Johann Peter Hebel

[Illustration: Sonntagsfrühe.]

[Illustration: Mai Reigen]

Bei einem Wirte wundermild,

Da war ich jüngst zu Gaste;

Ein goldner Apfel war sein Schild

An einem langen Aste.

Es war der gute Apfelbaum,

Bei dem ich eingekehret,

Mit süßer Kost und frischem Schaum

Hat er mich wohl genähret.

Es kamen in sein grünes Haus

Viel leicht beschwingte Gäste;

Sie sprangen frei und hielten Schmaus

Und sangen auf das Beste.

Ich fand ein Bett zu süßer Ruh

Auf weichen grünen Matten;

Der Wirt, er deckte selbst mich zu

Mit seinem kühlen Schatten.

Nun fragt ich nach der Schuldigkeit,

Da schüttelt er den Wipfel.

Gesegnet sei er alle Zeit

Von der Wurzel bis zum Gipfel.

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[Illustration: ~Math.~ 10, 42.]

Und wer dieser Geringsten einen nur mit einem Becher kalten Wassers

tränkt in eines Jüngers Namen, wahrlich, ich sage euch, es wird ihm

nicht unbelohnet bleiben.

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Tanz, Kindlein, tanz,

Deine Schühelein sind noch ganz.

Laß dir’s nicht gereue,

Schuster macht dir neue.

Tanz, Kindlein, tanz.

Wenn ich einmal soll scheiden,

So scheide nicht von mir;

Wenn ich den Tod soll leiden,

So tritt du dann herfür;

Wenn mir am allerbängsten

Wird um das Herze sein,

So reiß mich aus den Ängsten

Kraft deiner Angst und Pein.

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Ludwig Richter-Büchlein: Mit vielen schönen Holzschnitten des Meisters: von Haus und Hof Weib Kind und Kegel · 第 18 / 36 题