Einmal, es war auf einer großen Messe --«

»Hier in Leipzig?« fragte Peter eifrig.

»Ja, es kann sein, daß es in Leipzig war, genau hat dies der Mann, der

meiner Großmutter die Geschichte erzählt hat, nicht gesagt, wo es war.

Also, die alte Frau war wieder einmal auf einer großen Messe. Gerade

neben der Kasperlebude stand ihr Karussell, und es ging, wie es immer

ging. Kleine und große Leute liefen an ihr vorbei, Lust zu fahren hatten

nur wenige. Ich werde mein liebes, altes Karussell als Brennholz

verkaufen müssen, dachte die Frau traurig, und dann kann ich mit meinen

drei Enkelkindern betteln gehen. Was soll ich nur anfangen in meiner

großen Not!

Es war gerade Sonnabendnachmittag, als die Frau Katharina so verzweifelt

neben ihrem Karussell saß. Viele Leute waren auf der Messe, überall war

es voll, nur sie hatte noch nicht einen einzigen Groschen eingenommen.

Und morgen war der letzte Sonntag; dann konnte sie wieder zusammenpacken

und mit ihrem grünen Wäglein, den ein altersschwaches, mageres Pferdchen

zog, und ihren Enkelkindern in die weite Welt hinausziehen.

Wie die Frau so trübe vor sich hinsann, hörte sie plötzlich neben sich

den Kasperlemann furchtbar schreien. Das war ein grober Kerl, der keinem

Menschen ein gutes Wort gönnte. Mit allen Meßleuten stritt und zankte er

sich. Vor seiner Bude aber war es immer voll, denn der Mann hatte ein so

drolliges Kasperle wie keiner sonst. Selbst alte, würdige Leute blieben

vor der Kasperlebude stehen, und sie lachten manchmal wie noch nie in

ihrem Leben über den kleinen Hopsassa. An diesem Nachmittag nun war das

Kasperle auf einmal verschwunden, und sein Besitzer schrie, es sei ihm

gewiß gestohlen worden.

Doch es war niemand in der Bude gewesen, denn die hielt der Mann immer

sorgsam verschlossen. Auch hatte er die ganze Zeit auf einer Bank

daneben gesessen und sich über die vielen Leute gefreut, die alle auf

den Anfang vom Kasperlespiel warteten. Wer sollte also das Kasperle

gestohlen haben?

>Es liegt vielleicht irgendwo in einer Ecke,< riefen ein paar Buben.

>Wir wollen suchen helfen.<

Doch davon wollte der grobe Kerl nichts wissen. >Bleibt draußen,< schrie

er, >ich suche ihn allein, er muß doch da sein!<

Aber Kasperle war nicht da.

Sein Besitzer suchte die ganze Bude um und um, er fluchte und schrie;

dies half aber gar nichts, das drollige Kasperle war und blieb

verschwunden.

Die Leute draußen murrten: >Ohne Kasperle gibt es keinen Spaß, dann

gehen wir lieber wieder.< Und nach und nach wurde es leer vor der Bude,

nur ein paar Kinder standen noch und warteten; vielleicht kam ihr

kleiner Freund doch wieder. Sie warteten aber vergeblich, und

schließlich liefen sie auch fort, und da schloß der Mann seine Bude zu

und rannte weg. Er wollte sich irgendwo ein anderes Kasperle holen; am

liebsten aber hätte er alle Meßbuden eingerissen, so wütend war er.

Die ganze Zeit über hatte die kleine Karussellfrau still dagesessen und

immer nur daran gedacht, wie sie am Abend ihre Enkelkinder satt machen

könnte. Es wird nichts helfen, dachte sie, ich werde meine Nachbarn

bitten müssen, mir einige Groschen zu leihen. O wie bitter ist das, wie

schwer habe ich es doch im Leben!

In diesem Augenblick war es ihr, als höre sie ein leises Flüstern, oder

war es ein Vogel, der sang, oder ein Mäuslein, das pfiff? Sie schaute

sich um, und da sah sie zu ihrem Erstaunen das vermißte Kasperle auf

ihrem Karussell sitzen. Es bammelte mit den Beinchen und tat ganz so,

als wäre es keine Holzpuppe, sondern ein richtiges, lebendiges Kasperle.

>Du, schrei nicht, sei ganz still! Der drüben darf mich nicht sehen.<

Wirklich, das sagte das Kasperle, die Karussellfrau verstand es ganz

deutlich. Und nun sah sie auch, wie des Kasperles Augen funkelten; wie

zwei kleine, schwarze Stecknadelköpfe glitzerten sie.

>Lieber Himmel! Du bist wohl lebendig?< fragte die Frau erschrocken.

