Erkenntnis und blinde Überzeugung 34

Erkenntnis hat einen vernünftigen Grund in dem Einleuchten, blinde

Überzeugung beruht auf Gewöhnung, auf Gefühlen, die meist zuerst ein

blindes Urteilen zur Folge haben, an das sich dann die Überzeugung

anschliesst von der Wahrheit des Urteils, ferner oft von der

(angeblichen, vermeintlichen) Einsicht und dem (vermeintlichen)

Einleuchten. Gewissheit nach ihrer negativen Seite ohne Grade, die mit

der Einsicht verbundene Gewissheit auch nach ihrer positiven Seite ohne

Grade, während die Gewissheit, welche den blinden Urteilen folgt, sich

masslos steigern lässt, wie die Gewissheit des Fanatikers zeigt.

Ausserdem: die vermeintliche Einsicht folgt dem Urteil, die wirkliche

geht ihm immer voran.

Sechzehnte Untersuchung.

Einführung in die moderne Logik. Erster Teil. · 第 26 / 46 题