Egenolf trabte mit ganz anderen Gefühlen nach der St. Ulrichsburg
zurück als mit welchen er heute Morgen ausgeritten war. Er hatte das
Herz der Geliebten errungen, nein, sie hatte es ihm entgegengebracht,
hatte ihre Hand in seine gelegt mit dem Gelübde, treu bei ihm aushalten
zu wollen in Gefahr und Noth. Und das nicht in Unwissenheit oder
leichtsinniger Unterschätzung dessen, was sich feindlich zwischen
sie beide drängte und die Erfüllung ihrer Wünsche hemmen und hindern
wollte, sondern in klarer Erkenntniß der Schwierigkeiten, die sie
zu überwinden, und der harten Prüfungen, die sie voraussichtlich zu
bestehen hatten. Jetzt, wo er sich mit der Geliebten eins wußte, sollte
keine Macht der Erde stark genug sein, sie dauernd von einander zu
trennen.
So in sich selber gesichert und gehoben langte er auf der St.
Ulrichsburg an und stieg im Burghof vom Pferde, das er streichelte und
klopfte, leise zu ihm sprechend: »Hast mich zu meinem Glücke getragen,
laß mich immer auf Deinem Rücken zum Ziele meiner Wünsche kommen!«
Als er oben seine Mutter recht heiter begrüßte, schaute sie ihn prüfend
an und sagte: »Du bist heiß, hast wohl einen weiten Ritt gemacht?«
»Ja,« erwiederte er, still in sich hineinlächelnd, »einen sehr weiten.«
»Und es war wohl schön im Walde?«
»Ach, herrlich, Mutter!«
Er meinte das in ganz anderem Sinne. Vom Walde hatte er nichts gesehen,
obwohl er stundenlang darin gewesen war, und wie gern hätte er jetzt
der lieben Mutter erzählt, was er dort erlebt hatte! Er hatte ein
unbegrenztes Vertrauen zu ihr, aber das wagte er doch nicht. Ein so
wichtiges, in die obwaltenden Verhältnisse tief eingreifendes Ereigniß,
wie es seine Verlobung mit der Thierstein'schen Tochter war, würde und
konnte sie seinem Vater nicht verschweigen, und dieser würde den sehr
zur Unzeit und hinter seinem Rücken gethanen Schritt im höchsten Grade
mißbilligen. Über dessen Absichten in dem Streite mit dem Grafen Oswald
erfuhr er von seiner Mutter nichts. Entweder wußte sie selber nichts,
weil ihr sein Vater nichts darüber mitgetheilt hatte, oder er hatte ihr
Schweigen auferlegt, auch dem Sohne gegenüber. Imagina war die Einzige,
die sich vielleicht dazu herbeiließ, ihm noch weitere Eröffnungen oder
wenigstens Andeutungen über den Stand der Dinge zu machen, soviel sie
von ihrem Gatten eingeweiht war, und sie war auch die Einzige, der
er, weil sie auch ohne sein Bekenntniß von seiner Liebe wußte, sein
übervolles Herz ausschütten konnte. Er nahm sich daher vor, sie noch
an diesem Nachmittag auf Schloß Giersberg zu besuchen, um ihr Alles zu
sagen und sie um ihren treuen Rath in seiner bedenklich verstrickten
Herzensangelegenheit zu bitten.
Gegen Mittag kehrte Graf Schmasman von einem Ritt nach Hause zurück
und kam in augenscheinlich zufriedener und behaglicher Stimmung zu
Tische. Wo er gewesen war, sagte er nicht, aber seine ungewöhnliche
Gesprächigkeit wirkte auf die Seinigen anregend und erheiternd.
Egenolf, dessen Gedanken halb von Liebesglück erfüllt waren und halb
von Sorge, wie er es seinem Vater beibringen sollte, wurde immer
lebhafter und fröhlicher in der Unterhaltung, wobei er dem Weine
fleißiger zusprach als sonst.