>Schwipp schwapp! Freilich bin ich lebendig! Ganz und gar bin ich ein

richtiges Kasperle aus der Familie Schnurzelpurzelwuppdiwupp. Schrei nur

nicht, Karussellfrau, sei ganz stille, es darf niemand wissen, wo ich

bin.<

Die gute kleine Frau konnte gar nicht schreien, sie war viel zu erstaunt

über den wunderfitzigen kleinen Kerl, und der wartete auch gar keine

Frage von ihr ab. Der redete weiter und erzählte, drüben der grobe Kerl

hätte ihn seinem eigentlichen Herrn und Meister, einem weltberühmten

Puppenspieler, gestohlen. >Ich war dem sein Liebling,< klagte Kasperle,

>er nannte mich immer sein Zuckerherzele, und ich hatte ein seidenes

Bettchen bei ihm, und immer wieder zog er mir neue, schöne Kleider an.

Dieser Mann hatte mich von seinem Großvater geerbt, der noch wußte, wo

wir echten, richtigen Kasperle herkommen. Ich bin schon seit mehr als

hundert Jahren auf Messen und Märkten herumgezogen, habe viel von der

Welt gesehen, bin immer sehr geehrt worden, aber ach! ich hätte nie

gedacht, daß es einem armen Kasperle so schlecht gehen könnte wie mir.

Drüben, dein Nachbar, Karussellfrau, das ist ein böser Mann. Der weiß

wohl, daß ich lebendig bin, und da quält er mich, wenn wir allein sind.

Er sperrt mich in einen dunklen Kasten ein mit Mäusen zusammen, und er

weiß doch, wie sehr ich mich vor Mäusen fürchte. Auch einen Hund hat er

mit scharfen Zähnen, und oftmals nimmt er mich und wirft mich in eine

Ecke; dann muß mich der Hund holen, und ich zittere immer, daß mich der

zerbeißt.<

>Du armes, armes Kasperle!< sagte die Karussellfrau mitleidig.

>Nenne mich Zuckerherzele!< bat der kleine Kerl. >Das hör' ich so gern,

aber nur von guten Menschen. Doch du bist gut; ich habe dich schon die

ganze Zeit über beobachtet und immer gedacht, wenn ich ausreißen kann,

dann fliehe ich zur Karussellfrau, die verrät mich nicht.<

>Nein, sicher nicht, du armes, kleines, liebes Zuckerherzele, du!< rief

die Frau.

>Siehst du, so nennst du mich recht.< Kasperle schlug vor Freude die

Beinchen über dem Kopf zusammen. >Ausgerissen, fein!< kicherte er, >und

nun bleibe ich bei dir und -- bimmelbammel! drüben rennt Schnauz, wenn

der mich sieht, bin ich verloren.<

>Schnell, versteck dich im Musikkasten.< Die Frau ergriff flink Kasperle

und steckte ihn schnell in den Kasten. >Es sind ganz bestimmt keine

Mäuse drin,< sagte sie.

Es war aber auch die höchste Zeit. Schnauz kam angerast. Er stellte sich

vor das Karussell, schnupperte und kläffte laut.

>Geh weg,< rief Frau Katharina erschrocken, >ich habe keine Knochen und

Wurststücke für dich, geh, geh!<

Doch Schnauz rührte sich nicht. Von ferne sah nun die Frau auch noch

ihren groben Nachbar kommen, und es wurde ihr himmelangst, Kasperle, das

kleine, liebe Zuckerherzele, könnte entdeckt werden.

>Dreh flink dein Karussell!< wisperte da ein Stimmchen, und Schnauz, der

das wohl gehört hatte, kläffte noch lauter.

In ihrer Angst begann die Frau wirklich das Karussell zu drehen, und

ihre drei Enkelkinder, die es hörten, kamen angesprungen. >Ich will das

Geld einnehmen,< rief Hans, der älteste Bub, >ich stelle mich hier hin.<

Ach du lieber Himmel, es kommt doch niemand! dachte die Frau traurig.

Doch erstaunt horchte sie auf. Die Musik, die sonst immer so kläglich

war, so recht dünn und jämmerlich, die klang auf einmal, als kichere

jemand immer dabei. Die Töne hüpften und tanzten. Didididihoppela,

dumdumdumdumtrallalla! Lustig war es anzuhören.

Die Vorübergehenden horchten, blieben stehen, ein paar Buben kamen

zuerst angerannt.

>Wir wollen fahren, wir wollen fahren! Wie lustig das klingt!<

>Wir auch!< riefen auch ein paar Mädel und klirr! rollten die Groschen

und Sechser in den Hut von Hans.

