KLEINE MITTEILUNGEN.

=XIX. Plenarsitzung der Badischen Historischen Kommission.= Am 19.

und 20. Oktober d. J. fand in Karlsruhe die XIX. Plenarsitzung

der Badischen Historischen Kommission statt. Derselben wohnten 13

ordentliche und 4 außerordentliche Mitglieder bei. Als Vertreter der

Großh. Regierung waren zugegen Se. Exz. der Staatsminister Dr. ~Nokk~,

sowie die Ministerialräte Dr. ~Böhm~ und ~Seubert~. Den Vorsitz führte

der Vorstand Geh. Hofrat Professor Dr. ~Erdmannsdörffer~.

Seit der letzten Plenarsitzung sind nachstehende Veröffentlichungen

der Kommission erschienen: ~Beyerle, Konstanz im dreißigjährigen

Krieg~ (Bad. Neujahrsblätter, Neue Folge. 3. 1900); ~Kindler v.

Knobloch, Oberbadisches Geschlechterbuch~, II. Band, 2. Lieferung

(Lieferung 3 befindet sich unter der Presse); ~Köhne, Oberrheinische

Stadtrechte~, I. Abteilung, Heft 5 (Heidelberg, Mosbach,

Neckargemünd, Adelsheim); ~Fester-Witte, Regesten der Marggrafen von

Baden und Hachberg~, Schluß des I. Bandes (Lieferung 9 und 10);

Lieferung 1 des II. Bandes befindet sich unter der Presse; ~Schulte,

Geschichte des mittelalterlichen Handels und Verkehrs zwischen

Westdeutschland und Italien mit Ausschluß von Venedig~. 2 Bände.

An den ~Regesten zur Geschichte der Bischöfe von Konstanz~ hat

Privatdozent Dr. ~Cartellieri~ unter Mitwirkung des Hilfsarbeiters

Dr. ~Eggers~ weitergearbeitet. Letzterer hat durch einen Besuch

der Archive in Bern, Innsbruck und München (Allgem. Reichsarchiv)

das Material für die beiden nächsten Lieferungen (bis 1383) vollends

ergänzt, so daß mit deren Drucklegung demnächst begonnen werden

kann. Kurt ~Schmidt~ war wiederum im Vatikanischen Archiv zu

Rom für die Regesten thätig; er wird seine Nachforschungen noch eine

Zeit lang fortsetzen. -- Für die ~Regesten der Markgrafen von

Baden~ hat Prof. Dr. ~Witte~ den Anfang des zweiten Bandes

druckfertig ausgearbeitet und aus mehreren Archiven Deutschlands und

der Schweiz wiederum reiche Ausbeute für die Publikation gewonnen.

Bei den Nachforschungen im Karlsruher Generallandesarchiv hat ihn der

am 4. Mai ausgeschiedene Hilfsarbeiter für die allgemeinen Zwecke

der Kommission Dr. ~Hölscher~ unterstützt, an dessen Stelle

am 1. September Fritz ~Frankhauser~ aus Straßburg getreten

ist. -- Bezüglich der Fortführung der ~Regesten der Pfalzgrafen

bei Rhein~ wurde beschlossen, daß der ursprüngliche Plan einer

Bearbeitung derselben bis 1508 aufgegeben und der Abschluß des

Werkes auf das Jahr 1436 festgesetzt werde, wobei für die Zeit

König Ruprechts auch die auf das Reich bezüglichen Urkunden volle

Berücksichtigung finden sollen. Die Bearbeitung wird Dr. ~Sillib~,

Kustos an der Universitätsbibliothek in Heidelberg, unter Professor

Dr. ~Wille~’s Leitung übernehmen. -- Von den ~Oberrheinischen

Stadtrechten~ hat Dr. ~Köhne~ unter Leitung des Geh. Rats

Professor Dr. ~Schröder die fränkische Abteilung~ erheblich

gefördert. Von der ~schwäbischen Abteilung~ bearbeitet Dr.

~Hoppeler~ das Stadtrecht von Überlingen, Privatdozent Dr.

~Beyerle~ das von Konstanz. Für die Herausgabe der gleichfalls

einen Bestandteil dieser Sammlung bildenden ~elsässischen

Stadtrechte~ hat der Landesausschuß für Elsaß-Lothringen die

Mittel bewilligt. Das von Dr. ~Gény~ bearbeitete Stadtrecht von

Schlettstadt befindet sich bereits unter der Presse.

Von der ~Politischen Korrespondenz Karl Friedrichs von Baden~

ist der von Archivrat Dr. ~Obser~ bearbeitete fünfte Band

im Druck. -- Die Sammlung und Herausgabe der ~Korrespondenz

des Fürstabts Martin Gerbert von St. Blasien~ konnte infolge

mehrfacher Abhaltung der Bearbeiter Geh. Rat Dr. v. ~Weech~ und

Archivassessor Dr. ~Brunner~ nur wenig gefördert werden. Doch

steht ihr Abschluß im nächsten Jahre zu erwarten. -- Dem zweiten Band

der ~Wirtschaftsgeschichte des Schwarzwaldes und der angrenzenden

Landschaften~ wird Professor Dr. ~Gothein, der Geschichte der

badischen Verwaltung~ Privatdozent Dr. ~Ludwig~ sich auch

fernerhin widmen. Von dem ~Oberbadischen Geschlechterbuch~ hat

Oberstleutenant a. D. und Kammerherr ~Kindler von Knobloch~

einen beträchtlichen Teil des Manuskripts für weitere Lieferungen

ausgearbeitet.

Mit der Sammlung und Zeichnung der ~Siegel und Wappen der badischen

Gemeinden~ war wie bisher der Zeichner Fritz ~Held~ beschäftigt. Er

hat im Berichtsjahr für 14 Städte und 155 Landgemeinden neue Siegel

beziehungsweise Wappen entworfen und aus den Urkundenbeständen

des Generallandesarchivs 1374 Siegel von Stadt- und Landgemeinden

aufgezeichnet. Damit ist bereits eine erhebliche Vorarbeit geleistet

für das zweite Heft der Siegel der badischen Städte, das die Kreise

Baden, Offenburg, Freiburg und Lörrach umfassen und im nächsten Jahr

ausgegeben werden soll. -- Die ~Pfleger der Kommission~ waren unter

Leitung der ~Oberpfleger~ Prof. Dr. ~Roder~, Archivrat Dr. ~Krieger~,

Professor ~Maurer~, Professor Dr. ~Wille~ und Stadtarchivar Dr.

~Albert~ für die Ordnung und Verzeichnung der Archive von Gemeinden,

Pfarreien, Grundherrschaften etc. thätig. Es steht jetzt nur noch eine

geringe Zahl von Archiven aus.

Von der ~Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins~ (Neue

Folge) ist der XV. Band unter der Redaktion von Archivrat Dr.

~Obser~ für den badischen und von Archivdirektor Professor Dr.

~Wiegand~ für den elsässischen Teil erschienen, in Verbindung

damit die unter Leitung des Sekretärs stehenden ~Mitteilungen der

Badischen Historischen Kommission~ (No. 22).

~Das Neujahrsblatt~ für 1901, von Stadtarchivar Dr. ~Albert~

bearbeitet, wird eine Schilderung von »Baden zwischen Neckar und Main

in den Jahren 1803 bis 1806« bringen.

Für die ~Herstellung von Grundkarten~ für die badischen Gebiete

nach den Vorschlägen des Professors Dr. ~von Thudichum~ hat,

einem Beschluß der vorjährigen Plenarversammlung gemäß, das Großh.

Statistische Landesamt umfassende Arbeiten gemacht, die bereits ihrem

Abschluß nahe sind.

Von dem im Jahr 1898 vollendeten ~Topographischen Wörterbuch des

Großherzogtums Baden von Krieger~ erweist sich infolge starken

Absatzes und fortdauernder Nachfrage eine ~zweite Auflage~ als

notwendig. Die Kommission beschließt die Veranstaltung einer solchen

in zwei Bänden und beauftragt den Bearbeiter mit den Vorarbeiten dazu.

-- Ferner wird die Herausgabe des fünften Bandes der ~Badischen

Biographien~, deren Fortführung die Kommission in ihrer 16.

Plenarsitzung in ihr Programm aufgenommen hat, beschlossen und die

Redaktion desselben dem bisherigen Herausgeber des Werkes, Geh. Rat Dr.

v. ~Weech~, und Archivrat Dr. ~Krieger~ übertragen. -- Zu den

Bänden 1 bis 39 der Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins soll

ein ~alphabetisches Wort- und Sachregister~ ausgearbeitet werden.

Zum Zweck sorgfältiger Beratung über die Anlage und Durchführung dieser

Arbeit wird eine Subkommission eingesetzt, die ihre Vorschläge der

nächsten Plenarsitzung unterbreiten wird.

Die von der Kommission erfolgten Wahlen unterliegen noch höherer

Bestätigung.

