Lisidor. Was will ich tun? Es ist doch immer besser, ihr tauscht vor
der Hochzeit, als daß ihr nach der Hochzeit tauscht. Wenn es meine
Töchter zufrieden sind, ich bin es zufrieden.
Adrast. Wir schmeicheln uns, daß sie es sein werden.--Aber bei der
Liebe, Lisidor, die Sie gegen uns zeigen, kann ich unmöglich anders,
ich muß Ihnen noch ein Geständnis tun.
Lisidor. Noch eins?
Adrast. Ich würde nicht rechtschaffen handeln, wenn ich Ihnen meine
Umstände verhehlte.
Lisidor. Was für Umstände?
Adrast. Mein Vermögen ist so geschmolzen, daß ich, wenn ich alle
meine Schulden bezahle, nichts übrig behalte.
Lisidor. Oh! schweig doch davon. Habe ich schon nach deinem
Vermögen gefragt? Ich weiß so wohl, daß du ein lockrer Zeisig gewesen
bist, und alles durchgebracht hast; aber eben deswegen will ich dir
eine Tochter geben, damit du doch wieder etwas hast.--Nur stille! da
sind sie; laßt mich machen.