Gleichwie ein steuermann,
Durch banke und durch klippen,
Nicht hört das sturmlied an,
Noch auf Sirenenlippen,
So dass auf sich’rer bahn
Sein schiff geht wohlbethan,
Und er so noth wie tod vergisst,
Bis “Hurah!” laut von wall ihn grüsst:
So geht der Musensohn,
Nach vielem bücherlesen,
Wo erudition
Sein mühsam ziel gewesen,
Aus _Leidens_ wildem saus
In ’s liebe vaterhaus,
Wo freude auf dem antlitz blinkt,
Und “Wilkomm!” ihm entgegen klingt.
Heil, neffe theuer mir!
Glücklich bist du gelandet;
Die see ist hinter dir:
Dein schiff ist nicht gestrandet.
Du jagtest stillem glücke nach,
Das zeit und neid nicht tilgen mag.
Die ehre, die nichts kann bedrohn.
Dies, Petrus, ist dein höchster lohn.
Ein günstling der natur,
Hast nie du sie verachtet;
Mit eifergluth die spur
Des wissens nachgetrachtet.
Den, der die zeit mit werken schmückt,
Nie eignes herzens vorwurf drückt;
Sie sind des geistes ehrengab’
Und einst dem greis ein trost, ein stab.
Heil dir, mein theurer, heil
Auf deines lebens wegen!
Du kennst des lebens schönsten theil,
Erfahr’ auch seinen segen.
Nimm zu an wissen und verstand;
Sei du der stolz von haus und land,
Und von Bolsuinas alter stadt,
Die manch talent geboren hat.
Leb’ wohl! Vergiss es nicht,
Wie stets wir freunde waren.
Leb’ wol! Vergiss sie nicht
Die lust, die wir erfahren.
Wohin das loos dein steuer lenk’,
O sei in freuden eingedenk,
Wie wir so manche sommernacht
Auf Frieslands wellen zugebracht!
So fahr’ auch sanft, in ruh’,
Dein lebensschiff von hinnen,
Und, fall’ ihm glück einst zu,
Ob heisse thränen rinnen,
Bewahre deine edle art,
Mit vorsicht auf der weisen fahrt:
Wohin sich wende dann die bahn,
Das unglück selbst hat dir nichts an.