Fußnoten:

[Fußnote 1: Stuttgarter Lit. Ver., Hans Sachs XXIII. Bd., herausgeg.

von E. Götze S. 318. »Ein gesprech in dem der dichter dem gefuersten

abt in Allerspach sein valete und leczen spruch dediciret«.]

[Fußnote 2: Im Einblattdruck des Gedichts, von dem noch weiter unten

die Rede sein wird, steht für die obenstehende sechste Verszeile zu

lesen: Endres Herneisen sein namen hat.]

[Fußnote 3: Von den verrschiedenen Schreibweisen des Namen dürfte

die hier gewählte die richtige sein; er selbst unterschreibt so, des

Öfteren mit willkürlicher Verdoppelung des »n«. Herneise = Hornisse im

Nürnbergisch-fränkischen Dialekt.]

[Fußnote 4: Für die Beihülfe zum Nachweis einer Reihe von Daten

über das Leben und Wirken des Künstlers ist der Verfasser Herrn

Kreisarchivar Dr. Bauch in Nürnberg zu lebhaftem Danke verpflichtet.]

[Fußnote 5: Ratsverl. vom J. 1562 Heft 4 fº. 6 vº. Kgl. Kreisarchiv

Nürnberg.]

[Fußnote 6: Die Originalabrechnungen S. 1. S. 134 im K. Kreisarchiv zu

Nürnberg.]

[Fußnote 7: Allerspach = Aldersbach, wornach die unrichtige Notiz

bei Goetze a. a. O. zu berichtigen ist. In Niederbayern, im Bez.-Amt

Vilshofen belegenes, ehemaliges Cisterzienserstift mit spätromanischer

Kirche. Die Malereien Herneisens sind nicht mehr vorhanden. Sie wurden

jedenfalls bei der im 18. Jahrh. erfolgten Neuausstattung der Kirche

durch die Brüder Asam beseitigt.]

[Fußnote 8: Die ältesten Porträts der Hauptschützengesellschaft

Nürnberg. Festzeitung für das XII. deutsche Bundesschießen in Nürnberg

1897. S. 155 f.]

[Fußnote 9: Die Clichés wurden dem Museum von der

Hauptschützengesellschaft Nürnberg in dankenswerter Weise zum Abdruck

überlassen.]

[Fußnote 10: Nagler, Monogrammisten I S. 352.]

[Fußnote 11: a. a. O. S. 321.]

[Fußnote 12: S. K. Woermann, Wissenschaftliches Verzeichnis der Galerie

Weber in Hamburg, S. 44 f.]

[Fußnote 13: S. Becker, Jost Amman, S. 204 ff.]

[Fußnote 14: S. Dr. Alfr. Bauch, Barbara Harscherin, vor dem Titel.]

[Fußnote 15: S. O. von Heinemann in den Grenzboten 1895. S. 168 ff.]

[Fußnote 16: A. f. K. d. V. 1855 Sp. 148.]

[Fußnote 17: Deutsches Kunstblatt 1851, S. 405.]

[Fußnote 18: S. R. Bergau, Der schöne Brunnen zu Nürnberg, Berlin 1871,

S. 19 und Wallraff, Bericht über den Entwurf zur Wiederherstellung des

schönen Brunnens, Nürnberg 1899 S. 11.]

[Fußnote 19: Die Schreibweise wurde beibehalten, nur die im Original

fast stets fehlende Interpunktion zum leichteren Verständnis beigefügt.]

[Fußnote 20: = können.]

[Fußnote 21: offenbar ist die weit kostspieligere Restauration des

Jahres 1541 gemeint.]

[Fußnote 22: wohl Schreibfehler für: mallen = malen.]

[Fußnote 23: fassen = malen, Bildhauerei mit Gold und Farben bekleiden.]

[Fußnote 24: = demütig.]

[Fußnote 25: ergötzen = entschädigen.]

[Fußnote 26: = malerei.]

[Fußnote 27: = wir.]

[Fußnote 28: = solchen.]

[Fußnote 29: = tauglich.]

[Fußnote 30: am Rand steht von Herneisens Hand dessen Name J. Adoling.]

[Fußnote 31: gemeint sind, wie aus dem Brief Nr. 3 hervorgeht, das

Geld, das er sich in Würzburg verdient hat.]

[Fußnote 32: a. a. O. S. 11.]

[Fußnote 33: Historische Blätter Nr. 5250 u. H. B. Wasserbaukunst 14.]

[Fußnote 34: Bergau a. a. O. S. 5.]

[Fußnote 35: Unterdessen hat die wirkliche, jetzt im Besitz des Herrn

Architekt Wallraff befindliche Originalzeichnung von Pencz sich

vorgefunden. S. Wallraff a. a. O. S. 9.]

[Fußnote 36: Mitgeteilt von Baader, A.f.K.d.d. Vorzeit 1870 Sp. 91f.]

[Fußnote 37: Man beachte die naive Ausdrucksweise für: es ist mir

bitter Ernst mit meiner Klage]

[Fußnote 38: = Firnis.]

[Fußnote 39: = während der Arbeit am schönen Brunnen ausreichen würde.]

[Fußnote 40: = am Schluß der Arbeit.]

[Fußnote 41: Unverständlich; vielleicht soll es Pflug heissen = Arbeit,

im Gegensatz zu der folgenden Metapher: die Mühle zu Würtzburg steht

still = in Würtzburg habe ich keine Arbeit oder kein Geld zu erwarten.]

[Fußnote 42: = zur Sprache gebracht werden, nämlich das halb

geschlagene, doppelt so dick wie das gewöhnliche Blattgold.]

[Fußnote 43: Nöten.]

[Fußnote 44: zu ergänzen = währt oder reicht.]

[Fußnote 45: = nötig ist.]

[Fußnote 46: Wetterfahne.]

[Fußnote 47: = gewollt.]

[Fußnote 48: = defendiren, verantworten.]

[Fußnote 49: Aus der angezogenen Denkschrift von Walraff und vom

Magistrat der Stadt zum Abdruck gütig überlassen.]

[Fußnote 50: vielleicht auf das Sitzen im Brunnentrog auf der Zeichnung

bezüglich.]

[Fußnote 51: = ihnen.]

[Fußnote 52: nicht verständlich, vielleicht = Büchlein etc. Goldes.]

[Fußnote 53: = hin und wieder.]

[Fußnote 54: = geflossen.]

[Fußnote 55: = dafür mit einer geringen übrigen Habe aufkommen.]

[Fußnote 56: Beindt = Peunt, Name des städtischen Bauhofes.]

[Fußnote 57: Der Brief liegt im Original von Herneisens Hand und in

einer Reinschrift mit kleinen orthographischen, grammatikalischen und

stylistischen Verbesserungen vor.]

[Fußnote 58: = Gitter.]

[Fußnote 59: Herneisen hat also beim Gitter auch wieder 48 fl. vom

ursprünglich geforderten Preis nachgelassen.]

[Fußnote 60: Der Lobspruch ist des Öfteren abgedruckt. Die hier

gegebene Stelle, nach: Waldau, Beiträge zur Geschichte der Stadt

Nürnberg III. 235.]

[Fußnote 61: Der Verfasser hofft in der Folge auf die interessante

Thätigkeit Dietterlins am Lusthausbau in einem besonderen Aufsatz

zurückkommen zu können.]

[Fußnote 62: Nach Bader, A.f.K.d.d.V. 1870 Sp. 91 f.]

[Fußnote 63: Mitt. d. germ. Mus. 1899, S. 134 f.]

[Fußnote 64: Kgl. Kreisarchiv Nürnberg, Nürnberger Totenbücher Nr.

4752. 1607-12. Pfarrei St. Sebald. 1610. »13. April. Der Kunstreich

Andreas Herneisen Flachmaler am Geyersberg.«]

[Fußnote 65: Unter den Erörterungen, welche die Arbeit veranlaßt

hat, sind von besonderem Interesse die Ausführungen von A. de Waal:

»Fibulae in Adlerform aus der Zeit der Völkerwanderung« in der

Römischen Quartalschrift XIII (1899) S. 324 ff. De Waal weist darin

auf eine der letzten Arbeiten de Rossis hin, die dieser im Bulletino

della commissione archeologica communale di Roma, 1894, S. 158-163

unter dem Titel »Fibula d’oro aquiliforme« hat erscheinen lassen. Die

beigegebene Tafel XI gibt neben der im Besitz des Germanischen Museums

befindlichen nach der genannten Publikation de Rossis noch vier weitere

Adlerfibeln größeren Umfangs wieder. Die eine derselben (Nr. 4) ist

eine der bekannten beiden aus vergoldeter Bronze gefertigten Fibeln des

Cluny-Museums, die sich in Originalgröße schon bei Charles de Linas,

Orfèvrerie mérovingienne: Les oeuvres de Saint Éloi et la verroterie

cloisonnée (Paris 1864) auf der letzten Tafel unter A abgebildet

findet. Sie wurde samt ihrem Gegenstück zu Castel bei Valence d’Agen

in Aquitanien gefunden. Zwei andere erheblich kleinere, gleichfalls

zusammengehörige und sich entsprechende Adlerfibeln (Nr. 3a und 3b

bei de Waal) wurden 1888 in einem Grabe an der Via Flaminia beim

Coemeterium Sancti Valentini, doch außerhalb seines Bezirks gefunden.

