorben. Eins im Leben und

Sterben wie im Denken und Handeln ist er stille eingegangen zum größten

Erleben, ein wegesicherer Wanderer zwischen beiden Welten. --

Der Abend brachte seinem Regiment den Marschbefehl. Die Nachtstunden,

die vor dem Aufbruch verblieben, führten seine Leute zusammen zu

stillem Totendienst: Laubgewinde wuchsen unter ihren Händen zu letztem

Gruß und Dank.

Das Regiment marschierte. Neun Leute seiner lieben Kompanie blieben

zurück. Im Morgenlicht betteten sie ihn in der grünen Ostseeinsel, die

sein Herzblut trank. Graugänse rauschten über die frische Erde nach

Süden. --

Er ruht in deutscher Erde, wo einst das alte Ordensschloß von Peude

stand. Eichenkränze, die ihm Soldatenliebe wand, schmücken Kreuz und

Grab. In den Winden des baltischen Meeres webt sein letztes Lied von

der lebenspendenden Kraft rein vergossenen Blutes. Der Nordwald rauscht

über den Hügeln:

»Wir sanken hin für Deutschlands Glanz.

Blüh, Deutschland, uns als Totenkranz!

Der Bruder, der den Acker pflügt,

ist mir ein Denkmal wohlgefügt.

Die Mutter, die ihr Kindlein hegt,

ein Blümlein überm Grab mir pflegt.

Die Büblein schlank, die Dirnlein rank

blühn mir als Totengärtlein Dank.

Blüh, Deutschland, überm Grabe mein

jung, stark und schön als Heldenhain!«

Im Felde, November 1917.

+Martin Flex.+

Bücher von Walter Flex

Soeben ist erschienen:

Klaus von Bismarck

Eine Kanzlertragödie

Zweite Auflage Gebunden M 4.--

Schon die Umschlagzeichnung des Buches gibt der Phantasie

des Lesers die Richtung auf den Schauplatz und den Stoff der

Tragödie: das gotische Stadtbild Stendals mit seinen Tortürmen

und dem trotzigen, im Roland symbolisierten Mannesgeist, der

in diesen Mauern einst herrschte. Das Drama, dessen Held ein

Vorfahre des eisernen Kanzlers ist, wurde in Weimar erfolgreich

aufgeführt, ihm werden sich jetzt nach dem Tode des Dichters

sicher noch viele Bühnen öffnen.

Wallensteins Antlitz

Gesichte und Geschichten vom Dreißigjährigen Kriege

17.--19. Tausend. Preis gebunden M 3.--. Soeben erschienen

+Inhalt+: Das Blut der Almuth Petrus -- Wallensteins Antlitz -- Letzte

Wacht -- Das Gewitter -- Der Trommelbube des Todes -- Der Kreis -- Der

Ring mit den blauen Steinen -- Das Armesünderwürfeln

»Allen gemeinsam ist eine großzügige Gestaltungsgabe, die

stark plastische Bildreihen schafft. Zugleich weiß Flex in der

Art der kräftigen Darstellung, der Häufung der dichterischen

Gesichte, der gedrungenen, knappen und doch lebendigen

Schilderung den Stil jener Zeit unvergleichlich zu treffen.

Ein trotziges, aufschäumendes Leben in bunter, farbsatter

Pracht durchströmt die einzelnen Szenen. Das ist ein Abbild

der Kraftfülle des damaligen Deutschtums, das dreißig Jahre

Krieg zu ertragen verstanden ... eine der besten Gaben

unserer letzten deutschen Literatur. Ein deutsches Werk von

vollgültiger literarischer Bedeutung!« +Die Post+.

Im Felde zwischen Nacht und Tag

Gedichte

20./21. Auflage. 38. bis 42. Tausend. Preis gebunden M 2.80

»Das Bild von des Dichters Art, wie es seine früheren Werke in

scharfen Umrissen erkennen ließen, zeigt sich klar, fast noch

schärfer umrissen auch hier. Da ist das feine Naturempfinden,

das sich in prachtvoller Sprache, bald in reichen Farben in

verborgener Musik schimmernd, bald herb und knapp ausspricht;

daneben die Kunst, in scharfen Strichen menschliche Gestalten,

menschliches Erleben zu umreißen. Der Dramatiker wird so zum

kraftvollen Balladendichter, der aus Einzelheiten des Krieges

das Persönliche, das Große wuchtig heraushebt und darstellt.