Und o Wunder! Immer mehr kleine und auch große Leute kamen, und alle

wollten sie fahren, alle sagten sie, so eine lustige Musik sei auf der

ganzen Messe nicht zu hören. Die Frau nahm mehr ein als sonst in einem

Monat, und ihr grober Nachbar, der seine Bude wieder aufgetan hatte,

schaute neidisch zu ihr hinüber. Er ließ seine Puppen springen und

tanzen, er hatte auch wirklich ein neues, sehr schön gekleidetes

Kasperle, doch wenn ein paar Kinder stehen blieben und zuhörten, sagten

sie gewiß: >Heute gefällt uns Kasperle gar nicht, heute ist er

langweilig.<

Und sogar Schnauz läuft heute hinüber, dachte der Mann grimmig, lockte

den Hund und sperrte ihn ein. Da steckte Kasperle ein ganz, ganz klein

wenig die Nase zum Musikkasten heraus. >Karussellfrau,< fragte er, >ist

Schnauz fort?<

Die Frau nickte. >Eingesperrt!< tuschelte sie.

>O lirum larum, dummer Schnauz!< jubelte Kasperle. >Eingesperrt,

eingesperrt! Ich platze vor Lachen, wie mein Großvater

Schnurzelpurzelwuppdiwupp. Bei meiner Nase, jetzt soll die Musik noch

vergnügter klingen!<

Wutsch! war er wieder drinnen im Kasten, und wieder ertönte sein

Kichern.

Auf dem Platz draußen erzählten es sich die Leute. >Da, in der Ecke,

neben der Kasperlebude steht ein kleines, altes Karussell, es ist gar

nicht schön, aber so lustig fährt's sich's darauf, nicht zu sagen wie!<

Und wer das hörte, rannte hin und fuhr auch, und am Abend war Hansens

Hut voll Geld, und für eine Weile hatte die bittere Not ein Ende.

>Großmutter Karussellfrau,< wisperte Kasperle, >schick erst die Kinder

schlafen, die dürfen mich nicht sehen; Kinder haben Plappermäulchen, die

verraten mich sonst, und dem Schnauz da drüben ist doch nicht zu

trauen.<

Am nächsten Tag kamen wieder viele Leute, die mit dem lustigen Karussell

fahren wollten. Hansens Hut wurde zweimal schwippvoll. Schnauz lief

bellend immer rundherum, Kasperle fand er aber nicht. Der grobe Nachbar

ärgerte sich, doch das half ihm nichts; sein echtes Kasperle war und

blieb verschwunden.

Fortan zog nun Zuckerherzele mit Frau Katharina von Jahrmarkt zu

Jahrmarkt, von Stadt zu Stadt. Sie kamen in fremde Länder, und immer

sahen die großen und kleinen Leute zuerst verächtlich auf das wackelige,

alte Karussell, und manchmal sagten sie auch: >So etwas sollte man doch

gar nicht mehr aufstellen!< Wenn aber dann die Töne hüpften und

kicherten, dann wurden selbst die verdrießlichsten Griesgrame lustig und

lachten; sie wußten freilich nicht, warum sie so vergnügt wurden.

Ein paar Jahre waren vergangen. Frau Katharina war nun keine arme

Karussellfrau mehr, sie hatte sich ein stattliches Sümmchen erspart, und

sie dachte manchmal: Es wäre wohl gut, wenn ich jetzt immer an einem Ort

bliebe, damit die Kinder ordentlich in die Schule gehen könnten. Doch

der Gedanke, sich von ihrem Karussell und gar von Zuckerherzele zu

trennen, wurde ihr zu schwer. Einmal kam nun Frau Katharina auf ihrer

Wanderung auch in eine Stadt hoch oben im Norden, in der sie noch nie

gewesen war. Eine uralte Stadt war es mit dicken Mauern, riesengroßen

Kirchen, eine Stadt, in der alles ein bißchen eingeschlafen zu sein

schien. Selten öffnete sich eine der schweren alten Haustüren, selten

ging ein Mensch durch die engen, düsteren Gassen.

Als der grüne Wagen in die Stadt einfuhr, liefen wohl die Kinder

zusammen, aber man merkte es gleich, die hatten so etwas noch nie

gesehen. Und ein Mann, der Frau Katharina beim Aufstellen half, erzählte

ihr, es kämen selten Jahrmarktsleute zu ihnen. >In meiner Jugend, da war

es lustiger,< sagte er. >Da gab es hier oft ein Kasperletheater, über

das alle Menschen lachen mußten. Der alte Mann, dem es gehörte, der lebt

noch hier, aber er spielt nicht mehr. Man sagt, sein Kasperle sei ihm

gestohlen worden, und das sei ein echtes, lebendiges Kasperle gewesen.

Na, ich begreif's ja nicht, wie man sein Herz an so 'n Klapperbalg

hängen kann. Au weh!< Der Mann faßte sich erschrocken an die Nase, denn

eine von den dicken Perlen, die das Karussell schmückten, war ihm daran

geflogen. >So was! Wo kommt denn die her?< brummte er unwirsch.

