*KLASSISCHE RUINENSTÄTTEN.*
Nicht bloß aus den Schätzen der Literatur schöpfen wir die Kenntnis des
griechischen Altertums, sondern auch der unerschöpflich reiche Boden von
Hellas selbst spendet uns immer reichlicher fließende Quellen für die
Erkenntnis des öffentlichen Lebens, der Kunst und des Gottesdienstes jenes
edelsten Volkes der alten Welt; wie Dio Chrysostomus in der 31. Rede sagt:
„noch mehr freilich tun die Steine und die Trümmer der Bauwerke die hehre
Pracht und Hoheit von Hellas kund.“ Und zwar sind die Ruinenstätten
Griechenlands Zeugen der verschiedensten Kulturepochen von den Tagen des
heroischen Königtums bis in die Zeiten der römischen Kaiser herab.
*§ 69. Tiryns und Mykenä.*
Wir beginnen unseren Rundgang mit der sagenumsponnenen Burg des
„festummauerten“ _Tiryns_ (s. Plan), dem Herrschersitz des Perseus, wohin
die alte Sage die Geburt des Herakles verlegt. Von der uralten Seestadt
Nauplia, am inneren Winkel des Argolischen Meerbusens, wandern wir auf der
Straße nach Argos dahin und gelangen etwa beim 4. Kilometerstein an einen
langgestreckten, etwa 30 m langen und fast 100 m breiten Hügel rechts der
Straße, der sich von allen Seiten frei nur 18 m über die argivische Ebene
erhebt (22 m Meereshöhe). Wir begeben uns an die vom Meere abgekehrte
östliche Langseite des Kalksteinfelsen, an welcher der fahrbare
Hauptaufgang zur Burg emporführt. Um die Steigung aus der Ebene allmählich
zu überwinden, ist in nord-südlicher Richtung dem Berg entlang eine Rampe
aufgemauert (1), auf der man (bei 3) an einen _Mauerdurchlaß_ (nicht Tor!)
gelangt, der rechts von einem massigen, noch heute mehr als 7 m hohen
_Turm_ (2) überragt wird.
Wir sind in den Mauerring eingetreten. Von dem Durchlaß zweigt rechts der
Weg zur niedriger gelegenen Mittelburg ab, während der Weg zur Oberburg in
der bisherigen Richtung weiterführt, von hohen Mauern umschlossen. Der Weg
ist gesperrt durch das feste _Burgtor_ (4). Wir durchschreiten dasselbe,
gelangen auf einen weiten Vorplatz (5) und stehen nun vor dem auf der
Südseite der Oberburg angelegten _großen Propylaion_ (Torbau, 6), das
nicht zur Befestigung, sondern zum Schmuck diente. Die Bestandteile der
sehr einfachen, im wesentlichen bis in die Blütezeit der griechischen
Baukunst beibehaltenen Anlage sind 1. die eigentliche Torwand (in der
Mitte) mit der zweiflügeligen Tür, 2. die Vorhalle, deren Schauseite
gebildet ist durch zwei Säulen zwischen zwei „Anten“ (Mauerenden), 3. die
Hinterhalle.
Haben wir diesen Torbau passiert, so öffnet sich vor uns der _große
Vorhof_ (7), und wir stehen nun auf der Stätte der erfolgreichen
Ausgrabungen Schliemanns und Dörpfelds in den Jahren 1884/85, die uns zum
erstenmal eine klare Vorstellung von der Anlage eines _heroischen
Herrscherpalastes_ gegeben haben. Ein zweites, _kleineres Propylaion_ (8)
von derselben Anlage wie das erste, in dem wir das homerische _πρόθυρον
τῆς αὐλῆς_ (Od. 1, 103) erkennen dürfen, führt uns in den säulenumgebenen
_Hof der Männerwohnung_ (9), die _αὐλή_. Noch ist der solide Kalkestrich
erhalten, auf dem vor drei Jahrtausenden die Herren der Burg, ihre Mannen
und Gäste wandelten. An der Südseite befindet sich der mächtige _Altar_
(s. Plan), auf dem der Herr des Hauses opferte (Il. 11, 772 ff.).
An die Nordseite des Hofes, also gegen Süden geöffnet, schließt sich der
_Männersaal_ (_μέγαρον_) an, der Mittelpunkt des Palastes, der höchste
Punkt der Burg. Vom Hofe aus betritt man zuerst die _Vorhalle_ (10)
(_αἴθουσα δώματος_); von dieser führen drei Türen zu einem _Vorsaal_
(_πρόδομος_), von diesem eine Tür in den _eigentlichen Saal_ (11). Die
Menge der zu durchschreitenden Vorräume (sechs im ganzen) kennzeichnet die
Hoheit des Herrschers. Vier Holzsäulen in der Mitte dienten als Stützen
für das Dach, das wohl in der Mitte eine Öffnung für Oberlicht und
Rauchdurchlaß hatte. Zwischen diesen Säulen war nämlich der runde Herd
angeordnet. Der Grundriß des Megaron kehrt fast genau wieder bei den
ältesten griechischen Tempeln, den Wohnhäusern der Götter.
Sehr überraschend war, daß sich bei den Ausgrabungen keine direkte
Verbindung vom Männersaal zum _Frauengemach_ (IV) vorfand. Letzteres lag,
rings von anderen Gemächern umgeben, schwer zugänglich im innersten Teil
des Palastes. Wir erreichen es, wenn wir vom großen Propylaion (6) aus den
langen Korridor (I), dann den Vorhof (II), endlich den Hof (III)
durchschreiten. Die Ähnlichkeit mit dem Männersaal springt sofort ins
Auge, nur die Maße sind bedeutend kleiner. Unter den _Nebengelassen_, die
wohl zum großen Teil als Schlafgemächer für Herrschaft und Gesinde
dienten, ist besonders hervorzuheben das kleine, fast quadratische
_Badezimmer_ (12), dessen Boden aus einem einzigen kolossalen Stein
besteht.
Wir wenden uns nun zu den riesenhaften _Befestigungen_. Den späteren
Griechen erschienen sie so gewaltig, daß sie den Bau derselben dämonischen
Wesen, den Kyklopen, zuschrieben, und daß der griechische Baedeker
Pausanias (2. Jahrh. n. Chr.) sie den ägyptischen Pyramiden an die Seite
stellte. Mächtige, kaum bearbeitete Blöcke sind aufeinandergetürmt, die
Fugen durch kleinere Steine und Lehmmörtel ausgefüllt. Höchst interessant
ist die Mauerkonstruktion an der Süd- und Ostseite. Von dem großen
Burghof (7) führt nämlich, den Mauerkern durchbrechend, eine schmale
Treppe (A) in den 7 m tiefer gelegenen, überwölbten Korridor (C); in
diesen münden fünf stattliche, gleichfalls überwölbte Kammern (BB). Über
diesen unterirdischen Gängen und Kammern erhob sich der massive Mauerbau,
der an dieser Stelle, ein unzerstörbares Bollwerk bildend, die mächtige
Dicke von ca. 17 m erreichte, während sonst die Mauerstärke gegen 8 m
beträgt. Ganz gleich ist die Anlage an der Nordostseite. Ohne Zweifel
dienten diese kasemattenartigen Kammern, die sich in ganz ähnlicher
Konstruktion in Karthago finden, als Magazine für Lebensmittel,
Waffenvorräte u. dgl.
[Illustration: Tiryns.]
Die Königsburg von Tiryns weist auf einfache, ursprüngliche
Lebensverhältnisse, wie die Gedichte Homers. Sie zeigt einfachen, an
orientalische Muster gemahnenden Schmuck und ist an Pracht und Ausdehnung
nicht zu vergleichen mit den Palästen der assyrischen und ägyptischen
Herrscher. Und doch zeigt die kolossale, übrigens durch und durch
praktische und übersichtliche Anlage, daß der bauende Herrscher eine
_despotische Gewalt_ über seine Untertanen besessen haben muß, vermöge
deren er sie zwang, die _Steinkolosse_ (die Bodenplatte des Badezimmers
wiegt ca. 400 Ztr., die Mauersteine meist 80–200 Ztr.; der Türsturz des
Löwentors von Mykenä etwa 600 Ztr., ein Stein am sog. Schatzhaus des
Atreus gar 2400 Ztr.) aus den Steinbrüchen beizuschaffen und
zusammenzufügen. _Tiryns war für jene Zeiten eine Festung ersten Ranges_,
die dem Herrscherhaus unbedingte Sicherheit gegen feindliche Angriffe bot.
Die wichtigsten Mittel der Verteidigung sind richtig und mit sicherem
Blick verwendet, außer den starken Mauern Türme (d, e, 2, den
Mauerdurchlaß rechts, also den Angreifer an der unbeschildeten Seite
flankierend), ferner möglichste Beschränkung der Zugänge: es sind deren
nur zwei, das Haupttor, durch welches der Fahrweg führt, und die schmale,
von Westen direkt auf die Mittel- und Oberburg führende Treppe (b), die
leicht zu sperren war und bei Überfällen einen geschickten Ausweg bot, um
entweder den von Osten Angreifenden in den Rücken zu fallen oder im
letzten Augenblick die Burg unbemerkt zu verlassen. Außerdem ist für
Vorratskammern (B, f) und Wasser (c Zisterne) Vorsorge getroffen. Kurz,
wir haben in Tiryns das vollendetste und besterhaltene Muster einer
vorhomerischen Königsburg.
Wenden wir den Blick von der Burg gen Norden, so haben wir vor uns den
Berg, der das hochberühmte Heraion, den Tempel der argivischen Hera, trug;
hinter demselben liegen die Ruinen der Königsburg _Mykenä_, des
Herrschersitzes Agamemnons. Wenn Tiryns die nahe Meeresküste und Ebene
beherrschte, so war Mykenä ein Bergschloß, das, ebenso uneinnehmbar, die
von Norden kommenden Straßen sperrte. Die einer etwas späteren Zeit
angehörigen _Mauern_ der Burg sind regelmäßiger und kunstvoller als in
Tiryns; außer den oben beschriebenen sog. kyklopischen Mauern finden sich
nämlich hier auch solche, die aus sorgfältig aneinandergepaßten polygonen
und oblongen Steinen gebildet sind. Aber auch hier finden wir nur zwei
Zugänge, von denen der westliche als das _Löwentor_ weltbekannt ist. Zu
demselben führt ein prachtvoll gemauerter Torweg, dessen rechte Seite
durch einen Turm gedeckt ist. Das Tor ist gebildet durch zwei mächtige
Türpfosten, über welche der Türsturz gelegt ist, ein einziger kolossaler
Stein von 5 m Länge, 2,5 m Tiefe, ca. 1 m Höhe. Eine zweiflügelige Türe,
die mit Querbalken gesperrt wurde, schloß die Öffnung. Über dem Türsturz
ist hier, wie bei allen Toren dieser Epoche, in der über dem Tor
aufsteigenden Mauer ein dreieckiger Raum ausgespart, damit der Druck der
Mauer nicht die Mitte des Türsturzbalkens belaste. Dieses Dreieck ist in
Mykenä mit einer ziemlich dünnen Platte ausgefüllt, worauf in erhabener
Arbeit zwei als Wappentiere gegen eine Säule ansteigende _Löwen_
dargestellt sind, wohl das älteste Denkmal der Bildhauerei auf
griechischem Boden.
Im übrigen nimmt Mykenä eine einzigartige Stellung ein durch seine
_Grabbauten_. 1876 wurden von Schliemann innerhalb des Burgrings beim
Löwentore in einem von einer doppelten Reihe aufrechtstehender Platten
umschlossenen Kreise von 26,5 m Durchmesser sechs in den Felsen der Burg
gehauene _Schachtgräber_ mit reichen Goldschätzen (Totenmasken, Bechern,
Diademen und sonstigen Schmuckgegenständen) aufgedeckt. Über dem vierten
Grabe fand sich eine ummauerte Opfergrube, durch welche man die Spenden
für die Toten in die Erde fließen ließ, ein monumentaler Beweis dafür, daß
schon in der ältesten Zeit bei den Griechen ein Seelenkult bestand
(vgl. § 51). Großartige _Kuppelgräber_ befinden sich außerhalb der Burg,
die _sog. Schatzhäuser_ (Thesauren), von welchen das _des Atreus_ am
besten erhalten ist. Ein 6 m breiter und 35 m langer Gang, _Dromos_, führt
durch ein von zwei mächtigen Steinbalken überdecktes Portal in einen
kreisrunden Kuppelbau, _Tholos_, von 15 m Durchmesser am Fußboden und
gleicher Höhe; der bienenkorbartige Raum ist durch 33 horizontale
übereinander vorragende Steinringe von sorgfältigster Konstruktion
gebildet. Von dem Hauptraum führt eine Türe in ein in den Felsen
eingehauenes _Nebengemach_ von 6,5 m Quadratfläche und 3 m Höhe, wohl die
_eigentliche Grabkammer_, während der gewölbte Hauptraum für die
Darbringung der Totenopfer bestimmt war. (Vgl. auch § 63.)
*§ 70. Die Akropolis von Athen.*
Von den Königsburgen der sagenberühmten Herrengeschlechter richten wir den
Blick auf die heilige Götterburg der Athener, die _Akropolis_. Nicht von
jeher hat dieselbe heiligen Zwecken gedient. Reichen Wechsel der Menschen
und Verhältnisse hat sie im Lauf der Jahrhunderte gesehen. Ein frei und
kühn aufragender Kalkfels (156 m über dem Meer, ca. 80 m über der Stadt,
gegen 300 m lang und bis zu 130 m breit), war die Akropolis in
kriegerischer, friedloser Zeit wie geschaffen zur Anlage einer festen
Burg, hoch genug, um die umliegenden niedrigeren Hügel und die Ebene zu
beherrschen, ohne daß jedoch der Verkehr mit der unteren Gegend irgend
erschwert gewesen wäre, und weit genug vom Meere entfernt, um gegen
räuberische Überfälle von dieser Seite her gesichert zu sein. An die
Akropolis knüpfen sich die ersten historischen Erinnerungen der Athener
an, hier war die älteste Ansiedelung; an die Burg lehnte sich allmählich,
ähnlich wie im Mittelalter, die Stadt an. Dementsprechend ist die
ursprüngliche, noch in den attischen Urkunden der späteren Zeit übliche
Bezeichnung der Burg einfach _Polis_; seitdem eine Unterstadt entstanden
war, kam zur genaueren Unterscheidung der Name _Akropolis_ auf.