Als Nr. 1 endlich, ist auf der Tafel bei de Waal eine Adlerfibel

abgebildet, welche genau der Nürnberger Fibel entspricht, nur daß der

Kopf des Adlers statt nach rechts nach links gerichtet ist, wodurch in

der That sehr wahrscheinlich wird, daß wir in dieser Fibel das gesuchte

Gegenstück zu den unsrigen vor uns haben. „De Rossi“, so führt de Waal

aus, „erhielt die Photographie »dal fortunato possessore sig. cav. Vito

Serafini, che l’ha rinvenuta la fibia in un suo podere di vocabolo

Lagucci, parrochia di Domagnano nel territorio di S. Marino«“. „Daß

die fibula des Herrn Serafini“, fährt de Waal fort, „identisch sei

mit der dem Museum zu Budapest angebotenen, ist sehr wahrscheinlich.

Cesena und S. Marino liegen so nahe bei einander, daß die verschiedene

Ortsangabe nicht ins Gewicht fällt. Auch die Ausfindungszeit, um

1893, stimmt bei beiden überein; de Rossi bezeichnet 1894 den Fund

der Mariner als »scoperta testè avvenuta«. Wird von der Fibel, die

in Budapest angeboten wurde, gesagt, daß das Auge durch einen weißen

Stein, mit einem Granat in der Mitte gebildet sei, so zeigt ein

gleiches die Abbildung auf unserer Tafel“. Zwar sind Kopf und Hals des

Adlers hier ziemlich verdrückt, was von der in Budapest angebotenen

Fibel nicht ausdrücklich erwähnt wird, doch fällt dieser Umstand nicht

schwer ins Gewicht und werden wir das von de Rossi veröffentlichte

Stück daher vorderhand wohl als zu unserem Schmuck gehörig betrachten

dürfen. Leider bleibt auch nach de Waals schätzenswertem Hinweis der

gegenwärtige Aufbewahrungsort jener anderen Fibel zunächst noch dunkel.

Daß die Kreuze auf den mittleren Rundschildchen der Fibeln nicht

durchaus das christliche Symbol zu bedeuten brauchen, sondern an sich

ebensowohl als bedeutungslose Zierformen genommen werden könnten, wie

dies de Waal zu thun geneigt ist, versteht sich von selbst. Angesichts

der beiden Fische jedoch, die auf einer der zu dem gleichen Schmuck

gehörigen beiden schildförmigen Platten im Budapester Nationalmuseum

dargestellt sind, scheint mir die erstere Annahme, daß wir es in

der That auch in jenen Kreuzen mit dem christlichen Symbol zu thun

haben, doch nicht so gewagt und möchte ich mich nach wie vor zu dieser

Auffassung bekennen.

Ebensowenig kann ich mich mit de Rossis und de Waals Ansicht

befreunden, derzufolge Fibelpaare dieser Art als „militärischer

Gürtelschmuck“, „militärische Dekorationen der Germanen zur Zeit der

Völkerwanderung“ zu betrachten wären. Ein Schluß von den beiden kleinen

Fibeln von der Via Flaminia, die in der Gegend der Hüften des daselbst

Bestatteten gefunden wurden, auf Fibeln von der Art und Größe der

unsrigen oder ihres Gegenstücks, erscheint mir von vornherein wenig

zulässig; und wie sollte man sich, falls jene Ansicht das Richtige

träfe, die Auffindung dieses Fibelpaares zusammen mit anderem offenbar

zu dem gleichen Schmuck gehörigen weiblichen Geschmeide, wie Haarnadel,

Ohrringe, überhaupt erklären? Im übrigen fehlt es mir an dieser Stelle

leider an Raum, ausführlicher auf diese Frage einzugehen, und ich

begnüge mich deswegen damit, hier nur noch einen Abschnitt aus einem

Briefe Julius Naues, der meine Ansicht über die Bestimmung der Fibeln

teilt, wiederzugeben. Herr Dr. Naue schrieb mir am 13. März unter

anderm:

„Rossis und de Waals Ansicht, daß diese großen Fibeln als Gürtelschmuck

gedient haben sollen, kann ich nicht teilen. Wir wissen bestimmt, daß

in den fränkischen Frauengräbern, welche Abbé Cochet beschreibt, die

Fibeln von den Frauen meistens paarweise getragen wurden, und zwar

lagen sie bei den Skeletten auf der Brust, links und rechts (Cochet, La

Normandie souterraine etc. Paris 1856. S. 265); ebenso verhält es sich

in den angelsächsischen Gräbern von Fairford und Marnham-Hill (Akerman,

Remain of pagan Saxondom S. 37 und 38), und in Selzen fand Lindenschmit

(Das germanische Totenlager bei Selzen, Tafel 10 und 11) bei zwei

Frauenskeletten je ein Paar Fibeln, eine auf der Schulter, die andere

auf der Brust“.

„Auch Fausset, Inventorium Sepulcrale, edited Ch. R. Smith bestätigt,

daß die Fibeln bei den Skeletten auf der Brust lagen. -- Von Nordendorf

geben die Fundberichte leider die Lage der Fibeln nicht an, doch

ist es nach meinem Dafürhalten zweifellos, daß sie ebenfalls auf

der Brust getragen wurden, bzw. hier die Gewänder oder den Mantel

zusammenhielten“.

„Auf dem großen Mosaik in S. Vitale in Ravenna mit der Darstellung der

Kaiserin Theodora und ihren Hofdamen trägt die Kaiserin auf der rechten

und linken Brustseite je eine große, runde, mit Perlen besetzte Fibel,

während die beiden neben ihr stehenden Kämmerer auf der rechten Achsel

die Spangenfibel haben, wie die Mehrzahl der Männer auf dem gegenüber

befindlichen Mosaik des Kaisers Justinian“.

„Da unter Theoderich dem Großen und sicher auch unter seinen

Nachfolgern Vieles von den Byzantinern und Römern angenommen worden

ist, so wohl auch die Art und Weise, die Schmucksachen (also ebenfalls

die Fibeln) zu tragen“.

„In vorhistorischen Gräbern -- der Hallstattzeit -- habe ich die Fibeln

bei den Skeletten stets in der Nähe der Achseln oder auf der Brust

(links und rechts) gefunden, so die großen halbmondförmigen Bügelfibeln

mit den zwei Vögeln oben und mit den in Kettchen angehängten

Klapperblechen“.

„All dieses spricht dafür, daß die Fibeln nicht als Gürtelschmuck

verwendet worden sind“....

Allerdings schreibt dies N. noch ohne genauere Kenntnis des Aufsatzes

von de Waal; doch ergibt sich aus seinen Ausführungen zur Genüge,

daß es auch in unserm Falle näher liegt, an Frauenschmuck als an

militärischen Gürtelschmuck zu denken.]

[Fußnote 66: Katalog der Kunst-Sammlungen des ... Cavaliere Carlo

Morbio. München 1883. In Kommission bei Theodor Ackermann.]

[Fußnote 67: In den Atti e memoire della r. deputazione di storia

patria per le provincie di Romagna, III. serie, vol. V. Bologna 1887 S.

333-414.]

[Fußnote 68: Vgl. z. B. noch Mitteilungen der k. k. Zentral-Kommission

IV, (1859) S. 326 Fig. 6. u. S. 327. L. Lindenschmit, Handbuch der

deutschen Altertumskunde I (1880-1889) S. 474 und Taf. XXII Nr. 7, Taf.

XXX u. a. m.]

[Fußnote 69: Vergl. Dannenberg, Grundzüge der Münzkunde 2. Aufl. (1899)

S. 257.]

[Fußnote 70: Abgebildet in den Mitteilungen aus dem germanischen

Nationalmuseum I S. 105 Fig. 1-5.]

[Fußnote 71: G. Seeger, Peter Vischer der Jüngere. Leipzig A. Seemann

1897 und die Besprechung desselben durch A. Bauch in den Mitteilungen

des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg. 13. Heft 1899 Seite 290.]

[Fußnote 72: Mitteilungen Bd. I, Jahrgang 1886, sowie Ortwein, Nürnberg

Taf. 14. Ferner P. J. Rée, Nürnberg. Seemann 1900. Fig. 134.]

[Fußnote 73: Ebenda Bd. II, Jahrg. 1887, Seite 34, Taf. XVI.]

[Fußnote 74: Ausführlicheres über P. Flötner in dem Exkurs zu diesem

Aufsatz.]

[Fußnote 75: C. Friedrich. Augustin Hirsvogel als Töpfer. Selbstverlag.

Nürnberg 1885.]

