9) Es geht keineswegs aus der Haltung der officiellen Briefe Dr.
Livingstone’s an Dr. Kirk hervor, dass er nur eine von Herrn Stanley
ihm gesandte Hülfe willkommen heissen werde. Dr. Livingstone wusste
gar nicht, dass das britische Publikum eine Hülfsexpedition für ihn
organisirt habe. Da er dies nicht wusste, bat er mich, alles für ihn zu
thun, was ich könne; die Leute und Vorräthe aber, deren er bedurfte,
wurden ihm von Zanzibar einzig und allein aus englischem Gelde
geschickt.
10) Herr W. O. Livingstone hat nicht nach Durchlesung der Briefe
seines Vaters „es abgelehnt, Herrn Stanley’s Expedition zu seinem
Vater zu begleiten“, sondern Herr Livingstone hat sich nur auf den
freundschaftlichen, ärztlichen Rath des Dr. Kirk zurückgezogen, welcher
meinte, dass es bei seinem damaligen schwächlichen Gesundheitszustand
für ihn sehr unklug, wenn nicht gefährlich sei, den Versuch zu machen,
nach Unyanyembé während des schlimmsten Monsuns, der je über Ost-Afrika
hingezogen, zu gehen.
Ich schliesse mit der Hoffnung, dass die Empfindungen, welche Dr.
Kirk jetzt gegen Dr. Livingstone zu hegen scheint, höflichern und
duldsamern Platz machen werden, wenn letzterer heimkehrt, um dann die
innige Freundschaft vollständig wiederherzustellen, welche früher
den Verkehr zwischen diesen beiden alten Bekannten charakterisirte,
als sie zusammen in den Regionen des Zambezi und Nyassa-Sees reisten
und lebten. Ich glaube, ich kann seitens des Dr. Livingstone eine
herzliche, freundliche Erwiderung auf diese Empfindungen in Aussicht
stellen. Was mich betrifft, so würde mich nichts mehr freuen, als wenn
wir allesammt wieder recht gute Freunde würden. Dr. Livingstone kennt
die Gesinnungen, die ich für ihn hege, sehr wohl, und Dr. Kirk kann
überzeugt sein, dass ich für ihn aufrichtige Bewunderung empfinde.
* * * * *
Das Folgende ist die allerletzte Nachricht von Dr. Livingstone (im
Auswärtigen Amt am 19. October 1872 angekommen) und beweist genau,
was ich gesagt habe, dass dieser gegen Dr. Kirk keine Unhöflichkeit
beabsichtigt oder daran gedacht hat, sein Verfahren anzugreifen, und
dass ich seine Empfindungen im vorhergehenden Absatz richtig gedeutet
habe.
~Dr. Livingstone an Lord Granville.~
„Unyanyembé, 1. Juli 1872.
Mylord!
Ich muss daran erinnern, dass ich sehr grosse Unannehmlichkeiten
dadurch erlitten, dass Sklaven statt Freier für mich engagirt worden
sind. Dies hat mir volle zwei Jahre gekostet, mir ein unnützes
Marschiren von 1800–2000 Meilen auferlegt, mich viermal der Gefahr
eines gewaltsamen Todes ausgesetzt und ausserdem eine unbestimmbare
Summe Geld gekostet. Gewisse Banyanen, indisch-britische Unterthanen,
an deren Spitze ein gewisser Ludha Damdschi steht, scheinen
uns ihre Sklaven für mehr als das doppelte Gehalt eines Freien
betrüglicherweise aufgedrungen zu haben, und die sämmtlichen Sklaven
waren von dem Gedanken erfüllt, dass sie mir nicht folgen, sondern
mich zur Rückkehr zwingen sollten. Durch das Geld und die Waaren
dieser Banyanen wird fast der ganze Sklavenhandel dieser Gegend
vermittelt. Sie haben sich unehrlicher Agenten bedient, um die
Karavanen zu führen und dies hat es zu Wege gebracht, dass ich zu