So befand sich denn auf der Burg, vermutlich in ähnlicher Anlage wie auf
Tiryns, der uralte _Herrschersitz_ des sagenhaften Königs Kekrops (daher
Kekropia) und seiner Nachfolger, später des Theseus und seines
Geschlechts; Reste des alten Königspalastes sind auf der Nordseite der
Burg östlich vom Erechtheion aufgedeckt worden (s. Plan!). Natürlich war
derselbe von mächtigen sogenannten kyklopischen (§ 69) Mauern umgeben, die
am stärksten sein mußten im Westen, weil hier der Berg von dem niedrigeren
Areopag nur durch eine kleine Einsattelung getrennt ist. Ein glücklicher
Zufall hat es gefügt, daß uns auch von dieser ansehnlichen Befestigung
Reste erhalten sind in mächtigen Mauerstücken südlich von den Propyläen,
an der SW.-Ecke des Parthenon und der SO.-Ecke der Burg. Mauer und Palast,
von den Athenern auf die Ureinwohner, die Pelasger, zurückgeführt, hießen
später das _Pelasgikon_.
Auch nach dem Aufhören der Königsherrschaft behielt die Akropolis ihren
Charakter als Festung. Hier residierten die Peisistratiden, wohl in dem
alten Königspalast. Aus ihrer Zeit (6. Jahrh.) stammte der durch eine
glückliche Entdeckung des Jahres 1885 in seinen Fundamenten aufgefundene
_alte Athenatempel_ der Burg (s. Plan).
Es war die alte Hauptstätte des Athenakultes, die Peisistratos, der
Stifter des Hauptfestes der Stadtgöttin, der Panathenäen, verschönte,
indem er um das schon früher erbaute eigentliche Tempelhaus eine
Säulenhalle dorischen Stils legte, so daß der Tempel ein sog. Peripteros
wurde. Wegen seiner Länge von 100 altatt. Fuß = 33 m hieß der Tempel
_Hekatompedos_, der 100füßige. Das Material des Baues war Kalkstein aus
dem Peiraieus, sog. Poros. Durchschritt man die Säulenhalle von Osten her,
so gelangte man zunächst in die Vorhalle (Pronaos), von hier in das durch
zwei Säulenreihen in drei Schiffe geteilte, eigentliche Gotteshaus (Naos),
in dem ein altes Kultbild der Göttin stand. Hinter diesem Hauptraum, von
ihm durch eine massive Wand getrennt, lag das aus einem Saal und zwei
Kammern bestehende Hinterhaus (Opisthodomos), das nur von Westen aus
betreten werden konnte. Dies war das Schatzhaus der Athena; hier wurden
die Gelder der Göttin und seit 454 v. Chr. der Tribut der athenischen
Bundesgenossen aufbewahrt und verwaltet.
[Illustration: AKROPOLIS VON ATHEN.]
Einen Einschnitt in der Geschichte und Bedeutung der Akropolis bildet das
Jahr 479. Nachdem die Perserscharen des Xerxes 480 nach vergeblichem
Angriff auf die von Natur schwache, aber seit uralten Zeiten stark
befestigte Westseite die Burg auf einer schmalen Hintertreppe in der Nähe
des späteren Erechtheion (vgl. die Hintertreppe in Tiryns) erstiegen und
alles Brennbare niedergebrannt hatten, zerstörten sie 479 beim zweiten
Einfall in Attika vollends alles, was sie im vorigen Jahr übrig gelassen
hatten. Das gleiche Jahr aber brachte die Siege der Griechen bei Platää
und Mykale und damit für Athen eine Zeit raschen politischen Aufschwungs.
Im Kriege mit Xerxes hatte man die Erfahrung gemacht, daß die Burg den
Bürgern nicht den Schutz bot, dessen die bis dahin offene Stadt
barbarischen Feinden und auch eifersüchtigen Stammesbrüdern gegenüber
bedurfte. Sie konnte ja höchstens eine beschränkte Anzahl Bewaffneter
aufnehmen. Man schritt also dazu, die Befestigungslinie möglichst weit
hinauszuschieben und die ganze Stadt, ja auch den Hafen Peiraieus in
dieselbe hereinzuziehen. Damit fiel bei den damaligen Mitteln der
Belagerung die Bedeutung der Burg als der Hauptbefestigung Athens, eine
Tatsache, die den Wandel der Zeiten recht deutlich macht: nicht mehr auf
dem einen Herrschergeschlechte, sondern auf der Gesamtheit der freien
Bürger ruhte der Staat. Wie nun schon bisher die Akropolis der
Hauptkultsitz der Athener war, so sollte sie es in Zukunft erst recht
bleiben, ja sie sollte aus einer Festung gleichsam ein großer Altar der
Götter werden.
So beginnt denn alsbald rührige Arbeit auf der zerstörten Burg. Der _alte
Athenatempel_ wurde wieder in stand gesetzt – man scheute sich, die alte
Kultstätte zu verlassen –, nur die von den Persern zerstörte Säulenhalle
wurde nicht wiederhergestellt, da man wohl alsbald den Plan ins Auge
faßte, einen zweiten, dem Fortschritt der Zeit mehr entsprechenden,
schöneren Tempel aufzurichten. Jedenfalls noch im 4. Jahrhundert v. Chr.,
vielleicht sogar noch im 2. Jahrhundert n. Chr. stand dieser altehrwürdige
Bau und diente den obengenannten heiligen und profanen Zwecken. Dann wurde
die bis dahin sehr unebene Oberfläche zur Aufnahme größerer Bauwerke
umgestaltet. Denn während in der vorpersischen Zeit das Terrain schon von
der Mittelachse des späteren Parthenon nach Süden abfiel, ließ jetzt
_Kimon_ die große _Südmauer_ (Plan!) bis zur heutigen Höhe errichten und
die zwischen der Mauer und jener Absenkung entstandene Lücke mit Schutt
auffüllen, so daß nun erst das breite Unterlager entstand, auf dem in
gehöriger Entfernung vom alten Athenatempel ein weit großartigerer Neubau
aufgeführt werden konnte. Die Umgestaltung des Baugrundes war ein
gewaltiges Werk, das fürstliche Mittel erforderte; gleichwohl war es nur
eine Vorarbeit. Noch unter Kimons Staatsleitung wurden die _Fundamente des
neuen Tempels_ gelegt und am Oberbau angefangen; wie dieser mächtige
Führer der Aristokratie auch ein neues Burgtor erbauen ließ, von dem noch
Reste hinter den späteren Propyläen zu Tage liegen. Unter ihm wurde auch
zwischen Propyläen und altem Tempel zur Erinnerung an die Perserkriege auf
Staatskosten die _Statue der Athena Promachos_ errichtet, ein ehernes
Kolossalbild von der Hand des Pheidias, das Wahrzeichen der Burg, das den
zur See heimkehrenden Athener schon von ferne grüßte.
Durch Kimons gezwungenen Rücktritt vom politischen Schauplatz (461) wurde
diese Bautätigkeit unterbrochen. Und nun kam ein Stärkerer ans Ruder,
dessen Name immer mit den glänzenden Prachtbauten der Akropolis
zusammengenannt werden muß – _Perikles_. Unter seiner Staatsleitung wurde
die Akropolis zu dem umgeschaffen, was sie im Altertum war und noch heute
trotz aller Greuel der Verwüstung ist, zu dem unvergänglichen und
unvergleichlichen Kleinod hellenischer Kunst. Trefflich schreibt über
diese glanzvolle Bauperiode Plutarch (ca. 100 n. Chr.): „Von jedem
einzelnen dieser Werke glaubt man, daß es nur in mehreren Menschenaltern
zum Ziele gelangen könnte, und sie alle kamen in der Blütezeit einer
einzigen Staatsleitung zur Vollendung. So verdienen denn die Werke des
Perikles um so größere Bewunderung, weil sie, in kurzer Zeit ausgeführt,
dennoch so lange Dauer erlangt haben. Denn schon damals war jedes
derselben durch seine Schönheit alt, durch die Höhe seiner Kunst aber
erscheint es bis heute neu und wie eben vollendet. Unberührt von der Zeit,
bewahrt ihr Aussehen den Duft der Frische, als ob ihnen ein ewig blühendes
Leben und eine niemals alternde Seele eingehaucht wäre.“ Unter Perikles
wurde wieder von neuem angefangen: die unter Kimon gemachten Anfänge
befriedigten seinen und seiner Gehilfen hohen Geist nicht mehr. Die
halbbearbeiteten Werkstücke des Kimonischen Athenatempels wurden zur
_Aufführung der großen Nordmauer_ (fälschlich Mauer des Themistokles
genannt), und zur Ausfüllung des Raumes hinter derselben verwendet. In die
Mauer wurden auch mit sinniger Absicht die Trümmer des von den Persern
teilweise zerstörten alten Athenatempels verbaut: der Unterstadt
zugekehrt, sollten diese Trümmer, ein ewiges Denkmal der persischen
Barbarei, den Bürgern eine stete Mahnung an Zeiten schweren Unglücks, aber
auch nationaler Erhebung der Vorfahren sein.
Eine völlige Neugestaltung erhielt der Aufgang zur Burg. Durch den
Baumeister Mnesikles ließ Perikles hier die _Propyläen_ (437–432) erbauen.
Dieses Prachttor, in der Hauptsache erhalten, ist ein unsymmetrischer Bau,
was darin seinen Grund hat, daß der ursprüngliche Plan des Baumeisters
nicht zur vollständigen Ausführung kam. Es zerfällt in drei ungleiche
Teile: 1. den Mittelbau, in dem die Bestandteile der vorgeschichtlichen
Propyläenbaues wiederkehren, nämlich die Quermauer mit fünf Toren, die
(westliche) Vorhalle, deren Front von sechs dorischen Säulen getragen und
deren Inneres durch zwei Reihen mit je drei ionischen Säulen in drei
Hallen gegliedert ist, endlich die schmälere (östliche) Hinterhalle, deren
Front abermals sechs dorische Säulen bilden; durch die dritte führt der
Hauptaufgang zur Burg; 2. den Nordflügel, die sogenannte Pinakothek
(Aufbewahrungsort für Votivgemälde); 3. den verkümmerten Südflügel. Dieses
Prachttor allein ist Beweis genug, daß Perikles die Burg nicht mehr als
Festung betrachtete, nicht minder der Umstand, daß durch ihn auf der
großen Bastion, die schon in den ältesten Zeiten den Eckabschluß der
Südmauer bildete, kühn und frei in die herrliche Landschaft hinausragend,
der _kleine Tempel_ der _Athena Nike_ erbaut wurde.
Treten wir nun durch das Prachttor in den heiligen Bezirk der Burg ein, so
erhebt sich vor unseren Augen in strahlender Schöne und doppelt imposant
wegen seiner um etwa 10 m höheren Lage der _Parthenon_, der neue Tempel
der Athena. An Stelle des Kimonischen Athenatempels, jedoch mit diesem im
Grundriß nicht ganz zusammenfallend, wurde er unter Oberleitung des
Pheidias von den Baumeistern Iktinos und Kallikrates in den Jahren 447–438
erbaut. Wir ziehen auf der alten Prozessionsstraße hinan und betreten den
Tempel von Osten her, an seiner Vorderseite (bei den christlichen Kirchen
des Mittelalters liegt im Gegenteil die Front gegen Westen, der Altarraum,
der Chor, gegen Sonnenaufgang). Wir steigen die drei mächtigen Stufen,
welche, wie fast bei allen griechischen Tempeln, die Grundlage (Krepis)
bilden, hinauf und stehen nun auf der Fläche des Tempels, dem Stylobat,
der eine Breite von 30,9 m und eine Länge von 69,5 m hat. Auf diesem
erheben sich als Träger des Dachgebälks ringsum dorische Säulen – der
Tempel ist also ein Peripteros – und zwar je 8 an den Schmal-, je 17 an
den Langseiten (Höhe 10,4 m, unterer Durchmesser 1,9 m). Aus der
Säulenhalle (Peristyl) gelangen wir zunächst in den Pronaos (in der Front
sechs dorische Säulen) und von diesem in den eigentlichen Tempel. Dieser
hieß, ebenso wie der (33 m lange) alte Athenatempel (s. S. 184 ff.),
_Hekatompedos_, der 100füßige, wegen seines Längenmaßes von 100
altattischen Fuß = 32,84 m – man schließt daraus, daß seit der Erbauung
des alten Athenatempels der altattische Fuß von 33 cm auf 32,84 cm
gesunken sei. Zweimal neun dorische Säulen, über denen sich ein zweites
Stockwerk von Säulen erhob, teilten den Raum in drei Schiffe. Im
Mittelschiff stand dem Eintretenden gegenüber das 12 m hohe _Standbild der
Göttin aus Gold und Elfenbein_, eines der Meisterwerke des Pheidias, von
dessen Aussehen uns eine 1880 in Athen gefundene Marmorstatuette ein
ziemlich genaues Bild gibt. Eine massive Wand schloß die Cella ab, wie
beim alten Tempel. Hinter dem Haus der Göttin befand sich der Opisthodom,
zu dem man von Westen her durch eine dem Pronaos gleiche Vorhalle eintrat.