Isabella setzte ihn in nicht geringe Verlegenheit mit der Frage, wo er
den ganzen Morgen gesteckt hätte, Hans Loder wäre dagewesen und hätte
ihn sprechen wollen.
»Hans Loder?« sagte Egenolf ohne auf die Frage nach seinem Verbleib zu
antworten, »was wollte der von mir?«
»Ich traf ihn draußen auf der Brücke,« erwiederte Isabella. »Er frug
erst nach dem Vater und dann nach Dir, war mißmuthig und wollte nicht
mit der Sprache heraus, welches Anliegen er hätte. Als ich jedoch in
ihn drang, gestand er mir, er wäre sehr unzufrieden darüber, daß Du
Seppele von Ottrott aus dem Thurme befreit hättest.«
»Das habe ich doch auf des Vaters Befehl gethan.«
»Das sagte ich ihm, aber er behauptete, das käme auch dem Vater nicht
zu, das wäre ein unerlaubter Eingriff in sein Richteramt und eine
Beeinträchtigung seiner Gewalt als Pfeiferkönig, die er sich nicht
gefallen ließe. Er würde sich den Seppele wieder herholen und ihn nicht
eher von Handen lassen, als bis er die ihm zugesprochenen neun Tage
Haft abgesessen hätte. Kurzum, er war sehr unwirsch.«
»Der Hans hat also einen gefährlichen Groll auf mich,« lachte
Schmasman. »Ich glaube, der wäre im Stande, seinen gnädigen Schutz- und
Lehnsherrn selber einzusperren, wenn ich mich von ihm einsperren ließe.«
»Er kommt vielleicht heute Nachmittag wieder,« fügte Isabella noch
hinzu.
»Da trifft er mich wieder nicht,« sagte Schmasman. »Ich muß heute
Nachmittag hinauf nach Hohrappoltstein und Giersberg, weil ich mit
meinen Brüdern zu reden habe.«
Diese Ankündigung machte nun einen Strich durch Egenolfs Rechnung. Wenn
sein Vater nach Giersberg ging, konnte er nicht dahin und mußte seinen
Besuch bei Imagina auf morgen verschieben. Einestheils war ihm dies
sehr unlieb, denn er brannte darauf, sich gegen Imagina auszusprechen;
anderntheils aber getröstete er sich damit, daß sein Vater den Oheimen
vielleicht eine wichtige Neuigkeit mitzutheilen hätte, die er, Egenolf,
dann hoffentlich morgen von Imagina erfahren würde.
Er suchte sich in Geduld zu fassen, aber die Ungeduld überwog in ihm,
und die Stunden des Tages vergingen ihm sehr langsam.
Am andern Morgen stieg er zu dem Felsenschloß empor und war so
glücklich, Imagina allein zu finden.
»Da kommt Einer, der sich stolz wie ein Sieger trägt!« Mit diesen
Worten empfing sie ihn gleich bei seinem Eintritt. »Wann ist's
geschehen? wo ist's geschehen? wie ist's geschehen? -- Mein Gott, so
antworte doch!«
»Gestern Morgen, im Walde, zu Pferde,« lachte er.
»Leontine ist Dein?«
»In Leben und Tod!«
»Horridoh! Waidmanns Heil!«
»Waidmanns Dank!«
»Weiß sie von der Fehde?«
»Alles. Fleckenstein hat es ihrem Vater hinterbracht.«
»Und nun?«
»Ja, und nun!«
»Wissen sie's schon auf der Ulrichsburg?«
»Nicht ein Wort!«
»Hm! -- ja, da ist guter Rath theuer.«
»Den mir von Dir zu holen komme ich her.«
»Könnt' ich Dir nur welchen geben!«
»Imagina,« -- er nannte die ihm an Jahren Nahestehende nicht Muhme,
obwohl sie die Frau seines Oheims war -- »Imagina,« sprach er, »Du
allein kannst mir rathen und helfen, denn Du wirst wissen, wie die
Sachen stehen, die man mir verhehlt.«
»Und da soll ich die Späherin und Verrätherin spielen, meinst Du?«
lächelte sie.