[Fußnote 76: S. Wellisch in »Berichte und Mitteilungen des

Altertumsvereines zu Wien« Band XXXIV. S. 71, sowie Ebenderselbe in

der Zeitschrift des Österr. Ingenieur- und Architektenvereines, Jahrg.

1899. S. 335.]

[Fußnote 77: H. Stegmann, Die Rochuskapelle zu Nürnberg. Fr. Bruckmann,

München 1885. Seite 25 ff.]

[Fußnote 78: Quellenschriften zur Kunstgeschichte X. S. 151.]

[Fußnote 79: Ratsbuch 15. Fol. 138. 139, cf. Friedrich a. a. O. p. 12.]

[Fußnote 80: Unsere Handschrift 4355, von Fuhse und Lange als

vertrauenswürdiger betrachtet, hat statt dessen: »in Model gegossen«.]

[Fußnote 81: Ortwein LIII. Blatt 44.]

[Fußnote 82: Ortwein Nürnberg, Blatt 26 und 27.]

[Fußnote 83: Ortwein Nürnberg, Bd. 1 und 2.]

[Fußnote 84: Friedrich a. a. O. 58. Abgebildet im »Kunsthandwerk«.

Herausgeg. v. Bucher und Gnauth. Spemann 1875. S. 22.]

[Fußnote 85: Röper-Bösch Taf. 9.]

[Fußnote 86: Ich kenne das Stück nur aus der Abbildung bei J.

Brinckmann. Das Hamburgische Museum für Kunst und Gewerbe. S. 296. Wir

werden ihm später nochmals begegnen.]

[Fußnote 87: Friedrich a. a. O. 58 f. -- Taf. XXXVII.]

[Fußnote 88: Es liegt mir die Absicht ferne, mit diesen Bemerkungen das

Verdienst Friedrichs schmälern zu wollen. Ihm bleibt immer das nicht

zu unterschätzende Verdienst, die sogenannten Hirsvogelkrüge endgültig

abgethan und mit Energie auf die erneute Untersuchung dieses sicher

sehr wichtigen Meisters hingewiesen zu haben. Auch ist eine Arbeit

über ein Gebiet der deutschen Renaissance, besonders in Verbindung mit

dem Kunstgewerbe stets verdienstvoll, da dies Gebiet mit Ausnahme der

Malerei seiner Schwierigkeit halber von den Kunsthistorikern ängstlich

gemieden wird.]

[Fußnote 89: Lange, P. Flötner Nr. 14, Taf. VII.]

[Fußnote 90: Lange, Nr. 11, 12, 13, 14, 16, 17, Taf. VII. Noch im 17.

Jahrhundert oft als Vorlage von Hafner benutzt, wofür die Beispiele

bei Lange, der diese beiden Öfen, da nicht publiziert und geradezu

unbekannt, nicht anführen konnte.]

[Fußnote 91: Abbildung bei Ortwein Abteil. 54. Franken Blatt 10.]

[Fußnote 92: Ortwein, Nürnberg Taf. 79, danach die Abbildung in den

Mitteil. des German. Museums, Bd. I. Jahrg. 1886, S. 257.]

[Fußnote 93: Über die Entstehung desselben vergl. K. Lamprecht, Der

Ursprung des Bürgertums und des städtischen Lebens in Deutschland.

Hist. Zeitschr. Bd. 67, pg. 385 ff.]

[Fußnote 94: Nähere Mitteilungen über die Ausgaben, die ich benützt

habe, finden sich in den Anmerkungen der ersten Sammlung.]

[Fußnote 95: Vergl. Steinhausen, a. a. O. pg. 16.]

[Fußnote 96: Geiler, Brösaml. I. fol. 94b. Auf dem Markte war ein

Standgeld und außerdem während der Messe Gebühren an das Kaufhaus

zu zahlen. Vergl. Kurt Kaser, Politische und soziale Bewegungen im

deutschen Bürgertum zu Beginn des 16. Jahrhdt. Stuttgart. 1899. pg.

119.]

[Fußnote 97: Die Abbildungen sind uns, wie die des ersten Aufsatzes

in dankenswerter Weise von der Verlagsbuchhandlung Eug. Diederichs,

Leipzig, zur Verfügung gestellt.]

[Fußnote 98: Geiler, Brösaml. I. fol. 104b.]

[Fußnote 99: Ibid. -- ]

[Fußnote 100: Vergl. z. B. die Beschreibung, die Grimmelshausen im

Simplicissimus (Halle’sche Neudrucke) pg. 470 davon macht: »Ein

Marckschreyer oder Quacksalber (welche sich selbs vornehme Aertzte,

Oculisten, Bruͤch- und Steinschneider nennen, auch ihre gute

pergamentine Briefe und Siegel darüber haben) ... wann er am offnen

Marckt mit seinem Hanß Wurst oder Hanß Supp auftritt, und auf den

ersten Schrey und phantastischen krummen Sprung seines Narrn mehr

Zulauffs und Anhoͤrer bekompt, als der eyfrigste Seelen-Hirt, der mit

allen Glocken dreymahl zusammen laͤuten lassen....«]

[Fußnote 101: Geiler, Brösaml. I. fol. 104b.]

[Fußnote 102: Grimm W.-B. III. pg. 509 führt zwar die Beziehungen zu

den Ausdrücken »blauer Dunst« und »Zeitungsente« an, gibt aber keine

eigentliche Erklärung. Die oben zitierte Stelle scheint unter einer

blauen Ente deutlich ein Kinderspielzeug zu verstehen, gibt also

den Ausgangspunkt für die Redensart: »von blauen Enten reden«, die

zuerst nur bedeutete, von Nichtigkeiten reden, und dann in eingeengter

Bedeutung geradezu den Begriff »lügen« annahm.]

[Fußnote 103: Geiler, Brösaml. I. fol. 95 b.]

[Fußnote 104: Geiler, Der seelen Paradiß. (Straßburg, Matth. Schürer

1510.) fol. 218.]

[Fußnote 105: Es ist nicht ganz klar, ob Geiler an dieser Stelle

meint, ein Priester solle nicht mit Geld sich einen Vertreter zur

Darreichung der Sakramente verschaffen, oder ob er auf die Stolgebühren

anspielen will, die so schweres Ärgernis erregten und dem Publikum

nicht anders als ein Sakramentenhandel erschienen, wie denn auch der

Reformationsprediger Joh. Eberlein von Günzburg sich darüber äußert:

»Wir verkaufen alles, Taufen, Absolution, Begräbnis, Heirat, Ein- und

Aussegnen von Kindbetterinnen .... und so geben wir entweder Ärgernis

oder wir werden Bettler.«]

[Fußnote 106: Geiler, Postill III fol. 64 b.]

[Fußnote 107: Vgl. Steinhausen a. a. O. pg. 50.]

[Fußnote 108: S. o. Jahrg. 1899, pg. 115.]

[Fußnote 109: Ibid. pag. 111.]

[Fußnote 110: Geiler, Brösaml. I. fol. 91. Vgl. auch Ibid. fol. 93b/94.]

[Fußnote 111: Ibid. II. fol. 58b. Vergl. Steinhausen a. a. O. pag.

36 u. 39 ff. J. Kamann, Aus dem Briefwechsel eines jungen Nürnberger

Kaufmanns im 16. Jahrh. Mitteilungen a.d. german. Nationalmuseum. 1894,

pg. 9 ff.]

[Fußnote 112: Geiler, Brösaml. I. fol. 90b.]

[Fußnote 113: Geiler, Narrensch. fol. 134.]

[Fußnote 114: Vergl. Steinhausen a. a. O. pg. 51 ff.]

[Fußnote 115: Geiler, Predigen teütsch. (Augsburg. H. Otmar 1510.) Fol.

112 b.]

[Fußnote 116: Opusculum de cognicione peccatorum venialium et

mortalium. (Augsburg. Joh. Froschauer 1503.) fol. d Ia.]

[Fußnote 117: Nider, a. a. O. fol. 17a.]

[Fußnote 118: Geiler, Von den ~dry marien~, wie sie vnsern heren iesum

cristum wolten salben... (Straßburg. Joh. Grüninger 1520.) Fol. 15b.]

[Fußnote 119: Nider, a. a. O. fol. 5b/6a.]

[Fußnote 120: Vgl. W. L. Schreiber, Manuel de l’amateur de la gravure

sur bois et sur métal. Nr. 1986, 2.]

[Fußnote 121: sester = ein Maß für Getränke und Frucht.]

[Fußnote 122: Nider a. a. O. fol. 5a/b.]

[Fußnote 123: Gerson a. a. O. fol. d I. b.]

[Fußnote 124: Nider a. a. O. fol. 16a.]

[Fußnote 125: Ibid. fol. 8 a.]

[Fußnote 126: Ibid. fol. 8a/b.]

[Fußnote 127: Geiler, Paradiß fol. 120.]

[Fußnote 128: Eine sehr gute Zusammenstellung hierüber gibt das oben

genannte Buch von Kurt Kaser.]