Dieser Raum, dessen Decke von vier Säulen getragen wird, führte den Namen
_Parthenon_ im engeren Sinn: in ihm wurden Kultgeräte und Weihgeschenke
aufbewahrt. Ist der ganze Bau, aus dem köstlichsten Material, pentelischem
Marmor, mit peinlichster Sorgfalt und Sauberkeit aufgeführt, ein
architektonisches Meisterstück, so kommt zur Erhöhung der Wirkung noch
plastischer Schmuck hinzu, in einem Reichtum, wie er sonst bei keinem
griechischen Tempel wiederkehrt. Die 92 _Metopenplatten_ unter dem
Dachgesims waren mit Hochreliefs geschmückt (Kämpfe der Giganten,
Kentauren, Amazonen und Griechen vor Troja); in den beiden _Giebeln_
standen die mächtigen Giebelstatuen (Vorderseite: Geburt der Athene aus
dem Haupte des Zeus inmitten der Versammlung der olympischen Götter,
Rückseite: Streit der Athene und des Poseidon um Attika), und um den
oberen Rand des Tempelhauses zog sich als fortlaufendes Band ein beinahe
160 m langer, 1 m hoher _Fries_ mit niederem Relief, den großen Festzug an
den Panathenäen (vgl. § 53, S. 118 f.) darstellend. Die plastische
Ausschmückung des Wunderbaues leitete Pheidias.
Ziemlich unversehrt erhielt sich derselbe aus dem Altertum bis in die
Neuzeit. Zwar wurden nach seiner Umwandlung in eine christliche Kirche
einige bauliche Veränderungen (Verlegung des Eingangs nach der Westseite
und Anbau einer flachen Apsis) vorgenommen, und als er nach der Einnahme
der Akropolis durch die Türken (1458) als Moschee dienen mußte, wurde an
der Südwestecke ein Minarett errichtet, aber Giebel, Metopen und Fries
waren gegen Ende des 17. Jahrhunderts noch gut erhalten, wie aus den von
dem Maler Carrey 1674 angefertigten Zeichnungen zu ersehen ist. Da wurde
in dem 1687 zwischen den Venezianern und Türken entbrannten Kriege, als
letztere auf der Akropolis eingeschlossen waren, am 26. September in den
von den Türken als Pulvermagazin benutzten Parthenon eine Bombe geworfen,
welche eine furchtbare Explosion bewirkte. Die ganze Mitte des Baues wurde
herausgerissen; die in Trümmern umherliegenden Skulpturstücke wurden in
der Folgezeit verschleppt oder zum Kalkbrennen verwendet. 1801–1806
brachte Lord Elgin die noch erhaltenen Werke der Plastik nach London, wo
sie jetzt eine Hauptzierde des Britischen Museums bilden.
Ins Ende des 5. Jahrhunderts fällt die Vollendung des merkwürdigen
Bauwerks nahe der Mitte der Nordmauer, direkt hinter dem alten
Athenatempel, des _Erechtheions_. Dieser Tempel barg uralte Heiligtümer,
das älteste, angeblich vom Himmel gefallene Holzbild der Athena, den
Ölbaum und die Salzquelle, die Wahrzeichen, die Athena und Poseidon bei
ihrem Wettstreit um das attische Land hervorgezaubert hatten. Hier
handelte es sich um ausschließlich ionische Gottesdienste, und darum wurde
der Tempel auch _in ionischem Stile_ erbaut, und zwar ist er als das
vollendetste Musterbild dieses leichten, zierlichen, anmutigen Stils zu
bezeichnen. Der Grundriß weicht von allen anderen griechischen Tempeln ab.
Das Erechtheion zerfiel in _drei Teile_. Der _mittlere Hauptraum_, den man
von Osten her durch eine herrliche, von sechs Säulen getragene _Vorhalle_
(Pronaos) betrat, war das _Heiligtum der Athena Polias_; hier befand sich
jenes uralte Holzbild der Göttin, vor dem eine ewige Lampe brannte. Dieser
Raum wurde im Westen von einer Massivmauer abgeschlossen. Wir müssen also,
um in die anderen Gelasse zu kommen, wieder in die Vorhalle hinaustreten.
Von dieser führte eine Freitreppe in nördlicher Richtung hinunter zu der
3 m tiefer liegenden _nördlichen Vorhalle_ (Prostasis), von der die
weltberühmte Prachttüre ins Innere des _Hinterhauses_ führte. Dasselbe
zerfiel in einen _Kellerraum_, in welchem die Salzquelle und die
Dreizackspur Poseidons gezeigt wurden, und in ein _Obergelaß_, in dem drei
Altäre, einer für Poseidon und Erechtheus, einer für den Heros Butes und
einer für Hephäst, standen. Dies war _das eigentliche Erechtheion_, das
dem ganzen Bau den Namen gab, wie der Perikleische Athenatempel nach
seinem Hinterhaus Parthenon benannt wurde. Ebenso wie der Nordwand ist
auch der _Südwand_ des Langhauses _eine (kleinere) Prostasis_ vorgelegt,
deren zierliches Dach von Mädchen getragen wird, die vielgefeierte
_Koren-_ (_κόρη_, Mädchen) oder _Karyatiden-Halle_ (vgl. Abbild. S. 147
Fig. 4), von der eine Treppe ins Innere des Hinterhauses hinabführte.
Unmittelbar westlich vom Erechtheion stand der heilige Ölbaum der Athena.
Von anderen Heiligtümern ist noch zu nennen der heilige Bezirk (nicht
Tempel!) der _Artemis Brauronia_ (deren Kult vom attischen Gau _Brauron_
stammte), eine große im Süden und Osten von offenen Säulenhallen umgebene
Terrasse, die sich östlich an die Propyläen anschloß. Neben diesem
Heiligtum befand sich die _Chalkothek_, ein großes Magazin für
Weihgeschenke und Erzgeräte, die zum Dienst der Athena notwendig waren.
Damit haben wir die wichtigsten sicher bestimmbaren Bauwerke der Akropolis
besprochen. Man würde nun aber irren, wollte man glauben, dies seien die
einzigen Kunstwerke der Burg gewesen. Die ganze Burg war vielmehr ein
großes Museum von Bildwerken aller Art, welche als _Weihgeschenke_ zu
beiden Seiten der Wege, vor den Tempeln, in den heiligen Bezirken der
Götter aufgestellt waren. Die verschiedensten Zeitalter konnten sich nicht
genug tun, diese Hochburg der griechischen Kunst mit immer neuen Schätzen
zu bereichern. Und als längst die Freiheit der Athener dahingesunken war,
gewann der ewig junge Zauber höchster Geisteskultur, der die Stadt
umschwebte, derselben fürstliche Gönner, die eine Ehre darein setzten,
Athen, die Akropolis und damit sich selbst zu verherrlichen. Unter der
unendlichen Zahl der _Weihgeschenke_ war wohl das großartigste das,
welches König _Attalos I. von Pergamon_ (regierte 241–197 v. Chr.) an der
Südmauer oberhalb des Dionysostheaters aufstellen ließ. Es waren vier
figurenreiche Gruppen von Bronzestatuen: Kampf der Götter und Giganten,
der Athener und Amazonen, der Griechen und Perser, der Pergamener und
Galater. Über ihre Bedeutung s. § 72, S. 205. Nachbildungen einzelner
Figuren sind in verschiedenen europäischen Museen erhalten.
Hier von der Südmauer herab haben wir auch den schönsten Überblick über
die am Südabhang der Akropolis gelegenen Bauten. Da erblicken wir in
schwindelnder Tiefe unter uns das große _Dionysostheater_, westlich davon,
hart unter dem Burgfelsen, das _Asklepieion_, das Heiligtum des Heilgottes
Asklepios, mit dem eine Kuranstalt verbunden war. Unterhalb desselben
zieht sich in einer Länge von 163 m die Halle (Stoa) hin, die
wahrscheinlich König _Eumenes_ II. von Pergamon (197–159 v. Chr.) den
Athenern erbaute, und endlich im Anschluß daran erhebt sich das
dramatischen und musikalischen Zwecken dienende _Odeion_, das der reiche
Herodes Attikus aus Marathon, der Freund Mark Aurels, zwischen 160 und
170 n. Chr. errichtet hat.
*§ 71. Olympia.*
Von der Akropolis, dem Nationalheiligtum der ionischen Athener, begeben
wir uns nach einem religiösen Mittelpunkt aller Hellenen, doch mit
vorherrschend dorischem Gepräge, nach _Olympia_. Geschichte und Verlauf
der olympischen Spiele wurden § 68 beschrieben.
Die Wiedererweckung Olympias nach mehr als tausendjährigem Schlaf ist eine
Ehrentat des jungen Deutschen Reichs (1875–81), mit der die Namen des
Archäologen und Historikers Ernst Curtius und seines hochsinnigen Gönners,
des damaligen Kronprinzen Friedrich Wilhelm, für immer verknüpft bleiben.
[Illustration: Olympia nach _Dörpfeld_.]
Indem wir den Rundgang durch den gewaltigen Gebäudekomplex von Olympia
antreten, versetzen wir uns in das Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr., eine
Zeit, da die Bautätigkeit in Olympia im wesentlichen abgeschlossen war.
Der Kern der ganzen Anlage ist die _Altis_ (aus _ἄλσος_ = Hain), der
heilige Bezirk des Zeus, in welchem die Tempel, Altäre und Weihgeschenke
sich befanden. Wir betreten denselben durch das im Süden befindliche, wohl
von Nero erbaute _Festtor_, das, wie ein Triumphbogen konstruiert, drei
überwölbte Durchgänge hatte. Unter den zahllosen _Weihgeschenken_ erhebt
sich auf hoher dreiseitiger Basis die von den Messeniern geweihte
überlebensgroße _Nike_, ein Werk _des Paionios_ von Mende, welches, bis
auf den Kopf wohlerhalten, bei der deutschen Ausgrabung wiedergefunden
wurde.
Halblinks haltend, stehen wir alsbald vor dem Hauptbau der Altis, dem
_Zeustempel_. Wahrscheinlich ca. 472 bis 460 von dem Eleier Libon aus
einheimischem Muschelkalk in dorischem Stil erbaut, machte er einen weit
massigeren und strengeren Eindruck als der Parthenon. Dem dreistufigen
Unterbau ist an der Eingangsseite (Ost) ein Treppenbau vorgelegt, auf dem
wir zur Säulenhalle (Peristyl) hinansteigen. An den Schmalseiten befinden
sich je 6, an den Langseiten je 13 gewaltige Säulen (unterer Durchmesser
2,2 m, Höhe 10,4 m; Stylobat 200 olympische Fuß = 64,1 m: 27,7 m). Vom
Peristyl treten wir in den Pronaos, der durch zwei Säulen zwischen zwei
Anten gebildet ist, von da durch eine breite Türe in die einschließlich
der Umfassungsmauern 100 olympische Fuß lange und 50 olympische Fuß breite
Cella, die durch zwei Reihen von je sieben Säulen in ein breites
Mittelschiff und zwei schmale Seitengänge zerfällt. Im Hintergrund der
Cella schaute das vielbewunderte, etwa 40 Fuß hohe, sitzende _Kolossalbild
des Zeus_, aus Gold und Elfenbein _von Pheidias_ gefertigt, mit mildem,
hoheitsvollem Ernst auf den Besucher herab. (Vgl. die Münze von Elis
S. 99, 4.) An plastischem Schmuck besaß der Tempel Giebelgruppen (im
Osten: Vorbereitung zum Wagenrennen des Pelops und Dinomaos, im Westen:
Kampf der Kentauren und Lapithen) und Metopenreliefs (die zwölf Arbeiten
des Herakles) über dem Eingang zum Pronaos und Opisthodom.
Vom Tempel südöstlich gehend, gelangen wir an den weitläufigen _Palast_,
den _Nero_, der selbst in Olympia auftrat, an der Stelle eines
griechischen Gebäudes errichten ließ. Von da wenden wir uns nordwärts,
vorbei an einer Reihe von Weihgeschenken, entlang der wegen ihres
siebenfachen Widerhalles sogenannten _Echohalle_, dem prächtigen
säulengetragenen Ostabschluß der Altis, welcher zur Zeit Philipps von
Makedonien einer älteren, einfacheren Halle vorgelegt wurde. Hier fanden
die Festgäste Schutz gegen die Witterung, von hier aus sahen sie der
Prozession zum Zeusaltar und den Opfern zu. Am Nordende dieser Halle
biegen wir rechts um und gelangen durch den überwölbten Tunnel (ältestes
Beispiel eines regelrechten Gewölbes in Griechenland, 4. Jahrhundert) an
das westliche Ende (den Ablauf) des 600 olympische Fuß = 192,27 m langen
_Stadions_ (Laufbahn), das auf seinen künstlich aufgeschütteten, aber
nicht mit Sitzen versehenen Wällen etwa 40 000 Zuschauern Raum bot.
Südlich vom Stadion, mit diesem parallel laufend, lag der _Hippodrom_, den
die Fluten des Alpheios ganz weggespült haben. Zurückkehrend sehen wir zur
Rechten eine lange Reihe von _Zeusstatuen_, die Zanes (Zan, elische Form
für Zeus), die aus Strafgeldern für Verletzung der Kampfregeln errichtet
wurden. Hinter denselben erhebt sich eine Terrasse, auf der dreizehn
_Schatzhäuser_ (Thesauren) stehen. Einzelne Städte errichteten dieselben,
um in ihnen die Weihgeschenke der betreffenden Gemeinden zu vereinigen.
Unterhalb dieser Terrasse stoßen wir wieder auf einen Tempel, das
_Metroon_, der Göttermutter (_μήτηρ μεγάλη_) geweiht; es ist der späteste
unter den drei Altistempeln (Diadochenzeit), in spätdorischem Stil mit
schlanken Säulen in ziemlich kleinen Maßen erbaut. Zwischen Metroon und
Zeustempel liegt der große _Zeusaltar_, dessen Grundriß eine Ellipse
bildet, während er sonst, jedes künstlerischen Schmuckes entbehrend, nur
aus Asche und Knochen aufgeschichtet war.
Vom Metroon unseren Gang nach Westen fortsetzend, stehen wir alsbald vor
der _Exedra des Herodes Attikus_, einer prunkvollen Wasserkunst, die der
fürstlich reiche Philosoph als Abschluß einer Wasserleitung erbauen ließ:
im Vordergrund war ein stattliches Bassin, flankiert von zwei eleganten
Rundtempelchen in korinthischem Stil und überragt von einer hohen,
überwölbten Hauptkuppelnische, die alle Gebäude Olympias an Höhe übertraf.