Ein inniges menschliches Mit- und Nachempfinden, eng verbunden

mit heißer Liebe zum Vaterland, sturmerprobtes Gottvertrauen

und in aller Not des Kriegs nicht umzubringende Behauptung des

innersten Selbst, dem auch ein Schuß Humor eignet, durchzieht

die Gedichte, die unter der Kriegsliteratur wirkliche

und bleibende Werte bedeuten.« +Schwäb. Merkur+. -- »Ein

Kriegsdichter, dem die Kraft gegeben, sein reiches Erleben in

klangvolle, sprachlich eigenartige und kraftgesättigte Verse zu

gießen: er war der edelste Typus der akademischen Jugend, die

bei Ausbruch des Krieges freiwillig zu den Waffen griff, er war

die Idealverkörperung der deutschen Jünglinge, die aus reinstem

Hochsinn für ihr Vaterland sich aufzuopfern gelobten. Der Krieg

hatte Walter Flex zum Mann und Dichter herangereift; was er

geschrieben, ist durchlebt, hundert- und tausendfältig; seine

anschaulichen, bildreichen Gedichte sind der Spiegel seines jäh

abgerissenen kampffrohen und friedenssehnsüchtigen Lebens.«

+Kölnische Zeitung+.

Vom großen Abendmahl

Verse und Gedanken aus dem Feld

27./29. Auflage. 58. bis 64. Tausend. M 1.20

»Eines der besten Bücher, die ich je las. Der Krieg ward

Walter Flex zu einem wahrhaften, inneren Erleben, und was er

in diesem Büchlein schreibt, ist eine Phantasie, geboren aus

dem Erleben des Leides dieser Zeit, so wunderbar gestimmt

auf den Herzenston der Menschen, wie ich es bei keinem Buche

zuvor empfand. Eine tiefe Tragik offenbart sich uns in seinem

Büchlein. Er führt uns das Erdenleid der Menschen vor Augen,

jedoch nur, daß wir erkennen sollen, daß der Weg zu einem

glücklichen Seelenleben nur durch einen Weg tiefen Erdenleides

zu erreichen ist.« +Alt-Wandervogel+. -- »Tiefdurchdachte und

tiefempfundene symbolische Dichtung, die Herr wird über das

grausame Einzelschicksal, das der Krieg bringt, flammende

Begeisterung und glühende Vaterlandsliebe, die die gewaltige

Größe der Schicksalsstunde unseres ganzen Volkes empfindet

und mitschafft, verklärende Poesie, die teils im mystischen

Doppelempfinden, teils in mutiger Bejahung des Lebens und des

Todes die Gegensätze im Menschenleben deutet und versöhnt.«

+Der Wächter+.

Neue Gedichtbücher von Will Vesper:

Schön ist der Sommer.

Ein Buch Liebeslieder.

Gebunden M 2.80 Soeben erschienen

»Jede lyrische Gabe von Will Vesper bringt einen Strauß

poetischer Feinheiten ... Es finden sich Perlen unter den

Gedichten, die von unvergleichlicher innerer Rhythmik beseelt

sind.« +Die Post+.

Der blühende Baum.

Neue Lieder und Gedichte.

2. Auflage Gebunden M 2.80

»Wieder kommt dem Leser in diesem Buche zum Bewußtsein,

daß kein lebender Dichter, außer Dehmel, so rein und

selbstverständlich die Tradition unserer größten Lyriker

fortsetzt wie Vesper.« +Berliner Tageblatt+.

Briefe zweier Liebenden.

Gedichte.

5. und 6. Taus. Geb. M 2.80

»Hier steht Vesper auf der Höhe seines künstlerischen

Schaffens.« +Preuß. Jahrb.+

Vom großen Krieg.

Gedichte.

4. u. 5. Tsd. Geb. M 3.--

»Diese Gedichte werden für alle Zeiten zu den bedeutendsten

Schöpfungen unserer vaterländischen, überhaupt unserer

lyrischen Dichtung gehören.« +Münchener Zeitung+.

Der Deutsche Krieg in Dichtungen

Herausgegeben von =Walther Eggert Windegg=

5. und 6. Tausend Gebunden M 2.50

»Der Herausgeber hat ein offenes Auge für alles Charaktervolle

und Eigentümliche, das die neue Lyrik bot, und zu loben ist

sein unbefangenes Urteil ... eine vornehme, streng gesichtete

und charaktervolle Sammlung.« +Eckart+.

Hans Benzmann / Für Kaiser und Reich

+Kriegsgedichte+. Geheftet M 1.40

»Schlachtenschilderungen, die in der Realistik an Liliencron

erinnern ... Echte Balladen, vorzüglich zum Vortrage geeignet.«

+Deutsche Presse+, Wien.