Die Karussellfrau aber sah, wie ihr Zuckerherzele mit einem bitterbösen

Gesicht zum Musikkasten hinaussah. >Wart, du Grobian!< schalt er. >Ein

echtes Kasperle ist kein Klipperklapperbalg, ich werde dir gleich eine

ganze Troddel an deine dicke Nase werfen. Bimmelbammel! bin ich böse,

hui!<

>Ich glaube, hier ist irgendwo 'n Vogel,< brummte der Mann. >Aber wissen

Sie, Frau, schön ist ihr Karussell eigentlich nicht; na, für unsere

Stadt mag's gut sein.<

Der Mann ging. Die Frau drehte das Karussell, es kamen auch Kinder und

fuhren darauf, Frau Katharina jedoch dachte: Was macht nur mein

Zuckerherzele, es klingt doch heute gar nicht so lustig wie sonst!

Sie ging und öffnete den Musikkasten. Da saß Kasperle, seine Beinchen

hatte er um den Kopf gelegt, und sein kleines Gesicht sah ganz betrübt

aus. >Karussellfrau,< sagte er, >es geht nicht mehr, ich muß fort.<

>Zuckerherzele, Goldpünktchen, mein allerliebstes Schnuckerle, tu das

nicht! Bitte, bitte, nicht! Bleib bei mir!<

>Es geht nicht, Karussellfrau. Siehst du, hier ist mein alter Herr. Der

ist's, von dem der Mann vorhin erzählt hat, und nun ich ihn gefunden

habe, muß ich zu ihm. Er ist mein rechter Herr, und wir Kasperles sind

treu. Leb wohl, liebe, gute Karussellfrau!<

Kasperle drehte sich wie eine Kugel zusammen und rollte so aus dem

Musikkasten heraus. >Vergiß mich nicht,< rief er noch einmal, und dann

war er verschwunden.

Und er kam auch nie wieder.

Frau Katharina verkaufte ihr Karussell nun als Brennholz, zog in eine

kleine Stadt, und wenn sie nicht gestorben ist, lebt sie noch heute

dort.«

Dreizehntes Kapitel.

Der Zigeuner.

Mit Kasperle Zuckerherzele zusammen war auch das Heimweh davonspaziert.

Die Buben schliefen vergnügt ein und wachten vergnügt auf. Sie dachten

an Sonnenschein, Messegehen und ähnliche erfreuliche Dinge, aber das

Wetter sagte am Morgen: »Platsch! ich regne noch.«

Es seufzte niemand so sehr darüber wie Hulda. Die tat, als wäre die

Sonne besonders boshaft gegen sie, und sie lief immer wieder nachsehen,

ob es nicht heller würde. So gegen elf Uhr war das wirklich der Fall.

Ein blaues Fetzchen hing am Himmel, wie eine Bratenschüssel so groß, und

Hulda erklärte: »Es macht sich, nachmittags scheint die Sonne. Wir

können auf die Messe gehen.«

»Nein,« erwiderte Eva, »heute nicht, ich werde den Buben unser großes

Völkerschlachtdenkmal zeigen.«

»Messe ist besser,« rief Hulda. »Sie sollten mit ihnen hingehen.«

»Die Buben waren ja schon zweimal draußen, und von der Stadt haben sie

noch so wenig gesehen.«

»Die haben von der Messe mehr. Ob die Häuser ein Stockwerk haben oder

zehne, ist denen gleich, Fräulein Eva, die Messe ist besser.«

»Dann gehen Sie meinetwegen mit ihnen hin.«

»Nee, Sie müssen mit, Fräulein Eva, ohne Sie geht das heute nicht.«

Eva lachte. »Das ist Unsinn, Hulda,« sagte sie. »Sie wissen doch, ich

gehe nie auf die Messe.«

»Aber heute, einmal geht's doch!« Hulda bettelte um das Messegehen, wie

es Kinder um ein Weihnachtsgeschenk tun. Sie redete immer wieder davon,

und als Mathes und Peter aus dem Garten heraufkamen und berichteten,

jetzt wäre es schon beinahe trocken, und der blaue Fetzen am Himmel sei

viel größer als eine Bratenschüssel, da bat Hulda wieder: »Gelt,

Fräulein Eva, Sie gehen mit auf die Messe?«

»Unsinn!« Eva sagte es zum zweiten Male. »Sie wissen doch, ich mag die

Messe nicht leiden!« Ganz ärgerlich ging sie in ihr Zimmer hinauf, und

da geschah etwas höchst Verwunderliches, die Sternbuben waren ganz

verdutzt darüber. Hulda setzte sich hin und weinte so bitterlich, als

wäre das größte Unglück geschehen.

»Du mußt net so arg flennen.« Mathes schüttelte sehr mißbilligend seinen

Kopf, und Peter schüttelte auch, und dann stiegen beide die Treppe

hinauf, suchten Tante Eva und erzählten ihr von Huldas Kummer.