Wenden wir uns, so stehen wir gerade vor dem Eingang des dorischen
_Heratempels_ (Heraion). Es ist der älteste Tempel der Altis und für die
Geschichte der griechischen Architektur von besonderer Wichtigkeit. Im
Grundriß fällt die langgestreckte Form auf (Peristyl 6 : 16 Säulen, Cella
50 : 18,7 m), welche für die ältesten Tempel charakteristisch ist.
Eigentümlich ist ferner das Innere der Cella gebildet, indem aus den
beiden Langseiten Quermauern vorspringen, wodurch je vier Nischen
entstehen; in einer derselben wurde der berühmte Hermes des Praxiteles
wiedergefunden. Die Cellawände, aus Lehmziegeln bestehend, die an der
Sonne getrocknet waren (ältestes Beispiel in Griechenland!), waren mit
einer horizontalen Holzdecke überdacht, über welcher sich erst der
Dachstuhl erhob. Was aber am meisten auffällt, ist, daß die Säulen ganz
verschiedene Maße und Formen zeigen. Dies rührt daher, daß die Säulen alle
ursprünglich aus Holz bestanden und im Lauf der Zeiten, je nachdem die
eine oder andere morsch wurde, der Bauweise der späteren Zeit entsprechend
durch steinerne ersetzt wurden. Auch die oberen Bauteile bestanden aus
Holz. Das Heraion liefert also den schlagenden Beweis für die schon früher
vermutete Tatsache, daß der griechische Tempel ursprünglich ein Holzbau
gewesen ist.
Westlich vom Heraion stoßen wir auf das _Philippeion_, das Philipp von
Makedonien nach der Schlacht bei Chäronea errichten ließ; es war ein
Rundbau, von 18 ionischen Säulen umgeben, im Inneren standen
Goldelfenbeinstatuen von Mitgliedern des makedonischen Königshauses. Am
_Prytaneion_, dem Haus der Hellanodiken, in welchem die Sieger in den
Festspielen bewirtet wurden (vgl. § 68), vorbeigehend, verlassen wir die
Altis durch das Nordtor und stehen nun an der Südostecke des riesigen,
rings von Hallen umgebenen _Gymnasions_ (die südliche und östliche Halle
ist auf dem Plan noch zu erkennen), zu dem ein besonderer stattlicher
Torbau (Propylaion) führte. Südwärts der Westaltismauer entlang gehend,
haben wir zur Rechten zuerst die _Palästra_, speziell für die Vorübungen
der Ringer bestimmt, dann einen Komplex, der wohl mit Recht als der
_Theokoleon_ bezeichnet wird, d. h. als das Amtsgebäude der Theokoloi, der
Oberpriester, welche die jahraus jahrein darzubringenden Opfer auf dem
Zeusaltar und den übrigen mehr als 60 Altären der Altis zu besorgen
hatten. Schließlich gelangen wir an dieser Seite an den großartigen
Südwestbau, das größte Bauwerk Olympias, das endlich durch die neulich
gefundene Weihinschrift seinen richtigen Namen _Leonidaion_ bekommen hat.
Der Naxier Leonides nämlich hat ca. 300 v. Chr. diesen Bau aus eigenen
Mitteln selbst errichtet, wahrscheinlich als Logierhaus für vornehme
Gäste, wie denn hier in römischer Zeit die Prokonsuln abstiegen. Durch das
südwestliche Tor, das zu Pausanias’ Zeit als _Festtor_ diente, betreten
wir nochmals ein Stück der Altis, das aber erst in römischer Zeit zu
derselben geschlagen wurde, und gelangen, nach Osten umbiegend, an einer
langen Reihe von Ehrenstatuen vorbei, an das _Buleu__terion_, das Amthaus
des Rates von Olympia, der obersten Instanz in Sachen der Festspiele. Der
dorische Bau zerfällt in drei Teile, die durch eine vorgelegte Säulenhalle
verbunden sind. In der Mitte befindet sich ein quadratischer Raum, in
welchem das Bild des Zeus Horkios (Zeus der Eidschwüre) stand: vor diesem
schwuren die Kämpfer, die Kampfesregeln zu beobachten. Zu beiden Seiten
sind gleiche, mit einem Halbrund (Apsis) abgeschlossene Hallen, die durch
je eine Säulenreihe in zwei Schiffe geteilt werden. Von diesen ist das
Halbrund je durch eine Scheidewand getrennt. Die Verwendung der einzelnen
Räume steht nicht fest. Einer der Säle diente jedenfalls als Sitzungssaal
des hohen Rats.
*§ 72. Pergamon.*
Zum Schluß begeben wir uns auf eine _Königsburg der hellenistischen Zeit_,
nach dem neuerdings wieder so berühmt gewordenen Stammsitz des
Attalidengeschlechtes.
_Pergamon_ liegt in Kleinasien, Lesbos gegenüber, 28 km von der Küste
entfernt, auf dem äußersten Vorsprung eines südlichen Ausläufers des
Pindasosgebirges, der sich 270 m hoch über die Kaïkosebene erhebt und
diese in ihrer ganzen Ausdehnung bis zum Hafenplatz Elaia beherrscht.
Während die „Burg“ (dies bedeutet Pergamon; ebenso hieß auch die Akropolis
von Troja) und der älteste Teil der Ansiedlung, die _Oberstadt_, auf dem
Bergkegel selbst liegt, sind die Ruinen der antiken Unterstadt am
südwestlichen Abhange und Fuße desselben, der Stätte des heutigen
_Bergama_, zerstreut.
Die _Attalidenherrschaft_ begründete _Philetairos_ (ca. 280 v. Chr.),
welcher den von dem Feldherrn und Nachfolger Alexanders des Großen,
Lysimachos, in Pergamon deponierten Kriegsschatz sich aneignete. Nach
langen Kämpfen mit dem syrischen Statthalter Antiochos und den in seinen
Diensten stehenden gallischen Horden nahm _Attalos_ I. (241–197) den
Königstitel an. Die Glanzzeit Pergamons bildete die Regierung seines
Sohnes _Eumenes_ II. (197–159). Dieser schirmte das über ganz
Vorder-Kleinasien ausgedehnte Reich gegen Angriffe von allen Seiten und
besiegte die Gallierschwärme, die sich, aus Griechenland zurückgeworfen,
in furchtbaren Verheerungszügen über Kleinasien ergossen, in wiederholten
schweren Kämpfen, während er durch eine großartige Bautätigkeit seinen
Herrschersitz erweiterte, befestigte und verschönerte.
[Illustration: PERGAMON
AKROPOLIS MARKT UND THEATER]
Von den monumentalen Kunstschöpfungen der Attaliden geben uns die von der
preußischen Regierung unter der Leitung von Humann, Bohn und anderen
1878–1886 unternommenen _Ausgrabungen_ eine Vorstellung.
Auf dem in Windungen zur Burghöhe hinanführenden Hauptweg gelangen wir
zunächst auf den _Markt_ (Agora), welcher aus zwei von gewaltigen
Stützmauern eingefaßten und miteinander verbundenen _Terrassen_ bestand.
Die _untere_, durch deren Hallen der Weg führt, diente wohl dem
eigentlichen Markt- und Geschäftsverkehr. Hart an ihrer Westmauer befand
sich ein kleiner _Tempel des Dionysos_. Die _obere Terrasse_, vermutlich
der Ort für die politischen Versammlungen und die Staatsopfer, hatte in
ihrer Mitte den mächtigen, die ganze Umgebung beherrschenden _Zeusaltar_,
einen Prachtbau, der selbst den größten Altar Griechenlands, den des Zeus
zu Olympia, an Ausdehnung und Höhe, wie an architektonischem und
plastischem Schmuck übertraf.
Der _Unterbau des Altars_ ist im Grundriß nahezu quadratisch, 37,7 auf
34,6 m; die Höhe betrug etwa 5,5 m. Auf der von drei Stufen gebildeten
Krepis stand der 1,5 m hohe Sockel; über diesem zog sich rings um den
ganzen Bau der 2,3 m hohe imposante _Relieffries_ von bläulich-weißem
Marmor, den Kampf der Götter mit den Giganten darstellend. Der Unterbau
war gekrönt von einer nach außen geöffneten _ionischen Säulenhalle_, die
an ihrer dem eigentlichen Brandaltar zugekehrten Rückwand mit einem
zweiten _kleineren Fries_ geschmückt war, der Szenen aus der
pergamenischen Stammessage (Herakles, Auge, Telephos, Teuthras) enthielt.
Inmitten der Plattform, auf welche eine in die Westseite eingeschnittene
breite Freitreppe führte, stand _der eigentliche Brandaltar_, der ebenso
wie der Zeusaltar in Olympia aus der Asche der verbrannten Opfertiere
aufgehäuft war und die ihn umgebende Säulenhalle weit überragte.
Das Glanzstück dieses gewaltigen Altarbaues bildete der schon erwähnte
_Gigantenfries_. Da die Platten desselben in byzantinischer Zeit in eine
Festungsmauer unterhalb des Altarplatzes verbaut wurden, so ist der größte
Teil derselben erhalten, wenn auch in Trümmern, die sich jetzt im Berliner
Museum befinden; aus diesen konnten einige bedeutendere Gruppen wieder
zusammengesetzt werden.
Alle Götter und Göttinnen des Himmels, des Meeres und der Unterwelt sehen
wir an dem entscheidenden Kampfe um die Herrschaft der Welt beteiligt;
auch die Giganten haben alles aufgeboten, aber bereits unterliegen sie
allenthalben. _Zeus_, weitausschreitend, schüttelt mit der Linken die
Ägis, mit der Rechten schwingt er den Blitz gegen einen alten, bärtigen,
schlangenbeinigen Giganten, der ihn mit einem Felsstück bedroht; zwei
weitere Gegner sind zu Boden gesunken; dem einen hat der Blitzstrahl den
Oberschenkel durchbohrt.
Neben Zeus schleift _Athena_ einen jungen geflügelten Giganten an den
Haaren; ihre heilige Schlange schlägt ihre Zähne in seine rechte Brust;
von rechts her schwebt Nike, die siegreiche Athena zu bekränzen, während
aus dem Boden die Mutter der Giganten, die Erdgöttin selbst, mit dem
Oberkörper emportaucht und flehend die Arme zu Athena erhebt. Mit Fackel,
Schwert und Lanze zugleich kämpft die dreigestaltige _Hekate_. Ein schöner
_Gigantenjüngling_, welcher der _Artemis_ entgegentritt, ist von der
Schönheit der Göttin wie gebannt, so daß er ganz vergißt, sich mit dem
Schilde zu decken. Doch erbarmungslos schießt jene den Pfeil auf den
Berückten ab. Außerdem erkennen wir noch _Helios, Eos, Selene, Apollo,
Dionysos, Phöbe und Asteria_ u. a.
Während die Gestalten und Attribute der Götter im wesentlichen durch die
Kunsttradition gegeben waren, hatte bei der _Gigantenbildung_ die
schöpferische und erfinderische Phantasie den weitesten Spielraum, und so
versuchten denn auch die Künstler, um nicht durch Eintönigkeit zu ermüden,
die _mannigfaltigste Individualisierung_ und verschiedenartigste Bildung
der Giganten von der edelsten Menschengestalt bis zum widerlichsten
Monstrum. Viele werden durch gewaltige _Schlangenleiber_, in welche ihre
Beine von den Hüften oder Knien ab übergehen, als Söhne der Erde
gekennzeichnet; manche sind außerdem noch beflügelt.
In der Kühnheit der Stellungen und Bewegungen, der Neuheit der oft
phantastischen Gebilde, der Leidenschaftlichkeit und äußersten
Kräfteanspannung der mit virtuoser Technik ausgeführten Gestalten aller
Kämpfenden liegt ein _pathetischer Zug und Schwung_ von packender Wirkung.
Durch diese Altarskulpturen ist uns ein überraschender Einblick in die
bisher weit unterschätzte pergamenische und hellenistische Kunst überhaupt
eröffnet worden.
Der Altar wurde wahrscheinlich von Eumenes II. in den Friedensjahren
180–170 v. Chr. als Siegesdenkmal „dem Retter Zeus“ zu Ehren errichtet.
Nach einer in der griechischen Kunst nicht seltenen Verwendung (vgl. das
nach Athen gestiftete Weihgeschenk Attalos’ I. § 70, S. 193) sollte _die
Gigantomachie ein mythologisches Spiegelbild_ der von den Attaliden
siegreich bestandenen _Gallierkämpfe_ sein. Wie in jenem Gigantenkampf, so
hat im Kampfe mit den Galliern (und ebenso in dem mit den Amazonen und
Persern, S. 193) das Griechentum über das Barbarentum, die Kultur über die
Unkultur, das Licht über die Finsternis den Sieg davongetragen.
Wir begreifen es freilich, daß _den Christen der riesige_, weithin
sichtbare _Altarbau_ mit seiner Darstellung der gesamten heidnischen
Götterwelt und seinen zahlreichen Schlangengebilden, in denen der
christliche Glaube teuflische Wesen erblickte, _ein Greuel_ war und die
Offenbarung Johannis, wo sie sich an die Gemeinde von Pergamon wendet
(2,13 f.), ihn geradezu als „_Thron Satans_“ bezeichnet.
Von der Ostseite der Altarterrasse führt die Straße nordöstlich, dann nach
einer scharfen Biegung an einem starken Turme vorbei zum _Burgtor_, dem
Eingang in die eigentliche _Hochburg_. Wir treten in einen Vorhof und
kommen, nach links uns wendend, durch ein viersäuliges _Propylon_ in den
mit Weihgeschenken aller Art, Denkmälern aus der Siegesbeute, Statuen der
Attaliden wie verdienter Bürger reich geschmückten _Tempelbezirk der
Athena_. Im Westen der ungefähr rechteckigen Terrasse, in dominierender
Lage erhob sich der der Athena als Herrin der Stadt (Polias) und
Verleiherin des Sieges (Nikephoros) geweihte _dorische Peripteros_ von
13 m Breite und 22 m Länge, das wahrscheinlich aus dem
4. Jahrhundert v. Chr. stammende Hauptheiligtum, das älteste aller dort
aufgedeckten Gebäude.
