4. Johannistag.

Beim Umtanzen des Johannisbaumes (vgl. 148) wird folgendes Liedchen

gesungen. +Simrock+, das deutsche Liederbuch, 2. Aufl., Frankfurt a. M.

1857, führt unter Nr. 823 u. 824 ähnliche Lieder an. Auf das angeführte

Buch desselben verweisen wir auch bezüglich der bei den Spielen der

Kinder im Obererzgebirge gebräuchlichen Auszählverse, sowie anderer

Kinderverschen.

864. A. Wer steht denn draußen vor der Thür

Und thut so leise klopfen?

B. „Es ist der Förster, steht dafür

Und hat sich was zu suchen.“

C. Ich hab verloren meinen Schatz

Allhier, allhier auf diesem Platz.

Macht auf, macht auf den Garten.

Sieh da, sieh da, hier ist mein Schatz,

Mit dem ich mich verlobet.

Hier hast du meine rechte Hand

Und einen Kuß zum Unterpfand,

Auf daß du bleibst mein eigen.

Aberglauben, Sitten und Gebräuche des sächsischen Obererzgebirges: Ein Beitrag zur Kenntnis des Volksglaubens und Volkslebens im Königreich Sachsen · 第 47 / 54 题