[Illustration: Sonntagsfrühe.]
[Illustration: Mai Reigen]
Bei einem Wirte wundermild,
Da war ich jüngst zu Gaste;
Ein goldner Apfel war sein Schild
An einem langen Aste.
Es war der gute Apfelbaum,
Bei dem ich eingekehret,
Mit süßer Kost und frischem Schaum
Hat er mich wohl genähret.
Es kamen in sein grünes Haus
Viel leicht beschwingte Gäste;
Sie sprangen frei und hielten Schmaus
Und sangen auf das Beste.
Ich fand ein Bett zu süßer Ruh
Auf weichen grünen Matten;
Der Wirt, er deckte selbst mich zu
Mit seinem kühlen Schatten.
Nun fragt ich nach der Schuldigkeit,
Da schüttelt er den Wipfel.
Gesegnet sei er alle Zeit
Von der Wurzel bis zum Gipfel.
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[Illustration: ~Math.~ 10, 42.]
Und wer dieser Geringsten einen nur mit einem Becher kalten Wassers
tränkt in eines Jüngers Namen, wahrlich, ich sage euch, es wird ihm
nicht unbelohnet bleiben.
[Illustration]
Tanz, Kindlein, tanz,
Deine Schühelein sind noch ganz.
Laß dir’s nicht gereue,
Schuster macht dir neue.
Tanz, Kindlein, tanz.
Wenn ich einmal soll scheiden,
So scheide nicht von mir;
Wenn ich den Tod soll leiden,
So tritt du dann herfür;
Wenn mir am allerbängsten
Wird um das Herze sein,
So reiß mich aus den Ängsten
Kraft deiner Angst und Pein.
[Illustration]