Im Norden und Osten war der Tempelhof von einer _Säulenhalle_ eingefaßt,
die aus einem Untergeschoß dorischer und einem Obergeschoß ionischer
Ordnung bestand; zwischen den Säulen des letzteren war eine _Balustrade_
mit großenteils erhaltenen _Trophäenreliefs_ eingelassen, einer
Darstellung der in dem Kampfe mit Hellenen und Barbaren, insbesondere den
Galliern, erbeuteten Waffenstücke. Im Süden stieß die Halle an einen
mächtigen viereckigen Turm; an die Nordhalle schlossen sich vier große
Räume an, die berühmte pergamenische _Bibliothek_.
Am Abhang unterhalb des Athenaheiligtums sehen wir noch die 80 Sitzreihen
des _griechischen Theaters_: Orchestra und Skene lagen auf der schmalen,
aber nahezu 250 m langen „_großen Terrasse_“, die, von gewaltigen, aus
mehreren Stockwerken bestehenden Stützmauern getragen, unter dem
Zeusaltare und Athenaheiligtum bis gegen den nordwestlichen Vorsprung der
Akropolis sich hinzieht. Den nördlichen Abschluß bildet ein auf mächtigen
Stufen sich erhebender _ionischer Tempel_.
Aus dem hl. Bezirk der Athena begeben wir uns zurück auf die Straße,
welche der Osthalle entlang und an einer _Quelle_ mit antiker Fassung
vorbei zum _höchsten Teile der Akropolis_ hinanführt. Von den Bauwerken,
die einst hier standen, sind die Grundrißanlagen kaum mehr zu erkennen.
Man kann sechs Gebäudekomplexe unterscheiden: auf dem höchsten Punkt des
Berges (II) befand sich ein Wachtturm oder nach anderer Vermutung eine
Altaranlage; IV und V zeigen Gruppierungen von Gemächern um einen Hof; bei
V umschließt den Hof eine dorische Säulenhalle, nach welcher sich die mit
prächtigen Mosaikfußböden geschmückten Zimmer öffneten; eine ähnliche
Anlage zeigt I. Ohne Zweifel sind die _Gebäudeanlagen IV und V_ als _der
einstige Herrschersitz der Attaliden_ zu betrachten; bei ihrer geringen
Ausdehnung entsprechen sie freilich nicht ganz den Vorstellungen, die man
sich wohl bisher vom Palaste jenes durch seinen Reichtum sprichwörtlich
gewordenen Königshauses zu machen pflegte; allein bei der Beschränktheit
des Raumes auf der Hochburg war eben eine weitere Entfaltung
ausgeschlossen.
Südlich von der höchsten Spitze der Burg erhebt sich ein gewaltiger Bau
der römischen Kaiserzeit, der wohl _dem Trajan geweihte Tempel_, fast 20 m
breit, über 33 m lang, im Norden, Osten und Westen von Säulenhallen
umgeben.
Damit sind wir bereits bei der Bautätigkeit der römischen Zeit angelangt,
welcher außerdem das _Gymnasium_ südöstlich vom Markte, die _Thermen_ am
Selinus mit einer großartigen _Überbrückung_ desselben auf 196 m Länge
durch Tonnengewölbe, ferner auf der rechten Seite des Selinus ein
_Theater_, _Zirkus_ und _Amphitheater_ entstammen.
*DEUTSCHES REGISTER.*
Abstimmung in Sparta durch Zuruf oder Auseinandertreten 38 f.
– in Athen durch Handaufheben od. mit Stimmsteinen 76.
achäischer Städtebund 166 ff.
Achajer 25, 26.
Ackerbau 20.
Adel in Attika 50.
Admiral 43, 167.
Agathokles in Syrakus 57.
Agiaden in Sparta 32.
Agis IV. 31, 32.
Agon, dramatischer 123.
– gymnischer, musischer, hippischer 169.
Agyrrhios 65.
Aigikoreis in Attika 46.
Akropolis von Athen 183 ff.
Allerheiligstes 106.
Altar 107;
in Tiryns 177;
in Olympia 171, 198;
in Pergamon 202 f.
Altarpriester i. Eleusis 116.
Altis in Olympia 194.
Ammon, Zeus 109.
Amnestie 67.
Amphiaraos 112.
Amphiktyonien 161 ff.
Amphora 143;
– mit Öl für die Sieger an den Panathenäen 118, 145.
anikonische Gegenstände verehrt 106.
Anthesterien 120 f.
Antigonos Gonatas 98.
Antipater 70.
Äoler 27;
– Mundart 27.
Apagoge 90.
Apaturienfest 47, 120.
Apographe 90.
Aratos 166.
Archonten in Athen, Einsetzung 48 f.;
Wahl 62, 64;
Funktionen 84 ff.
Archon Eponymos, Einsetzung 49;
Richter 51;
Funktionen 84 f.;
leitet die städt. Dionysien 123.
– Basileus 48;
Vorsteher der Blutgerichte 50 f.;
Aufsicht üb. den Staatskultus 85;
leitet die Lenäen 123;
bei den eleusinischen Mysterien 116, 117.
– Polemarchos, Einsetzung 48 f.;
Funktion 85;
Richter 51.
Thesmotheten s. d.
Areopag, der Rat vom A. in der ältesten Zeit 49;
nach den Perserkriegen 63 f., 82, 87;
in römischer Zeit 70;
das Verfahren vor dem A. 93 ff.
Argadeis in Attika 46.
Aristokratie, Entstehg. 34 f.
Aristoteles 12, 31, 48.
Aroania 16.
Asklepieion in Athen 194;
in Epidauros 111.
Asyl 72.
Athen, Entstehung 46;
seine Demen 60;
Akropolis 183 ff.
Athena Polias in Athen 192;
in Pergamon 205.
Athenatempel auf der Akropolis in Athen 184 ff.
Atimie 74.
Atreus, Schatzhaus des A. 182.
Attaliden 200 f.
Attalos I. von Pergamon. 70, 193, 202.
attische Mundart 26.
Aufmarschieren 42.
Ausfuhr in Attika 100.
Ausfuhrzoll 101.
Ausgaben des Staates 102 f.
Aushebung in Athen 132.
Aussetzung von Kindern in Sparta 39.
Autochthonen in Attika 45.
Autonomie 165.
Badezimmer in Tiryns 178.
Barbaren 25.
Bart 149, 38.
Basileus s. Archon.
Baumwolle 21.
Beamte in Athen, ursprünglich vom Areopag ernannt 55;
seit Solon von der Volksgemeinde 55;
ausgelost 64;
gewählt 82;
Bestätigungsprüfung 83;
Amtsantritt 83;
Eid 83;
Ehren und Vorteile 83;
Rechenschaftsablegung 83.
Begegnisse, als Vorzeichen 108.
Beisassen in Athen 72 f.
Beiträge der Bundesgenossen 101, 165.
Bekränzung, öffentliche 74, 82.
Bendideia 122.
Bergama 200.
Berufsstände in Attika 52.
Berufung an das Volk bei Wahlen 64;
an die Heliaia 56, 87.
Bestätigungsprüfung 64, 83.
Bestattung 157 ff.
Bevölkerungsziffer Griechenlands 20.
Bewirtung an Festen 103.
Bibliothek in Pergamon 206.
Bittgebete 112.
Blitzmaschinen 131.
Blutgerichtshöfe in Athen 50, 93 ff.
Blutrache 50.
Blutsuppe in Sparta 40.
Boedromien 119.
Brandstiftung 93.
Brauronia, Artemis 193.
Brautführer 154;
Brautgeschenke, Brautraub 153.
Brunnenmeister in Athen 82.
Bühnengebäude 125 ff.
Bund, Staaten- 163 ff.
Bundesgenossen, zahlen Tribute 101, 165;
Beiträge 101, 165.
Bundesgenossenkrieg 166.
Bundeskasse von Delos nach Athen verlegt 100, 165.
Bundesrat 165.
Bündnisse 161.
Bürgerrecht in Attika 59, 63 A., 73.
_ calculus Minervae_ 95.
Carrey 191.
Chalkeia 120.
Chalkothek 193.
Charonische Stiege 131.
Chiton 148, 151 f.
Chlaina 148.
Chlamys 152.
Chor 123 f.
Chorausstattung (Choregie) 103, *123*.
chryselephantine Werke 107.
Cumä 112.
Curtius, Ernst 194.
Daduchos 116.
Damasias 57.
Dauerlauf 172.
Delphi 110 f.
Delphinien, Apollofest 121.
Delphinion, Gerichtsstätte 94.
Demagogen in Athen 69.
Demarchos *59*, 123.
Demen in Attika 59 f.
Demeter 116.
Demetrios von Phaleron 70.
Demiurgen in Attika 52.
_ deus ex machina_ 131.
Deuteragonisten 124.
Diaiteten in Athen 87, 90.
Diakrier in Attika 57.
Dialekt, äolischer 27;
attischer, dorischer, ionischer 26.
Diarchie in Sparta 32.
Diasien, Zeusfest 121.
Diäten für Festgesandtschaften 102.
Diazoma 129.
Dichter, dramatischer 123 f.
Didrachmon 97.
Dienstpflicht in Sparta 41;
in Athen 131 f.
Dieren 136.
Dinarisches Gebirgssystem 14.
Diogenes im Faß 143.
Dionysien, die großen oder städtischen 121, 123.
– die ländlichen 120, 123.
Dionysostempel in Pergamon 202.
Dionysostheater in Athen 194.
Dipolia, Zeusfest 122.
Dipylonvasen 144.
Diskos 174.
Dodona 109.
Dokimasia 64, 83.
Donnermaschinen 131.
Doppellauf 172.
Dorier 26;
Mundart 26.
Drachme 98.
Drakon 51.
Dreißig, die, in Athen 67.
Dromos 182.
Dymanen 30.
Echohalle in Olympia 197.
Ehrensitze im Theater 124, 129.
Eichmeister 105.
Eid 112;
Fahnen- und Bürgereid 132;
E. der Beamten 83;
der Ratsherren 80;
der Richter 87;
der Parteien vor Gericht 91;
der Olympiakämpfer 172.
Eidopfer 112 f.
Einbalsamierung der Leichen 157.
Einfuhr in Attika 100.
Einfuhrzoll 101.
Einnahmen des Staates 101 f.
Einnehmer, staatliche 103.
Einrede, gerichtliche 91.
Eintreiber, staatliche 103.
Eisagogeis 86.
Eisangelie *78*, 90.
Eisengeld der Spartaner 21.
Eisenindustrie in Lakonien 28.
Ekkyklema 131.
Elaphebolien, Artemisfest 121.
Elementarlehrer 155, 156.
Eleusis 116, 117;
Mysterien 116 ff.
Elfmänner in Athen 105.
Emporion im Peiraieus 136.
Endeixis 90.
Enomotarchen, Enomotien 41.
Epameinondas’ schiefe Schlachtordnung 44.
Ephegesis 90.
Epheten in Athen 50, 87.
Ephialtes, athenischer Staatsmann 63.
Ephoren in Sparta 36 ff.
Epidauros, Asklepieion 111;
Theater 125, *129* f.
Epirus 14 f.
Epistates der Prytanen 80 f.
– der Vorsitzer 81.
Epitadeus, Gesetz des E. 31.
Epitimie 74.
Epithalamien 154.
Epobelie 92.
eponyme Beamte: der erste der Ephoren in Sparta 36;
der Archon in Athen 49, 84.
Epopten 117.
Erbfolge der Könige in Sparta 33.
Erechtheion in Athen 191 f.
Erymanthos 16.
Erziehung 155 f.
Euandria 119.
Euböa 16;
Münzsystem 54.
Eubulos, Finanzverwaltung des E. 69.
Eumenes II. von Pergamon 194, 202, 204.
Eupatriden in Attika 52.
Euripos 16.
Eurypontiden in Sparta 32.
Eurysthenes 32.
Euthynoi in Athen 84.
Exedra des Herodes Attikus 198.
Exomis 152.
Fackelwettläufe 103, 119.
Fahneneid 132.
Fahnenflucht 135.
Fälschung von Gesetzen 93.
Familie 153 ff.
Faustkampf 173.
Felsengräber 157.
Feste, attische 118 ff.
Festgelder s. Schaugeld.
Festgesandtschaften 104, 171.
Fettdampf 114.
Finanzwesen Athens 100 ff.
Fleischgenuß der Spartaner 21, 40.
Flotte in Sparta 43;
in Athen 135 ff.
Frau, Stellung der F. 154 f.
Frauensaal 140;
in Tiryns 178.
Frauenwohnung 141, 142, 154.
Freilassung von Sklaven in Athen 72.
Fremdenausweisung in Sparta 38.
Friedensverträge 160.
Fries am Parthenon 191;
am Zeusaltar in Pergamon 202 f.
Fünfkampf 174.
Galliereinfälle in Kleinasien 202;
in Phokis 163.
Gamelien 120.
Gasausströmungen in Griechenland 14.
Gastrecht 159 ff.
Gaurichter in Attika 58, *86* f.
Gefängnisse 105.
Gefechtsstellung der Spartaner 41 f.
Geheimkulte 116 ff.
Geißelung der Knaben in Sparta 40.
Geldstrafen in Athen 82, 83.
Geleonten in Attika 46.
Gemeindebürgerliste 59, 73.
Gemeinden in Attika 59 f.
Genesia 119, 159.
Geomoren in Attika 52.
Gerichtsgebühren 91.
Gerichtsstätten in Athen 89, 93 f.
Gerichtswesen in Athen 64, *84* ff.
Gerusie in Sparta 34 ff.
Geschlechter in Attika 46 f.
