Henriette. Oh! ich bin mit meinen Einbildungen recht wohl zufrieden.
Ich kann ihnen nicht nachsagen, daß sie mich jemals sehr irregeführt
hätten.
Juliane. Was meinst du damit?
Henriette. Muß man denn immer etwas meinen? Du weißt ja wohl,
Henriette schwatzt gerne in den Tag hinein, und sie erstaunt allezeit
selber, wenn sie von ohngefähr ein Pünktchen trifft, welches das
Pünktchen ist, das man nicht gerne treffen lassen möchte.
Juliane. Nun höre einmal, Lisette!
Henriette. Ja, Lisette, laß uns doch hören, was das für eine
schwesterliche Ermahnung ist, die sie mir erteilen will.
Juliane. Ich dir eine Ermahnung?
Henriette. Mich deucht, du sprachst davon.
Juliane. Ich würde sehr übel tun, wenn ich dir das geringste sagen
wollte.