Es giebt nur Eine Wahrheit, keine einzelnen Wahrheiten. Entdeckung
dieser Einen Wahrheit nach dem Gesetz der Zusammengehörigkeit, dem
Grundgesetz des Erkennens; (Synthese nicht Analyse). An seine Stelle
treten die Gesetze für die Urteile: erstens Gesetz der Übereinstimmung,
Form eins und vier; zweitens Gesetz des Enthaltenseins, Form fünf und
acht. Drittens Gesetz des Widerspruchs, Form zwei und drei, Form sechs
und sieben -- Gesetze für einzelne Urteile; viertens Gesetz des
ausgeschlossenen Dritten für das Verhältnis zweier Urteile zu einander.
Vier Kategorien: Ding, Eigenschaft, Vorgang, Beziehung; die Begriffe der
einen Kategorie nicht der einer andern über- oder unterzuordnen.
Verhältnis des Enthaltenseins verschieden von Ding und Eigenschaft, Ding
und Vorgang, von untergeordneter Bedeutung für unser Erkennen. Urteil
setzt Synthese voraus und schliesst diese als bedingenden Bestandteil
ein, mag sein gedanklicher Ausdruck auch als Enthaltensein, Subsumtion,
Analyse erscheinen; der sprachliche Ausdruck erscheint wieder als
Synthese. Die wesentlichen Merkmale nicht einander über- oder
untergeordnet, ausser wenn sie den gleichen Kategorien angehören; nicht
in den Sinnenbildern enthalten. Auch die negativen Merkmale der Dinge
nicht in ihnen enthalten.
Vierzehnte Untersuchung.