»Sie sagt, sie müßt' noch mehr Töpfle holen, und ohne die Töpfle wäre

sie unglücklich,« berichtete Peter wichtig.

Da gab Eva nach. Sie lachte sogar über die Töpfle und Huldas Unglück und

sagte: »Meinetwegen, aber warum ich durchaus Töpfle mitkaufen muß, weiß

ich nicht.«

»Die werden wohl arg teuer sein,« erklärte Mathes weise. »Alleweil,

wenn's arg teuer ist auf dem Jahrmärktle, sagt Mina auch, Mutter soll

gehen.«

»Also gut, mag es heute beim Töpflekauf bleiben, das Denkmal sehen wir

uns morgen an!«

Mathes und Peter stiegen vergnügt wieder abwärts in die Küchentiefe und

erzählten Hulda strahlend, Tante Eva würde mitgehen. Von Rechts wegen

hätte nun Hulda höchst vergnügt und fröhlich sein müssen, vielleicht

auch einen kleinen Hopser tun oder doch wenigstens den Buben ein

Küchlein als Botenlohn geben müssen, doch nichts von allem geschah. Sie

lachte nicht, sie freute sich nicht, sie seufzte nur, und zwar so

schwer, als müßte sie einen Mühlstein aus einem tiefen, tiefen Brunnen

heraufholen, just als wäre Töpfle kaufen bitterschwer.

Das war doch sonderbar!

Und reden tat Hulda auch nicht, außerdem wollte sie noch Zucker in die

Fleischsuppe schütten, und es war gut, daß Ida rechtzeitig zu Hilfe kam.

Auch Ida sagte es, mit Hulda sei heute nichts anzufangen.

Da gingen die Buben wieder in den Garten zurück und schielten hinüber

nach dem Nachbarhaus. Herta und Irene gefielen ihnen zwar immer noch

nicht sehr, kurzweiliger waren sie aber doch als die seufzende Hulda.

Herta und Irene sahen von oben herab die Buben im Garten herumwandern,

und sie sagten zueinander: »Sollen wir sie einladen? Ach ja, vielleicht

laden sie uns dann auch ein!«

Ein paar Minuten vergingen, da erschienen die beiden Mädchen im Garten,

und Herta rief gleich den Buben zu: »Heute spielen wir nicht, wir haben

sehr viel zu tun.«

Nun taten ihnen die Sternbuben aber nicht den Gefallen zu fragen, was

sie zu tun hätten; die dachten: Na, dann nicht, und kümmerten sich nicht

weiter um die Nachbarinnen.

Die warteten und warteten, endlich rief Herta über das Gitter: »Ihr

Jungen, wir haben heute Gesellschaft!«

»Wir gehen auf die Messe!« riefen Mathes und Peter zurück.

»Aber bei uns wird's fein! Es gibt auch Eis.«

»Wir gehen ins Zaubertheater!«

»Wir spielen Lotterie; jetzt gehen wir noch Gewinne kaufen.«

»Tante Eva schenkt uns Geld, wir dürfen uns kaufen, was wir wollen.«

»Wir tanzen auch.«

»Das ist dumm, da fällt man hin!« rief Peter, dem dies meist geschah.

»Es ist fein, ach, himmlisch ist's!«

»Noi, dumm ist's!«

»Pah, ihr ärgert euch nur, weil wir euch nicht einladen!«

»Wir wollen gar net kommen!«

»Doch, ihr ärgert euch.«

»Noi, wir gehen auf die Messe!«

Vom Gartenzimmer her erklang Tante Evas Stimme, und die Buben ließen

ihre Spielsachen und ihre streitlustigen Nachbarinnen im Stich und

liefen in das Haus zurück.

Herta und Irene sahen sich enttäuscht an. »Sie kommen wieder,« sagte

Herta. Aber die Buben kamen nicht wieder, die Zeit verging, die Mädel

mußten einkaufen gehen; ihre Einladung hatten sie gar nicht angebracht.

Wenn wir zurückkommen, sind sie vielleicht da, dachten sie, liefen fort,

sputeten sich und fanden den Garten leer. Nun war es zu spät. Kleinlaut

kehrten sie in das Haus zurück, sie ärgerten sich über die dummen Buben

und hätten sie doch so gern eingeladen, denn Annedore kam und zwei

Freundinnen mit ihren Brüdern, und allen hatten sie erzählt, die Buben

würden kommen, denn sie hatten gemeint, die würden nur zu gern zu ihnen

kommen.

Mathes und Peter aber hatten ihre Nachbarinnen mitsamt ihrer

Gesellschaft schon wieder vergessen. Die waren mit Tante Eva schnell

noch allerlei einkaufen gegangen und mit einem tüchtigen Mittagshunger

heimgekommen. Und nach dem Essen rüsteten sie sich zum Messegang.

Und wieder benahm sich Hulda sehr sonderbar.