[Fußnote 129: Vgl. a. a. O. S. 379-387.]

[Fußnote 130: R. Majocchi, Le crocette auree langobardiche del civico

museo di storia patria in Pavia (Bolletino Storico Pavese, Anno II,

Fasc. III. 1894). -- S. 8 f. des Separatabdrucks dieser Arbeit,

den Herr Professor Majocchi in Pavia so liebenswürdig war, mir zur

Verfügung zu stellen, werden in den Anmerkungen noch 14 weitere

Kreuze dieser Art erwähnt, sodaß sich die Zahl der in Italien bisher

gefundenen und bekannt gewordenen Kreuze dadurch auf 95 erhöht.]

[Fußnote 131: J. Naue im Katalog der Sammlung Morbio S. 61.]

[Fußnote 132: Vergl. Orsi a. a. O. S. 413 f.]

[Fußnote 133: Vergl. E. A. Stückelberg, Langobardische Plastik. Zürich

1896. S. 88 ff.]

[Fußnote 134: Orsi S. 414. Majocchi S. 14 f. etc.]

[Fußnote 135: Vergl. Orsi S. 383 ff.]

[Fußnote 136: Vergl. Stückelberg a. a. O. S. 81 f.]

[Fußnote 137: Über Goldschmiede und den Betrieb der Goldschmiedekunst

bei den Langobarden siehe u. a. Orsi a. a. O. S. 395 ff.]

[Fußnote 138: Vgl. Stückelberg a. a. O. S. 19 f.]

[Fußnote 139: Die drei Zitate nach Stückelberg, a. a. O. S. 71 f.]

[Fußnote 140: Vgl. Orsi a. a. O. Tavola IV Nr. 5 u. 7; letzteres

Kreuz, in getreuerer Abbildung auch bei Majocchi als Nr. 2 auf der dem

Aufsatze beigegebenen Tafel.]

[Fußnote 141: Vgl. Orsi Nr. 1, 2-11, 12, 20-21, 22, 23, 25, 26, 32-45,

49, 53, 54, 56, 58-61, 69, 70.]

[Fußnote 142: Vgl. Orsi Nr. 2 11 (S. 340 f.).]

[Fußnote 143: Vgl. Orsi Nr. 53 (S. 363), Majocchi S. 19.]

[Fußnote 144: Orsi S. 409 f.]

[Fußnote 145: Majocchi S. 26.]

[Fußnote 146: Majocchi S. 21.]

[Fußnote 147: Anderer Meinung scheint Wolfg. M. Schmid, Eine

Goldschmiedeschule in Regensburg um das Jahr 1000 (München 1893) S. 16.

Er sagt von dem Filigran am Deckel des Codex aureus: »Der Faden ist von

feinster Ausführung; ~denn~ auch die kleinste Perle desselben zeigt um

ihren Aequator einen Schnitt, der oft nur mit dem Vergrößerungsglas

sichtbar wird«.]

[Fußnote 148: Abbildung bei E. aus’m Weerth, Das Siegeskreuz etc. (Bonn

1866) Taf. I.]

[Fußnote 149: Abbildung bei E. aus’m Weerth, Kunstdenkmäler des

christlichen Mittelalters in den Rheinlanden Taf. LV.]

[Fußnote 150: Abgebildet bei Labarte, Histoire des arts industriels, I.

Bd. Tafel XXX. Das Gebetbuch befindet sich jetzt im Louvre-Museum.]

[Fußnote 151: Abbildung bei Aus’m Weerth, Siegeskreuz S. 16.]

[Fußnote 152: Nicht unerwähnt will ich lassen, daß Herr Prälat

Schneider in Mainz, dieser vorzügliche Kenner kirchlicher Altertümer,

das Kreuz für eine griechische, d. h. byzantinische Goldschmiedearbeit

hält.]

[Fußnote 153: Vgl. Bock, Karls des Großen Pfalzkapelle und ihre

Kunstschätze 1, 54 ff. Aus’m Weerth, Kunstdenkmäler S. 94 und Taf.

XXXIV.]

[Fußnote 154: Aus’m Weerth, Kunstdenkmäler Tafel XXIV, XXV Nr. 4.

Clemen, Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz II, 3. S. 45, Nr. 4.]

[Fußnote 155: Abbildung bei Aus’m Weerth, Kunstdenkmäler Tafel XLVI Nr.

2b.]

[Fußnote 156: Abbildung bei Didron, Annales archéologiques XX, 264.]

[Fußnote 157: Vgl. Andresen, Der deutsche Peintre-Graveur etc. V. Bd.

S. 4 ff.]

[Fußnote 158: Nagler, Künstlerlexikon Bd. XXI S. 192 f. Monogrammisten

III. Bd. S. 146 (Nr. 470).]

[Fußnote 159: a. a. O. S. 1 ff.]

[Fußnote 160: Blatt 136b der genannten Handschrift.]

[Fußnote 161: Bl. 98b wird von Hasdrubal Rosenthaler, der wegen

zahlreicher Betrügereien gegen seine Herren, die Fürleger, von 1583 an

mehr denn 20 Jahre auf dem Fröschturm gefangen saß, gesagt: »yetziger

zeitt aber, 1614, wohnet Er vff dem Diellinghoff inn seins Vatern

Behaussung« ... etc.]

[Fußnote 162: Andresen, Peintre-Graveur Bd. IV S. 331 ff. Vgl. auch

Nagler, Künstlerlexikon XXI, S. 193 ff.]

[Fußnote 163: Andr. Nr. 2: Nürnberg von Osten, nach Lorenz Strauch.]

[Fußnote 164: Andr. Nr. 3: Die vortreffliche Wappenfolge.]

[Fußnote 165: Andr. Nr. 4: Die große aus neun Blättern bestehende

Ansicht von Prag; Andr. Nr. 5: Die streitende Kirche Christi und Andr.

Nr. 7: Das Religionsgespräch zu Regensburg 1601.]

[Fußnote 166: Vgl. Nagler a. a. O. S. 193 f., Andresen a. a. O. S. 331

f.]

[Fußnote 167: In Betracht kommen könnten auch die Nummern 1325

und 1347, bei denen sich das Merkzeichen ebenfalls aus H und B

zusammensetzt. Zeitlich scheinen sie indessen weniger zu entsprechen.

Hieronymus Bang mag um 1590 Meister geworden sein. 1587 wird er in den

Ratsverlässen noch »Goldschmiedsgeselle« genannt.]

[Fußnote 168: in = an, ungefähr.]

[Fußnote 169: Von hier an bis m. p̅r̅i̅a̅ eigenhändige Unterschrift des

Kurfürsten.]

[Fußnote 170: Vattern = Schwiegervater; Muetter = Schwiegermutter.

Maximilian war in zweiter Ehe vermählt mit Maria Anna, Tochter

Ferdinands II. und der Kaiserin Maria Anna, geborenen Prinzessin von

Bayern.]

[Fußnote 171: Erste Gemahlin Ferdinands III., Maria Anna, Schwester

Philipps IV. von Spanien.]

[Fußnote 172: Von hier an eigenhändige Unterschrift.]

[Fußnote 173: Vgl. F. Luthmer: Der Schatz des Freiherrn Karl v.

Rothschild. Meisterwerke alter Goldschmiedekunst, Bd. II Taf. 50.]

[Fußnote 174: Vgl. Quirin v. Leitner: Die hervorragendsten Kunstwerke

der Schatzkammer des österreichischen Kaiserhauses. Wien 1870-73. Taf.

12 u. bes. 13.]

[Fußnote 175: Vgl. die Anhänger bei Marc Rosenberg: Die Kunstkammer im

Großherzogl. Residenzschlosse zu Karlsruhe. 1892. Taf. 6.]

[Fußnote 176: Vergl. J. Grimm, Deutsche Rechtsalterthümer ^4 I, S.

268/9, wo die weiteren Angaben nachzulesen sind.]

[Fußnote 177: E. L. Rochholz, Deutscher Glaube und Brauch im Spiegel

der heidnischen Vorzeit. Berlin 1867 II, S. 113.]

[Fußnote 178: Drucke und Holzschnitte des 15. und 16. Jahrhunderts in

getreuer Nachbildung. II. Gedichte vom Hausrat aus dem 15. und 16.

Jahrhundert. In Facsimiledruck herausgegeben. Mit einer Einleitung von

Dr. Th. Hampe. Straßburg. Heitz. 1899. Ich citiere nach dieser Ausgabe.]

[Fußnote 179: In kleinerem Maßstabe abgebildet bei Hampe, a. a. O. S.

16.]

[Fußnote 180: Das Nähere darüber siehe Hampe, a. a. O. S. 9.]

[Fußnote 181: Abgebildet in G. Hirth, Kulturgeschichtliches Bilderbuch

III Nr. 1195.]

[Fußnote 182: Mit diesen Buchstaben werde ich künftig die einzelnen

Dockenhäuser zitieren.]

