(Tafel 14).
Es gibt 10-12 verschiedene Gewürzpflanzen, die alle den gemeinsamen
Namen Pfeffer tragen. Die meisten derselben sind Sträucher, teils
freistehend, teils kletternd. Die in Europa am meisten zur Verwendung
kommenden Arten sind der weiße und der schwarze Pfeffer, beide das
Produkt derselben Pflanze (Piper nigrum), ersterer geschält, letzterer
ungeschält; diese beiden werden auch „gewöhnlicher Pfeffer”
genannt -- und der rote Pfeffer (spanischer Pfeffer, Cayennepfeffer,
Capsicum). Der gewöhnliche Pfeffer wird hauptsächlich in Indien und auf
den Sundainseln angebaut. Diese Länder bringen jährlich über 30
Millionen Kilo Pfeffer auf den Weltmarkt.
Der rote Pfeffer ist auch in den deutsch-afrikanischen Kolonien überall
anzutreffen und wird von den Eingebornen, die gern stark gepfefferte
Speisen essen, fleißig gebaut. Man ist von seiten der Europäer der
planmäßigen Kultur in größerem Umfange noch nicht näher getreten; diese
dürfte aber lohnend sein, da der Pfefferstrauch leicht fortkommt und
fast keine Pflege verlangt. In Sansibar hat sich seit länger als 30
Jahren eine Ausfuhr in diesem Artikel entwickelt. Auch von Sierra Leone
in Westafrika werden jährlich gegen 10000 Pfund Pfeffer verschifft.
Neben dem roten Pfeffer kommen in unsern afrikanischen Kolonien noch der
Malagettapfeffer (Paradieskörner, Guineakörner), der Aschantipfeffer und
Xylopia aethiopica, ein Baumpfeffer, vor, die alle für den auswärtigen
Handel noch Bedeutung erlangen können. -- In neuerer Zeit versucht man
auch den indischen Pfeffer auf den Karolineninseln anzubauen.
Deutschland verbraucht jährlich für fast 7 Millionen Mark Pfeffer.
[Illustration: Tafel 14.
Pfeffer (_Piper nigrum_).