Die ging mit einem Gesicht einher, als sollte sie zehn Pfund

Kieselsteine zerbeißen. Sie seufzte, als sie in die Bahn stieg, und sie

seufzte, als sie wieder ausstieg, sie seufzte auch, als sie den

Messeplatz betraten, und dann hatte sie gar keine Lust zum Töpflekauf,

auch keine, sich etwas anzusehen, sondern erklärte, Kaffeetrinken wäre

am besten.

»Dazu braucht man doch nicht auf die Messe zu gehen, das hat noch Zeit!«

Eva schlug vor, erst in ein Zaubertheater zu gehen, aber Hulda seufzte

nur und klagte, sie fiele nächstens gleich um vor Kaffeedurst.

Eva von Ringewald ärgerte sich wirklich. Huldas üble Laune begriff sie

gar nicht. So war Hulda doch sonst nie. Was hatte sie nur! »Fehlt Ihnen

etwas?« fragte sie.

»Ach du lieber Himmel, mir ist das Herz so schwer!«

»Ja, aber dann hätten wir doch nicht hierhergehen sollen!«

»Doch doch, gerade hierher! Nur mit dem Kaffeetrinken dürfen wir nicht

warten, ja nicht, ich halt's nicht mehr aus.«

Daraus sollte nun einer klug werden. »Hulda kann ja Kaffee trinken, und

wir holen sie ab,« schlug Mathes vor, den das Zaubertheater just mehr

lockte als die Kaffeeschenke.

»Nee, nee, alle müssen mit. Und -- vielleicht ist auch der Zigeuner da,

den sehen wir uns an.«

Eva gab wieder nach. Sie fühlte, Hulda hatte irgend etwas auf dem

Herzen, irgend etwas bedrückte sie, und sie wollte die treue Seele nicht

kränken. Sie schlugen also den Weg zur Kaffeeschenke ein, und bald

betraten sie den Raum, Hulda seufzend, die Buben verdrießlich und Eva

mit dem Gedanken: Es wäre wirklich besser gewesen, gar nicht auf die

Messe zu gehen.

Es war noch ziemlich leer, doch die Zigeuner saßen wirklich schon mit

ihren Instrumenten da und spielten.

Da horchte Eva auf. Eine der Geigen sang und klang so schön und traurig,

daß ihr das Herz zu zittern begann. Jetzt schwiegen die andern, und nur

diese eine Geige tönte, leise, zart, unendlich süß; es klang, als weine

ein Mensch vor Heimweh und Leid bitterlich.

Eva ließ sich von Hulda sacht vorwärtsschieben, immer näher der kleinen

Bühne, auf der die Zigeuner saßen. Der, der spielte, drehte dem Saal

ziemlich den Rücken zu, sein Gesicht hielt er tief geneigt, nur seine

dunklen Haare waren zu sehen.

Den Buben kollerten die Augen beinahe aus dem Kopf, so sehr mühten sie

sich, ihren Zigeuner herauszufinden. Aber da Hulda immer tuschelte:

»Leise, leise!« gingen sie ängstlich auf den Fußspitzen, und es war

schon merkwürdig, daß sie so einen Tisch erreichten, ohne über etwas zu

stolpern. Auch setzen taten sie sich ohne viel Lärm, dann aber wollten

sie sprechen, und wieder mahnte Hulda: »Still, still!« Ja, sie hielt

ihnen sogar den Mund zu, was beide furchtbar ärgerte. Solche kleine

Hosenmätze waren sie doch wirklich nicht mehr. Sie sahen Tante Eva

bittend an, die sah aber nichts, die hörte nur die Geige klingen und

singen. Ihr liebes Gesicht wurde blaß, und ihre Augen füllten sich mit

Tränen; sie mußte an den Bruder denken, an den fernen, verlorenen, der

ein Künstler hatte werden wollen. Und die Geige sang und klang immerzu.

»Das da ist er!«

Trotz Huldas Mahnungen, trotz dem Mundzuhalten schrie Mathes laut, und

sein Finger zeigte dahin, wo die Zigeuner saßen. Auch Peter hob den

Finger, und Eva wollte ihnen dies gerade verweisen, als der Zigeuner

sich umdrehte und nach dem Tisch hinübersah.

»Er kennt uns!« riefen die Buben.

Die Geige gab einen wunderlichen Ton. Srrr! Wie ein Schrei klang's; zwei

Saiten waren gesprungen, und der Zigeuner ließ den Bogen sinken.

Er starrte unverwandt Eva von Ringewald an, und die sah zu ihm auf.

Totenbleich war sie geworden.

»Er ist's wirklich und wahrhaftig, Fräulein Eva!« murmelte Hulda. »Der

dumme Junge, der Mathes, hat doch recht gehabt.«

Eva stand auf. Sie ging durch den Saal an den Tischen vorbei, an denen

fremde Menschen saßen, dem Ausgang zu. Und oben auf der kleinen Bühne

nahm der Zigeuner die Geige unter den Arm und lief auch hinaus.