vier verschiedenen malen ausgeplündert worden bin. Niemals wird
ein Händler in dieser Weise beraubt. Ich habe eine Klage hierüber
an Dr. Kirk abgesandt und in meinem Brief vom 14. November eine
Copie desselben in der Hoffnung eingeschlossen, dass er, wenn es
nöthig wäre, vom Auswärtigen Amte Unterstützung bekäme, damit
mir Gerechtigkeit widerfahren und er die Sache rasch in Angriff
nehmen könne, denn die Banyanen und ihr ungerechter Agent Scherif
haben ihre Privathandelsspeculationen zwischen Dr. Kirk und mich
zwischengeschoben und uns, ohne dass wir es wussten, dazu verführt,
Sklaven zu brauchen, obwol wir uns dem widersetzt hatten, dass
Kapitän Fraser dasselbe auf seiner Zuckerplantage thue. Ich bedauere
es sehr, zufälligerweise erfahren zu haben, dass Dr. Kirk meine
förmlichen Anklagen gegen die Banyanen als einen versteckten Angriff
auf ihn selbst betrachtet hat; wenn ich dies vorhergesehen hätte, so
hätte ich bestimmt alle meine Verluste stillschweigend ertragen. Ich
habe niemals mit ihm Streit gehabt, obwol wir Jahre lang zusammen
waren, und ich hatte keineswegs die Absicht, ihn zu beleidigen. Aber
das öffentliche Interesse, das sich an dieser Expedition bethätigt,
zwingt mich zur Veröffentlichung aller der Hindernisse, welche sich
dem entgegengestellt haben, dass ihre Aufgabe nicht schon vollendet
worden ist. Ich habe die Banyanen und ihre Agenten als die Ursache
aller meiner Verluste dargestellt und gezeigt, dass der Gouverneur
hier ihr hauptsächlichster Agent ist. Dies wird durch die Thatsache
bestätigt, dass Scherif und die erste Sklavenbande jetzt bei ihm aufs
bequemste in Mfutu leben, einem Dorfe, das etwa 12 Meilen von dem
Ort, an dem ich dieses schreibe, entfernt ist.
Da ich, wie ich in meinem obigen Briefe erwähnt habe, ausreichende
Vorräthe besitze, die mich in den Stand setzen, in kurzer Zeit
meine Arbeit möglichst zu beendigen, und da die erste und zweite
Sklavenbande sich als so sehr ungenügend erwiesen hatte, war es mir
sehr darum zu thun, dass nicht wieder Sklaven kommen sollten; ich bat
daher Herrn Stanley, mir 50 Freie in Zanzibar zu miethen und für den
Fall, dass er Sklaven begegne, dieselben wieder zurückzuschicken,
ohne Rücksicht darauf, was für Ausgaben an sie gewandt worden seien.
Diese wollte ich gern alle bezahlen. Ich hatte keine Idee davon, dass
dies dazu führen würde, eine englische Expedition, die in grösster
Freundlichkeit mir zu Hülfe geschickt worden, an ihrer Weiterreise
zu verhindern. Ich bin vom aufrichtigsten, tiefsten Danke für die
edle Anstrengung meiner Landsleute erfüllt und bedauere es sehr, dass
meine Vorsichtsmassregeln gegen eine nochmalige Sklavenexpedition
den selbstverleugnenden Eifer von Ehrenmännern gedämpft haben, die
durchaus keine Spur vom Geiste von Sklaven an sich haben.
Wie ich jetzt auseinandersetzen werde, hätten sie mir jedoch wenig
in der Richtung nützen können, die ich einzuschlagen beabsichtige.
Besässen wir aber einen Telegraphen oder selbst nur eine Briefpost,
so hätte ich ihnen Arbeiten nach einer andern Richtung vorgeschlagen,
die dem Vorstande der Geographischen Gesellschaft genehm gewesen wäre.