Geschlechtsvorsteher in Attika 47.
Geschworenengerichte in Athen 56, *87* ff.;
Taggelder 64.
Gesetze Solons 56.
Gesetzesfälschung in Athen 93.
Gesetzgebung in Athen 78 ff.
Gesetzwidrigkeit, Klage wegen G. 77.
Giebelgruppen des Parthenon 190 f.;
G. des Zeustempels in Olympia 196.
Giftmischerei 93.
Gigantenfries in Pergamon 203 ff.
Goldmünzen 97 f.
Götterbühne 131.
Gottesfriede 117, 161, 171.
Gräber 157 ff.;
in Mykenä 182.
Grabhügel 159.
Grabsäule 159.
Griechen, Name 24 f.;
Stämme 25 ff.
Gymnasienvorstandschaft 103.
Gymnasion in Olympia 199.
Gytheion, spartanischer Kriegshafen 43.
Häfen Athens 135 f.
Hafenbörse in Athen 105.
Hafengebühr 101.
Halbbürger in Sparta 30.
Harmosten in Sparta 28.
Haus, griechisches 138 ff.
Heerwesen, spartanisches 41 ff.;
athenisches 131 ff.
Hegemonie 164.
Heiratsvertrag 153.
Hekate 114, 204.
Hekatombaion 118.
Hekatompedos 184, 190.
Heliaia 56, 64, *87* ff.
Heliast 87.
Helikon 16.
Hellanodikai 171 f., 174.
Hellas, Name 25;
Orographie 13 ff.;
Hydrographie 17 f.
Hellenen, Name 25.
Hellenotamien 82, 165.
Heloten 28, *29*.
Henker in Athen 105.
Heratempel in Olympia 198.
Hermes des Praxiteles 198.
Herodes Attikus, Odeion des H. in Athen 130, 194;
Exedra des H. in Olympia 198.
Heroenkult 115.
Hetärien in Athen 66.
Hieromnemones 162.
Hierophant, Hierophantin 116.
Himation 148, 151.
Himmelserscheinungen 108.
Hinrichtung in Athen 106.
Hipparch 59.
Hipparmosten in Sparta 43.
Hippeis in der Solonischen Verfassung 55.
Hippias 59.
Hippodrom in Olympia 197.
Hochzeit 153 f.
Hof des griechischen Hauses 139, 140, 142.
Holzbau, ältester, d. griech. Tempel 198 f.
Holzschnitzbilder 106.
Hopletes in Attika 46.
Hopliten in Sparta 41 ff.;
in Athen 135.
Hoplitenschlacht 43 ff.
Hörige in Attika 52.
Humann 202.
Hut auf Reisen 153.
Hydrographie von Griechenland 17.
Hylleer 30.
Hymettos 16.
Jahresanfang in Attika 118.
Iakchos 117.
Iktinos, Baumeister 189.
Indoeuropäische Völkerfamilie 23.
Inkubation 111.
Inschriften 13.
Invalidenunterstützung in Athen 103.
Ionier 25 f.;
Mundart 26;
Phylen 46.
Iphigenie, Opferung der I. 115.
Isotelie 73.
isthmische Spiele 168 f.
Kalender, attischer 118 ff.
Kallikrates, Baumeister 189.
Kallynterien 122.
Kampfrichter im Theater 124;
in Olympia 171, 174.
Kantharoshafen 136.
Karyatide vom Erechtheion 152.
Karyatidenhalle 192.
Kastri 111.
Kekropia, Burg von Athen 46.
Keryx 116.
Kirchweihen 120.
Kithäron 16.
Klage, öffentliche, in Athen 89.
Kleidung 146 ff.
Kleisthenes 59 ff.
Kleomenes 32.
Klima Griechenlands 18 f.
Kodros, König 45.
Komödie 122.
Könige in Sparta 32 ff.;
in Athen 47 f.
Königtum, heroisches 47 f.
Konistra 125.
Kontermarsch 42.
Kopaissee 16.
Kopfbedeckung 153.
Kopfsteuer der Sklaven 101.
Kopftuch 149.
Korenhalle am Erechtheion 192.
Körperteile, Nachbildungen von K. geweiht 111.
Kothurn 128, 131.
Kranz, als Auszeichnung in Athen 74;
der Ratsherren 82;
der Beamten 84.
Kreiseinteilung Attikas 60 f.
Krepis 189, 202.
Kriege in ältester Zeit 160.
Kriegsflotte, athenische 136.
Kriegsgeschrei 44.
Kriegshafen, spartanischer 43;
athenischer 136.
Kriegskasse der Athener 69.
Kriegsschifführung 104, 137.
Kriegswesen in Sparta 41 ff.;
in Athen 131 ff.
Kriegszahlmeister 82.
Kriminalpolizei 105.
Krongut 48.
Kronien 118.
Krypteia 29.
Kultbild 106.
Kultgenossenschaften in Attika 61.
Kultstätten 106 f.
Kultus in Attika 106 ff.
Kupfermünzen 98.
Kuppelgräber 157, 182.
Küster 108.
Kykeon 117.
kyklopische Mauern 178 f., 183.
Kyllene 16.
Lager der Spartaner 43.
Lakedaimonier 30.
Lämpchen 143.
Landesheroen Attikas 61.
Laurion, Silberbergwerke 21, 97, 101.
Lebadea 112.
Leibrock 148, 151 f.
Leichtbewaffnete in Sparta 42;
in Athen 135.
Leiturgia 103 f.
Lenaien 120, 123.
Lendenschurz 148.
Leonidaion in Olympia 199.
Leuchtpfannen 143.
Leuktra, Aufstellung bei L. 44.
Literaturlehrer 156.
Lochagos in Sparta 41;
in Athen 134.
Lochos in Sparta 41, 42;
in Athen 134.
Logeion, Sprechbühne 126.
Logisten in Athen 84.
Löhnung s. Sold.
Losung der Ämter in Athen 55, 64, 82.
–– der Priesterämter 108.
Löwentor von Mykenä 181 f.
Luxus in der Kleidung 150 f.
Lykaien, Zeusfest 115.
Lykurg, spart. Gesetzgeber 28.
–– Athener 69, 125.
Lysimachos 200.
Mahlzeiten in Sparta 40.
Männersaal 130, 140;
in Tiryns 178.
Marktmeister in Athen 104.
Marmor 22.
Marschkolonne 42.
Marschlieder 43.
Masken der Schauspieler 131.
Maße, Längen-, Flächen- und Hohlmaße 95 f.
Mauern, kyklopische 178 f., 183;
die langen M. Athens 136.
Maulbeerbaum 21.
Medimnos 55, 96.
Medon, Sohn des Kodros 49.
Meineid 112.
Meldeklage 78 f.
Menschenopfer 115.
Metöken in Athen 72 f.
Metopen des Parthenon 190.
–– des Zeustempels in Olympia 197.
Metretes 55, 96.
Metroon in Athen 77;
in Olympia 197 f.
Mine 97, 98.
Mineralien 21.
Minyer 23.
Mischkessel 143.
Mnesikles, Baumeister 188 f.
Mobilmachung in Sparta 37;
in Athen 132 f.
Mora im spartanischen Heer 41.
Munychien, Artemisfest 121.
Münzwesen 96 ff.
Musiklehrer 156.
Mütze aus Filz oder Leder 153.
Mykenä 181 f.;
mykenäische Periode 23 f.
Myrtenkranz des Redners 75;
der Ratsherren 81.
Mysterien 115 ff.;
eleusinische 116 ff.
Naos 106.
Nationalfeste 168 ff.
Nauarchos 43, 167.
Nausinikos, Archon 102.
nemeische Spiele 168 f.
Nero, Palast des N. in Olympia 197.
Niesen als Vorbedeutung 108.
Nike, Tempel der Athena N. 189.
–– des Paionios 196.
Nomotheten 68.
Oben in Sparta 30.
Obolos 98.
Odeion des Perikles 130;
des Herodes Attikus 130, 194.
Ölbaum 20.
Oligarchie von 411 in Athen 66 f.
oligarchische Klubs in Athen 66.
Olympia 194 ff.;
olympische Spiele 169 ff.
Olympiadenzählung 170.
Olympienfest in Athen 121.
Olympos 15.
Opfer 112 ff.;
Opferbesorger 108;
Opfergerste 113;
Opferherd 107;
Opferschau 109;
Opferschmaus 114;
Opfertier 113.
Opisthodomos 106, 184.
Orakelstätten 109 ff., 170.
Orchestra 125 ff.
Orestie 123.
Orgeonen 61.
Orographie von Hellas 13 ff.
Oschophorien 119.
Ostrakismos *62*, 74, 76.
Öta 15.
Palästra in Olympia 199.
Palladion, Bild 106;
Heiligtum 93.
Pamphyler 30.
Panathenäen 118 f.
Pannychis 119.
Parabyston 89.
Paraler in Attika 57.
Paralos, Staatsschiff 138.
Paraskenia 125, 130.
Parnaß 15.
Parnes 16.
Parodoi 130.
Parthenon 189 ff.
Patrone der Metöken 72.
Pediaker in Attika 57.
Peiraieus 135 f.
Peisistratos, Tyrann 57;
Regierung 58.
Pelasgikon in Athen 184.
Pelops 170.
Peltasten 135.
Pentakosiomedimnen 55.
Pentekontoroi 136.
Pentekosteren, Pentekostyen 41.
Pentelikon 16.
Penteren 137.
Peplos 110, *149*.
Pergamon 200 ff.
Periaktoi 130.
Perikles’ Bauten 187 ff.
Periöken 28 f.
Peripoloi 132.
Peristyl 190.
Pflanzenwuchs in Griechenland 18 f.
Phasis 90.
Pheidias, Athenabild auf der Akropolis 190;
Zeusbild in Olympia 196.
Philetairos 200.
Philippeion in Olympia 199.
Philopömen 167.
Phönizier 24.
Phratriarchos in Attika 47.
Phratrien in Sparta 30;
in Attika *46* f., 61, 73.
Phreatto 94.
Phylen, altdorische, der Spartaner 30;
lokale, in Sparta 30;
ionische, in Attika *46*, 61;
attische, seit Kleisthenes 60 f.;
Namen 61, 70.
Phylenvorsteher 61.
Pindos 15.
Plynterien 122.
Polemarch in Sparta 41;
Archon P. in Athen s. Archon.
Polis 183.
Polizei in Athen 71, 102.
Poros 21.
Priester 107 f.
Privatklage 89.
Probole *78*, 90.
Prokles 32.
Promachos, Statue der Athena P. 187.
Pronaos 106.
Propheten in Delphi 110.
Propyläen in Athen 188 f.;
in Tiryns 177.
Proskenion 126.
Prostasis 192.
Prostates in Athen 72.
Protagonisten 124.
Proxenos 72, 160 f.
Prozession an den Panathenäen 119;
nach Eleusis 117.
Prozeßgang in Athen 90 ff.
Prozeßrede 93.
Prytaneion, Speisung im P. in Athen 74;
in Olympia 175, 199;
Gerichtsstätte am P. 94.
Prytanen in Athen 80 f.
Pyanepsien 119.
Pylagorai 162 f.
Pylaia 162 f.
pylische Amphiktyonie 162 f.
Pyrrhiche 119.
Pythia 110.
Pythioi in Sparta 33.
Pytho (Delphi) 110;
pythische Spiele 168 f.
Python 110.
Quellen, heiße, in Griechenland 14.
Quellen der griech. Altertumskunde 12 f.
Rat in Sparta (Gerusie) 34 f.;
bei Homer und in Athen in ältester Zeit 48;
seit Drakon (?) 52;
seit Kleisthenes 62;
R. der 400 im Jahr 411 66 f.;
R. der 600 70;
Befugnisse 80 ff.
Rathaus 81.
Ratsschreiber 81.
Rechenschaftsablegung der Beamten 83 f.
Rechnungsbehörde 84.
Rechtswesen in Athen 84 ff.
Regatta 119.
Regenmenge in Griechenland 19.
Reichsschatzmeister i. Athen 82.
Reiterei in Sparta 42 f.;
in Athen 134.
Rhapsoden 118 f.
Rhetoren 157.
Ringkampf 172 f.
Ringschule 156.
Ritter in Sparta 42.
Salaminia, Staatsschiff 138.
Sandalen 153.
Satyrn 122;
Satyrspiel 123.
Schattendächer 139.
Schatzhaus des Atreus 182.
Schatzhäuser in Olympia 197.
Schatzmeister der hl. Schätze 108.
Schätzung (vor Gericht) 92.
Schaugeld in Athen, Einführung 65;
Kasse 69;
Behörde 82;
Betrag 65, 102, 124.
Schauspieler 124.
Scherbengericht 62, 74, 76.
Schiedsrichter in Athen 87.
Schierlingstrank 106.
Schiffahrt 22, 138.
Schiffsbaumeister 82.
Schiffsbauplätze 136.
Schiffshäuser 136.
Schildabzeichen der Spartaner 41.
Schildknappen 41.
Schlacht, gewöhnlicher Verlauf 43 ff.
Schlachtgesänge 43 f.
Schlachtopfer 109.
Schlachtordnung, schiefe, des Epameinondas 44.
Schneefall in Griechenland 19.
Schuhe 153.
Schuldknechtschaft in Attika 52 f.; 53 f.
Schulprüfungen 157.
Schulunterricht 155 ff.
Schutzbürger in Athen 72.
Schutzgeld 72, 101.
Schwenkungen (militärische) 42.
Schwerbewaffnete in Sparta 41;
in Athen 135.
Sechstler in Attika 52.
Seebund, 1. attischer 163, *164* f.;
2. attischer 165 f.
Seelenkult 114 f.
Seeraub 160.
Seeschlacht 138.
Seesoldaten 137.
Seher 109.
Seide 21 A.
Seisachtheia 53 f.
Sessel 143.
Siegerstatuen 175.
Siegeslieder 175.
Siegeszeichen 45.
Silbergewinnung, besonders in Laurion 21, 97, 101.