»Ungefähr so dacht' ich's mir,« erwiederte er. »Mir ist gestern eine
unheilvolle Verkündigung zu Theil geworden, und zwar von einer Seite,
von der ich's am wenigsten erwartet hätte, von Haschop.« Und nun
erzählte er ihr ausführlich das Abenteuer mit der Zigeunerin und deren
Prophezeiung.
Sie hörte ihm aufmerksam zu und sagte dann: »Das lautet allerdings
schlimm genug.«
»Es bedrückt mich schwer, so sehr ich mich auch sträube, ihr jedes Wort
zu glauben,« sprach er. »Aber da sie über Gegenwärtiges und Vergangenes
die Wahrheit sagte, muß ich fürchten, sie kennt auch viel von dem, was
die Zukunft birgt. Nun thu mir die Liebe und gieb mir Aufschluß über
das, was Dir zu Ohren gekommen ist. Mein Vater kehrte gestern Mittag
von einem weiten Ritt in froher Stimmung zurück. Ich vermuthe deßhalb,
daß sich irgend etwas ihm Angenehmes ereignet hat, daß eine seine
Wünschen entsprechende Wendung im Gange der Verhandlungen eingetreten
ist, von der Du doch wahrscheinlich durch Ohm Kaspar unterrichtet bist,
denn mein Vater war gestern Nachmittag hier bei euch.«
»Etwas Neues ist meines Wissens nicht vorgefallen,« erwiederte sie.
»Burkhards Rüstungen gehen sehr langsam von Statten, weil er sie in
großem Umfange betreibt und möglichst viel Bundesgenossen zu werben
bemüht ist. Dein Vater und seine Brüder wollen sich allerdings an der
Fehde gegen den Grafen Oswald betheiligen, aber nur zu dem Zwecke,
durch Entfaltung einer gemeinsam aufziehenden ansehnlichen Kriegsmacht
einen Druck auf ihn auszuüben, daß er sich zum Einlenken entschließt
und von Einführung der beabsichtigten Maßregeln im Wasgau völlig
absieht. Von einer Vertreibung der Thiersteiner aus der Hohkönigsburg
ist keine Rede, denn Dein Vater hat den festen Willen, den Gelüsten des
Herrn Burkhard entschieden entgegenzutreten.«
»Ich danke Dir herzlich für Deine Aufklärungen, die mich wenigstens
meiner ärgsten Befürchtungen entheben und mir wieder einige Hoffnung
einflößen,« sprach Egenolf. »Es ist freilich sehr die Frage, ob Graf
Oswalds Stolz es zulassen wird, sich vorgeschriebenen Bedingungen
zu unterwerfen, und ob auch in diesem Falle nicht eine dauernde
Verstimmung und Zwietracht zwischen ihm und seinen ihn zum Nachgeben
zwingenden Gegnern, also auch zwischen ihm und uns Rappoltsteinern
zurückbleiben wird.«
»Ja, da heißt es nun abwarten, Egenolf.«
»Abwarten! ein schwacher Trost für die Sehnsucht!«
»Einen anderen habe ich nicht,« erwiederte sie. »Bedenke, daß meine
Mittheilungen viel trostloser hätten ausfallen können.«
»O gewiß, gewiß! verzeihe mir! ich danke Dir nochmals,« sprach er und
drückte ihr die Hand zum Abschied.
Leichteren Herzens, als er hinaufgestiegen war, schritt Egenolf von
Schloß Giersberg wieder hinab, denn Imagina's Nachrichten waren doch
von ziemlich beruhigender Art gewesen. Danach lief die bevorstehende
Fehde mehr auf ein Drohen mit dem blanken Schwerte hinaus als auf ein
blutiges Zuschlagen, und er kannte seinen Vater gut genug, daß dieser
es nicht auf eine kränkende Demüthigung des Grafen Oswald anlegte,
sondern ihm den Rückzug so leicht und ehrenvoll wie möglich machen
würde.