Seit zwölf Monaten wird hier Krieg geführt. Derselbe ähnelt unsern
kleinen Kaffernkriegen, bereichert aber niemanden. Aller Handel
wird dadurch gehemmt und im ganzen Lande herrscht allgemeine
Gesetzlosigkeit. Ich beabsichtige, diese Verwirrungen dadurch zu
vermeiden, dass ich nach Süden nach Fipa gehe, dann um das südliche
Ende des Tanganika und darauf über den Chambeze, dem Ufer des Sees
Bangweolo entlang nach Westen ziehe. Wenn ich mich dann auf 12°
südl. Br. befinde, so gedenke ich in gerader Richtung nach Westen an
die alten Quellen zu gehen, von denen es heisst, dass sie an jenem
Ende der Wasserscheide liegen, und mich von dort nach Norden zu
den Kupferminen von Katanga zu wenden, die nur ungefähr zehn Tage
südwestlich von den unterirdischen Höhlen sind. Von dort aus kehre
ich nach Katanga zurück, das zwölf Tagereisen nach Südsüdwesten
vom Ende des Lincoln-Sees liegt. Daselbst angekommen, werde ich
der Vorsehung aufrichtig danken und über den Kamolondo-See nach
Udschidschi und in die Heimat zurückkehren. Durch diese Reise hoffe
ich den Theil des Landes, an dessen Erforschung mich die Sklaven
gehindert haben, kennen zu lernen. Ich bin nämlich aus der Gegend
des Zusammenflusses des Lomame mit Webb’s Lualaba zurückzukehren
gezwungen worden. Der Lomame ist die Verlängerung des Lincoln-Sees
in das centrale Seesystem -- in Webb’s Lualaba. Die hier angedeutete
Route macht meine Rückreise nutzbar, indem sie mich aussen, oder
sagen wir südlich um alle die Quellen zusammen herumführt, wogegen
die Route, welche durch Manyuema führt, nicht dazu taugen würde, um
den Faden der Forschungen wieder aufzunehmen. Jene bringt mich auch
ausserhalb des Bereichs des von Udschidschi oder von der Küste aus
betriebenen Sklavenhandels und Blutvergiessens, was die Manyuema
jetzt zu rächen anfangen. Wenn ich mich jetzt zurückzöge, wie ich
es von ganzem Herzen zu thun wünschte, so würde ich mir bewusst
sein, die Entdeckung der Quellen unbeendet gelassen zu haben und
alsbald einen Nachfolger zu bekommen, der die Nichtigkeit meiner
Ansprüche nachweisen würde. Und was noch schlimmer wäre als das,
die Banyanen und ihre Agenten, von denen ich glaube, dass sie sich
verschworen haben, alle meine Pläne zu vereiteln, würden wesentlich
ihre Absichten durchgesetzt haben. Ich kenne jetzt schon viele von
den Völkerschaften, mit denen ich ganz freundschaftlich verkehre,
nachdem ich in der Gegend weit gereist bin und den Irrthum verbessert
habe, zu dem ich dadurch verführt wurde, dass der Chambeze von den
Portugiesen und Andern Zambesi genannt wird. Ich möchte sehr gern
die Basañgo besuchen, die nahe an meinem Wege wohnen, werde mich
aber doch auf sechs bis acht Monate beschränken, um das Versäumte
wieder gut zu machen. Vor ungefähr fünf Generationen ist ein Weisser
in die Hochlande von Basañgo gekommen, die gerade im Osten von
der Wasserscheide liegen. Derselbe hatte sechs Begleiter, welche
jedoch alle starben, und schliesslich wurde dieser Führer, Tscharura
genannt, zum Haupt der Basañgo gewählt. In der dritten Generation
hatte er 60 kräftige Speerträger zu directen Nachkommen. Dies lässt
auf eine ebenso grosse Zahl weiblichen Geschlechts schliessen.
Sie sind von sehr heller Farbe und leicht daran zu erkennen, dass
es niemandem, ausser der königlichen Familie, gestattet ist,
Korallenperlen zu tragen, wie sie Tscharura eingeführt hat. Ein
Buch, das er mitgebracht, ist erst vor kurzem verloren gegangen.
Das Interesse des Falls liegt in seinem Zusammenhange mit der
berühmten Theorie Darwin’s über die Entstehung der Arten, denn er
beweist, dass eine verbesserte Varietät, wofür wir Weissen uns
doch bescheidentlich halten, nicht dem ausgesetzt ist, durch grosse
Zahlen, wie einige gemeint haben, überwuchert und vernichtet zu
werden.