Silbermünzen 97 f.
Skene 128.
Skias in Athen 80.
Skirophorien, Athenefest 122.
Sklaven in Athen 71.
Skytale 37.
Skythen, Polizei in Athen 71, 102.
Sold 64;
der Hopliten und Matrosen 103;
der Reiter 103;
der Polizei und der Unterbeamten 102.
Söldner in Sparta 42.
Söldnerwesen 135.
Solon 53 ff.
Sophisten 157.
Sophokles im Lateran 151.
Souveränität des athenischen Volkes 68, *77*.
Sparta, Entstehung 27 f.;
Kriegerstaat 28;
Bevölkerung 28 ff.;
Königtum 32 ff.
Spartiaten 30 ff.
Speerwurf 174.
Speisung im Prytaneion 74, 175, 199.
Spiele, isthmische, nemeische, pythische 168 f.;
olympische 169 ff.
Spruchorakel 110.
Staatenvereine 163 ff.
Staatsarchiv in Athen 77.
Staatsgastfreund 160 f.
Staatsleistung (Leiturgia) 103 f.
Stadion, Längenmaß 95;
in Olympia 197.
Städtebund, achäischer 166 ff.;
böotischer, dorischer, ionischer 163.
Stämme s. Phylen.
Stammkönige in Attika *47*, 94.
Stammrolle in Athen 132 ff.
Steinkolosse in Tiryns und Mykenä 180.
Steuerkapital 102.
Steuern 101 f.
Steuersatz, degressiver 101 f.
Steuerverbände 102.
Strategen in Athen 62, 134 A.;
in römischer Zeit 71.
Sühneopfer 115.
Symmorien 102.
Synoikien 118.
Synoikismos des Theseus 45.
Syssitien in Sparta 40.
Taggeld der Archonten 102;
der Geschworenen 64;
der Ratsherren 64 f.;
für den Besuch der Volksversammlung 65.
Taktik der Spartaner 41 f.;
der Athener 134.
Talent 97, 98.
Taygetos 17, 39.
Tempel 106;
Tempelbezirk 107;
Tempelsklaven 108;
Tempelvereine 161 ff.;
Tempelwächter 108.
Temperatur in Athen 18.
Tennenfest 120.
Teos, Schule in T. 156 f.
Tetartemorion 97.
Tetradrachmon 97.
Thalamiten 137.
Thargelien 122.
Theater 125 ff.
Theokoleon in Olympia 199.
Theologeion, Götterbühne 131.
Theorikon s. Schaugeld.
Theseus 45;
Theseusfest 119.
Thesmophorien 120.
Thesmotheten, Einsetzung 49;
Funktionen 85 f.;
revidieren die Gesetze 79.
Thessalien 15.
Thetes in der Solonischen Verfassung 55.
Tholos, Amtslokal der Prytanen 61, 80;
bei Gräbern 182.
Thraniten 137.
Thrasybul 67.
Thymele 125.
Tiryns 176 ff.
Tongefäße 143 f.
Totenfeste 119, 120 f., 159.
Totenklage 158.
Totenorakel 112.
Tragödie 122 f.
Trajantempel in Pergamon 207.
Trankopfer 113.
Träume 108;
Traumdeuter 108;
Traumgesichte 111;
Traumorakel 111.
Triakontoroi 136.
Tribus in Attika 60.
Tributbezirke 165.
Tribute der Bundesgenossen 101, 165.
_ triclinium_ 143.
Trierarchie 104, 137.
trierarchische Verbände 104.
Trieren 136 ff.
Trinkhorn 144.
Trinkschale 143 f.; 146.
Tritagonisten 124.
Trittyen in Attika 60.
Trophonios 112.
Turnlehrer 132, 156.
Tyrannis 57 f.
Tyrtaios 43 f.
Unsterblichkeitsglaube 111, 114 f., 118, 159.
Unterricht 155 ff.
Unterweltseingänge 112.
Urheimat der indoeuropäischen Völkerfamilie 23.
Vasenbilder 13, 144 ff.
Vegetarianismus der Griechen 21.
Verbrennung der Toten 158 f.
Verfolgung des geschlagenen Feindes 45.
Verkäufer, staatliche 103.
Vermögenstausch 104.
Vermögensumlage 101.
Verpflegungsgelder 103.
Viereck, militärisches 42.
Viertelsmeister 104.
Vierzigmänner in Athen 86 f.
Vogelflug 108.
Volksbeschlüsse, Form der athenischen V. 76.
Volksversammlung in Sparta 38 f.;
in Athen 68, *74* ff.
Vorgeschichte der Griechen 23.
Voruntersuchung 91.
Vulkane 14.
Waffen 41, 135.
Waffentanz 119.
Wagenrennen 173 f.
Wahl der Beamten in Athen 52, *82*;
in Sparta 35.
Währung, äginetische 54, *97*;
attische 98;
euböische 54, *97*.
Wälder in Griechenland 19, 21.
Wasseruhr 91.
Webstuhl 150.
Weihgeschenke, auf der Akropolis 103;
in Olympia 196, 197.
Weinbau in Griechenland 20.
Weisen, die sieben W. 53.
Weitsprung 174.
Wendungen (rechtsum, linksum) 42.
Werftaufseher 137.
Werften 136.
Wettkämpfe 168 f.;
Aufwand in Athen 102.
Wettlauf 172.
Widerklage 91.
Wiederaufnahme des Verfahrens 92.
Wohltäter, Ehrentitel 73.
Wohngebäude 139 ff.
Wohnungseinrichtung 142 ff.
Wucher, Geld- 53;
Korn- 105.
Wunderkuren 111.
Xenophanes von Kolophon 175.
Xerxes’ Einfall in Griechenland 186.
Zeichenorakel 109.
Zeltgenossenschaften in Sparta 40.
Zeughäuser 136.
Zeusaltar in Olympia 198, 171;
in Pergamon 202 f.
Zeusbild in Olympia von Pheidias 196.
Zeusstatuen in Olympia 197.
Zeustempel in Olympia 196.
Zivilgerichtsbarkeit in Athen 51.
Zölle 101 f.
Zollpächter 101.
Zucht in Sparta 39 ff.
Zuchtmeister in Athen 132.
Zwischenschwur 77.
Zygiten 137.
*GRIECHISCHES REGISTER.*
_ ἄγαλμα_ 106.
_ ἀγέλαι_ in Sparta 39.
_ ἀγορανόμοι_ 104.
_ ἀγωγή_, Zucht in Sparta 39 f.
_ ἀγών_, Wettspiel 168 f.
– _ες χρηματῖται_, _στεφανῖται_ 169.
_ ἀγών_, Prozeß 89.
– _ες τιμητοί_, _ἀτίμητοι_ 92.
_ ἄδεια_ 76.
_ ἀδύνατοι_ 103.
_ ἄδυτον_ 106.
_ Ἀθηνᾶ φρατρία_ 47.
_ αἴδεσις_ 95.
_ αἴθουσα αὐλῆς_ 139.
– _δώματος_ 139,
in Tiryns 178.
_ αἱμακουρία_ 114.
_ αἱματία_ 40.
_ αἱρεῖν_, überführen 89.
_ ἀκονιτί_ 172.
_ ἀκόντια_, _ἀκοντιστής_ 135.
_ ἀκρόπολις_ 183.
_ ἅλαδε μύσται_ 117.
_ ἀλαλά_ 44.
_ ἁλτῆρες_ 174.
_ Ἁλῷα_ 120.
_ ἁλῶναι_, verurteilt werden 89.
_ ἀμπεχόνιον_ 152.
_ ἀμφιθαλὴς παῖς_ 174.
_ ἀνάκρισις_ 91.
_ ἀνδρεῖα_, Mahlzeiten in Sparta 40.
_ ἀντιγραφή_ 91.
_ ἀντίδοσις_ 104.
_ ἀντιτιμᾶσθαι_ 92.
_ ἀπαγωγή_ 90.
_ ἀπέλλα_, Volksversammlung in Sparta 38 f.
_ ἀπογραφή_ 90.
_ ἀποδείξεις_ 157.
_ ἀποδέκται_ 103.
_ Ἀπόλλων ἀγυιεύς_ 106.
– _δελφίνιος_ 94.
– _πατρῷος_ 47.
_ ἀποτυμπανίζω_ 106.
_ ἀποφεύγω_, werde freigesprochen 89.
_ ἀρδάνιον_ 158.
_ Ἄρειος πάγος_, Name 50.
_ ἡ βουλὴ ἡ ἐξ Ἀ. π._, s. Areopag.
_ ἀρχαγέται_, Titel der Könige in Sparta 33.
– in Attika 61.
_ ἀρχιθεωρία_ 104.
_ ἀρχιτέκτονες ἐπὶ τὰς ναῦς_ 82.
_ ἄρχων τοῦ γένους_ in Attika 47.
_ ἄρχων βασιλεύς, ἐπώνυμος, πολέμαρχος_, s. u. Archon.
_ ἀστυνόμοι_ 104.
_ ἀτέλεια_ 73, 74.
_ ἀτιμία_ 74.
_ αὐλή_ 139, 140, 142, 177.
_ αὐλῳδία_ 169.
_ αὐτόχθονες_ in Attika 45.
_ ἄψυχα_ 94.
_ βάλανος_ 88.
_ βασίλιννα_ (_βασίλισσα_) 85.
_ βαφά_, Blutsuppe in Sparta 40.
_ βῆμα_, Rednerbühne 75.
_ βοῦαι_ in Sparta 39.
_ βούλευσις_ 94.
_ βουλευτήριον_ 81, 199 f.
_ βουλή_ s. Rat.
_ βροντεῖα_ 131.
_ βωμός_ 107.
_ γενέσια_ 159, 119.
_ γένη_ in Attika 46 f.
_ γεννῆται_ in Attika 46.
_ γραμματεύς_ im achäischen Bund 167.
– _τῆς βουλῆς_ 81.
_ γραμματικός_ 156.
_ γραμματιστής_ 155.
_ γραμματοδιδάσκαλος_ 156.
_ γραφὴ ἀστρατείας, δειλίας, λειποταξίου_ 135.
_ ξενίας_ 74.
_ παρανόμων_ 77.
_ γυμνασιαρχία_ 103.
_ γυμνασίαρχος_ 156.
_ γυμνῆτης_ 135.
_ γυμνός_ 152.
_ δάκτυλος_ 95.
_ δαλίον_ 113.
_ δαμιοργοί_ 167.
_ δήμιος_ 105.
_ δημόσιοι_ 71.
_ δημόται_ 60.
_ διαγνῶναι_ 86.
_ διαιτηταί_ 87, 90.
_ διαμαρτυρία_ 91.
_ διαμαστίγωσις_ 40.
_ δίαυλος_ 172.
_ διδάσκαλος_, dramat. Dichter 123 f.
_ διέκπλους_ 138.
_ δικασταί_ 87 ff., _οἱ κατὰ δήμους_ – 86 f.
_ δικαστήριον_ 87.
– _φοινικοῦν, βατραχιοῦν_ 89.
_ ἠγεμονία τοῦ_ – 84, 86.
_ δίκη_ 89.
– _ἀγαμίου_, _ὀψιγαμίου_ 31.
_ δίκαι ἔμμηνοι_ 86.
_ διοίκησις, ὁ ἐπὶ τῇ – ει_ 82. 103.
_ Διονύσια, τὰ μεγάλα, τὰ ἐν ἄστει_ 121.
_ τὰ κατ’ ἀγρούς_ 120.
_ διόρθωσις τῶν νόμων_ 79.
_ διοσημία_ 77.
_ δίφρος_ 143.
_ διωβελία_ 65.
_ διώκειν_, anklagen 89.
_ διωμοσία_ 91.
_ δοκιμασία_ 64, 83.
_ δόλιχος_ 172.
_ δοῦλοι οἰκογενεῖς, οἰκότριβες_ 71.
_ ὠνητοί_ 71.
_ δραχμή_ 98.
_ δρόμος_ bei Gräbern 182.
_ δρόμος ὁπλιτῶν_ 174.
_ δωδεκάπολις_ 163.
_ ἐγγύησις_ 153.
_ ἔγκτησις γῆς καὶ οἰκίας_ 72.
_ ἔθνη_, Berufsstände in Attika 52.
_ εἰσαγγελία_ 78, 90.
_ εἰσαγωγεῖς_ 86.
_ εἰσφορά_ 72, 101.
_ ἐκεχειρία_ 117, 161, 171.
_ ἐκκλησίαι κύριαι_ 74.
– _σύγκλητοι, κατάκλητοι_ 75.
_ ἐκκύκλημα_ 131.
_ ἑκτεύς_ 96.
_ ἑκτήμοροι_ 52.
_ ἐκφορά_ 159.
_ ἐλελεῦ_ 44.
_ ἑλληνοταμίαι_ 82.
_ ἐμβατήριον_ 43.
_ ἐμβάτης_ 131.
_ ἔμβολον_ 137.
_ ἐμπορίου ἐπιμεληταὶ_ 105.
_ ἐναγίζειν_ 114.
_ ἔνδειξις_ 90.
_ ἕνδεκα, οἱ_, 105.
_ ἔνδυμα_ 148.
_ ἐνόδιοι σύμβολοι_ 108.
_ ἑξάπολις_ 163.
_ ἐξελιγμός_ 42.
_ ἐξωμίς_ 152.
_ ἐπιβάται_ 137.
_ ἐπίβλημα_ 148, 152.
_ ἐπιβολὰς ἐπιβάλλειν_ 82, 83.
_ ἐπίδειξις_ 175.
_ ἐπίδοσις_ 101.
_ ἐπιμαχία_ 161.
_ ἐπιμεληταὶ ἐμπορίου_ 105.
_ νεωρίων_ 137.
_ φυλῆς_ 61.
_ ἐπινίκια_ 175.
_ ἐπίσκοποι_ 165.
_ ἐπιστάτης τῶν προέδρων_ 81.
_ τῶν πρυτάνεων_ 80 f.
_ ἐπιστολεύς_ 43.