Eugen Kühnemann

Univ.-Professor in Breslau

Deutschland und Amerika

Briefe an einen deutsch-amerikanischen Freund

3. Auflage 8. u. 9. Tausend. Preis M 2.50

+Aus dem Inhalt+: Deutschland und Amerika -- Aufklärungsarbeit und

Propaganda -- Das deutsche Amerika und der Krieg -- Das englische

Amerika und der Krieg -- Präsident Wilson -- Universitäten, Kirche,

Presse, Gesellschaft -- Amerika im Kriege -- Deutschland im Kriege

»Der Breslauer Philosoph und berühmte Vorkämpfer für

deutsches Wesen und deutsche Kultur in Amerika, hat uns hier

das Buch über die Vereinigten Staaten geschenkt, ein Buch,

das uns mit unerbittlicher Logik und Klarheit aufzeigt,

daß wir drüben niemals Freundschaft erwarten konnten, wie

wir in unserem unverbesserlichen Idealismus immer gehofft

haben ... Den Deutsch-Amerikanern widmet der Verfasser ein

besonders ergreifendes Kapitel ... Das ganze Buch ist ein

stolzes Bekenntnis eines bedeutenden Mannes zu der Größe,

der sittlichen Kraft und Ueberlegenheit seines Vaterlandes.«

+Deutsche Tageszeitung+.

~Dr.~ Hans Volkelt

Demobilisierung der Geister?

Eine Auseinandersetzung vornehmlich mit

Geheimrat Professor ~Dr.~ Ernst Troeltsch

1.--3. Tausend · (Soeben erschienen) · Kartoniert M 1.50

»Das Ziel der Schrift ist die Stärkung der deutschen Kraft, die

Aufweisung der großen Gefahr einer matten Verzichtsgesinnung,

die über einem Hangen an abstrakten Theorien der Aufklärung die

wahre Lage und Aufgabe der Gegenwart verkennt und verleugnet

... Sie ist eine in Fichteschem Sinne, und wir dürfen mit

Freude sagen, auch mit Fichteschem Geist geschriebene

Aufforderung an das deutsche Volk, auf der Höhe der großen,

wenn auch schweren Zeit zu stehen und allen Gefahren draußen

und drinnen standzuhalten, alle Ermattung und Verflachung,

auch wo sie sich einschmeichelnder Phrasen bedient, energisch

abzuweisen. So geht in Wahrheit eine stärkende und belebende

Kraft von diesem Büchlein aus; man sollte es in Masse

verbreiten.« +Rudolf Eucken+ (Magdeburgische Zeitung).

Robert Saitschick

Wotan und Brünnhilde (Die Geburt der Seele)

(Soeben erschienen!)

Gebunden M 4.--, in Halbpergament und auf Bütten M 12.--

Der Leser wird erstaunen, welche Schönheiten, welche bisher

nicht von ihm bemerkten Tiefen Richard Wagners Dichtung des

Nibelungenringes in sich birgt. Nun sieht er, daß neben der

Musik auch die Dichtung genauerer Betrachtung wert ist, daß

Alberich, Wotan, Freya, Loge, Erda, Brünnhilde nicht bloß

die Gestalten eines in ferner Urzeit liegenden Mythos sind,

den Wagner dramatisch gestaltet hat, sondern Verkörperungen

der Lebensmächte, die, so lange diese Weltzeit dauert, im

Leben walten, also auch heute noch. Saitschicks Buch ist ein

Führer zur Kunde vom Geistigen, eine ganze Philosophie steckt

darin, die der Leser ohne großes Bemühen für das tägliche

Leben fruchtbar machen kann. Wir möchten dieser Philosophie

viele offene Herzen wünschen, denn sie ist eine Wegbereiterin

zu noch höheren Erkenntnissen. Das Buch ist ohne Zweifel den

klassischen Schöpfungen unserer Literatur beizuzählen.

Saitschick / Von der innern Not unseres Zeitalters

Ein Ausblick auf Fausts künftigen Weg

Gebunden M 3.50

»Faust ist auch in Saitschicks Betrachtung nur der Name für den

innern Menschen unserer Tage. Und wie Goethe, so setzt auch

Saitschick sich mit ihm selbständig auseinander. Nur sieht er

schärfer; denn Faust ist inzwischen ein Jahrhundert seinen Weg

weiter gegangen. Die Konflikte sind ausgeprägter, der Ausgleich

schwerer. Die innere Not ist darum intensiver, ich bin versucht

zu sagen ehrlicher empfunden. Und darauf zielt der Sinn des

Büchleins: dem strebenden Faust unserer Tage Ausblick zu geben

auf den kommenden Weg.« +Hochland.+

Robert Saitschick / Franziskus von Assisi

Dritte Auflage. Gebunden M 4.--, Halbpergament M 6.--

»Diese neue Gabe Saitschicks, abgeklärt in sich und gelöst von

jeder Kontroverse und Diskussion, hat uns in seltener Weise

angesprochen, ergriffen, gefesselt.« +Preußische Jahrbücher+.