Zwei Mazitu-Häuptlinge leben in der Nähe der Route. Ich würde sie
sehr gern besuchen und für die Engländer Gerechtsame zu erlangen
suchen, wie sie den Arabern von Seyd Madschid gewährt worden sind,
bin aber jetzt viel zu reich, um mich unter Diebe zu begeben. Zu
einer andern Zeit hätte ich getrost hingehen können, weil nach
dem schottischen Sprichwort „niemand die Hosen eines Hochschotten
stiehlt“. Wenn es einigermassen gut geht, so hoffe ich in acht
Monaten von jetzt ab wieder in Udschidschi zurück zu sein. Sollte
jemand die Klugheit meiner Entscheidung in Frage ziehen oder mich im
Verdacht haben, wenig Liebe für meine Familie zu empfinden, indem
ich diese letzte Reise unternehme, so kann ich mich vertrauensvoll
um Billigung an den Vorstand der Königl. Geographischen Gesellschaft
wenden, der den Gegenstand vollständig versteht.
Hätte ich vorher wissen können, dass diese letzte Expedition
herkommen würde, um mich aufzusuchen, so würde ich sie als
Zweigexpedition benutzt haben, um den Victoria-See zu erforschen,
zu welchem Zweck die gewählten Seeoffiziere ohne Zweifel vorzüglich
geeignet gewesen wären. Das Skelet eines Bootes, das Herr Stanley
hier gelassen hat, hätte ihren Zwecken dienen können und sie hätten
das ganze Verdienst einer unabhängigen Forschung und ihrer Erfolge
gehabt. Ich bin längere Zeit in Gesellschaft von drei intelligenten
Sanheli gereist, die je drei, sechs und neun Jahre in dem östlich vom
Victoria-See belegenen Lande gelebt haben, der dort Okara, hier aber
Mkara genannt wird. Sie haben mir drei oder vier Seen beschrieben,
von denen nur der eine seine Gewässer nach Norden entsendet. Okara
scheint der eigentliche Victoria-See zu sein. Ungefähr aus seiner
Mitte gibt er einen Arm nach Osten ab, welcher Kidette heisst, in
den eine Menge Reusen gelegt und wo viele Fische gefangen werden.
Er ist drei Tagereisen zu Boot lang und verbindet sich mit dem See
Kavirondo, der wol nicht ein See, sondern nur ein Arm des Okara
genannt zu werden verdient. An demselben lebt ein sehr schwarzes
Volk, das Vieh hält. Weiter nach Osten befinden sich die Masai.
Südöstlich von Kavirondo liegt der See Neibasch oder Neybasch; dessen
südlichem Ufer entlang sind sie drei Tage gereist und von dort aus
haben sie den Berg Kilimandscharo gleichfalls im Südosten gesehen.
Der See hatte keinen Ausfluss. Als fern im Norden von Kavirondo
liegend beschrieben sie den See Bariñgo (nicht Bahr Ngo). Ein Fluss
oder Flüsschen, der Ngare na Rogwa heisst, fliesst in denselben von
Süden oder Südosten. Sein Name bezeichnet, dass er etwas salzig ist.
Bariñgo entsendet einen Fluss nach Nordosten, welcher Ngardabasch
heisst. Das Land im Osten und Norden von Bariñgo heisst Burukineggo
und man erzählt sich, dass dort Gallahs mit Kamelen und Pferden
leben; meine Berichterstatter haben sie aber nicht gesehen. Ich gebe
ihre Nachrichten nur so, ohne ihren Werth zu untersuchen. Ihr Zweck
war das Plündern und sie konnten wol kaum in Bezug auf die Zahl
der Seen im Irrthum sein, wo nach unserer Annahme sich nur einer
befindet. Der Okara oder eigentliche Victoria-See ist der grösste
und enthält viele sehr grosse Inseln. Ich habe nicht den geringsten
Wunsch, in seine Nähe zu gehen weder jetzt noch in Zukunft, sondern
wünsche nur meine eigene Aufgabe gut zu Ende zu führen und glaube,
dass ich wol einige Ausdauer für mich in Anspruch nehmen darf. Wenn
mir jedoch der Auftrag würde, noch irgendwo sonst hinzugeben, so
würde ich mich bestimmt auf grosse Kränklichkeit oder dringende
Privatangelegenheiten berufen. Man hat mir nachgesagt, dass ich
unter den Arabern wie einer derselben lebe; dies kann nur heissen,
dass ich auf gutem Fusse zu denselben stehe. Sie nennen mich oft den
„Christen“ und ich habe nie diesen Charakter in irgendeiner Beziehung
verleugnet.