[Fußnote 183: Wie ich höre, wird demnächst in Velhagen & Klasings

Monatsheften eine Abbildung des Hauses erscheinen.]

[Fußnote 184: Über die Einrichtung vgl. Boesch, a. a. O.]

[Fußnote 185: Aufnahmen der Kapelle mit sorgfältigen Detailzeichnungen

hat der akademische Architektenverein des Karlsruher Polytechnikums

unter Leitung von Professor Weinbrenner gemacht und 1884 herausgegeben.

Vgl. auch die schöne Abhandlung von Robert Vischer in seinen Studien

zur Kunstgeschichte S. 583 ff.]

[Fußnote 186: Vgl. meinen Aufsatz: Zur Narrenliteratur des 16.

Jahrhunderts. »Mitteilungen«. 1898. S. 133 ff.]

[Fußnote 187: Vgl. Grimm, W. B. VI, 139: »landsknecht, ein Kartenspiel,

das in landsknechtkreisen aufgekommen«. Nach obiger Stelle scheint

die Dauer jenes Spieles in der Volkssprache scherzhaft als Zeitmaß

gebraucht zu sein, eine Wortverwendung, die Grimm a. a. O. nicht kennt.]

[Fußnote 188: G. Hoet, Catalogus. Haag 1752. D. I. S. 131 ff.]

[Fußnote 189: cav. Piancastelli in L’Arte 1898, Maggio-Giugno, domande

e risposte.]

[Fußnote 190: Herrn Böhler bin ich für verschiedene bereitwilligst

gemachte Angaben zu Dank verpflichtet.]

[Fußnote 191: Il microcosmo della pittura. Cesena 1657. S. 142 »una

grande historia in quadro assai capace, e molto ben conservata«. --

Piancastelli a. a. O.]

[Fußnote 192: In desen tyt had men de maniere te makē groote doecken

met groote belden in, die men gebruyckte om Camers mede te behangen

als met Tapytserye, en waren van Ey -- verwe oft Lym -- verwe ghedaen.

-- Van Mander, Schilderboeck 1604. fol. 203, het leven van Rogier van

Brugghe.]

[Fußnote 193: B. 18 und 24, 25; für das Abschneiden der Baumkronen B.

39 und 78.]

[Fußnote 194: Man vergleiche diesen fast sentimentalen Moseskopf mit

dem gewaltig festen von Claux Sluters Mosesbrunnen in Dijon, dem 100

Jahre früher geschaffenen Werk eines Künstlers holländischer Herkunft!]

[Fußnote 195: Van Mander sah in dem -- jetzt zugrunde gegangenen --

obersten Teil der Außenseiten der Flügel dieses Bildes das Datum 1531.]

[Fußnote 196: Über die Datierung dieses Werkes schrieb ich in meinem

Aufsatz »Das jüngste Gericht des Lucas van Leyden« im Repertorium für

Kunstwissenschaft. XXII, 1.]

[Fußnote 197: Vgl. Grimm. W. B. IV, 1074; Dieffenbach, Glossarium

latino-germanicum S. 241 a; Du Cange III, 332b, _foculare: idem

quod focus, locus ubi ignis asservatur, vel domus ipsa._ Über

den indogermanischen Herd vgl. O. Schrader, Reallexikon der

indogermanischen Altertumskunde. Straßburg. K. J. Trübner 1901. I.

Halbbd. S. 367 ff.]

[Fußnote 198: Zum Teil mag dieser saubere Anstrich auch auf das Muster

der Prangküchen zurückzuführen sein. Dieselben waren übrigens nicht

etwa nur in Nürnberg üblich, wie in P. J. Marperger, »Vollständiges

Küch- und Keller-Dictionarium ...« Hamburg. Benj. Schillers Wwe. 1716

folgende Stelle auf S. 671 beweist: »_Eine Prunck- oder Prang-Küche

nennet man die, in welcher alles Zinn- Meszing- und Eiserne

Küchen-Geräth in schönster Ordnung, blanck gescheuret, gefeget und

poliret stehet, die Feuer-Heerde sauber angestrichen, und welche

fast niemahls oder wenig gebrauchet, oder doch so einmahl darin

gekochet worden, solche gleich wieder gesaubert und aufgewaschen wird.

Dergleichen Küchen findet man in Holland und Teutschland sehr viel,

da sich manche Haus-Frau sehr piquiret, eine solche propre und mit

allerhand zu einer vollkommenen Küchen erforderten Küchen-Geräth (auch

selbst das Porcelain nicht ausgeschlossen) wohl versehene Küche zu

haben, und solche denen, die sie besuchen, aufzuweisen; Dabey sie dann

eine andere kleine und zum täglichen Gebrauch gewidmete Neben-Küche

haben, damit die Prang-Küche nur immer in ihrem Esse bleiben möge._«]

[Fußnote 199: »_Wickilstein_« ist auch als Ortsname bezeugt: Graff,

Ahd. Sprachschatz I, 708. Zur Erklärung dieses Namens will Förstemann,

Ad. Namenbuch ^2 II, 1585 an eine Kom-Position mit _wig bellum_ denken.

Sollte nicht vielmehr eine solche mit ahd. _wîh_, goth. _veihs sacer_

anzunehmen sein?]

[Fußnote 200: _brantert_ = Bezeichnung für Feuerbock.]

[Fußnote 201: Wenn Meringer, Mitt. d. Anthrop. Ges. Wien. XXIII, S.

177 sagt: »_man erzählt mir, daß man in Krain einen Feuerbock für

kleines Holz auf den Herd setzt, längere Scheiter aber über zwei

Böcke legt. Das letztere sieht man bei Schultz (Fig. 115) nach einem

altniederländischen Gemälde des Leipziger Museums_«, so trifft diese

letztere Bemerkung nicht zu. Auf dem betreffenden Bilde »Liebeszauber«

ist nur ein Feuerbock zu sehen.]

[Fußnote 202: Den Ausdruck »Eigenbrätler«, den ich z. B. bei

Hottenroth, Deutsche Volkstrachten I, S. 88 finde, in diesem

Zusammenhange zu verwerten, trage ich deshalb Bedenken, weil bei

Grimm, W. B. III, 97 steht: »_Eigenbrötler, m. qui rem familiarem

ipse curat_.« Diese letztere Form würde sich als eine Komposition mit

_-brot_ darstellen.]

[Fußnote 203: Vgl. Nrn. 56, 86, 87, 94, 95.]

[Fußnote 204: Vergl. Mitteilungen der Anthropolog. Gesellschaft in

Wien. XXX. (1900.) S. 6b.]

[Fußnote 205: Mit Ofenblech nicht zu verwechseln sind die »~Ofeneisen~«

(vgl. Tucher, a. a. O. 86. »_dem stathafner . . . für ofeneiszen zu

vernewen_«) Grimm, W. B. VII, 1159 erklärt sie gleich »Ofenanker«

als »_eiserne Schiene, die die steine oder kacheln des ofens

zusammenhält_«.]

[Fußnote 206: Vgl. Bancalari a. a. O. S. 6b/7a.]

[Fußnote 207: Vgl. Heyne, a. a. O. S. 167.]

[Fußnote 208: L. Diefenbach a. a. O. S. 298a. Ibid. 93a _caminus rauch

lach_, 251c _fumigale rauchfankch_ Grimm. W. B. VIII, 248 _fagunale_.]

[Fußnote 209: Heyne a. a. O. S. 120/1.]

[Fußnote 210: Grimm, W. B. VII, 1162 gibt meines Erachtens jenen

Dichterstellen eine falsche Auslegung. Dort bedeutet das »Ofenrohr«

weder »_rohr in einem Ofen (zum braten oder warm halten)_« wie in

einer von Grimm angeführten Stelle aus Hebel’s Werken, noch »_rohr zum

anblasen des feuers im ofen_«, sondern nur »_rauchrohr eines ofens_«.]

[Fußnote 211: Vgl. Heyne, a. a. O. S. 121. Marperger, a. a. O. S. 686.

Du Cange III, 760 _Ignitabulum, Ignis receptaculum_. Dieffenbach 65a

_Bacilla kolpfanne_. Vergl. H. A. Müller u. O. Mothes, Illustriertes

Archäologisches Wörterbuch der Kunst des germanischen Altertums, des

Mittelalters und der Renaissance. Die Artikel »Kohlenbecken« (mit

Abbildung) und »Handwärmer«.]

[Fußnote 212: Grimm, W. B. IV, 121 unter »Hafen«.]

[Fußnote 213: Vgl. H. Havard, Dictionnaire de l’ameublement et de

la décoration depuis le XIII^e siècle jusqu’à nos jours. Artikel:

»réchaud« (mit Abbildungen).]

[Fußnote 214: Marperger a. a. O. S. 685; Du Cange III, 332;

Dieffenbach, 565a; 241a. _focular efoͤcher vel plaspalck_. S. o. S.