Aber eine Demüthigung -- so sagte sich Egenolf beim Weiterwandern --
eine Demüthigung war und blieb es für den Grafen doch, wenn er schon
dem bloßen Drohen seiner Gegner weichen mußte und ohne Schwertstreich
zum Aufgeben seiner hochfliegenden Pläne gezwungen wurde. Und ließ
er es, uneingeschüchtert, auf eine Kraftprobe mit ihnen ankommen,
so stürzte er sich damit in ein höchst gefährliches Wagniß, bei dem
er Alles aufs Spiel setzte. Es würde eine langwierige Fehde geben,
so ungleich auch die Streitkräfte der beiden gegnerischen Parteien
vorläufig noch waren. Außer seinem Freunde Friedrich von Fleckenstein
und einigen mit bischöflichen Burgen belehnten Rittern hatte Graf
Oswald noch wenig Anhänger im Lande, auf deren Beistand im Kampf
er rechnen konnte. Und was wollte das gegen die vereinte Macht der
Rappoltstein und Rathsamhausen besagen!
Immer langsamer wurden Egenolfs Schritte auf dem Pfade bergab, und
bald ließ er sich auf einem umfänglichen Baumstrunk unweit des Weges
nieder, um ruhend seinen Gedanken nachzuhängen. Je klarer er sich hier
die Lage der Dinge vergegenwärtigte, desto schwerer fühlte er die
Bedrängniß seines Herzens, das mit der stolz ragenden Burg dort oben
auch all sein Glück und alle seine Hoffnung gefährdet wußte. Fügte sich
Graf Oswald nicht, so waren seine Tage auf der Hohkönigsburg gezählt,
und wenn Imagina behauptete, daß von der Vertreibung der Thiersteiner
keine Rede wäre, so war dies ein Irrthum ihrerseits, ein Mißverständniß
dessen, was Kaspar ihr darüber gesagt hatte, denn eine Bürgschaft, sie
unter allen Umständen auf der Hohkönigsburg zu halten, würden die drei
Brüder Rappoltstein niemals übernehmen. Im besten Falle konnten sie
beschlossen haben, nach einer Auseinandersetzung mit dem Grafen Oswald
nicht zu gestatten, daß die Hohkönigsburg dennoch von ihm geräumt oder
ihm mit Waffengewalt genommen würde, nur um dem ehrgeizigen Verlangen
Burkhards Genüge zu thun und ihn als Herrn und Gebieter in das mächtige
Bergschloß einziehen zu lassen. Und selbst wenn ein derartiger Beschluß
gefaßt worden war, so wurde damit doch nicht der Ausbruch der Fehde
verhindert, die, wie sie auch verlaufen mochte, leicht eine dauernde
Feindschaft zwischen den beiden Grafengeschlechtern Thierstein und
Rappoltstein zur Folge haben konnte.
Wo blieben nun vor dem bitteren Ernst der Wirklichkeit die beruhigenden
Versicherungen Imagina's, die ihm von ihren Lippen so fröhlich
geklungen hatten wie ein Vogellied aus durchsonntem Wipfel. Sie hatte
ihn damit nicht einschläfern wollen, hatte in ihrem leichten Sinne, mit
dem sie Alles im rosigsten Lichte sah, das selber geglaubt, was sie ihn
hatte glauben machen wollen, damit er sich sorglos seines Liebesglückes
freuen sollte. Als ihm nun ihre hoffnungsvollen Tröstungen gleich
täuschenden Luftspiegelungen zu Nichts zerflossen, da drängten sich
ihm wieder die düsteren Prophezeiungen der Zigeunerin auf, die mit
schwerem Unheil drohten.
Imagina und Haschop, -- wie die gute und die böse Fee in alten Mären
kamen ihm die Beiden vor. Die Eine, die Blonde, mit ihrem heiteren
Wesen, die ihm das denkbar Beste und Liebste gönnte und ihm lächelnd
beistand, es zu erreichen, und die Andere, die Schwarze, die ihm mit
grausamen Verwünschungen in den Weg trat und ihm Glück und Freude
tückisch zu stören suchte.