Nun geschah etwas sehr Merkwürdiges, was Mathes und Peter in die

allerhöchste Aufregung versetzte. An der Türe gaben sich Eva und der

Zigeuner die Hand, und dann gingen sie beide so Hand in Hand hinaus, und

draußen nahm das bunte Gewühl der Messe sie auf -- fort waren sie.

»Der Zigeuner hat Tante Eva geholt,« schrie Peter. Er sprang auf, Mathes

auch, beide dachten, wir müssen nachlaufen. Doch Hulda dachte anders.

»Bleibt!« rief sie, »bleibt!« Und dabei hielt sie die Buben fest.

»Er nimmt Tante Eva mit.« Mathes wehrte sich, aber Hulda hielt ihn fest.

Doch Peter entschlüpfte und lief auch dem Ausgang zu.

»Jemine, was hat man mit euch für 'ne Not!« jammerte Hulda, und sie

schrie ganz laut: »Peter, Peter, hierbleiben!«

Peter kümmerte sich nicht darum, doch andere Gäste hatten den Ruf

gehört, und ein Mann hielt Peter den Stock vor die Füße. Bums! da lag

er, und der Mann sagte lachend: »Geh du nur zurück, ausreißen auf der

Messe gibt es nicht!«

Beschämt stand Peter auf und sah sich um. Mathes saß neben Hulda am

Tisch, Tante Eva und der Zigeuner waren verschwunden. Da kehrte er

kleinlaut zu den beiden andern zurück, er dachte: Nun gibt's Schelte.

Doch diesmal gab es Kaffee und Kuchen, und Hulda sagte ganz sanft: »Setz

dich nur! Ach du lieber Himmel, das ist 'n Wunder, 'n richtiges Wunder!«

Nun fing auch Hulda noch an zu weinen, die Tränen kollerten ihr richtig

in die Kaffeetasse hinein, und dabei sagte sie nur immer: »Jemine!« und

»Ach, du lieber Himmel!«

Für die Neugier der Buben war das zu wenig, sie wollten wissen, warum

Tante Eva mit dem Zigeuner davongegangen war, und sie drängten: »Hulda,

wir wollen Tante Eva nachgehen.«

»Die findet ihren Weg schon allein!«

Hulda sah zur Decke auf, als liefe dort oben Tante Eva herum, und dann

fing sie auf einmal an, Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen, und dabei

lachte und weinte sie, und wenn die Buben sagten: »Wir wollen Tante Eva

suchen,« dann nickte sie und redete davon, was sie alles sehen wollten.

»Wir gehen ins Zaubertheater,« sagte sie, »und ins Lichtspiel und

meinetwegen zu den Affen und dem Messerfresser, oder ich weiß nicht was

er frißt; irgend einer, der irgend etwas Komisches frißt, ist immer da.«

»Aber Tante Eva --«

»Ja, ja, Jungchens, die finden wir schon! Und vielleicht ist sie auch

nach Hause gegangen, und ihr wollt doch noch Luftschaukel, Karussell und

Rutschbahn fahren und Kasperle sehen, auch 'ne Trommel könnt ihr kaufen

und 'ne Trompete oder sonst was. Wenn's auch lärmt, das schadet nichts.

Und dann gehen wir noch zum Mann mit zwei Köpfen. Nee, vielleicht ist

das 'n Kalb, oder vielleicht sind's vier Beine und nicht zwei Köpfe, was

auch erstaunlich wunderbar ist.«

»Aber Hulda,« schrie Mathes, »ein Kalb hat doch immer vier Beine!«

»Ja, ja, meinetwegen sechse!« Hulda trank und trank aus ihrer Tasse,

dabei hatte sie gar keinen Kaffee mehr drin, und als die Buben darob

lachten, lachte sie ganz laut mit, aber dann liefen ihr doch wieder die

Tränen über die Backen, und sie brummelte vor sich hin: »Das ist 'n Tag,

ach du lieber Himmel, was wird meine liebe gnädige Frau sagen!«

Mathes und Peter fanden Hulda sehr sonderbar, aber die verheißenen

Herrlichkeiten lockten sehr, und sie bettelten: »Komm doch, vielleicht

finden wir Tante Eva dort!«

»Ja, ja, wir wollen gehen. Vielleicht wollt ihr auch noch die

Wachsfiguren sehen.« Etwas viel hatte sich Hulda schon für diesen

Nachmittag vorgenommen. Der hätte von Gummi sein und sich über drei Tage

hinziehen müssen, um alle Pläne ausführbar zu machen. Und nachher hatte

Hulda im Zaubertheater nicht einmal bis zum Ende Geduld. Es sei

langweilig, behauptete sie, und als die Vorstellung zu Ende war und die

nun dachten, jetzt kommen die Affen, der fressende Mann, Kasperle, die

Lichtspiele und die Luftschaukel dran, rief Hulda: »Jemine, schon so

spät! Wir müssen jetzt rasch nach Hause gehen, und überhaupt, ohne

Fräulein Eva ist es doch nichts!«

Es blieb kaum noch Zeit, um Trommel und Trompete zu kaufen. Hurlebusch!

ging das, und die Sternbuben liebten doch das lange Aussuchen sehr.