165. Müller & Mothes, a. a. O. S. 561. Art. »Kamingerät«. Dieffenbach

237b. Du Cange III, 313c. Hans Paur a. a. O., Abt. 7.]

[Fußnote 215: Abgebildet bei Müller & Mothes, Illustriertes

Archäologisches Wörterbuch der Kunst des germanischen Altertums, des

Mittelalters und der Renaissance I, S. 124. Fig. 98. Vgl. auch ~Thom.

Wright~, The homes of other days. London 1871. Fig. 107. (14. Jahrh.

British Museum. M. S. Reg. 10. E. IV.) Dazu S. 163: »_the cook makes

use of a pair of bellows, which bears a remarkably close resemblance

to the similar articles made in modern times_.« Bei Hans Paur a. a. O.

Abt. 24. ein Wedel mit Öse zum Anhängen.]

[Fußnote 216: Marperger S. 685. Du Cange I, 623. _batillum (vel

batilus): thuribulum, pala, ferrum quo colliguntur carbones._ I, 625.

_batulus: sunt autem batilli ferrea instrumenta, palae similitudine,

quibus prunae in fornacibus colliguntur._ V, 15. _pala instrumentum

coquinarium, batillum._ Dieffenbach 65a. _bacilla (est pala ferrea) ein

ysen-schuffel._ 298a. _infurnibulum._ 405c _pala_.]

[Fußnote 217: Marperger S. 685. Dieffenbach 242b. Müller & Mothes a. a.

O. S. 561. Art. »Kamingeräth«. Du Cange VI. 503a, 532c. Hans Paur a. a.

O., Abt. 7.]

[Fußnote 218: Grimm, W. B. III, 1594. _hamus igni alendo suscitando

fiurhâke_.]

[Fußnote 219: Heyne a. a. O. S. 171. Anm. 73. Grimm. W. B. VII, 1161.

Dieffenbach. 591a. _tractula, instrumentum cum quo trahitur ignis de

fornace. Idem fornaculum vel fornalium. ofenkrucken._ 504c. _rutabulum

ofenkruck_, womit Dieff. 369a _morungum rurscheyt_ in Zusammenhang

bringt.]

[Fußnote 220: Mitteilungen der Anthrop. Ges. Wien XXX, 10a.]

[Fußnote 221: Ibid. 3a.]

[Fußnote 222: Dieffenbach 500c. _rotabulum eyn vorck, cum qua ignis

mouetur in fornace_. Hans Paur a. a. O., Abt. 7.]

[Fußnote 223: Ibid. 34a _audena feurhundt vel ofengabel_.]

[Fußnote 224: Dieffenbach 493a. _repofocillum, retropophinum,

vurstulppe, fuerstolpp, feur-hall vel -loch, id quod ponitur super

ignem de nocle, vuyrdecksel des nachtes._ Fraglich ob die Bezeichnungen

für Feuerschirm: _anticipa_, _antipirium_, _umbella_ auch für den

Stülp gebraucht sind. Dieff. 38 a. _anticipa, antipirium furschirm,

schirmbret vor dem feur_. Du Cange I, 305 b. _antipirgium. Gall. Ecran,

umbella, qua ante ignem utuntur_. Marperger a. a. O. 685.]

[Fußnote 225: Vgl. Bancalari a. a. O. S. 3 a.]

[Fußnote 226: Grimm W. B. I, 1614. Dieffenbach 613 c. Hans Paur a. a.

O. Abt. 8.]

[Fußnote 227: Vgl. Dieffenbach 519 c. _scopetum eyn beszemplatz_.]

[Fußnote 228: Grimm W. B. III, 1747.]

[Fußnote 229: Marperger a. a. O. S. 686. Dieffenbach 422 c.

_penicellum, genus spungiae ad tergendos humores et scutellas, wadel,

keerwisch_.]

[Fußnote 230: Mitt. d. Anthrop. Ges. Wien. XXII, 106.]

[Fußnote 231: Vgl. Ibid. XXI, 144, 146. Abb. 181. (römischer Feuerbock)

XXIII, 177.]

[Fußnote 232: Mitteilungen der prähistorischen Kommission d. Ak. d.

Wiss. Wien I, Nr. 3 (1893).]

[Fußnote 233: Mitt. d. Anthrop. Ges. Wien. XXI, 148.]

[Fußnote 234: Ibid. S. 137 b.]

[Fußnote 235: Du Cange I, 250. Art. »andena«.]

[Fußnote 236: Ibid.]

[Fußnote 237: Mitt. d. Anthrop. Ges. Wien. XXI, 152.]

[Fußnote 238: Ibid. S. 135.]

[Fußnote 239: Ibid. XXX, S. 3b.]

[Fußnote 240: Dieffenbach 34 a _andena, brantraite, -ruthe,

brandeisen._ 204 a _epigergium prantreyt, eyn windeysern, herdram_.

Marperger S. 685. _Brandruthen canteriolus, focarius._ Grimm W. B. II,

297 sagt etwas unklar: »_Brandbock, craticula, eiserner Rost, auf dem

die brände liegen, was ahd. prantreita, mlat. andena hiesz._« Unter

»Bock« findet sich dann allerdings eine zutreffende Beschreibung.

Schmeller giebt leider nichts, weder unter »Bock« noch unter »Roß«. --

Ähnliche Bezeichnungen finden sich in England. Vgl. Wright a. a. O. S.

450: »the iron dogs, or andirons, that supported the fuel. It may be

observed that these latter, in the North of England and in some other

parts, were called cobirons.«]

[Fußnote 241: Dieffenbach 34 a, 204 a _incipiendium, fulcrum focarium,

andena, ferrum quod sustinet ignem._ 575 a _ledale, tedarium, tedifera,

ferrum, super quo ponuntur ligna in foco._ Du Cange. I, 761. II, 55.

_Caminale, fulcrum focarium. Gall. chenet, cujus usus est in caminis.

Inventar. M. S. bonorum Joan. de Madathano ann. 1450. Item plus duo

caminalia ferri ponderis quadraginta librarum._ II, 324 b. II, 328.

III, 792 b. III, 900 a. _ipopigerium._ IV, 927 a. _ypopyrgium._ IV,

115 a/b. IV, 23 c. VI, 655 c. _Inventar, ann. 1476 ex Tabul. Flamar.

»Item plus in camino ignis ejusdem aulae duos canes sive Tresseti ferri

ponderis viginti librarum ferri ad communem extimationem._« Müller &

Mothes, a. a. O. 561. Art. »Kamingeräth«. Heyne, a. a. O. S. 243. Anm.

114.]

[Fußnote 242: Auch das Hausratblatt des Hanns Paur (Schultz a. a. O.)

hat keinen Feuerbock!]

[Fußnote 243: a. a. O. S. 138 (Heyne S. 243. Anm. 114, zitiert

versehentlich: 133.)]

[Fußnote 244: Muratori, Script. Ital. XI, Sp. 26.]

[Fußnote 245: Mone, Zeitschr. f. d. Gesch. d. Oberrh. III, 255. --

Vgl. auch Wright, a. a. O. S. 450 ff.]

[Fußnote 246: Vgl. Wright a. a. O. Fig. Nrr. 249, 268, 296.]

[Fußnote 247: Von August Schmarsow über die Bildwerke des Naumburger

Domes, von Arthur Weese über die Bamberger Domskulpturen.]

[Fußnote 248: ~A. Sach~: Hans Brüggemann und seine Werke (1896) und:

~Eduard Tönnies~: Leben und Werke des Würzburger Bildschnitzers Tilmann

Riemenschneider 1468-1531. (1900.)]

[Fußnote 249: ~Franz v. Reber~: Hans Multscher von Ulm. --

Sitzungsberichte der kgl. bayr. Akademie der Wissenschaften. Jahrg.

1898, Bd. 2, S. 1-68.]

[Fußnote 250: F. v. Reber, a. a. O. S. 68.]

[Fußnote 251: Herr Direktor v. Bezold teilt mir mit, daß sich eine

Holzstatue aus dem 15. Jahrhundert im ~Louvre~ durch einen ähnlichen

kreuzförmigen Einsatz auf dem Lendner auszeichnet.]

[Fußnote 252: ~Friedrich Hottenroth~: Trachten, Haus-, Feld- und

Kriegsgerätschaften der Völker alter und neuer Zeit. Stuttgart 1891.

II. Band. S. 77.]

[Fußnote 253: Ich zitiere nach der deutschen Übersetzung der

»böhmischen Chronika Wenceslai Hagecii« von Johann Sandel aus dem Jahre

1596.]

[Fußnote 254: und der Gudela v. Holtzhausen († 1371). -- Abgebildet bei

~Hefner-Alteneck~: Trachten, Kunstwerke und Gerätschaften vom frühen

Mittelalter bis Ende des 18. Jahrhunderts. Frankfurt a. M. 1883. Taf.

201.]