Eine eigene Skizze einer Längenaufnahme, welche ich an Sir Thomas
MacLear an der Königlichen Sternwarte am Cap geschickt habe, ergibt
27° östl. als die Länge des grossen Flusses Lualaba und die Breite
von 4° 9′ südl. Er verläuft ungefähr zwischen 26° und 27° östl.
L. und liegt daher nicht so weit westlich, wie es meine Rechnung,
die ich ohne Uhr in dichten Wäldern und zwischen gigantischem Gras
ausführte, festgestellt hatte. Es ist daher weniger wahrscheinlich,
dass es der Congo ist, und ich könnte wol auf demselben mit Baker
zusammentreffen. Mit Bezug auf die alten Quellen kenne ich schon die
vier Ströme, die ohne Frage in der Nähe von oder an dem westlichen
Ende der Wasserscheide entstehen. Herr Oswell und ich hörten etwa
im Jahre 1851, dass der Kafue und Liambai (der Obere Zambesi) an
einer Stelle entsprängen, obwol wir damals etwa 300 Meilen davon
entfernt waren. Die beiden Flüsse Lomame und Lufira kommen aus
derselben Gegend; der einzige Punkt, der noch zweifelhaft, ist die
Entfernung ihrer Quellen voneinander und diesen möchte ich sehr
gern feststellen. Ich schicke astronomische Beobachtungen und eine
Kartenskizze durch einen Eingeborenen an Sir Thomas MacLear. Die
Karte ist sehr unvollständig, weil mir alle bequemen Mittel für das
Zeichnen derselben fehlten und keine Lage sollte als festgestellt
oder veröffentlicht betrachtet werden, bis sie auf dem Observatorium
von neuem berechnet worden ist.
Es ist ziemlich viel Gefahr dabei, so zu verfahren, doch nicht
so viel, wie wenn ich die Sache meinem Freunde, dem Gouverneur,
vertraute. Eine frühere kartographische Skizze, eine Menge
astronomischer Beobachtungen und fast alle meine Briefe sind
hier verschwunden; aber es ist besser, dass sie den Gefahren des
Transports durch einen Eingeborenen ausgesetzt sind, als dass sie
mich über zahllose Gewässer begleiten. Die Furcht, mein Tagebuch
ganz und gar zu verlieren, hat mich dazu geführt, es Herrn Stanley
anzuvertrauen, damit meine Tochter es bis zu meiner Rückkehr
verwahre, und ich hoffe, dass es sicher angekommen ist. Ich warte
hier nur, bis meine 50 Leute eintreffen. Die natürliche Besorgniss,
die ich für die Sicherheit meines Sohnes Oswell empfinde, der
durch die zwischen diesem kalten Hochland und der Küste liegenden
Fieberdistricte reist, wäre um das Dreifache vermehrt worden, wenn
die Herren von der Marine mitgekommen wären.
Zum Schluss erlauben Eure Lordschaft, dass ich Ihnen sowie dem
Vorstande und den Mitgliedern der Königl. Geographischen Gesellschaft
sowie allen denen meinen herzlichsten Dank sage, die freundlichst
in irgendwelcher Weise dazu beigetragen haben, für meine Sicherheit
zu sorgen. Ich fühle es aufrichtig, dass niemand in der Welt mehr
Ursache zu dem tiefsten Danke hat, als