_ ἐπιστροφαί_ 42.
_ ἐπιτιμία_ 74.
_ ἐπιχειροτονία τῶν νόμων_ 79.
d. Beamten 74.
_ ἐπιψηφίζειν_ 76.
_ ἐπωβελία_ 92.
_ ἑστίασις_ 103.
_ ἐσχάρα_, Opferherd 107.
_ ἑταιρίαι_ in Athen 66.
_ εὐεργέτης_, Ehrentitel 72.
_ εὔθυνοι_ 84.
_ εὐφημεῖτε_ 113.
_ ἔφεδρος_ 172.
_ ἔφεσις_, Berufung 56, 64, 87.
_ ἔφηβος_ 73.
_ ἐφήγησις_ 90.
_ ἔφοροι_ in Sparta 36 ff.
_ Ζεὺς ἑρκεῖος_ 47, 139.
_ Λυκαῖος_ 115.
_ μαιμάκτης_ 120.
_ ξένιος_. 160.
_ ὅρκιος_ 112, 200
_ φράτριος_ 47.
_ ζυγόν_, Glied der Phalanx 42.
_ ζωμός, ὁ μέλας_ 40.
_ ζώνη_ 149.
_ ἡγεμονία τοῦ δικαστηρίου_ 84, 86.
_ ἡλιαία, ἡλιαστής_, s. Geschworenengerichte.
_ θάλαμος_ 154.
_ θεσμοθέται_, s. Thesmotheten.
_ θεωρία_ 171.
_ θεωρικόν_, s. Schaugeld.
_ θίασοι_ 61.
_ θόλος_, s. Tholos.
_ θρῆνυς_ 143.
_ θρόνος_ 143.
_ θύειν_ 114.
_ θυμέλη_ 125.
_ θυρωρεῖον_ 140.
_ θυσίαι ἄγευστοι_ 114.
_ θώραξ_ 135.
_ ἱέρεια_ 107 f.
_ ἱερεύς_ 107 f.
_ ἱερόδουλοι_ 108.
_ ἱερομηνία_ 171.
_ ἱερόν_ 107.
_ ἱεροποιοί_ 108.
_ ἱεροσκοπία_ 109.
_ ἱκετηρίαι_ 75.
_ ἴκρια_ 128 f.
_ ἶλαι_ in Sparta 39.
_ ἱμάτιον_ 148, 151.
_ ἵππαρχος_ 134, 167.
_ ἱππεῖς_ in Sparta 42 f.,
in der Solon. Verfassung 55.
_ ἴρανες_ in Sparta 39.
_ ἰσοτέλεια_ 73.
_ ἱστίον_ 137.
_ κάνθαρος_ 144.
_ καταλογεῖς_ 134.
_ κατάστασις_ 134.
_ κέλης_ 174.
_ κενοτάφιον_ 158.
_ κεραυνοσκοπεῖα_ 131.
_ κερκίδης_ 129.
_ κιβώτια_ 142.
_ κιθαριστής_ 156.
_ κιθαρῳδία_ 169.
_ κλᾶρος_ in Sparta 30.
_ κλεψύδρα_ 91.
_ κλίνη_ 142 f.
_ κλίσεις_ 42.
_ κλισμός_ 143.
_ κνημῖδες_ 135.
_ κνίση_ 114.
_ κόθορνος_ 128, 131.
_ κοινόν_, Bund 163.
_ τῶν Ἀχαιῶν_ 166.
_ κόλπος_ d. Gewands 149.
_ κόσμος_ in Sparta 37.
_ κότινος_ 174.
_ κοτύλη_ 96.
_ κρατήρ_ 143.
_ κρήδεμνον_ 149.
_ κρήναι, ὁ ἐπὶ τὰς –ας_ 82.
_ κύαθος_ 96, 144.
_ κυβερνήτης_ 137.
_ κύλιξ_ 144.
_ κώνειον_ 106.
_ λαμπαδηφορία_ 103, 119.
_ λαμπτῆρες_ 143.
_ λάρνακες_ 142.
_ λειτουργία_ 103 f.
_ λεπτόν_ 98.
_ λήκυθος_ 143.
_ ληξιαρχικὸν γραμματεῖον_ 59.
_ ληξίαρχοι_ 75.
_ λίθος ἀναιδείας, ὕβρεως_ 95.
_ λογεῖον_ 126.
_ λογογράφος_ 91.
_ λόγον καὶ εὐθύνας διδόναι_ 83.
_ λοχαγός_ 41, 134.
_ λόχος_ 41, 42, 134.
_ λύχνος_ 143.
_ μαντεῖα_ 109 ff.
_ μέγαρον_ 139, 178.
_ μέδιμνος_ 96, 55.
_ μελίκρατον_ 113.
_ μετοίκιον_ 72, 101.
_ μετρητής_ 96, 55.
_ μνᾶ_ 97, 98.
_ μετρονόμοι_ 105.
_ μηρία_ 114.
_ μήτηρ μεγάλη_ 197.
_ μηχανή, θεὸς ἀπὸ μηχανῆς_ 131.
_ μισθὸς βουλευτικός_ 65.
_ δικαστικός_ 64.
_ ἐκκλησιαστικός_ 65.
_ στρατιωτικός_ 64.
_ μυστήρια_ 116.
_ ναός_ 106.
_ ναοφύλακες_ 108.
_ ναύαρχος_ 43, 167.
_ ναυμαχία_ 138.
_ ναυπῆγια_ 136.
_ ναῦται_ 137.
_ νεκρομαντεῖα_ 112.
_ νεωκόροι_ 108.
_ νεῶν ἅμιλλα_ 119.
_ νεώρια_ 136.
_ νεώς_ 106.
_ νεώσοικοι_ 136.
_ νῆες μακραί_ 136.
_ νομοθεσία_ 78 ff.
_ νομοθέται_ 68, 79.
_ νόμοι_ 78 ff.
_ νομοφύλακες_ 70.
_ νύμφη_, Braut 153.
_ νυμφίος_ 154.
_ νύσσα_ 173.
_ ξενηλασία_ 38.
_ ξόανα_ 106.
_ ὀβολός_ 98.
_ οἰωνος, οἰωνοσκοπία_ 108.
_ ὀλαί_ 113.
_ ὁμογάλακτες_ 46.
_ ὅμοιοι_ in Sparta 30.
_ ὀμφαλὸς Γῆς_ 110.
_ ὄνειρος_ 109.
_ ὀργεῶνες_ 61.
_ ὀργυιά_ 95.
_ ὅρκια τέμνειν_ 112 f.
_ ὅρκος_ 112.
_ ὅσιοι_ in Delphi 110.
_ ὀστρακισμός_ 62.
_ οὐλαί_ 113.
_ οὐλαμοί_ 43.
_ οὐλοχύται_ 113.
_ οὐραγοί_ 42.
_ παγκράτιον_ 173.
_ παιδονόμος_ 39, 156.
_ παιδοτρίβης_ 132, 156.
_ παλαισθή_ 95.
_ πάλη_ 172 f.
_ πανδημεί, πανστρατιᾷ_ 134.
_ πανηγύρεις_ 161.
_ παράβυστον_ 89.
_ παραγραφή_ 91.
_ παρανόμων γραφή_ 77.
_ παράνυμφος_ 154.
_ παρασκήνια_ 125 f., 130.
_ πάρεδροι_ 84.
_ παριέναι_, als Redner auftreten 75.
_ πάροδοι_ 130.
_ παστάς_ 140.
_ πελάται_ 52.
_ πελτασταί_, _πέλτη_ 135.
_ πέμματα_ 113.
_ πένταθλον_ 174.
_ πεντηκόντοροι_ 136.
_ περίβλημα_ 148.
_ περίπλους_ 138.
_ περίπολοι_ 132.
_ περίστυλος_ 142.
_ περόναι_ 149.
_ πέτασος_ 153.
_ πηδάλια_ 137.
_ πῆχυς_ 95.
_ Πιθοιγία_ 120.
_ πίθος_ 143.
_ πῖλος_ 153.
_ πλαισίον_ 42.
_ πλέθρον_ 95.
_ πληροῦν τὸ δικαστήριον_ 88.
_ πλήρωμα_ 137.
_ Πλουτώνεια_ 112.
_ πόλις_ 183.
_ πολῖται ποιητοί, δημοποίητοι_ 73.
_ πομπή_ 117, 119, 121.
_ πούς_ 95.
– _τετράγωνος_ 95.
_ πράκτορες_ 103.
_ πρᾶσιν αἰτεῖν_ 72.
_ προβολή_ *78*, 90.
_ προβούλευμα_ 81.
_ πρόγραμμα_ 74.
_ πρόδικος_ 33.
_ πρόδομος_ 139, 178.
_ προεδρία_ 74.
_ πρόεδροι_ 81.
_ πρόθυρον_ 139, 177.
_ προίξ_ 153.
_ προκρίνειν_ 55.
_ πρόξενος_ 72, 160 f.
_ πρόρρησις_ 94, 117.
_ προσκήνιον_ 126.
_ πρόσκλησις_ 90.
_ προστάτης_ 72.
_ προστῷον_ 140.
_ προσωπεῖα, πρόσωπα_ 131.
_ προχειροτονία_ 75.
_ πρύμνα_ 137.
_ πρυτανεῖα_, Gerichtsgebühren 91.
_ πρυτανεῖον_ s. Prytaneion.
_ πρύτανις_ 80 f.
_ πρῷρα_ 137.
_ πρωτοστάται_ 42.
_ πυγμή_ 173.
_ Πύθιοι_ in Sparta 33.
_ πυρκαϊά_ 93.
_ πωληταί_ 103.
_ ῥυτόν_ 144.
_ σηρικά_ 21.
_ σῖτηρέσιον_ 3.
_ σίτησις ἐν Πρυτανείῳ_ 74, 175, 199.
_ σιτοφύλακες_ 105.
_ σκέλη, τὰ_ 136.
_ σκευοθῆκαι_ 136.
_ σκηνή_ 128.
_ Σκύθαι_, Polizei in Athen 102.
_ σκυτάλη_ 37.
_ σπιθαμή_ 95.
_ σπλάγχνα_ 114.
_ σπολάς_ 135.
_ στάδιον_ 95, 197.
_ στήλη_ 159.
_ στίχος_, Rotte 42.
_ συγγραφεῖς_ 66, 79.
_ συλᾶν_ 160.
_ συλλογεῖς τοῦ δήμου_ 75.
_ σύμβολα_, Verträge 161.
_ σύμβολον_, Marke 75.
_ σύμβολοι ἐνόδιοι_ 108.
_ συμμαχία_ 161, 166.
_ συνέδριον_ 165.
_ συνήγοροι_ 79, 84.
_ σύνοδοι_ 124.
_ συντάξεις_ 165.
_ συνωρὶς τελείων ἵππων_ 173.
_ σύσκηνοι_ 40.
_ συσσίτια_ 40.
_ σφάγια_ 109.
_ σφενδονῆται_ 135.
_ σωμάτιον_ 131.
_ σωφρονιστής_ 132.
_ τάλαντον_ 98.
_ ταμίαι τ. ἱερῶν χρημάτων_ 108.
_ τ. στρατιωτικῶν_ 82.
_ ταξίαρχος_ 134.
_ τάξις_, Regiment 134.
_ τελεταί_ 116.
_ τέλη_ in der Solon. Verfassung 55,
Zölle 101.
_ τελῶναι_ 101.
_ τέμενος_, Krongut 48. Tempelbezirk 107.
_ τεταρτημόριον_ 98.
_ τετταράκοντα, οἱ_ 86 f.
_ τεχνῖται, οἱ περὶ τὸν Διόνυσον_ 124.
_ τιμᾶσθαι τῷ φεύγοντι_ 92.
_ τίμημα_, Buße 92.
Steuerkapital 102.
_ τιμητοὶ ἀγῶνες_ 92.
_ τόμια_ 112 f.
_ τοξόται_, Bogenschützen 135.
Polizei in Athen 71.
_ τραγῳδία_ 122.
_ τραῦμα ἐκ προνοίας_ 93.
_ τριακάδες_ in Attika 46.
_ τριάκοντα, οἱ_ 67.
_ τριακόντοροι_ 136.
_ τριηραρχία_ 104, 137.
_ τριήρης_ 136 ff.
_ τρόπαιον_ 45.
_ τύμβος_ 159.
_ ὑδρία_ 143.
_ ὑπασπιστής_ 41.
_ ὑπερβατήρια_ 43.
_ ὑπερῷον_ 140.
_ ὑπήκοοι_ 165.
_ ὑπομείονες_ 30.
_ ὑπωμοσία_ 77.
_ φάλαγξ_ 41 f.
_ φάρμακα_ 93.
_ φάσις_ 90.
_ φεύγω_, werde angeklagt 89.
_ φιάλη_ 143.
_ φιδίτια_ 40.
_ φοινικίς_ 41.
_ φόνος ἀκούσιος, ἑκούσιος_ 93.
_ φόροι_ 165.
_ φρατρία, φρατρίαρχος_ 46 f.
_ φρουρὰν φαίνειν_ 37.
_ φρούραρχοι_ 165.
_ φυλαί_ s. Phylen;
Schwadronen in Athen 134.
_ φύλαρχος_ 134.
_ φυλοβασιλεύς_ 47.
_ χαλκοῦς_ 98.
_ χειροτονία_ 76, 82.
_ χηλοί_ 142.
_ χιτών_ 148, 151 f.
_ χλαῖνα_ 148.
_ χλαμύς_ 152.
_ Χόες_ 120.
_ χοῖνιξ_ 96.
_ χοιρίναι_ 91.
_ χορὸν αἰτεῖν_ 124.
_ χοῦς_ 96.
_ χρηστήρια_ 109 ff.
_ Χύτροι_ 120.
_ ψήφισμα_, 78 ff.
– _ἐπ’ ἀνδρί_ 76.
_ ψῆφοι_ 76, 92.
_ ψιλοί_ 135.
_ ψυχομαντεῖα_ 112.
_ ὠβαί_ 30.