[Fußnote 255: ~Joseph Neuwirth~: Forschungen zur Kunstgeschichte

Böhmens. II. Der Bildercyklus des Luxemburger Stammbaumes aus

Karlstein. Prag 1897 und I. Mittelalterliche Wandgemälde und

Tafelbilder der Burg Karlstein in Böhmen. Prag 1896.]

[Fußnote 256: Abgebildet bei Hefner-Alteneck a. a. O., Band III, auf

Taf. 215.]

[Fußnote 257: Hottenroth a. a. O. S. 85.]

[Fußnote 258: Abgebildet bei Hefner-Alteneck a. a. O., Bd. IV, auf

Taf. 229.]

[Fußnote 259: »Deutsches Leben im 14. und 15. Jahrhundert.«

Familienausgabe. Zweiter Halbband. Wien. 1892. S. 249 ff.]

[Fußnote 260: a. a. O.]

[Fußnote 261: a. a. O. Band IV, auf den Tafeln 240, 249 und 237.]

[Fußnote 262: Abgebildet in A. von Heyden’s Blättern f. Kostümkunde.

Neue Folge, zweiter Band. 93 Blatt.]

[Fußnote 263: Abgebildet bei ~W. Lübke~: »Geschichte der

Plastik«. 3. Aufl. Leipzig 1880. S. 509.]

[Fußnote 264: Aus dem 15. Jahrhundert.]

[Fußnote 265: Ich wurde durch eine gütige Mitteilung des Herrn

Direktors ~Bösch~ auf sie aufmerksam gemacht. -- Eine Notiz im

»Chronicum Nordgaviense« des Johann Braun (Germ. Museum. Handschrift

7172, S. 113) besagt, daß der Rat der Stadt Sulzbach die Statue im

ersten Drittel des 17. Jahrhunderts »renovieren« ließ. Man wird sie

damals neu bemalt und vergoldet haben.]

[Fußnote 266: Vgl. ~Bode~: Geschichte der deutschen Plastik.

Berlin, 1887. S. 94 fg. Daselbst Abbildung. -- Ein Gipsabguß des

Bildwerks im Germ. Museum. -- Dazu vgl. »Beschreibung der Bildwerke der

christlichen Epoche«. Berlin 1888. S. 86.]

[Fußnote 267: Der Kopf des Gottfried von Bouillon ist -- trotz Bergau

-- zweifellos alt; neu (von 1824) ist nur der untere Teil der Statue,

vom Knie abwärts. -- Wie viel besser passen übrigens die drei Nägel an

dem Barett der Berliner Statue zu einem Herzog und Beschützer des hl.

Grabes als zu einem deutschen Kaiser, an dessen Krone sich niemals drei

Nägel in der Art befanden. Die unter den verschollenen Reichsreliquien

aufgeführte und oft abgebildete hl. Lanze umschließt nur einen Nagel

und der schmale eiserne Reif der lombardischen Krone, angeblich aus

einem Nagel vom Kreuz Christi hergestellt, kommt nach außen gar nicht

zum Vorschein, so daß Bode’s Deutung auf ein Kaiserbildnis auch

hiernach unhaltbar ist.]

[Fußnote 268: ~Berthold Riehl~: Sanct Michael und Sanct Georg in

der bildenden Kunst. München 1883. S. 49.]

[Fußnote 269: Nach Gg. Hager, in der Zeitschrift »Das Bayerland« 1895,

S. 437 ist sie nur eine Stiftung des Herzogs Christoph.]

[Fußnote 270: »Ein mittelalterlicher Alpenkünstler« in der »Deutschen

Rundschau,« Bd. 92. (1897.) S. 426.]

[Fußnote 271: Vgl. ἑρμηνεία τη̄ς Ζωγραφικῆ (ed.

Didron-Schäfer, 1855, S. 374) und die Georgsdarstellung bei Donatello

und den meisten Künstlern.]

[Fußnote 272: Abgebildet bei Hefner-Alteneck a. a. O., Band III, auf

Taf. 126.]

[Fußnote 273: Mit diesen Nummern sind sie im VI. Band der Kataloge des

bayr. Nationalmuseums aufgeführt und daselbst auch abgebildet.]

[Fußnote 274: Die Wandgemälde in der Burg zu Neuhaus behandelte ~J.

E. Wocel~, (Wien 1859), die Fresken in Padua am eingehendsten ~P.

Schubring~. (Altichiero und seine Schule. Leipzig, 1898. S. 48 ff.

u. bes. S. 75, 76.)]

[Fußnote 275: Vgl. ~Bode~: Geschichte der deutschen Plastik. S.

89, 90.]

[Fußnote 276: ~G. v. Bezold~ und Dr. ~B. Riehl~: Die

Kunstdenkmale des Regierungsbezirkes Oberbayern. Tafel 112.]

[Fußnote 277: Nr. 482 im VI. Band der Kataloge des Museums. Abbildung

ebenda auf Taf. VIII.]

[Fußnote 278: Nr. 522 im VI. Band der Kataloge; gleichfalls abgebildet

auf Taf. VIII.]

[Fußnote 279: Direktor Dr. H. Graf.]

[Fußnote 280: »Kunsthistorische Gesellschaft für photographische

Publikationen« unter Leitung von A. Schmarsow und A. Bayersdorfer. IV.

Jahrg. 1898. Taf. 18.]

[Fußnote 281: Abgebildet auf Tafel XVIII und Tafel XIV des Katalogs.

(VI. Band.)]

[Fußnote 282: Vgl. Bode: Geschichte der deutschen Plastik. S. 197 und

~Dr. P. Albert~ Kuhn: Allgemeine Kunstgeschichte. 16. Lief. 1898.]

[Fußnote 283: Vgl. »Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort

und Bild. Oberösterreich und Salzburg.« Wien 1889. S. 233.]

[Fußnote 284: »Zeitschrift für bildende Kunst«. Neue Folge. 6. Jahrg.

1895. S. 26. -- Da die inzwischen von Stiassny wiederholt

angekündigte Lichtdruck-Publikation des Hochaltars von St. Wolfgang, in

deren Text er auch über dieses Schnitzwerk eingehender handeln wollte,

immer noch nicht erschienen ist, kann sich mein Urteil über dasselbe

leider nur auf die a. o. O. gegebene Abbildung desselben (Autotypie)

gründen.]

[Fußnote 285: Die Kunstdenkmale des Königreiches Bayern. Erster Band;

bearbeitet von ~G. v. Bezold~ u. Dr. ~Berth. Riehl~ a. a.

O. und »Zeitschrift des bayrischen Kunst-Gewerbe-Vereins in München.«

Jahrgang 1890. S. 62.]

[Fußnote 286: Es kann dies nicht befremden, wenn man bedenkt, daß im

Verhältnis zu der großen Anzahl von Denkmälern nur für äußerst wenige

Werke der Meister bisher bestimmt werden konnte. So haben wir selbst in

Michael Pacher, nach Stiassny, den Bildschnitzer des Wolfganger Altars

nicht zu sehen. Friedrich Herlin ist, der Ansicht von Haack in seiner

Erlanger Habilitationsschrift -- S. 21 u. 32 -- zufolge, wohl auch

nicht Holzschnitzer; bei Lukas Moser und Joh. Schühlein ist die Frage

gleichfalls noch offen und selbst Meister so bedeutender Werke, wie des

Blaubeurener und Heilbronner Altars oder der Statuen in Blutenburg bei

München vermögen wir nicht mit Namen zu nennen. Und wie viel besser

steht es mit der Autorenfrage bei den Werken der Steinplastik?]

[Fußnote 287: Dr. Albert Kuhn a. a. O. S. 434.]

[Fußnote 288: Das andere Hauptgebiet der Holzbildnerei (die baltischen

Küstenländer) kommt hier zweifellos nicht in Betracht.]

[Fußnote 289: Julius Böhler, München.]

[Fußnote 290: Robert Stiassny in der »Deutschen Rundschau« a. a. O. S.

415.]

[Fußnote 291: Vgl. Georg Seeger: Peter Vischer der Jüngere. J. D.

Leipzig 1897, woselbst die vorangegangenen Untersuchungen von Rettberg,

Dr. H. Stegmann und die den Ausschlag gebende von Direktor v. Bezold

zusammengefaßt sind. (S. 132-140.)]

[Fußnote 292: Nach dem Abschluß dieser Arbeit stellte Herr Direktor

v. Bezold mir gütigst einen Brief des Herrn Prof. Dr. Neuwirth zur

Verfügung, aus welchem ich ersehe, daß dieser gründlichste Kenner

böhmischer Kunst annimmt, der Meister unsers hl. Georg habe böhmische

Werke gekannt und sich vielleicht teilweise nach und an ihnen

gebildet, daß die Statue aber ~nicht~ für »~böhmisch~« d. h. in Böhmen

entstanden, sondern für ~oberösterreichisch~ oder ~salzburgisch~ zu

halten sei.]

Mitteilungen aus dem Germanischen Nationalmuseum. Jahrgang 1900 · 第 80 / 80 题