»Sputet euch, schnell, schnell, wir müssen nach Hause, es wird dunkel!«

»Nee, Madamchen, das wird nicht so schnell dunkel,« sagte die

Trommelfrau, »das bleibt noch lange hell.«

»Unsinn, gleich wird's dunkel!«

»Na, so was!« Die Trommelfrau ärgerte sich. »Sie sind wohl dem heiligen

Petrus seine Tante, daß Sie das besser wissen als unsereins?« brummte

sie. »Die jungen Herren wollen sich doch ordentlich was aussuchen für

ihr Geld. Vielleicht noch 'ne kleine Drehorgel gefällig und für jeden

'ne Mundharmonika?«

Die »jungen Herren« fuhren den Sternbuben gewaltig in die Nase. So waren

sie noch nie genannt worden, und vor lauter Dankbarkeit hätten sie der

Frau am liebsten ein Dutzend Musikinstrumente abgekauft. Doch darüber

ließ sich mit Hulda nicht reden; die tippte einfach auf eine Trommel und

eine Trompete, sagte: »Die sind gut!«, zahlte geschwind, und fort ging

es.

Hulda machte Siebenmeilenschritte, Mathes konnte nicht trommeln, Peter

nicht blasen, und sehr mißvergnügt stiegen beide in den Bahnwagen. Der

bunte, lustige Platz lag noch im lichten Tagesschein, die Musik dudelte

herüber, und die Buben dachten niedergeschlagen an alles, was sie hatten

sehen sollen und nun nicht gesehen hatten. Rrrr! rasselten sie davon,

der Meßgang war vorbei.

Bum! tönte es. Alle Leute im Wagen sahen verwundert auf, und ein junges

Mädchen rief erschrocken: »Aber man stellt doch auch nicht eine Trommel

auf den Sitz!«

Beim Anfahren hatte es einen Ruck gegeben, und das junge Mädchen hatte

sich auf die Trommel gesetzt.

Mathes wollte ein großes Klagegeschrei erheben, aber Hulda sagte: »Sei

nur still, in Leipzig gibt's noch mehr Trommeln, und zum Vergnügen hat

sich das Fräulein ja nicht hineingesetzt.«

»Nein, wirklich nicht!« Das junge Mädchen war so rot geworden wie der

Trommelrand, und als in der Ecke ein Platz frei wurde, lief es rasch

hinüber und warf von da aus bitterböse Blicke auf Mathes. Dazu sagte

auch noch eine alte Dame laut: »Ich finde es recht überflüssig, Kindern

solche Marterwerkzeuge zu kaufen; sie quälen damit nur ihre Umgebung.

Ich würde das nie tun; man müßte so etwas verbieten.« Streng sah sie zu

den Buben hin.

»Na, 'ne Trommel geht noch, aber 'ne Trompete!« brummte aus einer Ecke

heraus ein Herr. Er hatte eine Brille auf, und Peter meinte, hinter der

ein paar Augen zornig funkeln zu sehen.

Erschrocken preßte er seine Trompete fest an sich, und da lachte jemand,

und es war wirklich der Herr in der Ecke. »Der hat nur Spaß gemacht!«

tuschelte Mathes Peter zu.

»Er freut sich über das Trompetle,« tuschelte Peter zurück. »Weißt du

was?«

»Na, was denn?«

»Ich blas ihm was vor.«

»Aber hier net!« Mathes sah den kühnen Bruder ganz entsetzt an.

»Doch, hier!« Peter schielte wieder zu dem Herrn hinüber, wirklich, der

lachte, und die Brillengläser funkelten.

»Wir müssen aussteigen.« Hulda sprang auf. »Schnell, schnell!« mahnte

sie, obgleich der Wagen noch nicht hielt.

Die Buben sprangen flink auf, und während sie an der Türe standen und

auf das Halten warteten, bewies Peter, daß der alte, unnütze

Sternbüblessinn noch da war: er setzte blitzschnell die Trompete an den

Mund und tutete los.

Greulich klang es.

»Um Himmelswillen!« Die Dame, die vorher gescholten hatte, hielt sich

die Ohren zu, ein paar Leute riefen laut: »So was ist nicht erlaubt.«

»Tutuut, tututuut!«

»Blasen ist verboten!« schrie der Schaffner.

Die Sternbuben in der Großstadt: Eine heitere Geschichte · 第 10 / 14 题