Joseph Bernhart / Tragik im Weltlauf

Leicht gebunden M 2.80

»In der Tat ein wahres Trostbuch für jeden, der in der

allgemeinen Erschütterung der Dinge die Frage nach den

Fundamenten unseres Daseins stellt.« +Alfred Frhr. Menst von

Klarbach+ (Bayerische Staatszeitung).

Johannes Müller / Vom Leben und Sterben

16. bis 20. Tausend Leicht gebunden M 1.40

+Inhalt+: Der Tod -- Gibt es ein Leben nach dem Tode? -- Diesseits

und Jenseits -- Das Ende -- Der Abschied -- Die Heimsuchung -- Der

Aufschwung

Johannes Müller / Hemmungen des Lebens

17. bis 21. Tausend Gebunden M 4.--

+Inhalt+: Die Trauer -- Die Furcht -- Die Sorge -- Das Tragischnehmen

-- Die Unsicherheit -- Der Zweifel (das Mißtrauen) -- Das Kritisieren

-- Der Andere in uns

Johannes Müller / Die deutsche Not

Erlebnisse und Bekenntnisse aus der Kriegszeit

Gebunden M 4.--

+Aus dem Inhalt+: Kriegseindrücke und Kriegsfragen -- Wie soll sich der

Christ zum Kriege stellen? -- Jesus und der Krieg -- Und die Kirche?

-- Geduld im Kriege -- Wider den Haß -- Bankerott des Christentums? --

Briefe eines Hauptmanns aus dem Felde -- Vom Wiedersehen in der Heimat

-- Ueber den Krieg hinaus -- Verlust und Gewinn usw.

Johannes Müller / Reden über den Krieg

Gebunden M 3.50

+Inhalt+: 1. Der Krieg als Schicksal und Erlebnis. 41. bis 43. Tsd.

-- 2. Der Krieg als Not und Aufschwung. 31. bis 35. Tsd. -- 3. Der

Krieg als Gericht und Aufgabe. 31. bis 33. Tsd. -- 4. Der Tod fürs

Vaterland und die Hinterbliebenen. 31. bis 34. Tsd. -- 5. Der Krieg als

religiöses Erlebnis

Ludwig Kemmer / Briefe an einen jungen Offizier

Zweite Auflage Gebunden M 1.--

Friedr. Th. Körner

Die inneren Werte des deutschen Soldaten

Geheftet M --.70

+Inhalt+: Die innere Sittlichkeit -- Gehorsam und Pflichtgefühl --

Heldentum und Tapferkeit -- Kameradschaft -- Religiöses Empfinden --

Gemüt und Empfindung

Karl Berger. Vom Weltbürgertum

zum Nationalgedanken

Zwölf Bilder aus Schillers Lebenskreis und Wirkungsbereich

Gebunden M 8.50 Soeben erschienen

»Sämtlichen Betrachtungen Bergers, in deren Mittelpunkt immer

wieder Schillers edle, alle überragende Gestalt als unser

gewaltigster Führer in der Wende der Zeiten hervortaucht,

gebührt die Anerkennung, daß sie in strenger Sichtung des

reichen Stoffes und in gefälliger Form bedeutende Ausblicke in

eine lehrreiche Vergangenheit eröffnen und auch unmittelbar

für die Gegenwart vertiefende Anregungen geben.« +Schlesische

Zeitung+.

Hermann Reich

Die Flotte. Eine Tragödie

Preis kartoniert M 4.50; in Halbpergament M 6.--

»Dionysische Ekstase, Aechyleischen Schwung und Shakespearesche

mimische Buntheit verschmilzt Reich zu einem großen modernen

Stil. Es ist der Stil des neuen Deutschen Reiches, das aus

dem Weltbrand hervorgehen muß. -- Sonst wüßte ich mit Reichs

Sprache nur die Luthers an den christlichen Adel deutscher

Nation zu vergleichen.« Prof. +v. Hauff+ (Monatshefte der

Comeniusgesellschaft).

Will Vesper

Martin Luthers Jugendjahre

Bilder und Legenden

Gebunden M 4.--

»Ein deutsches Festes- und Feierbuch lauterster Art. Wer sich

ein offenes Herz, ein empfängliches Gemüt bewahrt hat, wird

aus diesen zauberhaft poetischen Ausflüssen einer religiösen

Seelenmelodik, aus diesen heilig-ernsten Ergebnissen eines

unvergleichlich tiefen dichterischen Sehnens und Schauens

die Gestalt des jungen Luther sich erheben sehen, wie er sie

niemals aus den wissenschaftlichen Erörterungen zu begreifen

vermochte.« +Die Post+.

Soeben ist erschienen:

Der Pfeifenkönig

Ein Roman aus der Gegenwart

Von =Karl Strecker=

Zweite Auflage Gebunden M 6.--

Der Wanderer zwischen den Welten: Ein Kriegserlebnis · 第 5 / 6 段