Egenolf war kein Kopfhänger und Träumer, der leidend und klagend müßig
über sich ergehen ließ, was ihn traf; aber hier war er rathlos. Was
sollte er thun? Konnte er den Ausbruch einer Fehde hemmen, zu der sich
die mächtigsten Burgherren des Wasgaues rüsteten? Von dem Augenblick
an, wo das Schwert das Wort hatte, mußten alle persönlichen Rücksichten
schweigen, dann hieß es nur noch: hie Thierstein! hie Rappoltstein! Die
einzige Möglichkeit, den Dingen in letzter Stunde noch eine friedliche
Wendung zu geben, sah er darin, daß die beiden feindlichen Grafen,
wenn sie von der Liebe ihrer Kinder hörten, vielleicht anderen Sinnes
und einer Einigung geneigter würden. Wie, wenn er zu seinem Vater
ginge und ihm Alles gestünde? Ganz ohne Einfluß auf dessen Beschlüsse
konnte die Nachricht von der Verlobung des Sohnes mit der Tochter
des Gegners nicht bleiben. Aber das eben war es, was Egenolf von dem
Schritte zurückhielt. Er durfte seinem Vater nicht in den erhobenen Arm
fallen, ihn durch keine Bitte, keine noch so bescheidene Vorstellung
zu bewegen suchen, etwas Anderes zu thun, als was der Vielerfahrene für
recht und nothwendig hielt. Und außerdem wollte er ihm das schmerzliche
Bewußtsein ersparen, gegen den Herzenswunsch und das höchste Glück
seines einzigen Sohnes kämpfen zu müssen. Darum beschloß er, sein
Verlöbniß mit Leontinen seinem Vater so lange zu verhehlen, als nicht
etwa Ereignisse eintraten, die ihm ein offenes Bekenntniß zu einer
Pflicht der Ehre oder der Liebe machten. Auf Leontinens Einverständniß
mit diesem Entschlusse, auch ihrem Vater gegenüber, hoffte er
zuversichtlich.
Seine Züge hellten sich auf, als er an das verabredete Stelldichein mit
der Geliebten dachte. Er sah sie im Geiste schon mit ihrer schlanken,
blühenden Gestalt zu Rosse vor sich, wie sie ihn beim Zusammentreffen
mit liebreizender Anmuth begrüßte, wie ihre großen Augen ihn freudig
anblitzten, ihr Goldhaar im Winde flatterte, und hörte die klangvolle
Stimme ihres verführerischen rothen Mundes. Er nahm sich vor, mit ihr
oder vielmehr mit ihrem Pferde besondere Reitübungen anzustellen zu dem
Zwecke, daß sich Daphne das Scheuen abgewöhnte und keine Seitensprünge
machte, sondern in ruhigem Schritt blieb oder muckstill stand, wenn er
der Reiterin nahe kam und sich vom Sattel aus zu ihr hinüberbog. Dieses
ihn sehr ergötzlich dünkende Kunststück wollte er mit Hilfe Leontinens,
auf deren Sicherheit in der Zügelführung er sich verlassen konnte,
so lange versuchen, bis es Daphne begriffen hatte, und dann würden
sie beide schon dafür sorgen, daß es das gelehrige Thier nicht wieder
vergaß.
Er selber aber vergaß Fehde und Feindschaft über dem ihn ganz
beherrschenden Gedanken an seinen nächsten Ritt mit Leontinen. Zwei
Tage waren es noch bis zum Wiedersehen, zweimal vierundzwanzig Stunden!
-- nein, soviel waren es, von jetzt gezählt, schon gar nicht mehr.
Das Herz wieder voll Hoffnung, von der er selber nicht wußte, woher
sie kam, erhob er sich von dem Eichenstrunk und wanderte mit langen
Schritten bergunter zur väterlichen Burg.